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Ab 2026: Dieses Bundesland verschärft Solarpflicht
Wer sein Dach saniert, kommt an Solarenergie bald nicht mehr vorbei. Ab 2026 gilt in einem Bundesland eine neue Regelung, die auch Bestandsgebäude betrifft. Für viele Eigentümer wird die Dachsanierung damit zur strategischen Entscheidung mit langfristigen Folgen.
Ein neues Dach war bisher vor allem eine Frage von Optik, Dämmung und Haltbarkeit. Doch diese Zeiten sind vorbei. Ab 2026 kommt in einem Bundesland ein weiterer Pflichtpunkt hinzu, der viele Sanierungspläne verändert. Denn wer die Dachhaut vollständig erneuert, muss künftig auch Strom oder Wärme vom eigenen Gebäude liefern. Was genau auf Euch zukommt und wie streng die Regeln tatsächlich sind, zeigt ein genauer Blick auf die neue Vorgabe.
Nordrhein-Westfalen führt Solarpflicht für Bestandsgebäude ein
Nordrhein-Westfalen geht einen entscheidenden Schritt weiter als viele andere Bundesländer. Ab dem 1. Januar 2026 gilt dort eine Solarpflicht nicht nur für Neubauten, sondern auch für Bestandsgebäude, sobald Ihr eine vollständige Erneuerung der Dachhaut plant. Die Grundlage dafür bilden die Novellierung der Landesbauordnung NRW (§ 42a BauO NRW) sowie die Solaranlagen-Verordnung NRW (SAN-VO NRW).
Was zunächst nach einer reinen Formalie klingt, betrifft in der Praxis Millionen Gebäude. Denn Dachsanierungen gehören zu den häufigsten Modernisierungsmaßnahmen. Künftig reicht es dabei nicht mehr aus, alte Ziegel durch neue zu ersetzen. Parallel müsst Ihr eine Solaranlage einplanen – und zwar verbindlich.
Wie groß die Solaranlage mindestens sein muss
Die Anforderungen hängen vom Gebäudetyp ab. Grundsätzlich müssen Dächer zu mindestens 30 Prozent mit Solarmodulen belegt werden. Alternativ könnt Ihr eine festgelegte Mindestleistung installieren. Für Ein- und Zweifamilienhäuser liegt diese bei mindestens 3 Kilowattpeak.
Bei größeren Wohngebäuden steigen die Vorgaben entsprechend. Häuser mit sechs bis zehn Wohneinheiten müssen mindestens 8 Kilowattpeak erreichen. Maßgeblich ist dabei stets die vollständige Dachfläche – unabhängig davon, ob sie optimal zur Sonne ausgerichtet ist. Ausgenommen von der Pflicht sind unter anderem fliegende Bauten wie Zelte, untergeordnete Gebäude wie Garagen oder Gartenhäuser sowie Gebäude mit weniger als 50 Quadratmetern Nutzfläche.

Kaufen müsst Ihr nicht – Alternativen sind erlaubt
Die gute Nachricht: Ihr müsst die Solaranlage nicht zwingend kaufen. Auch gemietete oder gepachtete Anlagen erfüllen die Vorgaben. Zudem müssen die Module nicht ausschließlich auf dem Dach installiert werden. Fassaden oder andere Außenflächen zählen ebenfalls, solange die Mindestleistung erreicht wird.
Die Regelung ist zudem technologieoffen. Wer keinen Strom erzeugen möchte, kann alternativ auf Solarthermie setzen und Wärme für Heizung und Warmwasser gewinnen. Rein wirtschaftlich ist Photovoltaik für die meisten Haushalte jedoch attraktiver.

Wer noch einen Schritt weitergehen möchte, kann beide Welten kombinieren. PVT-Anlagen erzeugen gleichzeitig Strom und Wärme. Ein zusätzlicher Vorteil: Die Kühlung der Module steigert sogar die Stromausbeute. Damit wird die Pflicht für viele Eigentümer nicht nur zur Vorgabe, sondern zur echten Investition in die Zukunft.
