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Social Talk Trendreport »The Next Big Scroll« › PAGE online


Kulturelle Relevanz wird zunehmend wichtiger und Menschen möchten Produkte und Marken mit ihren Sinnen erleben. PAGE hat aus dem Social Talk Trendreport Impulse für erfolgreiche Brandings herausgefiltert.

Social Talk Trendreport »The Next Big Scroll« › PAGE online
Social Talk Trendreport 2026 Deckblatt © We Are Era und Social Match

Viele Trendberichte fürs neue Jahr zielen darauf ab, wie viele und welche Aufgaben Künstliche Intelligenz übernehmen wird – oder auch nicht. Das umtreibt viele Kreative, Agenturen und Unternehmen. Aber dieser Report beleuchtet ein anderes wichtiges Feld: Social Media, vor allem TikTok. Darin spielt KI zwar auch eine Rolle, aber nicht vordergründig.

PAGE hat sich zwei Themenbereiche aus dem Social Talk Trendreport »The Next Big Scroll« von We Are Era und Social Match herausgesucht und näher unter die Lupe genommen: Community Economy und Sensory Marketing.

Beides klingt vielversprechend, wenn es darum geht, Agenturen und Marken Zukunftstipps fürs Community-Marketing zu geben. Denn »Creator Economy« wird laut Reporting eine große Rolle spielen.

Creators wandeln sich zu Creative Directors, die zu Expert:innen der Communitys und des jeweiligen kulturellen Umfelds werden – das zeigte auch ein anderer PAGE-Beitrag, in dem es um das Berufsfeld von Creative Industry Insidern ging.

Mit Sensory Marketing die emotionale Ebene ansprechen

Dieses Schlagwort bezieht sich im Report zunächst auf Foodporn, wo gern auf Glanz und Prunk gesetzt wird, aber das ließe sich auch auf andere Themenbereiche übertragen. Mit Sensory Marketing ist hier gemeint, dass Produkte nicht nur einfach abgelichtet und gezeigt werden, sondern sie für Konsument:innen erlebbar zu machen. In der Beauty-Branche, so zeigt es der Report, erscheinen Produkte gemeinsam mit leckeren, gesunden und ästhetisch anschaulichen Nahrungsmitteln.

Nach dem Motto: Wenn du dieses Produkt kaufst, erlebst du es mit verschiedenen Sinnen, also sensorisch. Die Komponente der Sensorik im Marketing soll vor allem unsere emotionale Ebene ansprechen.

Das erklärt der Bericht sehr anschaulich so:

»Butter steht für Wärme und Nostalgie (…), Obst für Frische und Leichtigkeit. Wird eines dieser Lebensmittel mit einem Produkt inszeniert, übernimmt unsere Fantasie den Rest, denn Essen löst Emotionen aus, die tief in unserer kulturellen und persönlichen Erinnerung verankert sind. (…)« (Quelle: Trendreport, S. 45)

Und dafür braucht es zukünftig originelle Ideen, die ein Produkt sinnvoll mit etwas verknüpfen, das die Fantasie anregt.

Nix mehr ohne Community Economy

Communitys aufzubauen, ist für Brands immens wichtig geworden. Das schafft authentische Aufmerksamkeit und fördert das Miteinander, vor allem loyal sollen diese Gemeinschaften sein. Eine schwierige Aufgabe, denn hier müssen Marken es schaffen, beispielsweise mit Events nachhaltig Connections zu kreieren, nicht nur kurzfristig für den Moment.

Warum wollen Menschen loyale Gemeinschaften, wo sie ihre Interessen teilen können? Die Antwort liegt auf der Hand: die Zunahme der Digitalisierung.

