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China: Aussetzung der Exportkontrollen für Seltene Erden gilt auch für die EU


Nach intensiven Gesprächen mit der chinesischen Führung hat die EU die Zusage erhalten, dass die von Peking nach einem Treffen zwischen dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping und US-Präsident Donald Trump ausgesetzten Exportbeschränkungen für Seltene Erden auch für die Europäische Union gelten. China hat die jüngsten Exportkontrollen für die kritischen Mineralien, die für die globale Halbleiter-, Clean-Tech- und Rüstungsindustrie unerlässlich sind, nach dem Treffen mit Trump in Südkorea um ein Jahr verschoben.

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Diese Atempause, die Peking nun offiziell auf die EU ausdehnt, verschafft der europäischen Wirtschaft eine wichtige Frist, um ihre Lieferketten zu sichern. EU-Handelskommissar Maroš Šefčovič bestätigte am Samstag nach einer Unterredung mit dem chinesischen Handelsminister Wang Wentao, dass China die Anwendung der im Oktober verschärften Ausfuhrhürden für die EU ausgesetzt habe. Beide Seiten bekräftigten die Zusage, den Dialog über die bessere Umsetzung der Exportkontrollrichtlinien fortzusetzen.

Die Bedeutung dieses Schritts für die EU ist groß, da der Block bei der Versorgung mit Seltenen Erden zu etwa 99 Prozent von China abhängig ist. Das zeitweilige Pausieren der Beschränkungen, die China seit längerem nutzt, um seinen Einfluss auf dem Weltmarkt auszubauen und geopolitische Ziele zu verfolgen, begrüßte ein Kommissionssprecher als einen „angemessenen und verantwortungsvollen Schritt“. Dieser trage zur Stabilisierung des globalen Handels in einem kritischen Bereich bei.

Für die EU gilt das Einlenken Pekings als vorläufiger Erfolg in ihren anhaltenden Bemühungen, die strategische Abhängigkeit von China zu reduzieren und die Resilienz ihrer kritischen Rohstoffversorgungsketten zu erhöhen. Die aktuelle Zusage macht aber erneut deutlich, wie sehr die europäische Versorgungssicherheit von den Entscheidungen dritter Mächte beeinflusst wird. Kritiker monieren, die EU arbeite weiterhin auf Geheiß der US-Amerikaner daran, deren Exportkontrollen gegen China zu verschärfen. Andererseits verlange sie die Aufhebung der Einschränkungen Pekings, was an Heuchelei grenze.

Das EU-Parlament monierte im Juli, China setze Ausfuhrschranken für Seltene Erden gezielt als Waffe ein. Die Abgeordneten mahnten, die Umsetzung der EU-Verordnung zu kritischen Rohstoffen zu beschleunigen. Mit ihr soll sichergestellt werden, dass die Gemeinschaft einen sicheren, diversifizierten und nachhaltigen Zugang zu Rohstoffen hat.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) kündigte vorige Woche an, sie wolle „alle uns zur Verfügung stehenden Instrumente“ einsetzen, um die Handelsblockade Chinas bei kritischen Rohstoffen zu brechen. Die Brüsseler Regierungsinstitution arbeite an dem Plan „RESourceEU“, um der europäischen Industrie „kurz-, mittel- und langfristig den Zugang zu alternativen Quellen“ vor allem für Seltene Erden zu sichern. Das beginne bei der Kreislaufwirtschaft, also der Nutzung kritischer Rohstoffe aus Produkten, die schon im Umlauf sind. Entscheidend seien auch Partnerschaften in diesem Bereich mit Ländern wie der Ukraine, Australien, Kanada, Kasachstan, Usbekistan, Chile und Grönland.

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(nie)



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Großangelegter Online-Betrug: Erneut vier Personen in China hingerichtet


In China sind erneut vier Menschen hingerichtet worden, die für verschiedene Verbrechen und Online-Betrug in Verbindung mit Scam-Zentren in Myanmar verurteilt worden waren. Das hat die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua publik gemacht und erklärt, dass die Todesstrafen diesmal in der Metropole Shenzhen vollstreckt wurden. Laut Associated Press waren im November ursprünglich fünf Mitglieder einer kriminellen Bande zum Tode verurteilt worden. Eine Person sei danach aber krankheitsbedingt verstorben. Erst vorige Woche waren in Wenzhou elf Personen für ähnliche Vergehen hingerichtet worden. Die Strafen sind Teil eines entschiedeneren Vorgehens Pekings gegen Scam und die dafür verantwortlichen kriminellen Organisationen.

