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Neuartiger Beton ermöglicht umweltfreundlichen 3D-Druck von Häusern


Drucken statt bauen: Forscher in den USA haben einen Baustoff entwickelt, mit dem Häuser 3D-gedruckt werden können. Das Material härtet schnell aus, was den Bauprozess beschleunigt. Außerdem sei es deutlich umweltschonender als herkömmlicher Beton, sagte das Team der Oregon State University in Corvallis.

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Die Basis des Materials ist Lehm. Dieser haben die Forscher mit Hanffasern, Sand sowie mit Biokohle versetzt. Das ist ein holzkohleartiges Material, das durch Erhitzen von Holzspänen und anderen organischen Materialien unter sauerstoffarmen Bedingungen entsteht. Hinzu kommt ein Bindemittel auf Acrylamid-Basis.

Durch einen Prozess mit der Bezeichnung Frontalpolymerisation beginnt das Bindemittel auszuhärten, sobald es gedruckt wurde. Das beschleunigt nicht nur das Aushärten des Baumaterials, sondern ermöglicht es auch, Überhänge zu drucken, etwa Tür- oder Fensterstürze.

„Das gedruckte Material hat unmittelbar nach dem Druck eine tragfähige Festigkeit von 3 Megapascal, was den Bau von mehrschichtigen Wänden und freistehenden Überhängen wie Dächern ermöglicht“, sagte Projektleiter Devin Roach. „Es erreicht nach nur drei Tagen die für Wohnbauten aus Beton erforderliche Festigkeit von 17 Megapascal. Herkömmlicher Beton auf Zementbasis benötigt dafür rund 28 Tage.“

Zudem ist die Herstellung von herkömmlichem Beton sehr energieaufwendig: Er besteht aus Wasser, Sand oder Kies sowie Zement als Bindemittel. Letzterer wird aus Kalkstein hergestellt, der gemahlen und anschließend bis auf über 1400 Grad Celsius erhitzt wird.

Gerade bei dem letzten Prozessschritt werden große Mengen an Kohlendioxid freigesetzt. Die Zementherstellung macht rund 8 Prozent der weltweiten Kohlendioxidemissionen aus. Daneben benötigt normaler Beton eben deutlich länger zum Aushärten.

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Hier sieht Roach einen großen Vorteil des lehmbasierten Betons: Die wachsende Weltbevölkerung erfordert einen schnellen Wohnungsbau. Zudem sei es mit dem neuen Baumaterial möglich, nach Naturkatastrophen schnell Unterkünfte und andere Strukturen aufzubauen.

Auch mit herkömmlichem Beton können Gebäude 3D-gedruckt werden. Eines der größten in Europa ist ein Rechenzentrum in Heidelberg. In Beckum hat der Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) seine Verwaltungszentrale 3D-gedruckt. Der bislang höchste 3D-gedruckte Turm steht in der Schweiz.

Das Team der Oregon State University beschreibt seine Entwicklung in der Fachzeitschrift Advanced Composites and Hybrid Materials. Bevor aus dem Material Gebäude aufgebaut werden könnten, müsse es erst noch von der American Society for Testing and Materials ausgiebig getestet werden, sagte Roach. Zudem sei es derzeit noch teurer als konventioneller Beton. Deshalb müsse der Preis noch gesenkt werden, um konkurrenzfähig zu sein.


(wpl)



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Stille Naturfotografie aus dem Münsterland – Portfolio Simone Baumeister


Simone Baumeister fotografiert bereits seit vielen Jahren. Doch der Weg von ihren ersten Bildern, die sie noch mit einer einfachen Kompaktkamera gemacht hat, bis hin zur mehrfach ausgezeichneten Naturfotografin, war ein Prozess – einer, der eng mit persönlichen Erfahrungen und ihrer Liebe zur Natur verknüpft ist. Zunächst hielt sie mit kleinen Schnappschüssen ihre Katze fest, wie sie selbst erzählt. „Das hatte keinen Anspruch, ich wollte einfach Erinnerungen behalten.“ Erst später, in einer schwierigen Lebensphase, fand sie in der Naturfotografie einen persönlichen Anker und ihre fotografische Bestimmung.




