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18-Jähriger bei DHDL: Deal mit Maschmeyer überraschend geplatzt


Mit nur 18 Jahren wagt sich Christopher Zöllner in die „Höhle der Löwen“ – und tritt in die Fußstapfen seines Bruders Davis. Mit seinem KI-Startup admark.ai will er Maschmeyer & Co. überzeugen – und bekommt sogar den Zuschlag. Nach der Show platzt der Deal dann aber doch noch. Warum, verrät Gründerszene exklusiv.

Pitcht schon wie ein Großer: admark.ai-Gründer Christopher Zöllner

Man könnte fast meinen, in der Familie Zöllner wird Unternehmertum am Frühstückstisch serviert. Mit 18 Jahren steht Christopher Zöllner jetzt selbst in der „Höhle der Löwen“ – und folgt damit dem Beispiel seines älteren Bruders Davis, der ebenfalls schon mit 18 Jahren Maschmeyer mit einer digitalen Visitenkarte überzeugte.

Christopher will nun mit seinem Startup admark.ai nachlegen. Sein Ziel: 200.000 Euro für 20 Prozent Unternehmensanteile – und endlich raus aus dem Kinderzimmer-Büro. 

Vom Insta-Fan zum KI-Gründer

Seine Unternehmergeschichte beginnt schon früh: Mit 15 führte Christopher eine Auto-Fanpage mit fast 200.000 Followern, analysierte die Erfolgsvariablen seiner Posts und optimierte diese – mit dem ersten Post immer um fünf Uhr morgens, versteht sich.

Aus dieser Erfahrung entstand admark.ai, ein Tool, das Social-Media-Posts für Unternehmen automatisch generieren, optimieren und analysieren soll. Ein paar Hotels, Versicherungen und andere Unternehmen nutzen es bereits. 20.000 Euro Umsatz hat der Teenie-Gründer im vergangenen Monat gemacht, weitere 24.000 sind laut eigener Angabe bereits für den nächsten Monat verbucht.

Frank Thelen will dazwischenreden – darf aber nicht

Als Christopher sein Tool genauer erklärt, geht’s in der Höhle richtig rund. Frank Thelen grätscht in den Pitch rein mit: „Das Thema ist nicht neu.“ Doch Christopher kontert – ruhig und bestimmt: „Ich würde gerne zu Ende aussprechen“.

Maschmeyer und Thelen wollen es aber genau wissen: „Was ist die wirkliche KI hier?“. Der Gründer lässt nicht locker: „Ich habe ein KI-Tool mit eigenen Daten gebaut“, behauptet er. Trotz der versuchten detailreichen Erklärung steigen Thelen und Dümmel aus – wie auch fast alle der restlichen Löwen. Thelen, zwar begeistert von Christophers‘ Mut und Auftritt, sieht das Produkt als zu nah an bereits bestehenden Tools. Er sagt, Christopher würde etwas verkaufen, was es nicht ist, nämlich fundamentale KI-Entwicklung. Thelen fehlt hier Reflexion und Ehrlichkeit, der Gründer habe die „Balken zu weit gebogen“.

Maschmeyer greift zu – mit Sperrminorität

Am Ende bleibt nur einer übrig: Carsten Maschmeyer. Der hat schon Christophers Bruder damals unterstützt und zeigt sich auch diesmal aus Verbundenheit zum Bruder zur Hilfe bereit. Auch begeistert vom Engagement des jungen Gründers – Persönlichkeit über Produkt sagt Maschmeyer! Er fragt Christopher: „Was konnte dein Bruder gebrauchen, was du auch gebrauchen kannst?“. Der junge Gründer meint daraufhin, er „brauche einen Türöffner, ich muss bei Kunden ernst genommen werden!“.

Bleibt kritisch: Carsten Maschmeyer

Maschmeyer sagt diese Unterstützung zu, bietet 200.000 Euro, will dafür aber 25,1 Prozent – wegen der berühmten Sperrminorität. Der Deal steht, dann folgen Emotionen pur. Bruder Davis jubelt hinter der Bühne, Christopher kämpft mit seinen Gefühlen. Start-up-TV at its best.

Nach dem Handschlag kam das Erwachen

Doch nach der Show folgte die Ernüchterung. Maschmeyer zog seine Unterstützung wieder zurück – mit einer Begründung, die klingt wie aus dem Due-Diligence-Lehrbuch: „Nach einer vertieften technischen Prüfung konnten wir uns leider nicht einigen, da der Anteil an proprietärer IP bei admark.ai nicht ausreichend erkennbar war.(IP = geistiges Eigentum wie eigens entwickelte KI-Algorithmen).“

Christopher erzählt heute, dass die Konditionen nach der Sendung deutlich verändert worden seien, sodass eine Zusammenarbeit wirtschaftlich keinen Sinn mehr gemacht hätte. Die genauen Gründe dafür blieben für ihn unklar. Bedeutet: Kein Deal. „Ob Christopher deswegen enttäuscht sei?“, fragen wir ihn nach der Sendung. „Enttäuschung? Im Gegenteil: Durch den No-Deal haben wir uns für einen noch passenderen Investor entscheiden können. Als Software Experte und Gründer teilt Taner Catakli (dealerdesk) unsere Vision.“, sagt er Gründerszene. Er erhofft sich nach der Sendung noch mehr Anfragen und bleibt natürlich bei seinen Umsatzzielen.





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