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Die Verbrechen der jetzt hingerichteten Personen „waren außergewöhnlich abscheulich, mit besonders schwerwiegenden Umständen und Konsequenzen, die eine enorme Gefahr für die Gesellschaft darstellten“, zitiert AP aus dem Urteil. Konkret wurden sie schuldig befunden, den Betrug in großen Arealen im Norden Myanmars organisiert zu haben. Dort sind demnach sechs chinesische Staatsbürger gestorben, weitere wurden verletzt, ergänzt die dpa. Auch Spielkasinos haben die Verurteilten betrieben und einer wurde noch für die Produktion und den Handel von elf Tonnen Methamphetamin verurteilt. Insgesamt sollen die Verurteilten umgerechnet 3,5 Milliarden Euro erbeutet haben. Die Todesstrafe wurde mit der Schwere der Vergehen begründet, eine Berufung dagegen war gescheitert.

Die kriminellen Organisationen, gegen die China jetzt mit großer Härte vorgeht, haben in Myanmar großangelegte Betrugsoperationen etabliert, in denen Hunderttausende Menschen gezwungen werden, Personen in aller Welt über das Internet zu kontaktieren und ihnen mit unterschiedlichen Maschen Geld abzunehmen. Das geschieht in riesigen Anlagen, in denen die Menschen festgehalten und teils misshandelt werden. Begünstigt wird das durch den seit Jahren geführten Bürgerkrieg. Peking hat aber zuletzt Milizen unterstützt, die gegen die Scam-Zentren vorgehen. In Chinas sozialen Netzen wurden die Hinrichtungen jetzt begrüßt, berichtet die dpa. Die Betrugs- und Entführungsfälle hatten dort große Aufmerksamkeit erregt.


(mho)



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Russische Drohnen mit Starlink-Antennen: Gegenwehr laut Musk schon erfolgreich


Schon wenige Tage nachdem die Ukraine mit SpaceX-Chef Elon Musk Kontakt aufgenommen hat, weil russische Drohnen über Starlink ferngesteuert wurden, zeigen erste Gegenmaßnahmen Wirkung. Das hat Musk am Sonntag auf dem Kurznachrichtendienst X publik gemacht und umgehend eine bestätigende Antwort des ukrainischen Verteidigungsministers Mychajlo Fedorow erhalten. Später hat er dort ausgeführt, dass fortan nur noch autorisierte Starlink-Antennen in der Ukraine funktionieren sollen, Nutzer und Nutzerinnen müssten ihre deshalb „in den kommenden Tagen“ authentifizieren. Die restlichen Antennen sollen abgeschaltet werden, womit auch das russische Militär keine mehr einsetzen können dürfte.

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Der Austausch auf X

Hintergrund der raschen Gegenwehr sind Berichte über russische Drohnen, an denen Starlink-Antennen gefunden wurden, die vorige Woche die Runde gemacht haben. Danach hat die ukrainische Regierung Kontakt zu SpaceX aufgenommen und Lösungsvorschläge gemacht. Welche genau, war aber nicht publik gemacht worden. Unklar ist deshalb, was außer der Beschränkung auf autorisierte Starlink-Antennen noch umgesetzt wurde. Musk hatte Kritik anfangs brüsk zurückgewiesen und auch erklärt, dass die angebliche Nutzung durch Russland gegen die Nutzungsbedingungen von Starlink verstoßen würde. Dazu passt, dass er jetzt davon spricht, dass die unautorisierte Nutzung nun verhindert würde. Kyjiw bittet er, sich zu melden, wenn noch mehr getan werden könnte.

Fedorow hat dann noch versichert, dass die ersten Schritte „richtige Resultate“ bringen würden. Man arbeite eng mit SpaceX an „wichtigen weiteren Schritten“. Dem US-Milliardär dankt er für die Unterstützung und nennt ihn einen „echten Helden der Freiheit und wahren Freund der ukrainischen Menschen“. Die leiden aktuell besonders, in der bitterkalten Millionenmetropole Kyjiw sind seit Tagen tausende Wohnblöcke ohne Heizung. Russland hat aber zugesichert, vorübergehend keine Angriffe auf Energieanlagen durchzuführen. Die haben sich laut Präsident Wolodymyr Selenskyj stattdessen auf andere Infrastruktur verlagert.