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Netzkosten: Telekom hebt Preise älterer DSL-Tarife um 2 Euro an

Die Deutsche Telekom informiert Kunden älterer DSL-Tarife derzeit über eine bevorstehende Preisanpassung, die aufgrund höherer Netzkosten vorgenommen werden müsse. Demnach steigt der Grundpreis ab dem 1. April 2026 um 2 Euro.
Netzkosten machen Preisanpassung notwendig
Die Redaktion ist durch eine Mitteilung der Telekom an ein Teammitglied auf die Preisanpassung aufmerksam geworden. In dem Kundenschreiben erklärt die Telekom, dass die Kosten insbesondere für Betrieb und Nutzung des Netzes sowie für Servicedienstleistungen gestiegen seien. Die Preise habe das Unternehmen über die letzten Jahre dennoch halten können, jetzt sei aber eine Anpassung notwendig.
Preise steigen um 2 Euro
In dem konkreten Fall geht es um einen Ende November 2020 direkt bei der Telekom abgeschlossenen DSL-Vertrag des Typs MagentaZuhause L. Für diesen wird in dem Schreiben eine Preisanpassung um 2 Euro und somit ein ab dem 1. April 2026 gültiger Grundpreis von 46,95 Euro statt 44,95 Euro angegeben.
Hallo […],
wir möchten uns herzlich bei Ihnen bedanken, dass Sie Kundin bzw. Kunde bei uns sind.
Wir arbeiten stetig daran, unser Netz auszubauen und zu modernisieren – damit Sie auch in Zukunft in bester Qualität und im besten Netz* telefonieren und surfen können. Die Kosten insbesondere für Betrieb und Nutzung unseres Netzes sowie für Servicedienstleistungen sind gestiegen. Trotz dieser Entwicklungen haben wir die Preise über viele Jahre stabil gehalten. Nun ist es leider notwendig, eine Anpassung vorzunehmen.
Auf Basis unserer Allgemeinen Geschäftsbedingungen passen wir daher den Preis für Ihren MagentaZuhause L (2) Vertrag an.
Ab 1. April 2026 erhöht sich der monatliche Grundpreis um 2,00 Euro von 44,95 Euro auf 46,95 Euro (alle Preise brutto).
Um Ihren Vertrag zu den neuen Konditionen fortzusetzen, müssen Sie nichts weiter tun – Ihr Vertrag läuft automatisch zu den neuen Konditionen weiter. Sollten Sie mit der Preiserhöhung nicht einverstanden sein, haben Sie die Möglichkeit, Ihren Vertrag in Textform ohne Kosten und ohne Einhaltung einer Frist zu kündigen – innerhalb von drei Monaten nach Erhalt dieses Schreibens, frühestens jedoch zum Ablauf des 31. März 2026. Wenn Sie Ihren Vertrag zu einem späteren Zeitpunkt oder nicht kündigen, wird der neue Preis ab dem 1. April 2026 berechnet. Ihr Recht zur ordentlichen Kündigung bleibt hiervon unberührt.
Für Ihr Vertrauen möchten wir uns herzlich bedanken. Bei Fragen rufen Sie uns kostenfrei unter der eigens hierfür eingerichteten Rufnummer 0800 33 07864 an. Wir sind montags bis sonntags von 8 bis 20 Uhr erreichbar.
Freundliche Grüße
Ihre Telekom
Tarife vor April 2023 sind betroffen
ComputerBase hat bei der Telekom nachgefragt, um den Vorgang zu bestätigen und um in Erfahrung zu bringen, in welchem Umfang Kunden davon betroffen sind. Ein Sprecher der Telekom hat die Anhebung gegenüber der Redaktion bestätigt. Betroffen sind MagentaZuhause- und Call-&-Surf-Tarife beziehungsweise Tarifkonditionen, die vor April 2023 gebucht wurden.
„Diese Kunden zahlen künftig zwei Euro mehr als bislang, aber immer noch zwei Euro weniger, als Neukunden heute für die entsprechenden Tarife zahlen“, sagte der Sprecher. „Die Preise für den Betrieb und die Nutzung unseres Netzes sind in den vergangenen Jahren gestiegen. Diese Kostensteigerungen haben wir – anders als viele andere Branchen – nicht an unsere Internet-Bestandskunden weitergegeben.“
Preisanpassung erlaubt Kündigung
Alle betroffenen Kunden sollen fristgerecht über die Preisanpassung informiert werden. Kunden haben aufgrund der Preisanpassung das Recht, innerhalb von drei Monaten nach Erhalt des Preisanpassungsschreibens ihren Vertrag ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist zu kündigen. Ansonsten wird ab 1. April der neue Preis berechnet.
