Künstliche Intelligenz
heise security Webinar: NIS-2 rechtssicher im Unternehmen umsetzen
Noch diese Woche will die Regierungskoalition das NIS-2-Umsetzungsgesetz im Bundestag vorlegen; so könnte es sogar noch 2025 in Kraft treten. Und mit NIS-2 stehen viele Unternehmen erstmals unter gesetzlicher Verpflichtung, ihre IT-Sicherheit auf ein definiertes Niveau zu heben. Dieses Webinar von heise security zeigt, wie Betroffene die neuen Anforderungen rechtssicher erfüllen.
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Die Herausforderung beginnt bereits bei der Frage, ob das eigene Unternehmen überhaupt unter die Regelung fällt. Verschärft wird die Situation durch die persönliche Haftung von Vorständen und Geschäftsführern. Diese tragen nicht nur die Verantwortung für die Umsetzung der technischen und organisatorischen Maßnahmen, sondern unterliegen auch persönlichen Schulungspflichten. Wer die Anforderungen nicht erfüllt, riskiert erhebliche Bußgelder. Und schlussendlich muss die IT-Sicherheit nicht nur zum Gesetz, sondern auch zum jeweiligen Unternehmen passen.
Kompetent und unabhängig
Deshalb ist es wichtig, sich umfassend und fundiert zu informieren. Unser Referent Karsten U. Bartels begleitet die IT-Sicherheitsgesetzgebung in Deutschland seit dem ersten IT-Sicherheitsgesetz 2014 und kennt die praktischen Herausforderungen bei der Umsetzung. Im Webinar erläutert er zunächst, welche Unternehmen konkret betroffen sind und welche Fristen gelten. Anschließend zeigt er auf, welche Maßnahmen NIS-2 fordert und wie diese zu priorisieren sind.
Ein zentraler Punkt ist die Frage, was „Stand der Technik“ in der Praxis bedeutet und wie sich NIS-2 zu etablierten Rahmenwerken wie ISO 27001 oder dem BSI IT-Grundschutz verhält. Bartels gibt konkrete Hinweise, wie Unternehmen bestehende Sicherheitskonzepte nutzen und erweitern können, um die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen. Besondere Aufmerksamkeit widmet das Webinar auch der Lieferkette. Unternehmen müssen nicht nur ihre eigene IT-Sicherheit gewährleisten, sondern auch die ihrer Zulieferer und Dienstleister bewerten. Bartels zeigt anhand konkreter Beispiele, wie IT-Sicherheit vertraglich vereinbart werden kann und welche Rolle das Auftraggeber/Auftragnehmer-Verhältnis spielt.
Für Anbieter von IKT-Diensten und digitalen Infrastrukturleistungen gelten zusätzliche Sonderpflichten durch eine eigene NIS-2-Durchführungsverordnung der EU. Auch diese werden im Webinar behandelt.
Praktische Checkliste und Hilfe im PRO-Forum
Am Ende des Webinars erhalten Teilnehmer eine Checkliste zum praktischen Vorgehen bei der Umsetzung. Während der Veranstaltung besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Mitglieder von heise security PRO profitieren zusätzlich von einer einwöchigen, exklusiven Nachbetreuung: Bartels beantwortet während dieser Woche im PRO-Forum konkrete Fragen zur Umsetzung der vermittelten Inhalte.
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Das Webinar findet am 10. Dezember 2025 statt und dauert etwa zweieinhalb Stunden. Die Teilnahme kostet regulär 299 €; wer jetzt bucht, profitiert aber noch vom Frühbuchertarif von 249 €. Mitglieder von heise security PRO können an diesem und allen weiteren heise security Webinaren kostenlos teilnehmen. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie auf der Seite zu:
(ju)
Künstliche Intelligenz
Uber übernimmt Lieferdienst Getir in der Türkei
Die Marktkonsolidierung bei Lieferdiensten schreitet auch in der Türkei voran. Uber, Mehrheitseigentümer des türkischen Anbieters Trendyol Go, übernimmt dessen Mitbewerber Getir, sofern die Wettbewerbsbehörde des Landes das genehmigt. Das haben Uber und der bisherige Getir-Mehrheitseigentümer Mubdala Investment am Montag mitgeteilt. Getir liefert in der Türkei in Windeseile Speisen, Lebensmittel, Einzelhandelswaren sowie Wasser.