Als Russland jetzt damit begonnen hat, für die Angriffe Starlink einzusetzen, wurde damit eine für die Ukraine besonders wichtige Technik zweckentfremdet. Das Satelliteninternet hat längst einen großen Teil der Kommunikationsinfrastruktur ersetzt, die durch die Kämpfe zerstört wurde. Nicht nur die Truppen des Landes sind auf das Funktionieren der Technik angewiesen, sondern auch Krankenhäuser, Schulen und andere Einrichtungen kommunizieren darüber. Insgesamt hat die Ukraine Zehntausende der nötigen Antennen erhalten, der Großteil wurde von Polen gestellt. Zwischenzeitlich hatte Elon Musk Zweifel an seiner Zuverlässigkeit gestreut, aber das ist längst überwunden.


(mho)



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Windows 11 erreicht eine Milliarde Nutzer 150 Tage eher als Windows 10


Microsoft hat nach eigenen Angaben die Nutzerzahl von einer Milliarde bei Windows 11 übertroffen. Das aktuelle Betriebssystem konnte diese Marke innerhalb von 1576 Tagen nach der Einführung erreichen. Damit hat Windows 11 die Milliardenmarke genau 150 Tage schneller geknackt als der Vorgänger, denn Windows 10 hat für eine Milliarde 1706 Tage benötigt. Allerdings ist bislang unklar, ob es sich bei der Milliarde um täglich aktive Anwender handelt, welchen Anteil neue Geräte ausmachen und wie viele das Update von Windows 10 durchgeführt haben.

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Diese Angaben blieb Microsoft-Chef Satya Nadella schuldig, als er die Milliardenmarke während des Gesprächs mit Analysten anlässlich der jüngsten Quartalszahlen erwähnte. Zuletzt hat Microsoft die Erwartungen übertroffen, die Börse den schwächeren Cloud-Ausblick aber bestraft. „Windows hat einen großen Meilenstein erreicht: 1 Milliarde Windows 11-Nutzer“, sagte Nadella. „Ein Anstieg von über 45 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.“

Windows 11 hat die Nutzerzahlen im Dezember wohl noch einmal steigern können. Denn während der Hausmesse Microsoft Ignite Mitte November 2025 hatte Windows-Chef Pavan Davuluri noch erklärt, dass „sich fast eine Milliarde Menschen auf Windows 11 verlassen“. Seitdem wurde diese Marke offenbar erreicht. Das Vorgängerbetriebssystem hat die Milliardenmarke vor fast genau sechs Jahren genommen. Mitte März 2020 verkündete Microsoft, dass Windows 10 auf einer Milliarde Geräten läuft.

Eigentlich wollte Microsoft dies schon zwei Jahre zuvor erreichen. Doch schon Mitte 2016 musste der Konzern zugeben, dass 1 Milliarde Windows-10-Installationen bis 2018 nicht zu schaffen sind. Microsoft begründete dies mit dem Fokus auf das Smartphone-Hardware-Geschäft. Das war jedoch kurzlebig, denn rund ein Jahr später, im Herbst 2017, schob Microsoft Windows Mobile auf das Abstellgleis.

Dort ist jetzt auch Windows 10 zu finden, schließlich hat Microsoft den Support für dieses Betriebssystem inzwischen eingestellt, sodass Nutzer keine Updates mehr erhalten. Da dies auch Sicherheitsaktualisierungen betrifft, bleiben eventuelle Sicherheitslücken offen. Diese könnten von Cyberkriminellen ausgenutzt werden, um ihre Rechte in Systemen auszuweiten, sich einzunisten oder sich in Netzwerken fortzubewegen, für Spionage oder etwa für Ransomware-Angriffe. Für solche Systeme bietet Microsoft Supportverlängerungen für Windows 10 an, auch für Privatanwender.

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Trotzdem konnte Microsoft Windows 11 bislang nicht durchsetzen, denn die Nutzerzahlen von Windows 10 sind sogar wieder gestiegen, wie aus Statistiken im letzten Herbst hervorging. Auch für Dezember 2025 melden die Marktforscher von Statcounter angestiegene Nutzerzahlen von Windows 10, während sie bei Windows 11 zurückgegangen sind. Im Januar drehte sich die Entwicklung aber wieder, sodass Windows 11 auf nun 62 Prozent Marktanteil aller Windows-Systeme kommt, während Windows 10 auf 36 Prozent sinkt.


(fds)



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