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007 First Light im Benchmark-Test


ComputerBase hat die PC-Version von 007 First Light im Test. Im Fokus stehen Grafikkarten-Benchmarks mit Nvidia GeForce, AMD Radeon und Intel Arc. Zudem wird die Bildqualität von DLSS 4.5 sowie FSR 3.1 analysiert – wie unfair? Sicher, aber anders geht es nicht, denn das Upgrade per Adrenalin Software auf FSR 4 ist nicht möglich!

007 First Light: Die Technik der PC-Version

Der dänische Entwickler IO Interactive ist mit der Hitman-Reihe bekannt und groß geworden. Zurecht: Die Titel der Serie besetzten eine Nische, fielen qualitativ hochwertig aus und waren beliebt. Jetzt hat IO Interactive etwas neues gewagt: 007 First Light, ein Action-Spiel im James-Bond-Universum, das eine Agenten-Geschichte erzählen und auf AAA-Niveau liegen soll.

Mit deutlich aufgebohrter Glacier-Engine

Ein Teil des bekannten Hitman-Gameplays übernimmt 007 First Light zwar, ein Großteil ist aber neu beziehungsweise völlig überarbeitet. Dasselbe gilt für die hauseigene Glacier-Engine, die auch für diesen Titel zum Einsatz kommt. Im Vergleich zu Hitman 3 (Test) aus dem Jahre 2021 soll diese jedoch massiv überarbeitet worden sein. Und bereits nach einer Minute im Spiel wird klar: Das ist keine Marketing-Aussage, sondern entspricht den Tatsachen.

Darum sieht das Spiel richtig gut aus

Denn 007 First Light ist nicht nur in allen Belangen ein deutlich schöneres Spiel als Hitman 3, sondern generell ein richtig schickes Spiel geworden. IO Interactive nutzt nicht nur, aber allen voran in den Zwischensequenzen einen sehr filmischen Look, der dem Spiel unglaublich gut steht. Die Charaktermodelle der Hauptfiguren sehen richtig gut aus und gehören zu den besten überhaupt.

Auch die Spielwelten sind unglaublich detailliert und vielfältig ausgefallen, allen voran kleinere Locations sehen wirklich toll aus. Darüber hinaus hatte die Engine bereits in Hitman mit großen Menschenmengen kein Problem, was noch einmal überarbeitet worden ist: Manche Umgebungen zeigen unglaublich viele NPCs, das gibt es sonst in kaum einem anderen Spiel. Und damit noch immer nicht genug.

Ein weiteres Highlight ist volumetrischer Rauch in 007 First Light und auch Explosionen mitsamt Physikinteraktionen machen viel her. Wer mit dem filmischen Look kein Problem hat, bekommt unglaublich viel fürs Auge geboten und wird. 007 First Light ist eines der schönsten Spiele überhaupt.

Perfekt ist die Grafik aber natürlich nicht. So fällt die Qualität der Charakter abseits der Hauptfiguren sichtbar ab. Und auch die Animationen wurden gegenüber Hitman 3 zwar deutlich verbessert, andere große Spiele bekommen das aber noch einmal sichtbar besser hin. Und was ebenso weh tut ist das Fehlen von Raytracing – wie bitte?

Pathtracing kommt erst später

Ja, richtig gelesen. 007 First Light wurde zwar sogar mit Pathtracing angekündigt, aktuell verfügt das Spiel aber noch nicht einmal über Raytracing.

Das ist allen voran bei den Reflexionen ein Problem, von denen es im Spiel viele gibt. Dabei handelt es sich aber zu einem Großteil um Screenspace-Reflexionen mit all ihren Problemen. Das könnte Raytracing deutlich besser.

Auch die Rasterizer-Beleuchtung ist nicht perfekt, doch ist das in 007 First Light das kleinere Problem. Da es sich nicht um eine Open World, sondern um eher mittelgroße Abschnitte ohne dynamisches Wetter handelt, haben die Entwickler auch mit den Rasterizer-Kniffen ein richtig gutes Produkt abgeliefert. Aber auch hier gibt es noch Verbesserungspotenzial.

Pathtracing soll im Laufe des Sommers nachgereicht werden, was ein entsprechend sichtbarer Grafik-Boost darstellen sollte. Dabei klingt es mittlerweile danach, dass es nur eine Pathtracing- und keine Raytracing-Variante geben wird. Für Spieler mit einer schnellen GeForce RTX ist das kein Problem. Doch wer eine langsamere Nvidia- oder über eine Radeon-RX-Grafikkarte verfügt, wird dann vermutlich in die Röhre schauen. Und das sollte so eigentlich nicht sein; ganz abgesehen davon, dass eines der Haupt-Grafik-Marketingfeature zum Start gar nicht verfügbar ist.

