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Top 10: Die beste Starthilfe-Powerbank im Test – Auto überbrücken per Akku


Wenn die Autobatterie schlappmacht, muss man das Auto überbrücken. Schnelle Hilfe bieten Powerbanks mit Starthilfe-Booster. Wir zeigen die besten Modelle aus unseren Tests.

Man steigt morgens ins Fahrzeug, dreht den Zündschlüssel, aber nichts – oder zu wenig – passiert. Dieses Szenario dürften schon viele Autofahrer erlebt haben. Wer jetzt kein weiteres Fahrzeug samt Überbrückungskabel zur Hand hat, scheint aufgeschmissen. Doch es geht auch anders, und vor allem ohne fremde Hilfe: Eine tragbare KFZ-Starthilfe-Powerbank für das Auto, auch Starthilfe-Booster oder Jump Starter genannt, bietet schnelle Hilfe und lässt das Fahrzeug wieder starten.

Speziell die Kälte in den Wintermonaten ist eine Herausforderung für Autobatterien. Bei Temperaturen um -10° C büßen diese bereits ein Drittel der Kapazität ein. Der Motor steht ebenfalls vor größeren Herausforderungen bei Minusgraden. Das Motoröl ist dann besonders zähflüssig, was beim Motorstart mehr Energie benötigt als normalerweise.

Wir zeigen die zehn besten Starthilfe-Powerbanks aus unseren Tests, mit denen der PKW trotz müder Autobatterie wieder anspringt.

Welche Starthilfe-Powerbank ist die beste?

Bei der Bewertung der von uns getesteten Starthilfe-Lösungen haben wir auf das Preis-Leistungs-Verhältnis, Sicherungssysteme und robuste Gehäuse sowie zusätzliche Features geachtet.

Technologiesieger ist die Xlayer Off-Road für 90 Euro. Diese überbrückt nicht nur die Autobatterie, sondern pumpt auch den Reifen bei Bedarf mit einem Kompressor auf – sehr praktisch.

Ein echtes Schnäppchen ist die Vtoman V2500 für 59 Euro bei Geekbuying. Das macht sie zum Preis-Leistungs-Sieger.

Besonders robust und wasserdicht ist die Revolt-Starthilfe von Pearl (ZX-3000-675) für 85 Euro (bei Ebay mit Code PEARL2025XMAS, gültig bis 9. Januar), die auch als Powerbank Power Delivery und Quick Charge bietet.

Hier das komplette Ranking in der Übersicht:

Hinweis: Wer bei chinesischen Anbietern oder in Shops wie AliExpress einkauft, kann in der Regel nicht mit dem EU‑Käuferschutz rechnen, etwa bei Rückgabe oder Garantie. Eine Rücksendung kann zudem mit hohen Versandkosten verbunden sein. Wir raten daher, die Bedingungen der Shops vor dem Kauf sorgfältig zu prüfen.

KURZÜBERSICHT

Die Revolt 3in1-KFZ-Starthilfe & Powerbank überzeugt mit einer hohen Kapazität, leistungsstarker Starthilfe und schnellem Laden. Besonders das Preis-Leistungs-Verhältnis macht sie für Autofahrer zu einer sinnvollen Investition. Nur das Gewicht könnte als Nachteil empfunden werden, spielt beim Einsatz im Fahrzeug jedoch kaum eine Rolle. Der Preis von 102 Euro ist fair.

VORTEILE

  • hohe Kapazität
  • langlebige LiFePO4-Akkus
  • kurze Ladezeit

NACHTEILE

  • hohes Gewicht
  • keine Prozentanzeige

Die Xlayer Powerbank Off-Road 12.000 mAh überzeugt mit hoher Ladegeschwindigkeit, erstklassiger Verarbeitung und umfangreichen Sicherheitsfunktionen. Der Einsatz als PKW-Starthilfe funktionierte im Test verlässlich. Als Sahnehäubchen obendrauf kommt ein integrierter Luftkompressor, um Autoreifen wieder aufzupumpen. Die Qualität und die praktischen Kompressor-Voreinstellungen überzeugen. Der Preis von 90 Euro ist etwas hoch verglichen mit der Konkurrenz.