»Ab 2026 geht es darum, aus Nischenformaten profitable Geschäftsmodelle zu entwickeln – nicht nur für Markenbindung, sondern auch für direkten Umsatz. Entscheidend wird sein, ob Unternehmen Community-Konzepte so groß denken, dass sie echten Impact auf den Jahresumsatz haben.«

Das sagt Carsta Maria Müller, Managing Director & Podcast Host, Baby got Business, und spielt dabei auf das Format von Running Clubs ab, die zuletzt sehr erfolgreich waren.

Wenn Brands es meistern, Erlebnisse zu organisieren, die den Menschen in Erinnerung bleiben, haben sie schon was gewonnen: eine emotionale Verbindung.

Auch dafür braucht es kreative Ideen. Denn die jeweiligen Events müssen schließlich zur Marke passen.

Impulse zeigen: Emotionen und Erinnerungen verbinden

Was Sensory Marketing und Community Economy vor allem zeigen, ist, dass ein großer Wunsch besteht, mit einer Brand positive, persönliche und authentische Erfahrungen zu machen, an die man sich gern zurückerinnert.

Für Agenturen, Kreative und insbesondere Creators liegen genau dort die Chancen, ihre Brands gut zu positionieren und ihre Zielgruppen anzusprechen.

Welche Formate sich eignen, ist ganz von den verschiedenen Bereichen abhängig. Der Report zeigt, dass in manchen Fällen serielle Formate in den sozialen Netzwerken großen Erfolg verzeichneten. Aber auch solche mit gutem Storytelling und Charakterbildungen.

Sogenannte »private spaces« vermitteln einen exklusiven Charakter und geben mehr Bindungselemente. Wertschätzung ist ein weiteres wichtiges Stichwort, das Brands für die Social-Media-Kampagnen weiterhin auf dem Schirm haben sollten.



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Spannender neuer Typo-Wettbewerb für Communication Design › PAGE online


… und das speziell für Schriften außerhalb des lateinischen Schriftsystems. Seit 2018 macht der Bloom Award sich dafür stark – und jetzt erstmals mit einem Wettbewerb, in dem es mit »Kommunikationsdesign beyond Latin« um die Anwendung geht.

Spannender neuer Typo-Wettbewerb für Communication Design › PAGE online

Natürlich schreibt die Welt nicht nur in lateinischer Schrift. Ganz im Gegenteil. Arabisch, Chinesisch, Griechisch, Indisch, Japanisch, Koreanisch, Armenisch und viele andere Schriftsysteme sind weit verbreitet.

Dem trägt der Bloom Award Rechnung, der 20o8 entstand: Als das armenische Kulturministerium einen nationalen Schriftwettbewerb ins Leben rief und in dessen Nachgang die »Typographische Gesellschaft München« das Land besuchte und die Schriftbegeisterten zusammen eine neue Organisation begründeten – und einen Schriftwettbewerb.

Die Vorsitzenden des Wettbewerbs sind der bekannte armenische Schriftgestalter Edik Ghabuzyan und sein Kollege, der Designer Boris Kochan.

Von Editorial zum Experiment

Der Granshan Bloom Award findet jetzt 2026 zum ersten Mal statt und stellt die Anwendung von Schriften ins Zentrum und das Beyond Latin.

Er ist ein spannender Blick über den eigenen Tellerrand hinaus, bewertet von muttersprachlichen Expert:innen des jeweiligen Scripts.

Und das Granshan-Team hat sich einiges vorgenommen.

Der erste Bloom Award startet mit acht Schriftgruppen: Armenian, Arabic, Chinese, Greek, Indic / South Asian Scripts, Japanese, Korean sowie South East Asian Scripts.

Später sollen dann weitere Schriften wie Kyrillisch, Georgisch, Hebräisch und panafrikanische Schriften dazu kommen.

Die Arbeiten können in neun Kategorien einreicht werden, von Editorial, Plakatdesign und Packaging über Websites, Motion Graphics, Kampagnen oder Brandings bis zu Leitsystemen und experimentellen Projekten.

