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Auf der Autobahn gibt’s ein echtes Problem!
Ihr plant mit dem E-Auto die nächste lange Tour? Dann schaut besser genau hin, wo Ihr ladet! Ein neuer ADAC-Test zeigt: Viele Schnelllader an Autobahnen sind lahm, schlecht ausgestattet oder einfach defekt. Doch es gibt auch Lichtblicke – wir verraten, wo Ihr zügig und stressfrei Strom bekommt.
Keine Frage: Die E-Mobilität ist längst auch auf Deutschlands Autobahnen angekommen – und viele von Euch nutzen unterwegs mit dem E-Auto regelmäßig die Ladesäulen entlang von A1, A2, A5, A9 und anderen Fernverkehrsstraßen. Laut ADAC laden rund zwei Drittel der E-Autofahrer zumindest gelegentlich auf der Langstrecke nach. Doch die Realität sieht oft ernüchternd aus: Eine aktuelle Untersuchung zeigt, dass die Ladeinfrastruktur an vielen Autobahnen alles andere als zuverlässig oder komfortabel ist.
ADAC nimmt 50 Standorte unter die Lupe – mit enttäuschendem Ergebnis
Für seinen Test hat der ADAC 50 Standorte entlang der 15 längsten Autobahnen geprüft – je 25 Rastanlagen und 25 Autohöfe. Das Fazit ist deutlich: Über die Hälfte fiel mit „mangelhaft“ oder „sehr mangelhaft“ durch. Nur 13 schafften ein „gut“, kein einziger Standort war „sehr gut“. Für alle, die auf Langstrecke vollelektrisch unterwegs sind, ist das eine herbe Enttäuschung.
Das größte Problem ist die Ladeleistung. Etwa 22 Prozent der getesteten Standorte – meist Raststätten – boten nur maximal 50 kW Ladeleistung. Für Langstreckenfahrten ist das ein echter Zeitfresser. Der ADAC fordert deshalb mindestens 150 kW pro Ladepunkt, damit Ihr in rund 20 bis 30 Minuten wieder startklar seid. Außerdem zeigte sich: Nur ein Viertel der Anlagen hat mehrere Schnellladepunkte mit 150 kW oder mehr zu bieten. Noch schlimmer: Bei fast einem Drittel der untersuchten Orte war mindestens eine Säule zum Aufladen des E-Autos defekt – ärgerlich, wenn man mit leerem Akku ankommt.
Komfort? Fehlanzeige!
Auch beim Drumherum hapert’s. Keine der getesteten Anlagen bietet überdachte Ladeplätze – im Regen ist nasse Kleidung also garantiert. Plätze für Gespanne oder Camper? Selten. Oft stehen die Säulen zudem weit weg vom Hauptgebäude, Beleuchtung fehlt, und bei vielen funktioniert die Kartenzahlung nicht. Nur rund die Hälfte bietet sie überhaupt an, und nicht einmal jede zweite zeigt den Preis klar an.
Die vielleicht wichtigste Erkenntnis ist aber: Der Autohof neben der nächsten Abfahrt schlägt die Raststätte direkt an der Autobahn. Alle 13 „guten“ Bewertungen im ADAC-Test gingen an Autohöfe. Besonders positiv fielen der Euro Rastpark Schweitenkirchen an der A9 und der Aral Autohof Königslutter an der A2 auf. Hier bekommt Ihr schnellere Ladezeiten für das E-Auto, bessere Ausstattung und meist auch mehr Komfort während der Pause.
Ein Grund für den schleppenden Fortschritt direkt an der Autobahn: eine Klage des niederländischen Betreibers Fastned gegen die Autobahn GmbH. Es ging um die Vergabe von Schnelllade-Aufträgen ohne Ausschreibung – was den Ausbau über Jahre gebremst hat. Zwar hat der Europäische Gerichtshof die Klage inzwischen abgewiesen, doch wertvolle Zeit ist verloren gegangen.
Was der ADAC jetzt für Fahrer von E-Autos fordert
Für den ADAC ist klar: Es braucht endlich mehr leistungsstarke Ladepunkte entlang der Autobahnen – und das mit klaren Regeln. Kartenzahlung an jeder Säule, transparente Preise, überdachte Ladeplätze und mehr Komfortangebote für die Ladepause. Denn nur wenn das Laden so einfach und angenehm wird wie Tanken, kann die Elektromobilität auf der Langstrecke wirklich durchstarten.
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Speicher-Preise sollen noch 2026 explodieren
PC-Käufer kämpfen seit Monaten mit steigenden Kosten. Der Grund ist die Speicherkrise, angefeuert durch die AI-Branche. Die Preise für RAM und SSDs sollen nun noch stärker steigen als bislang erwartet. Die Kosten ziehen dabei immer weitere Kreise.