Simone Baumeisters Bilder sind keine lauten Statements, sondern stille Begegnungen mit der Natur. Sie zeigen Nähe, ohne naiv zu wirken, sie sind technisch perfekt, ohne kühl zu sein, und sie besitzen Empathie, ohne sentimental zu wirken. Ihre Fotografie ist weniger eine Suche nach dem außergewöhnlichen Motiv als nach dem Moment, in dem Licht und Natur im Gleichgewicht sind. Während viele Fotografen die ganze Welt bereisen, um das Besondere zu finden, fotografiert Simone Baumeister im Münsterland und beweist mit ihren Aufnahmen, dass sich das Erstaunliche oft direkt vor der eigenen Haustür verbirgt.

Diese Zeit bedeutete für sie eine Wende. Allein und in abgelegenen Gegenden suchte sie Ruhe – und fand sie schließlich in der Natur und in Tieren. Aus den Spaziergängen wurden Beobachtungen und aus diesen wiederum eine Leidenschaft. „Es hat mich komplett in den Bann gezogen, mich fokussiert, beruhigt und abgelenkt – und ich konnte einfach nicht mehr aufhören.“ Heute ist die Fotografie für Baumeister mehr als nur ein Hobby, sie ist für sie Ausdruck von Achtsamkeit und eine Form des Loslassens. Ihre Aufnahmen zeigen auch, dass eine tiefe Verbundenheit zu Motiven nicht aus Anspruch, sondern aus Nähe entsteht.

Wenn Baumeister über ihre westfälische Heimat spricht, schwingt sowohl Bewunderung als auch Herausforderung mit. Die Fotografin beschreibt das Münsterland als schwieriges Terrain für Naturmotive: Es gibt viele Felder, jedoch nur wenige Wälder und kaum unberührte Orte. „Unsere Waldstücke sind so klein, dass man fast überall nach zwanzig Metern wieder auf einem Spazierweg steht“, sagt sie. Selbst größere Seen sind meist touristisch genutzt oder aufgrund des Naturschutzes nicht zugänglich. Hinzu kommt ein hoher Jagddruck, der die Wildtiere scheu macht.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Stille Naturfotografie aus dem Münsterland – Portfolio Simone Baumeister“.
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Digitaler „Omnibus”: Europa-Parlament bremst Kommissionspläne für Daten und KI


Die EU-Kommission hat am Montag im EU-Parlament für ihre Gesetzesvorstöße zu Digitalisierung und KI-Regulierung geworben – mit mäßigem Erfolg. Fast alle Fraktionen kritisieren die im Dezember 2025 vorgelegten Vorschläge und warnten davor, hart erkämpfte Schutzstandards zugunsten von „Big Tech“-Unternehmen aufzuweichen.

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Die Kommission will mit einem digitalen Omnibusgesetz die Regeln im Digitalbereich vereinfachen und vier verschiedene Normenkomplexe unter ein Dach bringen: Die Verordnung für den freien Verkehr nicht-personenbezogener Daten, die Open-Data-Richtlinie, den Data Governance Act und den Data Act. Auch die in verschiedenen Digitalgesetzen verstreuten Meldepflichten bei Datenverlust sollen zusammengefasst werden, sodass Unternehmen eine zentrale Anlaufstelle dafür bekommen.

Das sei eine echte Verbesserung für Unternehmen, betonte Renate Nikolay, stellvertretende Generaldirektorin der DG Connect der EU-Kommission. Die Vereinfachung europäischer Normen und mehr Wettbewerbsfähigkeit für europäische Unternehmen seien die zentralen Ziele des Pakets.

Im Innenausschuss des Parlaments war hingegen von einer „Deregulierungsinitiative“ der Kommission die Rede. Vereinfachte Regulierung und mehr Wettbewerbsfähigkeit klängen gut, sagt der irische Berichterstatter zum KI-Akt, Michael McNamara (Renew), und nennt es erstaunlich, wenn die Kommissionsentwürfe „Artikel für Artikel Vorschläge der großen Big-Tech-Firmen wiedergeben“.

Abgeordnete von Piraten/Grünen und Sozialdemokraten warnten bei dieser ersten Erörterung des Pakets vor allem vor einer Neudefinition persönlicher Daten. Pseudonymisierte Daten etwa können künftig an Dritte weitergegeben werden, wenn sie von diesen nicht mehr re-identifiziert werden können. Welche Art von Pseudonymisierung dabei „sicher“ ist, will die Kommission selbst in Implementierungsbeschlüssen festlegen.

