Apps & Mobile Entwicklung
Im Test vor 15 Jahren: Drei Kerne von AMD mit viel Leistung für wenig Geld

Als kostengünstige Alternative zu Quad-Core-Prozessoren bot AMD vor 15 Jahren CPUs mit drei Kernen an. Für einen geringen Aufpreis gegenüber Modellen mit zwei Kernen boten sie deutlich mehr Leistung wie der AMD Athlon II X3 450 und Phenom II X3 740 BE (Test) bewiesen.
Apps & Mobile Entwicklung
Diese Neuheit kombiniert digitale und analoge Welt
Mit einer cleveren neuen Funktion will Spotify euren Alltag erleichtern. Diesmal geht es dabei aber nicht um Musik. Stattdessen soll die neue Funktion eifrigen Lesern unter die Arme greifen. Gleichzeitig könnte Spotify damit auch neue Nutzer gewinnen.
Spotify ist bereits seit einiger Zeit nicht mehr ausschließlich für seinen Musikstreamingdienst bekannt. Ihr könnt im Premium-Abo auch monatlich bis zu 15 Stunden lang in Hörbüchern stöbern. Nun hat das Unternehmen ein neues Feature vorgestellt, das den nahtlosen Wechsel zwischen einem traditionellen Buch und genau solchen Hörbüchern ermöglichen soll.
Das ist zum Beispiel dann nützlich, wenn das analoge Buch bereits einige Zeit vor der digitalen Audiovariante erscheint oder ihr unterwegs keinen Platz für Bücher habt. Der Streamingdienst erlaubt euch diesen Wechsel – und zwar in beide Richtungen..
Hörbücher in Spotify: Fliegender Wechsel vom traditionellen Buch
Spotify hat die Funktion „Page Match“ getauft, auf Deutsch frei übersetzt „Seitenabgleich“. Die Idee hinter dem Feature ist denkbar einfach. Um den Sprung von einem regulären Buch oder auch einem eBook zum Hörbuch zu schaffen, müsst ihr lediglich mithilfe der App ein Foto von der aktuell gelesenen Seite machen.
Voraussetzung ist, dass Spotify das jeweilige Buch kennt und unterstützt. Ist das der Fall, öffnet ihr es in der App und tippt auf das „Page Match“-Icon. Auf der nächsten Seite gibt es dann eine „Scan to listen“-Funktion, die die Kamera des Smartphones öffnet. Ihr macht ein Foto von der aktuell gelesenen Seite. Konnte die App die Seite erkennen, gibt sie euch anschließend die Option, das Hörbuch an dieser Stelle wiederzugeben. Alternativ könnt ihr die Stelle für später merken. Einige Bücher verfügen zudem über sogenannte Recaps, die euch eine kurze Zusammenfassung der bisherigen Handlung bieten.

Ihr könnt mithilfe des neuen Features also ganz einfach zwischen mehreren Medien wechseln. Wenn ihr unterwegs seid und keine Bücher mit euch herumtragen wollt, könnt ihr die Hörbuchfunktion von Spotify nutzen. Dank des Fotos der aktuellen Seite entfällt das nervige Suchen im Audioplayer. Wieder zu Hause schaut ihr einfach in der App nach, auf welcher Seite ihr angekommen seid, um anschließend im traditionellen Buch weiterzulesen.
Umgekehrt gibt es hinter dem „Page Match“-Symbol auch die „Scan to read“-Funktion. Ihr könnt also auch vom Hörbuch zum altbekannten Buch wechseln. Hier müsst ihr mit der Kamera eine beliebige Seite des Buches oder E-Readers fotografieren, damit Spotify sich orientieren kann. Danach hilft euch die App dabei, die richtige Stelle im Buch zu finden. Sie sagt euch, ob ihr vor- oder zurückblättern müsst, um die korrekte Stelle zu erreichen.
Das Page-Match-Feature wird laut Spotify aktuell an alle Nutzer verteilt. Es soll zunächst bis Ende Februar für die meisten englischsprachigen Titel verfügbar sein. Die Funktion ist sowohl für zahlende Abonnenten als auch für Nutzer der kostenlosen App verfügbar. Zahlt ihr nicht für das Abo, müsst ihr allerdings zumindest das Hörbuch über Spotify erworben haben.