VORTEILE

  • USB-C-Anschluss
  • präzise Druckvoreinstellungen für verschiedenste Anwendungen
  • umfassende Sicherheitsfunktionen
  • hochwertiger Lieferumfang
  • LED-Taschenlampe mit SOS-Funktion
  • kompakte Bauweise

NACHTEILE

  • hohes Gewicht von 1 kg
  • Ladeleistung von 100 W nicht erreicht
  • Wartungsladung alle drei Monate erforderlich
  • keine Nutzung während des Ladevorgangs möglich
  • Powerbank-Kapazität könnte größer sein

Die Vtoman V2500 hat uns als ordentliche Notfall-Starthilfe für Fahrzeuge überzeugt. Sie bietet ausreichende Sicherheitsfunktionen und einige wenige Zusatzfeatures. Größe und Gewicht machen sie für den täglichen Einsatz als herkömmliche Powerbank weniger geeignet, mit einem Kampfpreis von nur 59 Euro bei Geekbuying ist sie eine sehr preiswerte Backup-Lösung, wenn das Auto nicht anspringen will.

VORTEILE

  • gute Starthilfefunktion auch bei Minusgraden
  • viele Einsatzmöglichkeiten durch USB-Ladefunktion
  • LED-Taschenlampe mit verschiedenen Modi
  • Sicherheitsfunktion mit automatischer Abschaltung

NACHTEILE

  • recht schwer und sperrig für den mobilen Einsatz
  • als normale Powerbank oder Taschenlampe eher ungeeignet
  • relativ langsame Aufladung der Powerbank

Ratgeber

Wie gibt man richtig Starthilfe?

Vor der ersten Nutzung lädt man die Auto-Starthilfe je nach Modell über ein externes Netzteil oder die USB-Anschlüsse auf. Passende Starthilfekabel gehören in der Regel zum Lieferumfang. Die richtige Reihenfolge sollte beachtet werden. Im Idealfall liegt eine Schritt-für-Schritt-Anleitung des Herstellers bei.

Die Klemme mit dem roten Kabel verbindet man mit dem Pluspol am anderen Ende. Die Klemme mit dem schwarzen Kabel klemmt man an einen Massepunkt im Motorraum. Das kann ein beliebiges leitendes Metallteil oder ein spezieller Anschlusspunkt sein.

Vorsicht: Auf keinen Fall dürfen Fahrzeughalter den Plus- und Minus-Pol verwechseln. Wer ein Fahrzeug mit Start-Stopp-Automatik oder Energierückgewinnung (milder Hybrid) besitzt, sollte unbedingt die Herstellerhinweise beachten. Bei diesen Fahrzeugen sind in der Regel spezielle Anschlusspunkte im Motorraum vorgesehen.

Im nächsten Schritt schaltet man das Starthilfegerät ein. Eventuelle Einstellungen sollten Fahrer vorab gemäß der Bedienungsanleitung vornehmen. Klappt der Startvorgang nach drei Versuchen nicht, sollte man ein paar Minuten warten und es dann erneut probieren. Klappt es dann wieder nicht, ist das ein Hinweis auf eine defekte Fahrzeugbatterie. Springt der Motor an, kann der Fahrzeughalter das Gerät ausschalten. Zuerst entfernt man das schwarze Kabel am Massepunkt, dann das rote Kabel vom Pluspol.

Eine Grundvoraussetzung zum Überbrücken ist die nötige Grundspannung von 12 V beim PKW, ausreichend Spitzenstrom und genügend Akkukapazität. Bei einem Motorrad sind ebenfalls 12 V üblich, nur ältere Modelle nutzen noch 6 V. Ein Lkw benötigt in der Regel 24 V.

Die Hersteller geben an, für welchen Hubraum die Geräte geeignet sind. Für Benziner mit einem Hubraum bis maximal 2 Liter reicht ein Spitzenstrom von etwa 200 A. Bei einem Diesel-Motor mit 2 Liter oder Benziner mit 3 Liter Hubraum empfiehlt sich ein Starthilfegerät mit einer Leistung von mindestens 600 A. Diese gibt es ab 50 Euro. Die Preise zeigen aber: Es lohnt sich kaum noch, ein Modell mit weniger Spitzenstrom zu kaufen.