Mit DLSS 4.5 und FSR 3.1 – aber ohne FSR 4!

007 First Light geht beim Upsampling eigene, ungewöhnliche, unbegreifliche und schlussendlich auch schlechte Wege, denen ComputerBase auch einen separaten Inhalt gewidmet hat:

  • 007 First Light: DLSS 4.5 steht gegen FSR 3.1 und kein Upgrade möglich*

Bei Nvidia gibt es den Best Case

Bei Nvidia sieht es erst einmal sehr gut aus: Das Spiel unterstützt ohne Umwege über die Nvidia App DLSS 4.5 Super Resolution, wobei die Quality- und Balanced-Einstellung wie von Nvidia empfohlen nur DLSS 4 (Preset K) benutzt, das Performance-Preset dagegen das hübschere DLSS 4.5 (Preset M). Per Nvidia-App kann auch durchweg DLSS 4.5 daraus gemacht werden.

007 First Light ist darüber hinaus eines der ersten Spiele, die DLSS 4.5 auch bei der Frame Generation integriert haben: Auch DLSS Multi Frame Generation 5× und 6× wird also unterstützt. Und auch Dynamic MFG lässt sich im Grafikmenü anschalten.

So weit, so normal und top-aktuell. Bei AMD sieht das anders aus.

Bei AMD FSR 3.1.5 mit dickem Haken

Das Spiel hat FSR Upscaling 3.1.5 integriert, kein FSR 4. Okay, kein Problem, damit können RX-9000-Inhaber immerhin per Adrenalin Software auf FSR 4.1 wechseln? Nein!

Denn IO Interactive hat FSR 3.1.5 nicht wie von AMD empfohlen und üblich per DLL-Datei integriert, die Entwickler haben das Upscaling stattdessen direkt in den Sourcecode eingebaut. Die DLL-Datei wäre aber notwendig, damit AMDs Treiber FSR 3.1 auf das deutlich hübschere FSR Upscaling 4.1 upgraden könnte. Damit gibt es kein Upgrade.

Und da das Spiel wirklich nur FSR 3.1.5, nicht aber auch FSR Upscaling 4 integriert hat, gibt es schlicht überhaupt kein FSR 4 in 007 First Light – zumindest offiziell nicht.

Das ist im Jahre 2026 bei so einer großen Produktion schlicht unverzeihlich, völlig unverständlich und einfach nur schlecht. Das sollte, nein muss IO Interactive schnellstmöglich ändern.

Was es in dem Spiel ebenso nicht gibt, ist Intel XeSS. Auf Arc-Grafikkarten muss deshalb wie auch ältere Radeons das optisch problematische FSR Upscaling 3.1 genutzt werden. XeSS Frame Generation und FSR Frame Generation gibt es auch nicht.

Auch der Optiscaler hilft nicht – zumindest derzeit

Wer nun versuchen möchte, FSR Upscaling 4.1 mittels des Tools Optiscaler (Download) zu benutzen, hat womöglich keinen Erfolg. Zumindest in der Redaktion stürzt das Spiel sang und klanglos beim Wechsel auf DLSS (mittels Spoofings) ab. Zwar ist es möglich, dass hier eine andere Konfiguration des Tools hilft oder eine neue Version notwendig ist, „Out of the Box“ scheint der Optiscaler aber nicht mit 007 First Light zusammenzuarbeiten.

Die technischen Merkmale

Upsampling (Nvidia DLSS / AMD FSR) in der Analyse

Da in 007 First Light aktuell selbst per Optiscaler kein FSR Upscaling 4.1 zur Verfügung steht, ist der Gewinner in dem Spiel sofort gefunden. DLSS 4.5 und DLSS 4 liefern die mit Abstand beste Bildqualität. Nicht nur, dass FSR Upscaling 3.1 keine Konkurrenz ist. Die spieleigene TAA-Kantenglättung ist es unabhängig von der Auflösung auch nicht.

Im Duell DLSS 4 gegen DLSS 4.5 ist die neue Version wenig verwunderlich der Gewinner. Dieses Mal aber gar nicht so sehr wegen zum Beispiel einer besseren Rekonstruktion. Doch kommt das neue Preset M deutlich besser mit dem Filmkorn zurecht. DLSS 4 scheint den Effekt als Noise zu identifizieren und filtert das absichtliche Rauschen zu einem nicht gerade kleinen Anteil heraus. DLSS 4.5 hat das besser im Griff, hier bleibt das Filmkorn erhalten. Wer den filmischen Effekt nutzen möchte, sollte daher unbedingt DLSS 4.5 verwenden.