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Birgit Sippel (S&D) kritisierte die Möglichkeit für KI Firmen, sich selbst als „High Risk“ einzustufen oder eben nicht. Ihre Parteikollegin und stellvertretende Vorsitzende des Innenausschusses, Marina Kaljurand, stellte das geplante Privileg für KI-Firmen infrage, das ihnen die Nutzung sensibler Daten erlaubt: „Ist die Verarbeitung personenbezogener Daten in KI Modellen automatisch sicherer als die Verarbeitung durch andere Anwendungen?“

Axel Voss (EVP) anerkannte, dass die Kommission die DSGVO und den AI Act zusammenführen wolle. Ob die Neumischung im Sinne von Rechtssicherheit und Klarheit gelänge, sei bei dem vorgelegten Entwurf noch unklar. Voss mahnte, sich nicht wegen der laufenden Umsetzung des AI Acts unter Zeitdruck zu setzen. Die Ausschusssitzung war die erste zu dem Paket, aber, wie Kaljurand unterstrich, nicht die letzte.


(vbr)



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Signal: Messenger erobert finnischen Play Store


Der Messenger Signal erfreut sich aktuell in Finnland, Dänemark und den Niederlanden besonderer Beliebtheit. Das belegen die Downloadcharts des Google Play Stores und des App Stores von Apple in Finnland und Dänemark sowie eine kürzlich in den Niederlanden durchgeführte Social-Media-Umfrage.

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Im Google Play Store führt Signal derzeit die finnischen Downloadcharts im Bereich Kommunikation noch vor Telegram und WhatsApp an. Im App Store von Apple markiert Signal aktuell den dritten Platz in der Kategorie Social Networking in Finnland. Telegram hält hier den fünften Platz, WhatsApp rangiert weit abgeschlagen auf dem zehnten Platz.

Im dänischen Play Store steht Signal derzeit auf dem vierten Platz in der Kategorie Kommunikation vor Telegram und hinter WhatsApp – die Anwendung belegt dort aktuell den zweiten Platz. Anfang Januar soll Signal Whatsapp zeitweise aber als beliebteste App in der Kategorie Kommunikation des Play Stores abgelöst haben. Das berichtet das Informationsportal zum Messengerdienst AboutSignal. Damals habe Signal auch im App Store von Apple den dritten Platz der Kategorie Soziale Netzwerke in Dänemark belegt. Derzeit steht Signal dort auf dem vierten Platz vor Telegram auf Platz sechs.

In den Niederlanden hat der sichere Messengerdienst Signal den Konkurrenzanbieter Telegram offenbar überholt. Das geht aus einer von der niederländischen Marktforschungsagentur Newcom kürzlich veröffentlichten Studie hervor. Der Umfrage zufolge verzeichnet Signal inzwischen 2,3 Millionen Nutzer in den Niederlanden, während Telegram auf 2,1 Millionen kommt. Nichtsdestotrotz bleibt WhatsApp mit 13,8 Millionen Nutzern der meistgenutzte Messengerdienst. Laut Newcom benutzen zudem 93 Prozent der Nutzer von Signal in den Niederlanden zusätzlich noch Whatsapp.

Anfang vergangenen Jahres hatte die Präsidentin der Signal-Foundation, Meredith Whittacker, in einem Interview mit der niederländischen Zeitung De Telegraaf bereits vom starken Wachstum des Messengers in den Niederlanden berichtet. Als Gründe für den Popularitätsanstieg nannte Whittaker damals das wachsende Bewusstsein für Datenschutz, Misstrauen gegenüber großen Technologiekonzernen sowie geopolitische Realitäten, die die Angreifbarkeit der digitalen Kommunikation offenlegten.

Signal ist einer der sichersten Messenger auf dem Markt. Nicht nur Einzelchats sind innerhalb des Dienstes Ende-zu-Ende-verschlüsselt. Auch Gruppenchats werden über den von Signal eingeführten und mittlerweile zum Standard gewordenen Double-Ratchet-Algorithmus verschlüsselt. Ferner hat Signal mit den Sealed Sendern ein System eingeführt, das eine Zuordnung von Absendern und Empfängern vonseiten der Signal-Server unmöglich macht. Der Messenger analysiert zudem auch nicht die im Telefonbuch des Smartphones enthaltenen Telefonnummern seiner Nutzer.

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(rah)



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