Je höher die Kapazität, desto mehr Startversuche sind möglich. Meistens geben Hersteller diese in Milliamperestunden (mAh) oder Wattstunden (Wh) an. Viele Modelle nutzen einen Lithium-Ionen-Akku. Zum Einsatz kommen seltener auch LiFePO4-Akkus, die thermisch stabiler und weniger anfällig für Überhitzungsind, sowie Lithium-Cobaltdioxid- oder Lithium-Polymer-Akkus. Die meisten Batterie-Booster funktionieren auch als USB-Powerbank für Smartphones oder Tablet-PCs. Als Ausgang für die USB-Kabel sind in der Regel Micro-USB, USB-C oder USB-A vorhanden.

Wie lagert man eine Starthilfe-Powerbank?

Der ADAC empfiehlt, die Starthilfe-Powerbank bei Raumtemperaturen zu lagern. Hersteller geben zwar oft an, dass die Starthilfen bis in zweistellige Minusgrade funktionieren, bei einem Test des ADAC von sieben Boostern haben bis auf ein Gerät alle Modelle bei Minustemperaturen nicht verlässlich funktioniert. Bei unseren Tests hatten wir das Problem nicht, allerdings herrschten Temperaturen im niedrigen Plus-Bereich vor.

Ist das Lagern bei Raumtemperatur nicht möglich, sollte der Booster behutsam aufgewärmt werden. Mehrmalige Startversuche erwärmen die Starthilfe-Powerbank zusätzlich, erschöpfen aber auf Dauer die Kapazität. Da bei der Kurzschlussprüfung des ADAC einige Produkte negativ auffielen, sollte vor dem Kauf auf das Vorhandensein einer Kurzschlusssicherung geachtet werden. Hier ist es ratsam zu prüfen, ob eine DIN-Norm oder ISO-Norm vorliegt.

Wichtig: Starthilfe-Powerbanks nutzen vorwiegend Lithium-Ionen- oder Lithium-Polymer-Akkus. Mit der Zeit büßen diese an Kapazität ein, speziell, wenn man die Starthilfe nicht verwendet. Wir raten deshalb dazu, diese Geräte regelmäßig als Powerbank zu nutzen und zu laden. Liegen diese jahrelang nur im Auto, funktionieren sie höchstwahrscheinlich genau dann nicht, wenn man diese dringend benötigt. Zusätzlich sollte man die Starthilfe-Powerbanks nicht im Kofferraum lagern, denn Kälte macht den Akkus zu schaffen. Empfehlenswert ist es, diese bei Zimmertemperatur zu lagern oder wenigstens im Innenraum des Fahrzeuges mitzuführen.

Empfehlenswert ist ein wasserfestes Gehäuse für Regen oder Schnee. Viele Modelle verfügen zudem über ein SOS-Licht in Form einer LED-Leuchte als Taschenlampe. Es gibt sogar Varianten mit integriertem Akku-Luftkompressor, um den Reifen aufzupumpen.

Eine spannende Alternative sind Jump Starter mit Kondensatortechnik (Ultra Caps), die uns ein Leser empfohlen hat. Wir haben diese bisher nicht ausprobiert. Die Lebensdauer gilt als sehr viel höher als bei batteriebetriebenen Modellen. Wenngleich die Autobatterie und der Jump Starter entladen sind, kann man damit in den meisten Fällen einen PKW starten. Eine leere Autobatterie liefert zwar nicht genug Strom zum Anlassen, hat aber oft noch genügend Energie gespeichert. Die Kondensatoren werden langsam aufgeladen und geben dann beim Startvorgang die gespeicherte Energie in kurzer Zeit mit hoher Leistung ab. Ein Beispiel für eine solche wartungsfreie Starthilfe ist die Kunzer CSC 12 ab 270 Euro.