Spotify hat außerdem eine Zusammenarbeit mit Bookshop.org angekündigt. Dank dieser Kooperation können Nutzer in den USA und Großbritannien direkt aus der App gedruckte Bücher kaufen.
Apps & Mobile Entwicklung
EU-Kommission: TikTok ist suchterzeugend und muss sein Design ändern

Ein Video jagt das nächste und das pausenlos. Diese Darbietung auf TikTok sei suchterzeugend und verstoße gegen das Gesetz über digitale Dienste, erklärt die Europäische Kommission in einem öffentlichen Schreiben. Insbesondere das Wohlbefinden Minderjähriger werde dadurch bedroht.
TikTok fördert Suchtverhalten
Seit fast zehn Jahren ist das für seine kurzen Clips bekannte Videoportal TikTok inzwischen online und wurde vielerorts schon kritisiert. Wer sich dort einen Clip ansieht, erhält beim Scrollen direkt den nächsten serviert, der ganz automatisch startet. Auch wenn jeder Clip nur einige Sekunden dauert, kann dies schnell zu einer längerfristigen Beschäftigung werden, denn Pausen gibt es beim Konsum nur durch das eigene Abschalten. Doch genau das fällt einigen Nutzern schwer. Das Risiko einer regelrechten TikTok-Sucht besteht, da ein Drang, immer weiter zu scrollen, erzeugt wird.
Laut EU Kommission verstößt TikTok gegen Gesetze
Genau das hat jetzt die Europäische Kommission ganz öffentlich erkannt. Zunächst handelt es sich um eine „vorläufige Feststellung“ im Rahmen des vor knapp zwei Jahren eingeleiteten „förmlichen Verfahrens zur Untersuchung der Einhaltung des Gesetzes über digitale Dienste durch TikTok“. Nach Ansicht der Kommission verstoße TikTok „wegen seines suchterzeugenden Designs gegen das Gesetz über digitale Dienste“. Funktionen wie „unendliches Scrollen, Autoplay, Push-Benachrichtigungen und das hochgradig personalisierte Empfehlungssystem“ sind damit gemeint.
Die Plattform habe nach Sicht der Europäischen Kommission nicht angemessen bewertet, „wie diese Suchtmerkmale das körperliche und geistige Wohlbefinden seiner Nutzer, einschließlich Minderjähriger und schutzbedürftiger Erwachsener, beeinträchtigen könnten“. Verwiesen wird auch auf wissenschaftliche Studien, die besagen, dass TikTok-Konsum zu zwanghaftem Verhalten führen kann. Etwaige Maßnahmen zur elterlichen Kontrolle seien nicht wirksam genug, um dies zu verhindern.
TikTok soll sein Design ändern
Daher kommt die EU-Kommission zu dem Schluss, „dass TikTok das grundlegende Design seines Dienstes ändern muss“. Konkret sollen das endlose Scrollen unterbunden und wirksame „Bildschirmzeitunterbrechungen“ eingerichtet werden. Zudem sei eine Anpassung des Empfehlungssystems erforderlich.
TikTok habe jetzt die Gelegenheit, die Untersuchungsakten der Kommission zu prüfen und sich gegen die Vorwürfe zu verteidigen. Außerdem werde parallel das Europäische Gremium für Digitale Dienste konsultiert. Sofern dieses den Standpunkt der Kommission bestätigt, könne dies zu einer Geldbuße für TikTok führen, die maximal 6 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes des Videoportals ausmachen kann. Nach Schätzungen hat TikTok im Jahr 2024 mit Anzeigen rund 23 Milliarden US-Dollar eingenommen.
Apps & Mobile Entwicklung
Speicher-Preise sollen noch 2026 explodieren
PC-Käufer kämpfen seit Monaten mit steigenden Kosten. Der Grund ist die Speicherkrise, angefeuert durch die AI-Branche. Die Preise für RAM und SSDs sollen nun noch stärker steigen als bislang erwartet. Die Kosten ziehen dabei immer weitere Kreise.