Internationale Sichtbarkeit

Um das alles zu bewerten, braucht es eine große Jury, denn schließlich sollen Muttersprachler:innen der jeweiligen Schrift die Arbeiten bewerten.

Einige Jurymitglieder stehen bereits fest: Lara Assouad etwa für Arabisch, Rathna Ramanathan für South East Asian oder der Griechisch-Experte Michalis Georgiou.

Die Teilnahmegebühren richten sich nach der Größe: Studierende und Freelancer zahlen weniger als kleine und mittlere Studios, diese wiederum weniger als große Unternehmen.

Gleichzeitig bekommen Teilnehmende internationale Sichtbarkeit über die globalen Kanäle und Partnernetzwerke von Granshan und ausgewählten Medienpartnern.

Darüber hinaus werden die ausgezeichneten Arbeiten Teil der Online-Ausstellung. Geplant ist zudem eine Wanderausstellung, um ausgewählte Projekte an Partnerstandorten auf der ganzen Welt zu präsentieren.

Alle Infos rund um die Teilnahme am Bloom Award findet ihr hier. Noch bis zum 3. März gilt der um 35 Prozent günstigere Early Bird Tarif (ab 19.50 Euro).

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Convoy branded We Are Vinyl › PAGE online


Gibt es etwas Stilvolleres um Musik zu hören, als eine Vinyl-Platte aufzulegen? Weil immer mehr Menschen genau das schätzen, launchte Sony Music den Online-Shop »We Are Vinyl« – und das mit einer Identity der Hamburger Agentur Convoy.

Convoy branded We Are Vinyl › PAGE online

Vinyl ist wieder heißbegehrt. Das wusste nicht nur Jack White von den White Stripes, der 2001 sein sehr erfolgreiches Vinyl-Label Third Man Records in Leben rief und zum Teil gar nicht mehr mit dem Pressen hinterherkam.

Seit 2015 hat sich der Umsatz von Vinyl verdreifacht und lag 2024 bei rund 153 Millionen Euro. Vor allem 20-40-jährige schwören auf den analogen Musikgenuss. Und genauso schätzen sie Vinyl als Design- und Lifestyleprodukt.

Denn natürlich hat es vielmehr Eleganz, eine Platte aus dem Sleeve, aus ihrem Umschlag zu ziehen und das mit weit gespreizten Fingern und immer darauf bedacht, nicht die Rillen zu betatschen. Dazu das großformatige Cover mit seiner Gestaltung zu genießen und darin zu versinken, wie der Plattenteller sich dreht und die Nadel das Vinyl abtastet. Manchmal sogar von einem leichten Knistern begleitet.

Darauf reagiert Sony Music Deutschland jetzt ganz digital. Und das mit dem Online-Store »We Are Vinyl«, der sich ganz auf die analogen Tonträger konzentriert – und für die Musik-Liebhaber:innen zudem jede Menge Specials bereithält, die von ausgewählten Pressungen, zu Bundles, limitierten Box-Sets und Merch reichen.



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Rebranding von Becel – Markenpflege durch Retro-Design – Design Tagebuch


Die zur Flora Food Group gehörende Marke Becel hat eine visuelle Neuausrichtung verpasst bekommen. Das Rebranding – obschon bereits im Mai 2025 angekündigt derzeit nicht durchgängig umgesetzt – steht dabei beispielhaft für den seit einigen Jahren im Konsumgüterbereich beobachtenden Trend „Back to the Roots“.

Seit Mitte 2018 gehört die Margarinenmarke Becel, ebenso wie Rama und Flora, zur Flora Food Group (ehemals Upfield). Bereits mit Rama hatte die Flora Food Group ein Jahr später gezeigt, welche Strategie das Unternehmen im Margarinegeschäft in Sachen Markenkommunikation verfolgt, nämlich die Rückbesinnung zu früheren Designs und vertrautem Story Telling. So kehrte 2019 das Rama-Mädchen auf die Verpackungen zurück.