Powerstation als Starthilfe

Eine weitere Möglichkeit zur mobilen Starthilfe ist eine Powerstation. Der Vorteil dieser Lösung: Man kann den mobilen Stromspeicher auch für viele weitere Einsatzzwecke nutzen, etwa für einen Laptop beim Camping oder für Geräte im Garten. Allerdings sind diese Lösungen in der Regel deutlich teurer als ein nur für den Einsatz als Starthilfe optimiertes Gerät.

Topshak TS-PS1500

Für den Einsatz als Starthilfe gibt es aber einige Besonderheiten zu beachten. Um das Auto wieder zum Leben zu erwecken, ist auch beim Booster ausreichend Spitzenstrom vonnöten. Nicht jede Powerstation ist dazu in der Lage. Eine Powerstation, die auch die Autobatterie wieder zum Leben erweckt, ist die Topshak TS-PS1500 (Testbericht). Aktuell ist die Powerstation mit Starthilfekabel bedauerlicherweise ausverkauft.

KFZ-Versicherung

KFZ-Versicherungen bieten Schutz für Fahrzeuge und decken Schäden am eigenen Auto, Dritte und Personenschäden ab. Sie umfassen meist Haftpflicht, Teilkasko oder Vollkasko. Die Prämienhöhe hängt von Faktoren wie Fahrzeugtyp, Alter, Regionalklasse und Schadenfreiheitsklasse ab.

Ein Vergleich verschiedener Angebote hilft, das beste Preis-Leistungs-Verhältnis zu finden. Der Tarifrechner von Heise unterstützt bei der Suche nach einer passenden KFZ-Versicherung, indem er verschiedene Tarife übersichtlich gegenüberstellt.

Fazit

Ein mobiler Booster kann dem Auto ohne Hilfe anderer Starthilfe geben. Der Testsieger von Pearl überzeugt mit einem robusten und wasserfesten Gehäuse und bietet verlässliche Sicherheits-Features. Das gilt auch für das Modell von Noco. Die Powerbanks von Popdeer sind nicht vor Wasser geschützt, bieten dafür aber eine große Kapazität und viel Leistung sowie ein wirklich gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Spannend sind zudem Starthilfe-Powerbanks mit elektrischem Kompressor als Luftpumpe.

Die Starthilfe sollte unbedingt über einen Schutz gegen Verpolung oder bei einem Kurzschluss verfügen. Bei Fahrzeugen mit Start-Stopp-Automatik und neuen Fabrikaten sollte man sich erkundigen, ob der Booster dafür geeignet ist.

Wichtig ist: Der Kofferraum eignet sich nicht für den Transport im Winter. Denn die Kälte macht den Akkus der Booster zu schaffen. Deshalb sollten die Powerbank-Starthilfen im Idealfall bei Zimmertemperatur gelagert werden. Um dem vorzubeugen, kann man diese als Powerbank nutzen und regelmäßig wieder aufladen. Liegen die Starthilfe-Booster permanent nur im Auto, funktionieren sie nicht mehr.

Weitere nützliche Hilfsmittel für den PKW finden sich hier:

BESTENLISTE

Revolt 3in1-KFZ-Starthilfe & Powerbank im Test: LiFePO4-Akku mit 60.000 mAh

Die KFZ-Starthilfe Revolt 3in1-KFZ-Starthilfe & Powerbank bietet eine satte Kapazität von 60.000 mAh. Das größte Alleinstellungsmerkmal sind aber die langlebigen LiFePO4-Akkus.

VORTEILE

  • hohe Kapazität
  • langlebige LiFePO4-Akkus
  • kurze Ladezeit

NACHTEILE

  • hohes Gewicht
  • keine Prozentanzeige

Die KFZ-Starthilfe Revolt 3in1-KFZ-Starthilfe & Powerbank bietet eine satte Kapazität von 60.000 mAh. Das größte Alleinstellungsmerkmal sind aber die langlebigen LiFePO4-Akkus.