Die AI-Branche beansprucht immer mehr Ressourcen. In den vergangenen Monaten sind vor allem die Preise für Arbeitsspeicher spürbar gestiegen. Aber auch bei SSDs ging es preislich nicht länger bergab. Nun haben die Analysten von TrendForce neue Zahlen vorgelegt. In ihrer neuen Prognose korrigieren sie die ohnehin drastische Vorschau für das 1. Quartal 2026 noch einmal deutlich nach oben. Die rasant steigenden Preise sind aber nicht nur ein Problem für PC-Bauer oder diejenigen, die einfach nur eine externe SSD kaufen wollen.
Speicher wird immer teurer
TrendForce wirft in seinem Bericht zunächst einen Blick in die Vergangenheit – konkret auf das vierte Quartal 2025. Die PC-Auslieferungen lagen deutlich höher als erwartet. Das wiederum führt dazu, dass selbst die größten Hersteller – trotz zugesicherter Liefermengen – mit schrumpfenden Lagerbeständen zu kämpfen haben. Das treibt die Preise nach oben.
Konkret geht TrendForce nun davon aus, dass die DRAM-Preise im 1. Quartal 2026 nicht mehr nur um 55 bis 60 Prozent steigen, sondern um 90 bis 95 Prozent. Eine detailliertere Prognose für DDR4- und DDR5-Module im PC-Markt liegt sogar bei 105 bis 110 Prozent.
Im gleichen Atemzug nennt TrendForce auch NAND-Flash-Speicher, der in SSDs zum Einsatz kommt. Hier rechnen die Analysten mit einem Plus von 55 bis 60 Prozent. Frühere Vorhersagen lagen bei 33 bis 38 Prozent. Der Preisschock der vergangenen Monate hält also nicht nur an – er wird sogar schlimmer.

Auswirkungen nicht nur für PC-Bauer
Bislang haben vor allem Endkunden die enormen Preissteigerungen bemerkt, die sich in den vergangenen Wochen zum Beispiel einen neuen PC gekauft oder selbst gebaut haben. Einige Hersteller gingen sogar so weit, dass sie ihre Fertig-PCs ohne RAM angeboten haben. Begründung: Vielleicht haben Käufer noch RAM aus alten Geräten, den sie weiterverwenden können – oder sie wollen ihn separat kaufen.
In Zukunft dürften die steigenden Kosten aber auch andere Branchen betreffen, die diese an ihre Kunden weitergeben. Das zeigt sich in der Tabelle oben an den Vorhersagen für die LPDDR4X/5X-Speicher, die in Smartphones und Tablets zum Einsatz kommen. In den vergangenen Tagen wurde zum Beispiel häufiger diskutiert, ob Apple im Herbst die Preise für die neuen iPhones anheben wird. Ähnliche Berichte gibt es bei Samsung zur kommenden S26-Reihe. Am Ende müssen auch die Smartphone-Hersteller den verbauten Speicher bezahlen, der auch für sie immer teurer wird.
Ob und wann die Komponenten wieder günstiger werden, ist unklar. Haupttreiber bleibt, wie bereits angesprochen, die AI-Branche, die ihre Rechenzentren mit neuer Hardware ausstatten will.
-
Entwicklung & Codevor 3 MonatenKommandozeile adé: Praktische, grafische Git-Verwaltung für den Mac
-
Künstliche Intelligenzvor 1 MonatSchnelles Boot statt Bus und Bahn: Was sich von London und New York lernen lässt
-
Apps & Mobile Entwicklungvor 2 MonatenHuawei Mate 80 Pro Max: Tandem-OLED mit 8.000 cd/m² für das Flaggschiff-Smartphone
-
Apps & Mobile Entwicklungvor 2 MonatenFast 5 GB pro mm²: Sandisk und Kioxia kommen mit höchster Bitdichte zum ISSCC
-
Entwicklung & Codevor 2 MonatenKommentar: Anthropic verschenkt MCP – mit fragwürdigen Hintertüren
-
Social Mediavor 2 MonatenDie meistgehörten Gastfolgen 2025 im Feed & Fudder Podcast – Social Media, Recruiting und Karriere-Insights
-
Datenschutz & Sicherheitvor 2 MonatenSyncthing‑Fork unter fremder Kontrolle? Community schluckt das nicht
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenWeiter billig Tanken und Heizen: Koalition will CO₂-Preis für 2027 nicht erhöhen