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Google-Geschäftszahlen: KI-Investitionen sollen auf 175 bis 185 Mrd. US-Dollar steigen
Googles Mutterkonzern Alphabet hat im Geschäftsjahr 2025 erstmals die Umsatzmarke von 400 Milliarden US-Dollar geknackt. Nach den Rekordumsätzen und Rekordgewinnen plant der Konzern aber auch Rekordausgaben für die KI-Entwicklung.
Allein im vierten Quartal 2025 verzeichnete Alphabet einen Umsatz von 113,8 Milliarden US-Dollar, was einem Plus von 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal entspricht. Der Nettogewinn lag bei 34,5 Milliarden US-Dollar, ein Zuwachs um 30 Prozent.
Im Gesamtjahr 2025 kommt Alphabet auf einen Umsatz von 402,8 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 15 Prozent. Beim Nettogewinn legte man um 32 Prozent zu, der nun bei 132,2 Milliarden US-Dollar liegt.
Das Werbegeschäft bringt die Umsätze
Umsatztreiber bleibt das Werbegeschäft rund um die Suchdienste. Damit machte Alphabet im vierten Quartal 2025 einen Umsatz von 82,2 Milliarden US-Dollar (+13,5 Prozent). YouTube-Werbung fällt mit einem Umsatz von 11,4 Milliarden US-Dollar ebenfalls in diese Kategorie. Mit Abonnements und Geräten nimmt Google nochmals 13,6 Milliarden US-Dollar ein, sodass die Sparte der Google-Dienste insgesamt auf einen Umsatz von 95,9 Milliarden US-Dollar im vierten Quartal 2025 kam – ein Zuwachs um 14 Prozent.
Höher sind die Wachstumsraten in der Cloud-Sparte. In dieser verzeichnete Google im vierten Quartal einen Umsatz von 17,7 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 48 Prozent. Weitere Bereiche des Konzerns, die man in der Sparte „Other bets“ zusammenfasst, spielen mit einem Quartalsumsatz von 370 Millionen US-Dollar nur eine untergeordnete Rolle.
KI-Dienste sind Antreiber für Nutzerwachstum
Alphabet- und Google-CEO Sundar Pichai macht die Fortschritte in der KI-Entwicklung für das Wachstum verantwortlich. „Die Veröffentlichung von Gemini 3 war ein wichtiger Meilenstein und wir haben ein großartiges Momentum“, so Pichai. Bemerkbar macht sich das bei der Gemini-App, die nun auf über 750 Millionen aktive Nutzer pro Monat kommt.
Gemini hat sich damit bei den generativen KI-Assistenten hinter ChatGPT auf Rang 2 etabliert. ChatGPT kam Ende 2025 auf 800 Millionen wöchentlich aktive Nutzer.
Von Funktionen wie dem AI Overview sowie dem neuen KI-Modus profitiert auch die Suchmaschine. Diese wurde laut Pichai häufiger als je zuvor verwendet, die KI-Dienste nennt er als Grund für das starke Wachstum.
Enorme Investitionen in 2025
Die KI-Entwicklung steht aber auch für Rekordausgaben. Die Höhe der Investitionsausgaben (CapEx) lag allein im vierten Quartal bei 27,9 Milliarden US-Dollar, im Gesamtjahr 2025 waren es 91,4 Milliarden US-Dollar, erklärte Alphabet-CFO Anat Ashkenazi im Analysten-Call zur Vorstellung der Geschäftszahlen. Der Großteil dieser Summe floss in die technische Infrastruktur. Rund 60 Prozent wurden in Server investiert, 40 Prozent gingen in Rechenzentren und Netzwerk-Komponenten.
