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965 Milliarden: Anthropic ist jetzt das wertvollste KI-Startup der Welt
Anthropic sammelt 65 Milliarden US-Dollar ein – und ist jetzt das wertvollste KI-Startup der Welt. Mehr als OpenAI.
Anthropic mischt das KI-Rennen erneut auf – mit frischem Kapital und einem neuen Modell. Das Startup hat am Donnerstag eine Finanzierungsrunde über 65 Milliarden US-Dollar bekannt gegeben. Die Firmenbewertung steigt damit auf 965 Milliarden US-Dollar. Anthropic ist jetzt das wertvollste KI-Startup weltweit und zieht an OpenAI vorbei.
Neues Modell im direkten Duell
Zeitgleich veröffentlicht das Unternehmen Claude Opus 4.8, eine neue Version seines Allzweck-Sprachmodells. Der Fortschritt fällt laut Anthropic „moderat, aber spürbar“ aus. Besonders beim Programmieren, logischen Schlussfolgern und bei Wissensaufgaben soll das Modell besser abschneiden.
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Der Release ist Teil eines intensiven Wettkampfs mit OpenAI. Beide Firmen kämpfen um technologische Führung und Marktanteile. Sie bauen ihre Produkte aus, wollen möglichst viele Entwickler erreichen und sichern sich parallel Zugang zu immer mehr Rechenleistung – die Grundlage für weiteres Wachstum. Auch ein Börsengang steht bei beiden perspektivisch im Raum.
Milliarden für Infrastruktur
Das neue Kapital soll genau hier helfen: Anthropic will seine Rechenkapazitäten ausbauen, um die steigende Nachfrage nach seinem KI-System Claude zu bedienen.
Die aktuelle Bewertung markiert dabei einen gewaltigen Sprung. Noch im Februar lag sie bei 380 Milliarden Dollar. OpenAI wurde zuletzt im März mit 852 Milliarden Dollar bewertet. Das jüngste Modell-Update von OpenAI, GPT-5.5, folgte im April.
Fokus auf Kostenkontrolle
Mit Opus 4.8 führt Anthropic auch eine neue Funktion ein: „Effort Control“. Damit können Nutzer steuern, wie viel Rechenleistung das Modell für eine Antwort einsetzt.
Hintergrund ist der steigende Kostendruck: Unternehmen schauen zunehmend genauer auf ihre Ausgaben für KI. Die neue Funktion soll Entwicklern helfen, ihre Budgets – etwa beim Einsatz von Claude Code – effizienter zu nutzen.
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Zusätzlich wird es günstiger: Der schnelle Modus von Opus 4.8 ist laut Unternehmen rund dreimal billiger als bei früheren Modellversionen.
Mythos kommt vorerst nicht
Das mit Spannung erwartete Modell „Mythos“ ist hingegen weiterhin nicht veröffentlicht. Anthropic hatte den Launch wegen Sicherheitsbedenken verschoben.
Im April hatte das Unternehmen für Unruhe in der Cybersecurity-Szene gesorgt: Mythos soll deutlich besser darin sein, Schwachstellen in Code zu finden – und könnte damit auch für Angriffe missbraucht werden. Seitdem arbeitet Anthropic mit Partnern, insbesondere aus der Sicherheitsbranche, an Schutzmechanismen.
Ein Start könnte jedoch bald folgen. Man mache „schnelle Fortschritte“ bei den Sicherheitsvorkehrungen, heißt es. Modelle auf Mythos-Niveau sollen in den kommenden Wochen verfügbar werden.
Deutlich schwächer als Mythos
Im Vergleich dazu ordnet Anthropic Opus 4.8 klar darunter ein. Vor allem bei Cyberfähigkeiten liege das Modell „deutlich zurück“.
Ein weiteres Detail: Während Mythos immer offenlegt, dass es sich um eine KI handelt, lässt sich Opus 4.8 in rund 3 Prozent der Tests dazu bringen, sich als Mensch auszugeben.