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Silvester-Rekord bei Datennutzung | heise online
Die Menschen in Deutschland haben in der Silvesternacht so viel Datenvolumen genutzt wie nie zuvor. Zwischen 20 und 3 Uhr wurden etwa im Mobilfunknetz von Vodafone rund 4,5 Millionen Gigabyte übertragen und damit 50 Prozent mehr als beim vorherigen Jahreswechsel, wie das Unternehmen mitteilte.
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Bei der Deutschen Telekom waren es nach eigenen Angaben 3,9 Millionen Gigabyte Daten, was einem Plus von 35 Prozent entsprach. Konkurrent O2 Telefónica registrierte sogar 5,7 Millionen Gigabyte (plus 3,6 Prozent).
Der hohe Zuwachs bei Vodafone und das niedrige Plus bei O2 liegt daran, dass 2025 mehrere Millionen Mobilfunkkunden, die bei 1&1 einen Vertrag haben, umgebucht wurden: Sie werden inzwischen mit dem Vodafone-Netz verbunden und nicht mehr mit dem O2-Netz.
Datenvolumen steigt ständig
Schon in den vergangenen Jahren waren die Werte immer weiter gestiegen. Lediglich während der Corona-Pandemie waren sie zwischenzeitlich rückläufig gewesen. Ein Grund für den Anstieg ist die erhöhte Nutzung von Video-Telefonaten, hochauflösenden Selfies und eine steigende Zahl von KI-Anfragen. Hinzu kommt, dass Videos immer öfter auch mit dem Smartphone oder Tablet per Mobilfunk gestreamt werden.
Vodafone-Chef Marcel de Groot sieht auch technische Ursachen für den Datenanstieg: „Es gibt immer weniger Funklöcher und an immer mehr Orten schnellen 5G-Mobilfunk, auch auf dem Land.“ Weil die Netze stärker seien, steige die Nutzung. Die Anbieter haben ihr 5G-Netz im vergangenen Jahr erneut verbessert.
Eine Zunahme verzeichneten die Anbieter auch bei Telefongesprächen. Allein im Mobilfunknetz von Vodafone wurden in der ersten Stunde des neuen Jahres 7,5 Millionen klassische Telefonate geführt, 40 Prozent mehr als im Vorjahr. Bei O2 Telefónica waren es ebenfalls mehr als sieben Millionen Telefongespräche in der Stunde nach Mitternacht. Diese blieben traditionell kurz: Im Schnitt benötigten die Menschen 78 Sekunden, um Familie und Freunden am Telefon ein frohes neues Jahr zu wünschen.
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(hob)
Künstliche Intelligenz
Alps Alpine: Fahrzeugcockpit mit haptischen Rückmeldungen
Der japanische Elektronikhersteller Alps Alpine hat auf der CES 2026 in Las Vegas Komponenten für Fahrzeugcockpits vorgestellt. Insgesamt sollen Kameras, Sensoren, Audioausgabe und haptisches Feedback als integriertes System zusammenwirken und situationsabhängig reagieren.
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Multimodale Innenraumsensoren
Zentrales Element ist ein Kameramodul, das den Fahrzeuginnenraum mit RGB- und Infrarotsensoren sowie Time-of-Flight-Tiefenmessung (ToF) erfasst, einem Verfahren, das dreidimensionale Tiefeninformationen mithilfe von Lichtlaufzeiten ermittelt.
Die Sensordaten nutzt Alps Alpine, um Position, Haltung und Bewegungen von Fahrer und Mitfahrenden zu bestimmen. Laut Hersteller funktioniert das auch bei schwierigen Lichtverhältnissen, etwa bei direkter Sonneneinstrahlung oder Nachtfahrten.
Kameras hinter Displays
Um Fahrer und Insassen zu überwachen, nutzt Alps Alpine Kameras, die hinter Displays verbaut sind. Störende Linsen, Kameragehäuse oder ähnliche Bauteile sind im Cockpit also nicht zu sehen.
Haptische Bedien- und Rückmeldeflächen
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Weiche Innenraumoberflächen mit integrierten Aktuatoren vibrieren und vermitteln auf diese Weise Informationen über den Tastsinn. So kann beispielsweise das Lenkrad Gefahren taktil vermitteln. Drehregler können unterschiedlich leicht oder schwer reagieren. Die haptischen Signale lassen sich in Intensität sowie Dauer anpassen und sollen visuelle oder akustische Hinweise ergänzen oder ersetzen.
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Audioausgabe, Anzeigeinhalte und Haptik sind softwareseitig synchronisiert. Je nach Fahrsituation verändert das System die Gewichtung der Rückmeldungen, etwa durch reduzierte visuelle Hinweise und verstärkte haptische Signale, wenn das Fahren höhere Konzentration verlangt. Die Logik dafür basiert auf kontextabhängigen Szenarien wie Abbiegevorgängen oder Fahrmoduswechseln.
