Künstliche Intelligenz
Nvidia übernimmt den Open-Source-Anbieter SchedMD
Der US-Chip-Konzern Nvdia hat SchedMD übernommen, den führenden Entwickler der Software Slurm, einem Open-Source-Workload-Managementsystem für High-Performance-Computing (HPC) und künstliche Intelligenz (KI). Nvidia erhofft sich davon, sein Open-Source-Software-Ökosystem zu stärken und KI-Innovationen für Forscher, Entwickler und Unternehmen voranzutreiben. Das teilte das Unternehmen am Montag mit. Zugleich kündigte Nvidia an, Slurm weiterhin als quelloffene, herstellerneutrale Software entwickeln und vertreiben zu wollen. Zu den finanziellen Bedingungen der Übernahme machte das Unternehmen keine Angaben.
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Nvidia arbeitet nach eigenen Angaben seit über einem Jahrzehnt mit SchedMD zusammen und wird „weiterhin in die Entwicklung von Slurm investieren, um sicherzustellen, dass es der führende Open-Source-Scheduler für HPC und KI bleibt“. HPC- und KI-Workloads umfassen komplexe Berechnungen, bei denen auf Clustern parallele Aufgaben ausgeführt werden, die eine Warteschlangenbildung, Planung und Zuweisung von Rechenressourcen erfordern. Da HPC- und KI-Cluster immer größer und leistungsfähiger werden, ist eine effiziente Ressourcennutzung von entscheidender Bedeutung, schreibt Nvidia.
Slurm-Software in zahlreichen Supercomputern
SchedMD bietet eine solche Software, die bei der Planung großer Rechenaufgaben hilft. Diese können einen großen Teil der Serverkapazität eines Rechenzentrums beanspruchen. Nach Angaben von Nvidia wird die SchedMD-Software Slurm „als führender Workload-Manager in Bezug auf Skalierbarkeit, Durchsatz und komplexes Richtlinienmanagement“ aktuell in mehr als der Hälfte der Top-10- und Top-100-Systeme der Top-500-Liste der Supercomputer eingesetzt. Das mache Slurm zum Teil der kritischen Infrastruktur, die für generative KI erforderlich ist und von Entwicklern von Grundlagenmodellen und KI-Entwicklern zur Verwaltung der Anforderungen an das Modelltraining und die Inferenz verwendet wird. Entwickler und Unternehmen können kostenlos auf Slurm zugreifen, während SchedMD sein Geld mit Engineering- und Wartungsunterstützung verdient.
SchedMD wurde 2010 in Livermore, im US-Bundesstaat Kalifornien, gegründet. Derzeit beschäftigt das Unternehmen 40 Mitarbeitende. Zu den Kunden zählen unter anderem das Cloud-Infrastrukturunternehmen CoreWeave und das Barcelona Supercomputing Center.
„Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit Nvidia, da diese Übernahme die entscheidende Rolle von Slurm in den anspruchsvollsten HPC- und KI-Umgebungen der Welt bestätigt“, wird Danny Auble, CEO von SchedMD, in der Nvidia-Mitteilung zitiert. Und weiter: „Das fundierte Fachwissen und die Investitionen von Nvidia im Bereich des beschleunigten Rechnens werden die Entwicklung von Slurm – das weiterhin als Open Source verfügbar sein wird – vorantreiben, um den Anforderungen der nächsten Generation von KI und Supercomputing gerecht zu werden.“
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(akn)
Künstliche Intelligenz
Luftbefeuchter im Test: Angenehmes Wohnklima auf Knopfdruck
Kratzender Hals, brennende Augen, raue Haut: Zu trockene Raumluft macht sich auf vielerlei Arten bemerkbar. Nicht jeder Mensch leidet gleichermaßen unter solchen Symptomen, doch die Abwehrkräfte des Körpers verringern sich durch eine zu niedrige Luftfeuchtigkeit allemal. Trockene Schleimhäute richten gegen Viren und andere Krankheitserreger weniger aus, die Wahrscheinlichkeit für Erkältungen steigt.
Eine relative Luftfeuchte zwischen 40 und 60 Prozent gilt als optimal für den Menschen. Im Winter liegt sie in vielen Wohnungen und Büros oft sogar bei nur 20 bis 30 Prozent. Schnelle Abhilfe in der Heizperiode versprechen Luftbefeuchter. Die gibt es in zig Varianten, von klein bis groß, zu Preisen zwischen 20 Euro bis zu mehreren hundert. Wir haben uns vier Geräte exemplarisch angeschaut und zeigen, worauf Sie beim Kauf von Luftbefeuchtern achten sollten.