Rekordausgaben für 2026 angekündigt
Für das kommende Jahr kündigt Google-CEO Pichai nochmals deutlich größere Ausgaben an. Die CapEx-Investitionen sollen im Jahr 2026 im Bereich von 175 bis 185 Milliarden US-Dollar liegen. Man verdoppelt die Ausgaben also praktisch. Nötig wäre diese Summe, um „die Kundennachfrage zu bedienen und die sich bietenden Wachstumschancen zu nutzen“, so Pichai.
Google argumentiert also genauso wie OpenAI, Microsoft oder Meta: Der begrenzende Faktor im KI-Geschäft ist Rechenleistung. Wer mehr investiert, kann demnach mehr verdienen. Microsoft hatte daher im letzten Quartal 2025 insgesamt 37 Milliarden US-Dollar investiert. Meta hat derweil für 2026 Investitionen in Höhe von 115 bis 135 Milliarden US-Dollar angekündigt.
Wie schon bei Microsoft reagierten Analysten angesichts der angekündigten Ausgaben skeptisch. Der Börsenkurs von Alphabet fiel auch nach Verkündung der Quartalszahlen zunächst um 3 Prozent, hat sich aber fast wieder vollständig erholt.
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Amazon: Neue Smart-TVs starten mit bis zu 450 Euro Rabatt

Auf dem Amazon Devices & Services Event 2025 Ende September hatte das Unternehmen mehrere neue Smart-TVs vorgestellt – sowohl Modelle der QLED-Serie als auch der günstigeren Fire-TV-2- und Fire-TV-4-Serie. Nun starten die neuen Fernseher auch in Deutschland in den Verkauf – mit Rabatt.
Zum Start gewährt Amazon einen Rabatt auf die unverbindliche Preisempfehlung in Höhe von bis zu 450 Euro. So kostet die 75-Zoll-Variante des Fire TV Omni QLED zum Start 999,99 Euro statt 1449,99 Euro.
Neue Generation mit hellerem QLED
Die neue Omni-QLED-Serie soll im Vergleich zum Vorgänger (Test) über ein 60 Prozent helleres Display verfügen, das darüber hinaus beinahe doppelt so viele Dimming-Zonen bieten soll. Dies soll gleichsam für hellere Weißtöne und klarer abgegrenzte Schwarztöne sorgen. Die Farbe des Fernsehers kann automatisch an das Licht im Raum angepasst werden. Neben Dolby Vision wird auch HDR10+ Adaptive unterstützt. Ein verbesserter Prozessor soll für eine 40 Prozent höhere Leistung sorgen, was auch die Navigation schneller werden lässt. Die Serie wird mit 50, 55, 65 und 75 Zoll angeboten.
Mithilfe der integrierten Omnisense-Technologie schaltet sich der Fernseher ein, sobald jemand den Raum betritt und zeigt Fotos oder Kunstwerke an. Verlässt man den Raum wieder und wird keine Person mehr erkannt, wird der Bildschirm ausgeschaltet. Omnisense kommt auch bei der Interaktive-Kunst-Funktion zum Einsatz, die vom Omni Mini-LED-QLED (Test) bekannt ist. Bewegen sich Nutzer im Raum, wird die Darstellung des Kunstwerks auf dem Fernseher angepasst. Serien und Filme lassen sich wie bisher zudem per Sprachbefehl an Alexa starten.
Fire TV 2-Serie und Fire TV 4-Serie
Die neue Fire-TV-2-Serie liefert HD-Qualität auf 32 oder 40 Zoll, während die neue Fire-TV-4-Serie 4K-Auflösung auf wahlweise 43, 50 oder 55 Zoll bietet. Beide Produktreihen verfügen über dünnere Rahmen und sind dank des neuen Quad-Core-Prozessors 30 Prozent schneller als die Vorgänger. Die Fire-TV-2- und 4-Serie unterstützen zudem erstmals auch die Omnisense-Technologie. Mit Dialog-Boost können Nutzer die Lautstärke der Gespräche erhöhen, ohne die Hintergrundgeräusche zu verstärken.
(*) Bei den mit Sternchen markierten Links handelt es sich um Affiliate-Links. Im Fall einer Bestellung über einen solchen Link wird ComputerBase am Verkaufserlös beteiligt, ohne dass der Preis für den Kunden steigt.
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