Modulares und flexibles Konzept
Die Sensordaten werden laut Hersteller in Echtzeit im Fahrzeug verarbeitet. Alps Alpine setzt dabei auf eine modulare Architektur, die sich in bestehende Fahrzeugplattformen integrieren lässt. Die Komponenten sind für den Einsatz unter automobilen Temperatur-, Vibrations- und Sicherheitsanforderungen ausgelegt. Ein Cockpit als Gesamtkonzept gab es auf der Messe allerdings nicht zu sehen, sondern lediglich Einzelteile wie Reglerkomponenten und das Display mit rückseitig integrierter Kamera.
heise online ist Medienpartner der CES 2026
(akr)
Künstliche Intelligenz
Richtech Dex: mobiler humanoider Roboter für die Industrie
Der US-amerikanische Hersteller von Robotersystemen Richtech Robotics führt auf der CES 2026 seinen mobilen humanoiden Roboter Dex als zentrale Komponente seiner Robotikplattform für industrielle und gewerbliche Anwendungen vor.
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Der weiße Roboter misst 137 cm in der mobilen und 109 cm in der stationären Variante. Er kann maximal 5 Kilogramm tragen. Dex ist allerdings eher für Industrie- und Montageaufgaben konzipiert und nicht als Lastenträger. Er ähnelt eher einem Küchengerät, also klassischer Weißware, als einem Industrieroboter. Richtig „humanoid“ wirkt er nicht.
Der Hersteller zeigt ihn im Zusammenspiel mit anderen Robotern, etwa mit dem Serviceroboter für die Kaffeezubereitung Adam, dem Bar‑Roboter Scorpion, der Getränke zubereitet, und dem autonomen Transportroboter Titan, der je nach Ausführung 200 Kilogramm oder 590 Kilogramm tragen kann.

Die Aufgabe des Serviceroboters Adam ist die Zubereitung von Kaffee. Den Großteil der Arbeit machen dabei die Kaffeemaschinen. Adam reicht Gefäße an.
(Bild: heise medien / André Kramer)
Kopf, Arme und Räder
Die mobile Variante von Dex bewegt sich auf Rädern statt auf Beinen. Richtech verspricht dadurch höhere Energieeffizienz, geringeren Wartungsaufwand und stabile Fortbewegung in gemeinsam mit Menschen genutzten Arbeitsumgebungen. Das Fahrwerk hat laut Hersteller einen engen Wendekreis und kann schnell abbremsen.
Der Roboter hat zwei Produktionsarme, an deren Enden sich unterschiedliche Greifer oder Werkzeuge anbringen lassen. Vier Kameras helfen beim Navigieren, Erkennen von Objekten und Überwachen der Tätigkeiten in wechselnden Umgebungen.
Als Recheneinheit dient ein System aus der Jetson-Thor-Reihe von Nvidia. Weil es Sensordaten lokal verarbeitet, soll der Roboter schnell Entscheidungen treffen können. Im mobilen Betrieb erreiche Dex eine Laufzeit von rund vier Stunden pro Akkuladung.
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Software und KI-Training
Richtech trainiert Dex mit einer Kombination aus Simulation und realen Einsatzdaten. Dafür nutzt das Unternehmen offene Simulationsumgebungen wie Isaac Sim und Isaac Lab von Nvidia. In diesen virtuellen Umgebungen lernt der Roboter Arbeitsabläufe, die der Hersteller anschließend in reale Produktionsumgebungen überträgt. So soll sich der Roboter zügig und sicher in sein Arbeitsumfeld integrieren lassen.
Die Steuerungssoftware ist darauf ausgelegt, neue Aufgaben über zusätzliche Trainingsdaten anzulernen. Richtech greife dabei auf Erfahrungen aus mehr als 450 bereits installierten Robotersystemen zurück. Parallel baut das Unternehmen eine eigene Datenbasis aus realen industriellen Anwendungen in den USA auf, die es langfristig auch Dritten zur Verfügung stellen will.
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(akr)
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Smartphone, Foldables und Zubehör: CES-Neuheiten 2026 von Motorola
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Auf der CES 2026 in Las Vegas zeigt Motorola gleich mehrere Neuheiten aus unterschiedlichen Bereichen. Mit dem Signature-Smartphone wagt sich der Hersteller in den High-End-Bereich vor.
Das Motorola Signature wird von einem Qualcomm Snapdragon 8 Elite Gen 5 angetrieben, dem aktuell schnellsten Smartphone-Prozessor. Das mit 186 Gramm und knapp sieben Millimeter (ohne Kamerabuckel) ziemlich leichte und flache Smartphone bringt je nach Modellvariante 12 oder 16 GByte RAM und zwischen 256 GByte und 1 TByte Speicherplatz mit. Das 6,8 Zoll große OLED-Display schafft eine Bildwiederholrate von maximal 165 Hertz und erreicht laut Hersteller bis zu 6200 cd/m² Helligkeit. Der Silizium-Kohlenstoff-Akku hat eine Kapazität von 5200 mAh und unterstützt bis zu 90 Watt Ladestrom.