007 First Light – DLSS 4.5 vs. DLSS 4 vs. FSR Upscaling 3.1

Davon abgesehen sind die optischen Unterschiede zwischen den beiden DLSS-Versionen eher klein. DLSS 4.5 hat ab und zu bei ein paar Objekten Probleme, sodass sie plötzlich flimmern. DLSS 4 zeigt dies weniger, doch tritt dieses Verhalten nur selten auf. Als Ausgleich kann DLSS 4.5 einige wenige Effekte besser rekonstruieren, doch fällt auch das höchstens im Detail auf. Das Filmkorn ist und bleibt der Hauptunterschied.

FSR 3.1 ist schlecht, FSR 4.1 gibt es nicht und TAA ist keine gute Alternative

FSR Upscaling 3.1 fällt erwartungsgemäß deutlich ab. AMDs altes Upsampling hat mit vielen Oberflächen Probleme, sie flackern teils munter vor sich hin. Darüber hinaus ist die Bildschärfe sowohl in Bewegung als auch im Stillstand deutlich niedriger als bei DLSS. Und Disocclusion-Artefakte sind in dem Spiel deutlich zu sehen. Dass in 007 First Light aktuell kein FSR Upscaling 4 funktioniert, ist also ein großes Problem für Radeon-Grafikkarten.

Denn auch die TAA-Kantenglättung erzeugt schlechte Bewegungen. Sie schafft es bei zahlreichen Objekten nicht, ein temporal stabiles Bild zu erzeugen. Selbst in Ultra-HD-Auflösung flimmern immer wieder Objekte deutlich im Bild, was sehr ablenkend ist. Darüber hinaus ist die Bildschärfe in niedrigeren Auflösungen als Ultra HD ein Problem. Das hat zur Folge, dass selbst DLSS Performance ein besseres Bild liefert als TAA Native.

007 First Light – FSR auf RX 9000 vs. FSR auf RX 7000 und älter

Widescreen im Kurz-Test

Die meisten Spiele unterstützen heute die beliebten Widescreen-Formate, alle Titel dann aber immer mal wieder doch nicht – oder auch nicht korrekt. ComputerBase hat folgende 2 Screenshots in der Auflösung 3.440 × 1.440 (UWQHD) sowie 2.560 × 1.440 (WQHD) aufgenommen, was dem 21:9- und dem klassischen 16:9-Format entspricht. Daran lässt sich erkennen, wie das Spiel mit Widescreen-Auflösungen um geht.

16:9-Format

Die offiziellen Systemanforderungen

Systemanforderungen für 007 First Light
Das Grafikmenü der PC-Version

Die Ladezeiten

Manche Spiele laden unglaublich schnell, andere wiederum benötigen eine schiere Ewigkeit. Mit einer Stoppuhr ausgestattet, misst die Redaktion die Ladezeiten ins Hauptmenü und dann von dort in die Testsequenz. Da Ladezeiten variieren können, wird dies insgesamt dreimal durchgeführt und dann ein Durchschnitt gebildet. Zwischen jedem Versuch wird der Rechner neu hochgefahren, sodass keine Dateien mehr im Cache vorliegen. Falls es abbrechbare Intros oder Videosequenzen gibt, werden sie weggeklickt, denn nur die reine Ladezeit ist wichtig. Sofern das Spiel bemerkbar einmalig Shader vorab kompiliert, wird dieser Lauf nicht in die Rechnung einbezogen. Die Zeit der Shader-Erstellung wird separat angegeben.

Dabei ist zu bedenken, dass ComputerBase einen High-End-PC besitzt, der unter anderem mit einem Ryzen 7 9800X3D und einer Seagate FireCuda 530 als PCIe-4.0-fähige NVMe-SSD ausgestattet ist. Entsprechend werden die Ladezeiten auf den meisten Systemen länger ausfallen. Die Werte hier sind nur zur Orientierung gedacht.

So schnell lädt das Spiel

Offizielle Steam-Deck-Kompatibilität

Wenn Spiele auf der Plattform Steam erscheinen, laufen sie auch oft auf dem Steam Deck. Zwar hat die Redaktion bei Technik-Tests nicht immer die Möglichkeit, die Performance auf der tragbaren Konsole zu überprüfen, doch gibt Steam bei den Titeln auch stets eine generelle Einordnung der Kompatibilität an. Wie sie ausfällt, findet sich hier im Artikel.

Aktuell hat Valve aber noch keine Einordnung zur Steam-Deck-Kompatibilität für 007 First Light bekanntgegeben.



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