Die gleiche Ausrichtung verfolgt der Lebensmittelhersteller Flora Food auch mit der Marke Becel. Die Marke Becel wurde 1960 vom Konsumgüterkonzern Unilever eingeführt. Der Name leitet sich vom Akronym B.C.L. (Blood Cholesterol Lowering) ab, was den funktionalen Fokus auf die Senkung des Cholesterinspiegels unterstreicht. Der aktuelle Fokus liegt auf der Positionierung als rein pflanzliche Alternative im Zuge des “Plant-based”-Trends.

Becel Brand Design, Quelle: Becel.de
Becel Brand Design, Quelle: Becel.de

Innerhalb der Markenkommunikation und im Packaging setzt Flora Food bei der Marke Becel ganz auf Nostalgie. Die im vergangenen Jahr begonnene umfassende visuelle Neuausrichtung folgt dem im Kontext Markenführung seit Jahren bestehenden Trend hinsichtlich Revitalisierung / Rekultivierung. Ein auf der Verpackung aus den 1960er-Jahren befindliches Sonnenblumensymbol wurde neu interpretiert und ins Zentrum des Designs gerückt. Farbgebung und Typo wurden so abgestimmt, dass sie die nostalgische Anmutung unterstützen.

Die auf diese Weise geschaffene vertraut wirkende Gestaltung schlägt eine Brücke zur eigenen Markenhistorie und trägt so zur Emotionalisierung des Packaging-Designs bei. Diese Art von Rückbesinnung auf nostalgische Elemente fungiert im übersättigten Markt als Vertrauensanker; sie suggeriert Beständigkeit und Herkunft in einer Zeit schnellen Wandels.

Beispielhaft zeigt das Redesign, wie Marken ihre Identität nicht gänzlich neu erfinden, sondern durch ein „Back to the Roots“ revitalisieren. Ziel dabei ist, sowohl Bestandskunden zu binden als auch neue Kunden hinzuzugewinnen, um so Relevanz im Bereich der pflanzlichen Ernährung auszubauen bzw. zurückzugewinnen. Ein Weg, den auch Marken in anderen Branchen wie Volkswagen, Pizza Hut, Reebok, Burger King oder Aston Villa beschritten haben, und der zeigt: Die Zukunft der Marke liegt oft in ihrer Vergangenheit.

Becel Classic – vorher und nachher, Bildquelle: Flora Food Group, Bildmontage: dt
Becel Classic – vorher und nachher, Bildquelle: Flora Food Group, Bildmontage: dt

Mit der Einführung der Markenidentität mit Retro-Anmutung wurde bereits im Mai 2025 begonnen. Kein Herz, sondern nunmehr eine Sonnenblume sowie der blaue Markenschriftzug mit markanter Typo stehen im Mittelpunkt des neuen Designs. Letzterer ist statt in Gemischtschreibweise nun in Minuskeln in einer Serifenlose mit betont geometrischen Lettern angelegt – rechtsseitig platziert die Sonnenblume.

Durchgängig implementiert wurde das Becel-Markendesign bislang jedoch nicht. Im Supermarkt finden sich in den Regalen derzeit Verpackungen im alten und neuen Design nebeneinander (siehe Foto). Auch innerhalb der Promotion sehen Konsumenten derzeit noch beide Designlinien. Das Produkt „Becel ProActiv“ wird von Flora Food zudem losgelöst vom Becel-Sortiment als eigene Submarke positioniert, samt eigener digitaler Präsenz (pro-activ.com). Eine ungewöhnliche Maßnahme, die die Präsenz als Marke eher schwächt.

Ob der Spagat zwischen Nostalgie-Zitaten und modernem Minimalismus die gewünschte Differenzierung im umkämpften Wettbewerbsumfeld erreicht, bleibt abzuwarten.

Entwickelt wurde die neue Markenidentität von der Branding-Agentur Jones Knowles Ritchie (JKR).

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