Die AI-Branche beansprucht immer mehr Ressourcen. In den vergangenen Monaten sind vor allem die Preise für Arbeitsspeicher spürbar gestiegen. Aber auch bei SSDs ging es preislich nicht länger bergab. Nun haben die Analysten von TrendForce neue Zahlen vorgelegt. In ihrer neuen Prognose korrigieren sie die ohnehin drastische Vorschau für das 1. Quartal 2026 noch einmal deutlich nach oben. Die rasant steigenden Preise sind aber nicht nur ein Problem für PC-Bauer oder diejenigen, die einfach nur eine externe SSD kaufen wollen.
Speicher wird immer teurer
TrendForce wirft in seinem Bericht zunächst einen Blick in die Vergangenheit – konkret auf das vierte Quartal 2025. Die PC-Auslieferungen lagen deutlich höher als erwartet. Das wiederum führt dazu, dass selbst die größten Hersteller – trotz zugesicherter Liefermengen – mit schrumpfenden Lagerbeständen zu kämpfen haben. Das treibt die Preise nach oben.
Konkret geht TrendForce nun davon aus, dass die DRAM-Preise im 1. Quartal 2026 nicht mehr nur um 55 bis 60 Prozent steigen, sondern um 90 bis 95 Prozent. Eine detailliertere Prognose für DDR4- und DDR5-Module im PC-Markt liegt sogar bei 105 bis 110 Prozent.
Im gleichen Atemzug nennt TrendForce auch NAND-Flash-Speicher, der in SSDs zum Einsatz kommt. Hier rechnen die Analysten mit einem Plus von 55 bis 60 Prozent. Frühere Vorhersagen lagen bei 33 bis 38 Prozent. Der Preisschock der vergangenen Monate hält also nicht nur an – er wird sogar schlimmer.

Auswirkungen nicht nur für PC-Bauer
Bislang haben vor allem Endkunden die enormen Preissteigerungen bemerkt, die sich in den vergangenen Wochen zum Beispiel einen neuen PC gekauft oder selbst gebaut haben. Einige Hersteller gingen sogar so weit, dass sie ihre Fertig-PCs ohne RAM angeboten haben. Begründung: Vielleicht haben Käufer noch RAM aus alten Geräten, den sie weiterverwenden können – oder sie wollen ihn separat kaufen.
In Zukunft dürften die steigenden Kosten aber auch andere Branchen betreffen, die diese an ihre Kunden weitergeben. Das zeigt sich in der Tabelle oben an den Vorhersagen für die LPDDR4X/5X-Speicher, die in Smartphones und Tablets zum Einsatz kommen. In den vergangenen Tagen wurde zum Beispiel häufiger diskutiert, ob Apple im Herbst die Preise für die neuen iPhones anheben wird. Ähnliche Berichte gibt es bei Samsung zur kommenden S26-Reihe. Am Ende müssen auch die Smartphone-Hersteller den verbauten Speicher bezahlen, der auch für sie immer teurer wird.
Ob und wann die Komponenten wieder günstiger werden, ist unklar. Haupttreiber bleibt, wie bereits angesprochen, die AI-Branche, die ihre Rechenzentren mit neuer Hardware ausstatten will.
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LibreOffice 26.2: Freie Büro-Software lernt Markdown und wird schneller

Die freie Büro-Software-Suite LibreOffice ist in Version 26.2 erschienen. Neu ist die Unterstützung von Markdown-Dateien als Import und Export. Dokumente können so leichter bearbeitet und geteilt werden. Generell soll die Reaktionsfähigkeit im Umgang mit großen Dokumenten verbessert worden sein.
„Diese Version zeichnet sich durch Geschwindigkeit, Zuverlässigkeit und die volle Nutzer-Kontrolle über ihre Dokumente aus“, wird Florian Effenberger, der Geschäftsführer der für LibreOffice zuständigen Document Foundation, bei der Vorstellung der neuen Funktionen von LibreOffice 26.2 zitiert. „Mit dieser Version können Nutzer Dokumente einfacher denn je erstellen, bearbeiten und teilen“, heißt es in der Beschreibung.
Markdown-Support an erster Stelle
Als erstes wird auf die neuen Import- und Exportfunktionen im Markdown-Format hingewiesen. Mit der vereinfachten Auszeichnungssprache können Texte mit einfachen Zeichenbefehlen formatiert werden, ohne dass auf sonst nötige Werkzeug-Buttons einer Schreibsoftware zurückgegriffen werden muss. Das Format lässt sich nun sowohl direkt importieren als auch als solches exportieren.
- Markdown-Import- und Exportfunktionen.
- Verbesserte Leistung und Reaktionsfähigkeit der gesamten Suite, wodurch große Dokumente reibungsloser geöffnet, bearbeitet und gespeichert werden können.
