Connect with us

Künstliche Intelligenz

Vaonis Hyperia: smartes Teleskop für Forschung und Astrofotografie


Der französische Hersteller Vaonis hat das Smart-Teleskop Hyperia vorgestellt. Anders als das kompakte und auf Heimanwender ausgerichtete Vespera Pro, wendet sich das Hyperia an Sternwarten, Planetarien, Wissenschaftsmuseen und erfahrene Astrofotografen, die das nötige Kleingeld aufbringen können. Denn der Preis soll bei 89.000 Euro liegen.

Weiterlesen nach der Anzeige

Auch für den Einsatz in gehobenen Hotel- und Bildungsumgebungen sieht Vaonis Einsatzmöglichkeiten. Wie seine kleine Schwester Vespera ist das Hyperia als vollständig automatisiertes Observatorium konzipiert.

Das Gerät misst 180 Zentimeter in der Höhe und wiegt 35 Kilogramm. Die beiden verbundenen Tuben sind aus Aluminium gefertigt. Es nutzt eine Canon-Optik mit 17 Linsen. Die Öffnung beträgt 150 Millimeter bei einer Brennweite von 600 mm. Das entspricht einem Öffnungsverhältnis von f/4. Wie die kleine Schwester ist das Hyperia ein Linsenteleskop (Refraktor). Der Konkurrent Unistellar setzt hingegen auf Spiegelteleskope (Reflektor).



Hinter der Optik steckt ein rückwärtig belichteter BSI‑Vollformatsensor (Backside Illuminated) mit 45 Megapixeln. Trotz der 150mm-Öffnung lassen sich Standardfilter mit 52 mm Durchmesser einsetzen. Sie werden über eine Öffnung im Tubus direkt vor die Kamera montiert.

Für die Bewegung setzt Vaonis auf einen schnellen Direktantrieb. Das System erreicht eine vollständige Drehung um 360 Grad in weniger als zehn Sekunden. Der Hersteller ordnet die Präzision und Geschwindigkeit auf dem Niveau professioneller Großteleskope ein.

Weiterlesen nach der Anzeige

Das Teleskop gleicht die Erdrotation automatisch aus und soll damit Einzelbelichtungen von bis zu 30 Minuten erlauben. Smart-Teleskope für den Einzelhandel führen weniger sanft nach und belichten daher in der Regel nur 15 Sekunden lang. Als Workaround setzen sie viele Einzelbilder zu einem rauscharmen Gesamtbild zusammen. Diesen Workflow beherrscht wiederum auch das Hyperia.



Dieses Bild Elefantenrüsselnebels (Elephant’s Trunk Nebula), auch bekannt als IC 1396A, im Sternbild Cepheus entstand mit dem Prototyp des Vaonis Hyperia.

(Bild: Vaonis)

Wie bei Smart-Teleskopen üblich, verbindet sich das Hyperia über die Vaonis-App. Dort lassen sich Himmelsobjekte auswählen und automatisch anfahren. Über die Mobil-App für Android und iOS kann man auch die Astrofotos in den Formaten FITS, TIFF und JPEG aus dem Teleskopspeicher herunterladen. Wie groß dieser sein wird, steht noch nicht fest. Wahrscheinlich sind 512 Gigabyte oder 1 Terabyte. Außerdem soll das Gerät Ethernet- und USB-C-Buchsen bekommen.

Vaonis nimmt für Hyperia ab sofort Vorbestellungen entgegen. Die Auslieferung ist frühestens für die zweite Hälfte 2026 geplant. Jedes Gerät wird auf Bestellung in Frankreich gefertigt.


(akr)



Source link

Künstliche Intelligenz

Paramount kann Warner Bros Discovery nicht überzeugen


Der Verwaltungsrat des Medienkonzerns Warner Bros. Discovery (WBD) rät seinen Aktionären einstimmig davon ab, ihre Aktien Paramount Skydance anzudienen. Es sei inadäquat, von zu geringem Wert und einfach zu riskant. Netflix’ Übernahmeangebot sei in mannigfaltiger Weise überlegen.

Weiterlesen nach der Anzeige

Das geht aus einem Schreiben des Verwaltungsrates an die WBD-Aktionäre vom Mittwoch hervor. Das Gremium verfolgt den mit Netflix geschlossenen Übernahmevertrag weiter. Dabei soll Netflix Warner Bros kaufen und für jede Aktie 23,25 US-Dollar in bar zahlen sowie um die 4,50 Dollar in eigenen Aktien dazulegen, in Summe etwa 83 Milliarden Dollar.