Ob liegengebliebener Motor oder leere Geräteakkus – die Revolt 3in1-KFZ-Starthilfe & Powerbank (ZX-8872-913) mit 60.000 mAh Kapazität kombiniert eine leistungsstarke Starthilfe mit einer Powerbank-Funktion, die sogar große Notebooks schnell wieder auflädt. Das turmartige Gerät überzeugt sowohl als KFZ-Starthilfe als auch als mobile Energiequelle. Besonders hervorzuheben ist die LiFePO4-Akkutechnologie. Mit einem Preis von 102 Euro positioniert sich das Gerät im mittleren Preissegment.

Ausstattung

Der USB-C-Anschluss liefert bis zu 100 W – sowohl zum Laden als auch zum Entladen. Damit lässt sich der Akku mit einem entsprechend leistungsfähigen Netzteil in etwa zwei Stunden vollständig aufladen. Der zusätzliche USB-A-Anschluss bietet bis zu 18 W Ausgangsleistung.

LiFePO4-Akkus (Lithium-Eisenphosphat) gelten als besonders sicher, da ein thermisches Durchgehen bei Beschädigungen nahezu ausgeschlossen ist. Damit sind sie sicherer als herkömmliche Lithium-Ionen-Akkus. Ein weiterer Vorteil ist die hohe Zyklenfestigkeit: Das Gerät kann bis zu 3000-mal aufgeladen werden und soll dabei immer noch 80 Prozent seiner ursprünglichen Kapazität behalten.

Der Nachteil dieser Akku-Chemie liegt in der geringeren Energiedichte. Die Revolt 3in1-KFZ-Starthilfe & Powerbank wiegt etwa 1,3 kg und bietet einen Energiegehalt von 60.000 mAh.

Anwendung

Für die Notstartfunktion des Autos liegt der Revolt 3in1-KFZ-Starthilfe & Powerbank ein Adapter bei, der in die Powerbank eingesteckt wird. Anschließend werden die Krokodilklemmen mit dem Adapter verbunden. 30 Sekunden nach dem erfolgreichen Start des Fahrzeugs sollten die Klemmen entfernt werden.

Die Spitzenleistung von 600 A reicht laut Hersteller für Benzin- und kleinere Dieselmotoren aus. Sicherheitsfunktionen wie Verpolungs- und Überspannungsschutz sorgen dafür, dass auch Laien das Gerät sicher verwenden können.

LiFePO4-Akkus erlauben hohe Entladeströme – der USB-C-Ausgang liefert bis zu 100 W. Auch bei niedrigen Temperaturen bleibt die Leistung stabil, wie unser Test gezeigt hat: Wir legten den voll geladenen Akku über Nacht in den Kühlschrank. Am nächsten Morgen funktionierte sowohl der Autostart als auch das Laden eines Akkus einwandfrei. Das Laden des Akkus erfolgt über USB-C und dauerte mit einem 140-W-Netzteil rund zwei Stunden.

Die integrierte LED-Anzeige am oberen Teil des Gehäuses zeigt den Ladezustand über vier Leuchtsegmente an. Eine exakte Prozentanzeige fehlt. Eine eingebaute LED-Taschenlampe mit SOS-Funktion ergänzt die Ausstattung.

Im Lieferumfang sind neben den Starthilfekabeln auch ein USB-C-Kabel, eine Anleitung sowie eine stabile Schutztasche enthalten. Ein Steckernetzteil fehlt jedoch. Optional ist ein 12-V-Adapter für das Auto erhältlich, um den Akku unterwegs aufzuladen. Aufgrund des USB-C-Standards kann hier jedoch jedes beliebige passende Netzteil genutzt werden.

Preis

Die Revolt 3in1-KFZ-Starthilfe & Powerbank kostet 102 Euro bei Amazon, Ebay oder Pearl. Angesichts der hohen Kapazität und der guten Leistungswerte ist der Preis aus unserer Sicht angemessen.

Fazit

Die Revolt 3in1-KFZ-Starthilfe & Powerbank bietet eine extrem hohe Kapazität, die schon fast an eine kleine Powerstation erinnert. Sie dient damit nicht nur zum Überbrücken des Autos, sondern auch als mobile Energiequelle. Die recht große Powerbank und ihr Gewicht von etwa 1,3 kg machen das Gerät aber nicht unbedingt zum idealen Begleiter für den Alltag, auch wenn wir den Stromspeicher beim Wandern zum Aufladen von iPad, Smartphone oder Kamera verwendet haben.