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Mubdala ist ein riesiger Staatsfonds des Emirates Abu Dhabi, der ab 2021 in Getir und diverse Tochterunternehmen investiert hat. Der Lieferdienst musste wiederholt durch Finanzspritzen gerettet werden und sich aus allen ausländischen Märkten, darunter Deutschland und die USA, zurückziehen, um nicht unterzugehen. Im September 2024 übernahm Mubdala schließlich die Kontrolle Getirs, sehr zum Unbill dessen Gründers, der vergeblich vor Gericht zog.
Beförderungsvermittler Uber möchte laut Mitteilung beide türkische Marken, Getir und Trendyol Go, weiterführen. Trendyol-Nutzer sollen über diese App mehr Lebensmittel bestellen können. Die über Trendyol verfügbaren Restaurants werden auch in der Getir-App angeboten werden. Das Wort getir ist eine Variante des türkischen Äquivalents von „bringen”.
Fürwahr verlustreich
Finanzielle Details verraten Uber und Mubdala nicht. Dass sich die Sache für die Araber am Ende ausgezahlt hat, ist unwahrscheinlich. 2022 wurde Getir noch mit zwölf Milliarden US-Dollar bewertet; davon kann heute keine Rede mehr sein. Die gesamte Branche ist ihrem Hype, der maßgeblich von den COVID19-bedingten Einschränkungen beeinflusst war, nicht gerecht geworden. Der Betrieb eines Sofortlieferdienstes ist sehr aufwändig, die Kunden wollen aber nicht viel bezahlen. Zahlreiche Anbieter rund um die Welt sind übernommen worden oder mussten zusperren.
Die Getir-Tochterfirmen Bitaksi (eine Taxi-App) und Getir Finans (Finanzgeschäfte) sind von der Übernahme nicht erfasst. Für diese sucht Mubdala noch Käufer. Die Mietwagenfirma Getir Acar konnte der arabische Fonds im Vorjahr an den türkischen Konkurrenten Tiktak veräußern.
(ds)
Künstliche Intelligenz
Ältere DSL-Tarife der Telekom werden teurer
Manche DSL-Kunden der Deutschen Telekom sollen ab April 2026 zwei Euro im Monat mehr bezahlen. Betroffen sind DSL-Verträge, die vor April 2023 abgeschlossen worden sind. Sie tragen Marketing-Bezeichnungen wie Call & Surf oder Magenta Zuhause. Der Telecom-Konzern hat damit begonnen, die jeweiligen Kunden über die Preiserhöhung in Kenntnis zu setzen.
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Die Betroffenen können entweder den höheren Preis bezahlen oder ihren Vertrag binnen dreier Monate außerordentlich kündigen. Laut heise online Tarifrechner gibt es Konkurrenzangebote ab zirka 19 Euro monatlich.
Die Deutsche Telekom begründet die Preiserhöhung mit gestiegenen Kosten. Neukunden des Marktführers müssen demnach noch höhere Preise hinnehmen, als die betroffenen Altkunden.
Kündigungstermin mit Bedacht wählen
Wer seinen DSL-Vertrag mit der Telekom innerhalb der Drei-Monats-Frist außerordentlich kündigt, ist an keine Kündigungsfrist gebunden. Allerdings sollte der Termin dem neuen Anbieter überlassen werden, um nicht ohne Internetzugang dazustehen. Ist der Anschluss einmal deaktiviert, kann ein Neuanschluss zusätzliche Kosten nach sich ziehen.
Internetanschlusstarife variieren je nach gewünschten Bandbreiten. Nicht alle Anbieter sind bundesweit tätig, also spielt auch der jeweilige Standort eine Rolle. Nicht zuletzt hängt der Preis von der gewünschten Zugangstechnik ab, ob es wieder DSL oder aber Glasfaser, TV-Kabel oder ein kabelloses Verfahren mit Funkverbindung sein soll.
DT dominiert
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Die Zahl der DSL-Anschlüsse in Deutschland ist rückläufig. 2020 und 2021 gab es laut Erhebung der Bundesnetzagentur (BNetzA) den historischen Höchststand von 25,4 Millionen; Ende Juni 2025 waren es nur noch 23,2 Millionen.
Davon entfielen 13,5 Millionen auf die Deutsche Telekom sowie 8,2 Millionen auf Mitbewerber, die entweder die vollständige Leistung der Deutschen Telekom unter eigener Marke weiterverkaufen oder den von der Deutschen Telekom bereitgestellten Bitstream vermarkten. Die Tarife können sich dennoch wesentlich unterscheiden. Nur 1,5 Millionen DSL-Anschlüsse sind demnach von alternativen Anbietern realisiert, sei es vollständig oder unter Anmietung der Telekom-Anschlussleitung.