Im Signature stecken gleich vier 50-Megapixel-Kameras, drei hinten und eine vorn. Durch die Bank kommen darin Sony-Sensoren zum Einsatz. Die Hauptkamera mit großer Blende f/1,6 wird dabei von einem Ultraweitwinkel und einem Dreifach-Tele flankiert.
Pünktlich zur Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada bringt Motorola eine spezielle Version seines Razr-Faltsmartphones auf den Markt. Technisch ist das Gerät unverändert zum normalen Modell, optisch mit einer grünen Rückseite mit FIFA-WM-Logo aber unterschiedlich gestaltet. Hinzu kommen exklusive Grafiken und Hintergrundbilder, ein Klingelton mit dem Turnier-Song und ein FIFA-Wasserzeichen für Fotos. Das Motorola Razr in der FIFA-Edition kostet in den USA knapp 700 Dollar.

Motorola Razr WM-Edition
(Bild: Motorola)
Smartwatch, Tracker und mehr
Die runde Moto Watch ist eine neue Smartwatch und wurde zusammen mit Polar entwickelt. Der sandgestrahlte Rahmen aus Aluminium fasst ein 1,43 Zoll großes OLED-Display ein. Mit IP68 ist die Uhr gegen Staub und Wasser geschützt, zum Tauchen eignet sie sich allerdings nicht. Die maximale Akkulaufzeit soll bei 13 Tagen liegen. Alle Android-Smartphones ab Version 12 sind mit der Moto Watch kompatibel.
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Neu im Zubehörangebot ist der Moto Pen Ultra. Der Stift, der mit einer eigenen Ladehülle geliefert wird, soll Motorola-Smartphones wie dem Signature eine weitere Bedienoption verpassen. Er dient nicht nur zum Schreiben, Kritzeln und Malen, sondern kann auch markierte Inhalte in eine Notiz umwandeln oder sie zum Teilen mit anderen vorbereiten. Mit Sketch to Image erstellt das Smartphone aus den eigenen Skizzen schicke KI-Bildchen in unterschiedlichen Stilen.

Moto Watch
(Bild: Motorola)
Den runden Tracker Moto Tag legt Motorola als Tag 2 neu auf. Mit UWB und Bluetooth soll der kleine Tracker, der in das Gerätenetzwerk von Android eingebettet ist, leicht aufzufinden sein. Eine wechselbare Knopfzelle soll den Tag 2 bis zu 500 Tage lang mit Strom versorgen. Mit dem integrierten Knopf in dem Bluetooth-Tracker lässt sich entweder als umgedrehte Suche das verlorene Smartphone zum Piepsen bringen oder die Kamera fernauslösen.
Für den Bluetooth-Lautsprecher Sound Flow hat sich Motorola mit Bose zusammengetan. Die zylindrische Box funkt über WLAN und Bluetooth und kann via UWB die Geräte der Nutzer orten. So will Motorola den Sound an die aktuelle Position im Raum anpassen. Der Akku des Lautsprechers, der auf einem kleinen Dock aufgeladen wird, fasst 6000 mAh und soll bis zu 12 Stunden Wiedergabe ermöglichen. Der Bluetooth-Lautsprecher ist nach IP68 gegen Staub und Wasser geschützt.

Motorola Sound Flow
(Bild: Motorola)
Mehr KI und ein großes Foldable
Mit Qira stellt Motorola-Mutterkonzern Lenovo auf der CES zudem seine neue geräteübergreifende KI-Plattform vor. „Lenovo Qira ist kein weiterer Assistent, sondern eine neue Art, wie Intelligenz auf Geräten zum Einsatz kommt“, sagt Dan Dery, VP of AI Ecosystem in der Intelligent Devices Group von Lenovo. „Unser Ziel ist es, KI weniger als ein Werkzeug zu präsentieren, das man benutzt, sondern eher als eine Intelligenz, die kontinuierlich und natürlich mit einem zusammenarbeitet.“ Qira soll auf allen Lenovo- und Motorola-Geräten laufen und tief ins jeweilige System eingebettet sein. Neben generativen Aufgaben zur Gestaltung und Verarbeitung von Text, Bild und Video soll Qira kontextbezogene Vorschläge und Hilfestellungen anbieten und bei Meetings unterstützen. Die Einführung soll im laufenden Quartal zunächst auf Lenovo-Geräten starten und später auf Motorola-Smartphones ausgedehnt werden.
Nur einen Teaser, dafür aber einen durchaus spannenden, gab Motorola auf ein weiteres Foldable, das Razr Fold. Dieses Modell wird das erste große Foldable von Motorola und steht damit in Konkurrenz zu Geräten wie dem Samsung Galaxy Z Fold 7 oder dem Google Pixel 10 Pro Fold. Noch lässt Motorola das Razr Fold, das ersten Leaks zufolge deutlich unter 2000 Euro kosten soll, aber nicht von der Leine, damit wartet der Hersteller aller Voraussicht nach bis zum MWC in Barcelona Anfang März.
heise online ist Medienpartner der CES 2026.
(sht)
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