Wer die Revolt 3in1-KFZ-Starthilfe & Powerbank nur im Auto aufbewahrt, wird das Gewicht kaum als Nachteil empfinden. Die Sicherheitsfunktionen sind gut durchdacht und schützen sowohl das Gerät als auch den Nutzer und das Fahrzeug. Dank der kurzen Ladezeit ist die Powerbank schnell wieder einsatzbereit und dadurch besonders praktisch im Alltag.

Xlayer Powerbank Off-Road 12.000 mAh im Test

Die USB-C-Powerbank kombiniert einen 12.000-mAh-Akkus mit 1200-A-Starthilfe und einer mobilen Luftpumpe für Reifen und Bälle.

VORTEILE

  • USB-C-Anschluss
  • präzise Druckvoreinstellungen für verschiedenste Anwendungen
  • umfassende Sicherheitsfunktionen
  • hochwertiger Lieferumfang
  • LED-Taschenlampe mit SOS-Funktion
  • kompakte Bauweise

NACHTEILE

  • hohes Gewicht von 1 kg
  • Ladeleistung von 100 W nicht erreicht
  • Wartungsladung alle drei Monate erforderlich
  • keine Nutzung während des Ladevorgangs möglich
  • Powerbank-Kapazität könnte größer sein

Die USB-C-Powerbank kombiniert einen 12.000-mAh-Akkus mit 1200-A-Starthilfe und einer mobilen Luftpumpe für Reifen und Bälle.

Wer kennt das nicht? In der kalten Jahreszeit springt der Motor nicht mehr an, da die Autobatterie zu schwach ist. Zudem nervt der Reifendrucksensor, an der Tankstelle ist aber der Luftkompressor mal wieder belegt oder defekt. Ein All-in-One-Gerät soll hier helfen: Die Xlayer Powerbank Off-Road 12.000 mAh vereint vier Funktionen in einem Gerät: Pumpen, Starthilfe, Licht und das Aufladen von USB-Geräten.

Von außen macht die Xlayer Powerbank Off-Road 12.000 mAh schon allein wegen ihres bulligen Gehäuses einen soliden Eindruck. Was steckt unter der Haube und hält das Gerät ab 90 Euro auch, was es verspricht?

Ausstattung

Im Herzen des 1 kg schweren Geräts arbeitet ein Lithium-Polymer-Akku mit einer Kapazität von 44,4 Wh, was 12.000 mAh bei 3,7 Volt entspricht. Die Maße liegen bei 180 × 128 × 52 mm – ungewöhnlich dick für eine Powerbank, die sonst eher wie lang gezogene, flache Quader daher kommen. Die Xlayer Powerbank Off-Road 12.000 mAh erinnert von ihren Maßen eher an einen sehr dicken Taschenbuchroman.

Der unter einer Gummiklappe sicher vor Nässe verborgene USB-C-Port unterstützt laut Hersteller Power Delivery mit 100 W, sowohl beim Laden als auch Entladen.

XLayer Powerbank Off-Road 12.000 mAh

Der Lieferumfang beinhaltet:

  • Starthilfekabel mit Sicherheitselektronik
  • USB-C-Kabel (1 m)
  • 12-V-DC-Kabel (3 m) für den Zigarettenanzünder
  • Druckschlauch (45 cm)
  • drei Adapter für verschiedene Ventiltypen

Die Spannungsversorgung ist äußerst flexibel:

  • 5 V bei 3 A (15 W)
  • 9 V bei 3 A (27 W)
  • 12 V bei 3 A (36 W)
  • 15 V bei 3 A (45 W)
  • 20 V bei 5 A (100 W)

Der zusätzliche USB-A-Anschluss bietet Quick Charge mit:

  • 5 V bei 3A (15 W)
  • 9 V bei 2 A (18 W)
  • 12 V bei 1,5 A (18 W)

Die Leistung verringert sich, wenn die Ports beide gleichzeitig genutzt werden.