Denn Luftbefeuchter können auch zu einer höheren Keimbelastung führen und bei falscher Anwendung potenziell Möbel, Fußböden und die Wohnung selbst schädigen. Insbesondere, wenn sie unbeaufsichtigt rund um die Uhr laufen sollen. Drei unserer Testgeräte sind sogenannte Verdunster: der Beurer LP 300 Plus, der Philips Series 5000 Luftbefeuchter und der Venta LW15 Original Luftbefeuchter. Zum Vergleich haben wir uns einen Verdampfer dazu geholt, den Wick WarmLuft Luftbefeuchter, der Wasser erhitzt und sichtbar Wasserdampf erzeugt. Die Geräte von Beurer und Philips schalten sich beim Erreichen der gewünschten Luftfeuchtigkeit ab, der Philips Luftbefeuchter lässt sich sogar aus der Ferne per App steuern.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Luftbefeuchter im Test: Angenehmes Wohnklima auf Knopfdruck“.
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Künstliche Intelligenz
Schweden plant Handyverbot an Schulen
Schweden will Handys ab dem kommenden Schuljahr aus allen Grundschulen im Land verbannen. Die Grundschule geht in Schweden bis zur neunten Klasse. Einen entsprechenden Gesetzentwurf legte die Regierung vor. „Die Schüler müssen ihre Handys zu Beginn des Schultags abgeben und bekommen sie an dessen Ende zurück“, sagte die schwedische Bildungsministerin Simona Mohamsson. Das Verbot ab dem 1. August werde auch für die Nachmittagsbetreuung an den Schulen gelten.
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Handys seien aus dem Leben von Schülern nicht mehr wegzudenken, so die Ministerin. „Smartphones und soziale Medien sind aber auch ein Ort, an dem Missbrauch und Mobbing stattfinden.“ Das Verbot, so hofft Mohamsson, könne sowohl dafür sorgen, dass Schüler besser lernen, als auch zu einer besseren psychischen Gesundheit der Kinder führen.
Einer Untersuchung der schwedischen Gesundheitsbehörde und der Medienbehörde von 2024 zufolge verbrachten Schüler der siebten bis neunten Klasse fast sieben Stunden täglich vor dem Bildschirm – die Schulzeit nicht mitgerechnet.
An vielen Schulen gilt schon ein Handyverbot
In der Praxis gilt der Nachrichtenagentur TT zufolge bereits an vier von fünf schwedischen Schulen ein Handyverbot. Denn schon jetzt können Grundschulrektoren selbst darüber entscheiden. Das reiche aber nicht aus, sagte Bildungsministerin Simona Mohamsson.
In mehreren europäischen Ländern wie etwa Frankreich oder den Niederlanden greifen Handyverbote im Unterricht schon länger. Italien verbietet die Smartphonenutzung auch in höheren Klassen.
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(kbe)
Künstliche Intelligenz
c’t-Webinar Passkeys verstehen und im Alltag einsetzen
Wie sicher Online-Konten geschützt sind, hängt maßgeblich von der Stärke und Handhabung ihrer Zugangsdaten ab. Doch klassische Passwörter schwächeln nach wie vor: Nutzer verwenden sie mehrfach, setzen auf einfache Kombinationen oder ignorieren Sicherheitsregeln. Passkeys könnten diesen Missstand beenden, denn sie ersetzen Passwörter durch kryptografische Schlüssel und erhöhen so Komfort und Schutz gleichermaßen.
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Im c’t-Webinar „Passkeys verstehen und im digitalen Alltag nutzen“ erklärt Redakteur Niklas Dierking detailliert, warum genau Passkeys sicherer sind als Passwörter und wie sie sich im Alltag einsetzen lassen. Gleichzeitig räumt das Webinar mit gängigen Mythen und Unsicherheiten rund um die neue Authentifizierungsmethode auf.
Technik und Praxis im Fokus
Passkeys vereinfachen Anmeldevorgänge und lassen viele Phishing-Angriffe ins Leere laufen. Allerdings setzen sie ein gut zusammenspielendes Ökosystem aus Diensten, Browsern und Betriebssystemen voraus, was noch nicht überall reibungslos funktioniert. Das Webinar beleuchtet diese technischen Grundlagen ebenso wie die praktische Einrichtung auf iOS, Android, Windows, macOS und Linux.
Zu den behandelten Themen zählen unter anderem:
- Grundlagen: Was sind Passkeys und wie funktionieren sie?
- Sicherheit im Vergleich zu herkömmlichen Passwörtern
- Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Einrichtung
- Nutzung mit Passwortmanagern und plattformübergreifend
- Alltagsszenarien: Gerätewechsel, Geräteverlust und Wiederherstellung
Passkeys sicher nutzen
Das Webinar richtet sich an alle, die sich im Netz bewegen und ihre Online-Konten besser schützen wollen. Wie bei c’t-Webinaren üblich, können Teilnehmer Fragen im Live-Chat stellen, die Dierking im Verlauf der Veranstaltung aufgreift und beantwortet; im Anschluss stehen Aufzeichnung und begleitende Materialien bereit.
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Das Webinar findet am 5. März 2026 von 16:00 Uhr bis 18:00 Uhr statt. Wer sich sein Ticket bis zum 5. Februar sichert, profitiert vom Frühbucherpreis und zahlt nur 59,00 Euro. Alle Informationen zur Veranstaltung und Anmeldung finden Sie auf der Seite zum c’t-Webinar.
(abr)
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