(ds)
Künstliche Intelligenz
Kann KI neue Mathe-Erkenntnisse liefern? Spitzenforscher machen den Test
Ob bei komplexen Berechnungen oder logischen Beweisen: Sprachmodelle wie ChatGPT und Gemini gelten mittlerweile als äußerst versiert in Mathematik. Weit weniger gewiss ist bisher, wie sie sich abseits bekannter Pfade schlagen. Sind sie in der Lage, durch eigene Kreativität ungelöste wissenschaftliche Fragestellungen zu bewältigen, oder sind sie nur gut darin, bereits Gelerntes zu reproduzieren?
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Dieser Frage gehen zehn renommierte Mathematiker in einem Experiment nach. Dafür steuerten die Forscher jeweils eine Testfrage aus verschiedenen mathematischen Feldern bei, die ihrer eigenen, noch unveröffentlichten Forschung entspringt. Da es für diese Fragen noch keine Antworten im Netz oder aus anderen Quellen gibt, kann das Sprachmodell zur Lösung nicht auf bereits gelerntes Wissen zugreifen. Das Ziel ist es zu testen, wie weit eine KI über ihre Trainingsdaten hinausgehen und eigene Lösungsansätze entwickeln kann.
Dafür konfrontierte die Gruppe die Sprachmodelle ChatGPT 5.2 Pro von OpenAI sowie Gemini 3.0 Deep Think von Google mit den Forschungsfragen. Den KI-Systemen wurde dabei uneingeschränkter Zugriff auf die Internetsuche gewährt.
Sprachmodelle „wie ein schlechter Student“
In einem Interview mit der New York Times teilen die Forscher erste Eindrücke aus Vorabtests. Der Mathematiker Martin Hairer ist zwar beeindruckt davon, wie sicher und korrekt die KI eine Reihe bekannter Argumente samt dazwischenliegenden Berechnungen aneinanderreihen kann. Geht es jedoch darum, echte Forschungsarbeit zu leisten, bietet sich ein anderes Bild: Die Versuche der KI wirken laut Hairer wie die Arbeit eines schlechten Studenten, der zwar ungefähr wisse, wo er anfangen müsse und wo er hinwolle, aber keine wirkliche Ahnung habe, wie er dorthin gelangen solle.
„Ich habe bisher kein plausibles Beispiel dafür gesehen, dass ein Sprachmodell eine wirklich neue Idee oder ein grundlegend neues Konzept hervorgebracht hat“, sagt der Träger der Fields-Medaille, der prestigeträchtigsten Auszeichnung in der Mathematik. Hairer glaubt daher, dass die mathematische Forschung „ziemlich sicher“ vor einer Übernahme durch große Sprachmodelle sei.
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Einige von Hairers Kollegen haben in ihren Tests ähnliche Erfahrungen gemacht. Die Mathematikerin Tamara Kolda, die ebenfalls eine Frage beigesteuert hat, kritisiert, dass die KI keine eigene Meinung besitze und deshalb kein guter Partner für eine echte Zusammenarbeit sei. Ganz im Gegensatz zu ihren menschlichen Kollegen.
Hairer wiederum bemängelt, dass die KI zu selbstsicher auftrete. Es erfordere viel Mühe, sich davon zu vergewissern, ob die Antworten korrekt seien oder nicht. Auch hier dränge sich laut Hairer wieder der Vergleich mit einem Studenten auf, bei dem man nicht genau wisse, ob er wirklich brillant oder nur gut darin sei, „Bullshit“ zu produzieren.
Gegen den Mythos der „gelösten“ Mathematik
Das Experiment versteht sich als Versuch eines unabhängigen und öffentlichen KI-Benchmarks abseits der gängigen Testverfahren großer LLM-Anbieter. Über die rein technische Überprüfung hinaus arbeiten die Wissenschaftler damit auch gegen den Mythos an, dass Mathematik durch KI bereits „gelöst“ sei. Damit wirken sie der Befürchtung entgegen, dass eine akademische Karriere in diesem Bereich für Studierende überflüssig geworden sei.
Die zehn Fragen sind seit letzter Woche im Netz einsehbar. Ziel ist es, dass die Forschungsgemeinschaft mit den Aufgaben experimentieren und sich eine eigene Meinung bilden kann, bevor die Lösungen am 13. Februar veröffentlicht werden.
Damit ist das Experiment allerdings nicht beendet: Nach einer gewissen Reifezeit möchte die Gruppe in ein paar Monaten eine zweite Runde an Aufgaben formulieren. Diese sollen unter Berücksichtigung des eingeholten Feedbacks einen noch objektiveren KI-Benchmark ermöglichen.
(tobe)
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