Außerdem behielten die bestehenden WBD-Aktionäre die Discovery-Sparte, die als eigenständiges Unternehmen namens Discovery Global mit Sportrechten und Nachrichtensendern weiterleben soll. Bis zur Übernahme darf WBD eigenständig weiter arbeiten. Sollte die Übernahme platzen, muss Netflix 5,8 Milliarden Dollar WBD Entschädigung zahlen.

Paramount Skydance (PSKY) bietet zwar mehr Geld, nämlich 108 Milliarden Dollar, will dafür aber auch den gesamten WBD-Konzern schlucken, samt Discovery. Allerdings hat das Angebot Haken und Ösen, auf die der Verwaltungsrat hinweist. Einerseits braucht PSKY nach eigenen Angaben mindestens ein Jahr, vielleicht eineinhalb Jahre, um den Kauf abzuschließen. In der Zwischenzeit müsste WBD seine Tätigkeiten einschränken, was den Konzernwert reduzieren und zusätzliche Kosten verursachen dürfte.

Andererseits handelt es sich bei PSKYs Plan aus Sicht des WBD-Verwaltungsrates gar nicht um eine klassische Übernahme, sondern um ein sogenanntes Leveraged Buyout. Das ist eine fremdfinanzierte Übernahme, die allein aus dem Cashflow des gekauften Unternehmens abgezahlt werden müsste. PSKY sei mit einem Börsenwert von rund 14 Milliarden Dollar einfach viel zu klein.

Weiterlesen nach der Anzeige

PSKY biete also fast das Siebenfache des eigenen Wertes. Damit würde es sich um den größten Leveraged Buyout der Finanzgeschichte handeln. PSKY fehlen etwa 50 Milliarden Dollar.

Woher es diesen Geldberg bekommen würde, sei unklar, zumal PSKY unter negativem freien Cashflow leide und sehr schlechte Kreditwürdigkeit („junk rating”) aufweise. In der langen Zeit bis zum Abschluss der Übernahme könne sehr viel passieren – auf Seiten WBDs, auf Seiten PSKYs und auf Seiten möglicher Financiers.

Zwar bietet auch PSKY 5,8 Milliarden Stornogebühr, doch sei diese in Wahrheit nur 1,1 Milliarden Dollar wert. Sofern WBD das PSKY-Angebot annimmt, muss es nämlich 2,8 Milliarden Dollar Strafe an Netflix zahlen. Hinzu kommen voraussichtlich 350 Millionen Dollar zusätzlicher Zinsen und wahrscheinlich 1,5 Milliarden Dollar Entgang durch unter PSKYs Bedingungen nicht durchführbaren Finanztransaktionen.

Umgekehrt sei Netflix finanziell potent, mit rund einer Milliarde Dollar freiem Cashflow monatlich und theoretisch 400 Milliarden Dollar Börsenwert. Damit sei dessen Angebot wesentlich attraktiver, auch wenn der in Aussicht gestellte Barerlös für WBD-Eigentümer nicht ganz so hoch sei. Die Entscheidung liegt bei den Aktionären.


(ds)



Source link

Weiterlesen

Künstliche Intelligenz

Dyna-Industrieroboter faltet Textilien ohne Pause


close notice

This article is also available in
English.

It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Weiterlesen nach der Anzeige

Langsam und bedächtig legt der Dyna-Roboter am Messestand von Dyna Robotics auf der CES 2026 ein Kleidungsstück nach dem anderen zusammen. Mit spitzen Roboterfingern greift er in den Wäschekorb, muss oft bis zu fünf Mal ansetzen, bevor er einen Zipfel erwischt. Dann aber zieht er ein Stück Stoff vor sich auf den Tisch, faltet es zu einem perfekten Rechteck, dreht es so, dass es parallel zur Tischplatte liegt, und legt es auf den Stapel seiner bereits erledigten Arbeit.

Das könnten menschliche Hände ohne Frage sehr viel schneller. Dafür geht der Dyna-Automat nicht rauchen, macht keine Mittagspause und arbeitet täglich sehr viel länger als acht Stunden.