Die eingebaute Motorluftpumpe arbeitet in einem Druckbereich von 0,3 bis 10,35 bar. Unten an der Powerbank befindet sich ein kleiner Lüfter. Zur Ausstattung gehören außerdem eine kleine eingebaute LED-Taschenlampe mit SOS-Funktion und ein Display zur Druckanzeige sowie Knöpfe für die Luftpumpenfunktion.

Anwendung

In der Praxis ist das Gerät vielseitig. Die Starthilfe-Funktion ist für Benziner bis 6 l und Diesel bis 3,5 l Hubraum ausgelegt. Wir haben es mit einem 1,8-l-Benziner und schwacher Autobatterie ausprobiert, was problemlos funktionierte, obwohl die Powerbank von Xlayer sehr kalt war, weil sie vorher im Kofferraum lag. Das eingebaute Sicherheitssystem hilft dem Nutzer, zumindest rudimentär durch den Starthilfevorgang zu kommen, der auch in der beiliegenden deutschsprachigen Anleitung beschrieben wird:

Nach dem Anschluss des Starthilfekabels zeigt eine rot-grün blinkende LED zunächst die Bereitschaft der Powerbank. Die Verbindung mit der Autobatterie erfolgt über farbcodierte Klemmen – die rote Klemme wird am Pluspol, die schwarze am Minuspol der Autobatterie befestigt. Ein eingebautes Diagnosesystem überprüft laut Hersteller dabei automatisch die korrekte Verbindung: Eine durchgehend grüne LED signalisiert, dass das Fahrzeug nun gestartet werden kann.

Ist der Anschluss nicht korrekt, warnt das Gerät durch eine rot blinkende LED und einen Signalton. Dann sollte der Nutzer prüfen, ob die Polarität vertauscht wurde oder die Klemmen nicht fest sitzen. Der eigentliche Startvorgang muss innerhalb von 25 Sekunden erfolgen. Eine zusätzliche Schutzfunktion verhindert einen erneuten Startversuch innerhalb von 5 Sekunden, falls der erste Versuch fehlschlägt.

Das Aufpumpen mit dem eingebauten Kompressor ist zwar sehr laut, funktioniert dank des flexiblen Schlauchs aber problemlos, zumindest, wenn die Reifen-Ventile nahe am Boden sind. Sind die Ventile aufgrund der Reifenstellung vorrangig beim Auto ausgerechnet weit oben, muss die Powerbank bei großen Reifen wegen des kurzen Schlauchs womöglich hochgehalten werden – ein etwas längerer Schlauch wäre hier sinnvoller. Auch Fahrräder und sogar Bälle kann man aufpumpen. Schön sind die Voreinstellungen für Autoreifen, Bälle und Fahrradreifen, damit nichts schiefgeht.

Die Powerbank-Funktion unterstützt einige Schnelllade-Protokolle und lädt etwa Smartphones, Tablets und Notebooks. Das Laden funktioniert mit dem Gerät problemlos, wenngleich es uns mit dem beigelegten USB-C-Kabel nicht gelang, den Akku mit 100 W zu laden, sondern nur mit etwa 55 W.

Die integrierte LED-Beleuchtung bietet aufgrund ihrer geringen Leuchtkraft und mangelnden Fokussierung keine optimalen Voraussetzungen für Arbeiten im Motorraum. Da die Powerbank recht groß ist, lässt sie sich je nach Fahrzeugtyp im Motorraum auch nicht besonders leicht abstellen.

Preis

Mit 90 Euro bei Otto und weiteren Händlern bewegt sich die Xlayer Powerbank Off-Road 12.000 mAh im oberen Preissegment für Pannen-Akkus.

Fazit

Die Xlayer Powerbank Off-Road 12.000 mAh überzeugt im mobilen Einsatz. Die Kombination aus Akku, Starthilfe und Kompressor rechtfertigt den Preis von 130 Euro unserer Meinung nach trotzdem nicht ganz, weil es schon deutlich günstigere Alternativen gibt. Aber die umfangreichen Sicherheitsfunktionen, die hohe Ladegeschwindigkeit und die qualitativ hochwertige Verarbeitung gibt es bei der Billig-Konkurrenz allerdings nicht. Besonders positiv fallen die eingebauten Voreinstellungen des Kompressors für diverse Anwendungszwecke auf.