- Verbesserte Kompatibilität mit Dokumenten, die mit proprietärer und Open-Core-Office-Software erstellt wurden, wodurch Formatierungsprobleme und Überraschungen reduziert werden.
- Optimiertes Benutzerverhalten für ein reibungsloseres und einheitlicheres Benutzererlebnis.
- Erweiterte Unterstützung für offene Standards, wodurch der langfristige Zugriff auf Dokumente gestärkt wird.
- Hunderte von Fehlerbehebungen und Stabilitätsverbesserungen, die von der globalen LibreOffice-Community beigetragen wurden.
Mehr Leistung, bessere Kompatibilität und weniger Fehler
Vor allem das Öffnen wie auch Speichern großer Dokumente soll in LibreOffice 26.2 nun zügiger geschehen. Allgemein wird von Verbesserungen der Leistung und Reaktionsfähigkeit gesprochen. Flüssigeres Arbeiten soll zudem ein überarbeitetes, „saubereres“ User-Interface unterstützen.
Als weitere Neuerungen werden eine verbesserte Kompatibilität zu bestimmten proprietären Dokumentformaten sowie eine Erweiterung der Unterstützung offener Standards angeführt. Letztlich gibt es eine ganze Reihe („hunderte“) von Fehlerbehebungen, die unterstreichen, dass es sich um ein größeres Update handelt.
LibreOffice ist für Linux, macOS und Windows erhältlich und unterstützt mittlerweile rund 120 Sprachen. Als freie Software sind Download und Nutzung völlig kostenlos. Die Entwicklung wird von einer globalen Community getragen.
Wer es ganz genau wissen möchte, was sich mit dem Update im Detail ändert, der kann einen Blick in die ausführlichen Release Notes werfen.
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4,6 Sterne
LibreOffice ist ein freies Office-Paket für Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentationen und mehr.
- Version 26.2.0 Community Deutsch
- Version 25.8.5 Community RC1 Deutsch
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Für Sony & Co: TSMC wertet zweite Fabrik in Japan auf 3-nm-Fertigung auf
Nur ein paar Monate nach den USA wird auch in Japan eine Fabrik von TSMC stehen, die Chips der 3-nm-Klasse produzieren kann. Damit kommt TSMC der geänderten Nachfrage nach und unterstreicht einmal mehr, dass man selbst als Riese noch ziemlich flexibel sein kann – dies hatte Nvidia-CEO Huang zuletzt gelobt.
Wie die japanische Tageszeitung The Yomiuri Shimbun zuerst berichtete, soll TSMC zusammen mit den Partnern die aktuellen Pläne geändert haben. Derzeit wird in der Kumamoto-Präfektur die zweite Anlage der Fab 23 für JASM (Japan Advanced Semiconductor Manufacturing, Inc.) gebaut. So heißt das Joint Venture von TSMC, Sony, Denso und Toyota. Ist der Komplex fertiggestellt, halten die Unternehmen Beteiligungen von 86,5 %, 6,0 %, 5,5 % und 2,0 % in JASM.
Der wichtigste Punkt ist jedoch, dass man nun nicht mehr auf eine Fertigung in der 6-nm-Klasse setzen wird, sondern auf einen N3-Prozess respektive Abwandlungen von diesem. Das ist durchaus ein deutlicher Fortschritt, N6 war schließlich nur ein Ableger der N7-Prozesse, also die ersten mit EUV-Lithografie. N3 wiederum ist aktuell mit das Beste, das es gibt. TSMC erklärte zudem zuletzt oft, dass die Nachfrage nach diesem Prozess noch viele Jahre anhalten werde.
Die Maschinen sind dieselben
Technisch dürfte sich die Umstellung relativ einfach gestalten. Es braucht natürlich einige Anpassungen, aber die Belichtungsmaschinen von ASML als Kernstück sind letztlich die gleichen. Denn die genutzte NXE-Serie lässt sich seit der Einführung bei 7 nm stets auf eine neuere Version aufwerten. Hersteller sind bestrebt, stets die letzte Version zu nutzen, da diese einen höheren Ausstoß und so eine bessere Wirtschaftlichkeit verspricht.
Angepeilt wird der Produktionsstart im Jahr 2028. Bei den Kosten gibt es aktuell nur die bisher bekannten Zahlen, 17 Milliarden US-Dollar nennt The Yomiuri Shimbun heute erneut. Dies wäre für eine N3-Fabrik vergleichsweise günstig. Es bleibt abzuwarten, bis es noch einmal genauere Angaben gibt. Was genau TSMC dann vor Ort produzieren wird, ist nicht benannt worden. Außerhalb Taiwans baut TSMC auch in Arizona (USA) eine Fabrik, die N3-Chips produzieren wird. Hier sollen ab 2027 erste Produkte gefertigt werden.
Die japanische Regierung bestätigte das TSMC-Vorhaben.
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