Der Industrieroboter soll monotone Handarbeit in gewerblichen Umgebungen automatisieren. Nach Angaben des Unternehmens arbeitet der Roboter mehr als 24 Stunden am Stück ohne menschliches Eingreifen. In internen Tests erreichte das System eine Erfolgsquote von über 99 Prozent. Zwei fest installierte Roboterarme übernehmen dabei das Greifen, Ausrichten und Falten der Wäschestücke.

Dyna setzt seine Roboter bereits in Hotels, Wäschereien und anderen Dienstleistungsbetrieben ein. Dort laufen sie bis zu 16 Stunden täglich im Regelbetrieb. Außer Wäsche zusammenlegen kann er auch Servietten falten oder Textilien verpacken.

Das kalifornische Unternehmen Dyna Robotics hat für ihn ein eigens KI-Grundmodell namens DYNA-1entwickelt. Es ist so ausgelegt, dass es aus realen Einsätzen weiterlernt. Der Roboter passt sich neuen Umgebungen an, ohne zuvor speziell dafür trainiert zu werden. Ein integriertes Bewertungssystem erkennt Fehler und korrigiert auf deren Grundlage die Bewegungsabläufe der Arme.

Weiterlesen nach der Anzeige

Im September 2025 schloss Dyna Robotics eine Finanzierungsrunde über 120 Millionen US‑Dollar ab. Mit dem Kapital will das Unternehmen seine Roboter weiterentwickeln und den Einsatz auf weitere Branchen ausweiten. Langfristig will Dyna damit vielseitig einsetzbare Industrieroboter anbieten können.

Hinweis: heise online ist Medienpartner der CES 2026.


(akr)



Source link

Weiterlesen

Künstliche Intelligenz

Künstlicher Lärm als Markenzeichen: Der feuchte Traum der E-Auto-Branche


Elektromobilität gilt als Hoffnungsträger für leisere und lebenswertere Städte, da ihre Motoren bauartbedingt nahezu geräuschlos surren. Doch dieser technische Vorteil steht zur Disposition. Während immer mehr Stromer auf den Straßen rollen, findet in internationalen Normungsgremien eine kontroverse Debatte statt, die erheblichen Rückschritt beim Verkehrslärm mit sich bringen könnte. Im Kern geht es um die Frage, ob die Chance vertan wird, den urbanen Lärmpegel nachhaltig zu senken. Denn es gibt eine wachsende Lobby dafür, E-Fahrzeuge künstlich so laut wie Verbrenner zu machen.

Weiterlesen nach der Anzeige

In einer aktuellen Analyse, die heise online vorliegt, beleuchten Holger Siegel vom Bundesverband gegen Motorradlärm, Marc Millenet und Thierry Talon die Hintergründe der Verhandlungen in Genf. Dort debattiert die Wirtschaftskommission der UN für Europa (UNECE) seit 2024 über Änderungen an den zentralen Fahrzeuggeräusch-Regelungen: Nummer 51 dreht sich um zulässige Lärmemissionen, Nummer 138 um Geräusche für leise Fahrzeuge)

Bisher ist ein gewisses Maß an künstlichem Geräusch bei niedrigen Geschwindigkeiten gesetzlich vorgeschrieben, um die Sicherheit von Fußgängern und Sehbehinderten zu gewährleisten. Dieses Acoustic Vehicle Alerting System (AVAS) erzeugt in der EU Warntöne bis zu einer Geschwindigkeit von 20 km/h. Künftig dürfte das Limit auf 30 km/h angehoben werden. Sobald das Fahrzeug schneller fährt, muss der Ton aus Gründen des Lärmschutzes abgeschaltet werden.

Die Automobilbranche, die in Genf durch den Weltverband OICA vertreten ist, $(LE weit darüber hinausgehende Freiheiten an. Mit sogenannten Exterior Sound Enhancement Systems (ESES) sollen E-Autos zusätzliche Klänge nach außen abgeben können. Diese sollen gerade nicht der Sicherheit dienen, sondern rein emotional motiviert sein. Es geht um sportliches Röhren oder andere dröhnende Soundkulissen, künstlich über Lautsprecher erzeugt.

Das Narrativ der Hersteller folgt einer jahrzehntealten Marketing-Logik, die Sound mit Emotion, Dynamik und Identität gleichsetzt. Konzerne wie Porsche haben für Modelle wie den Taycan bereits spezifische Electric Sport Sounds entwickelt. BMW kooperiert sogar mit Hollywood-Größen wie Hans Zimmer, um markentypische Klangwelten zu erschaffen. Diese sollen den „Spaß am Fahren“ erhöhen.

Die Branche warnt, dass eine Verschärfung der Grenzwerte den wachsenden E-Auto-Markt gefährden könnte. Manche Kunden würden ohne den gewohnten „kraftvollen Sound” kein akkubetriebenes Fahrzeug kaufen, fürchten die OICA-Lobbyisten. E-Autos sollen ihnen zufolge keinen strengeren Lärmgrenzwerten unterworfen werden als herkömmliche Verbrenner. In der Praxis könnten E-Autos durch ESES-Systeme, insbesondere bei Beschleunigung, akustisch wieder das Niveau lärmauffälliger Performance-Verbrenner erreichen. Kritiker sehen darin den verzweifelten Versuch, ein archaisches Autogefühl in eine moderne Ära zu retten, in der echte Modernität eigentlich durch Stille definiert ist.

Weiterlesen nach der Anzeige

Wie tief diese Skepsis gegenüber der lautlosen Technik gerade in der Oberklasse sitzt, zeigt die aktuelle Strategie Porsches. Obwohl die elektronische Technik als überlegen gilt und sich mittelfristig durchsetzen dürfte, setzt der Stuttgarter Sportwagenbauer „marktbedingt“ vorerst wieder verstärkt auf traditionelle Antriebskonzepte.

Eine bisher vollelektrisch geplante SUV-Baureihe wird zunächst ausschließlich als Verbrenner- und Plug-in-Hybridmodell erscheinen. Viele Porsche-Liebhaber bevorzugen offenbar die mechanische Präzision und den klassischen Lärm eines Verbrennungsmotors gegenüber der digitalen Stille. Das unterstreicht das Identitätsproblem der Branche: Der Abschied vom Verbrenner wäre konsequenterweise auch einer vom Lärm. Doch diesen Schritt scheuen Hersteller und Teile der Kundschaft gleichermaßen.

Während die Branche über Emotionen debattiert, warnen Gesundheits- und Umweltvertreter vor den realen Folgen. Verkehrslärm ist nach der Luftverschmutzung die zweitgrößte Umweltgefahr in Europa. Laut der Europäischen Umweltagentur (EEA) sind über 110 Millionen Menschen regelmäßig gesundheitsgefährdenden Pegeln ausgesetzt. Dauerhafte Belastung erhöht nachweislich das Risiko für Bluthochdruck, Herzinfarkte und Schlaganfälle.

Allein in Deutschland müssen circa 22 Millionen Menschen mit Tagespegeln über 55 Dezibel leben. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass Verkehrslärm in Europa jährlich rund 1 bis 1,3 Millionen gesunde Lebensjahre raubt. Vor diesem Hintergrund erscheint der Versuch, E-Autos künstlich lauter zu machen, als gesundheitspolitischer Rückschritt. Frankreich, die Niederlande und die Schweiz haben sich in den UNECE-Gremien bereits deutlich gegen unnötigen Lärm ausgesprochen.

Der Verhandlungsstand vom November deutet auf einen Kompromiss hin. Die Positionen gehen zunächst weit auseinander: So sei die EU-Kommission für ein striktes Verbot nicht sicherheitsrelevanter künstlicher Geräusche. Staaten wie Deutschland oder Japan warnten dagegen vor Verboten. Daher zeichnet sich ein technischer Mittelweg ab: das „Default-Off“-Prinzip. Es besagt: Ein Fahrzeug darf zwar mit ESES ausgestattet sein. Solche Systeme sind aber beim Fahrtantritt grundsätzlich ausgeschaltet. Der Fahrer müsste die Lautsprecher jedes Mal gezielt aktivieren. Etwa die Schweiz hat diesen Ansatz in den Arbeitsgruppen vorangetrieben.

Die endgültige Entscheidung über die neuen Normen wird auf der Plenarsitzung der UNECE im Februar erwartet. Siegel, Millenet und Talon schlagen Alarm, dass die „leise Revolution“ auf der Kippe stehe. Sollte sich die Branche in diesem Kulturkampf durchsetzen und ESES ohne strenge Hürden etablieren, könnte ein Teil des technischen Fortschritts bei der E-Mobilität zunichtegemacht werden.


(ds)



Source link

Weiterlesen

Beliebt