Die Wermutstropfen sind die nicht erreichte Ladeleistung von 100 W, das relativ hohe Gewicht und die Notwendigkeit einer Wartungsladung alle drei Monate.

Starthilfe-Powerbank Vtoman V2500 im Test

Der Vtoman V2500 ist eine große Powerbank, die nicht nur mobile Geräte wieder auflädt, sondern im Notfall auch als Starthilfe für Autos und Motorräder verwendet werden kann.

VORTEILE

  • gute Starthilfefunktion auch bei Minusgraden
  • viele Einsatzmöglichkeiten durch USB-Ladefunktion
  • LED-Taschenlampe mit verschiedenen Modi
  • Sicherheitsfunktion mit automatischer Abschaltung

NACHTEILE

  • recht schwer und sperrig für den mobilen Einsatz
  • als normale Powerbank oder Taschenlampe eher ungeeignet
  • relativ langsame Aufladung der Powerbank

Der Vtoman V2500 ist eine große Powerbank, die nicht nur mobile Geräte wieder auflädt, sondern im Notfall auch als Starthilfe für Autos und Motorräder verwendet werden kann.

Ältere Autos haben besonders im Winter Probleme mit schwächelnden Starterbatterien. Aber auch Halter neuerer Fahrzeuge können versehentlich die Autobatterie leer machen, wenn sie etwa das Licht über Nacht anlassen. Wer Starthilfe ohne ein zweites Auto bekommen will, greift zur Powerbank. Eine besonders günstige, aber leistungsstarke Variante ist die Vtoman V2500 für nur 59 Euro bei Geekbuying. Wir haben die Starthilfe getestet und zeigen, ob sich ein Kauf lohnt.

Ausstattung

Mit einer Kapazität von 20.000 mAh und einer Spitzenleistung von 2500 A ist die Powerbank Vtoman V2500 kein kleines Gerät für die Tasche – sondern für den Verbleib im Auto oder in der Werkzeugkiste gedacht. Bei einem Gewicht von 630 g und Abmessungen von 132,5 × 90,5 × 29,5 mm ist sie ziemlich sperrig. Eine Transporthülle liegt bei, damit die Vtoman V2500 mitsamt Zubehör ordentlich verstaut werden kann. Die Powerbank bietet genügend Reserven für mehrere Starthilfevorgänge, das Laden von Kleingeräten oder eine Notbeleuchtung.

Der Micro-USB-Eingang bietet Ladeleistungen von bis zu 18 W. Die USB-A-Ausgänge liefern zusammen sogar bis zu 25 W, was schnelles Laden mobiler Endgeräte ermöglicht – zumindest aus der Sicht von Käufern eines Samsung- oder Google-Smartphones sowie iPhones.

Eine integrierte LED-Taschenlampe mit verschiedenen Modi wie Dauerlicht, SOS und Stroboskop erhöht die Sicherheit, wenn etwa ein Auto oder Motorrad bei Nacht gestartet werden muss. Als normale Taschenlampe ist die Powerbank aufgrund ihres Gewichts und ihrer Größe allerdings wenig geeignet, hier bevorzugen wir die klassischen Formate.

Vtoman V2500

Anwendung

Die Verbindung zur Autobatterie erfolgt über zwei Krokodilklemmen, die dem Paket beiliegen. Die Klemmen werden etwas umständlich mit einer sperrigen Anschlussbox an den Akku angesteckt. Andere Hersteller erlauben den direkten Anschluss des Kabels in das Gehäuse der Powerbank.

Die Powerbank ist mit einer Abschaltfunktion ausgerüstet, die nach 30 Sekunden Inaktivität oder nach vier Stunden ununterbrochenem Betrieb aktiviert wird. LEDs informieren über den Ladezustand des Akkus. Dazu kommen noch diverse Status-LEDs an der Anschlussbox für die Krokodilklemmen.

Hervorzuheben ist der Override-Modus, der es ermöglicht, vollständig entladene Fahrzeugbatterien wieder zu reaktivieren. Dabei werden allerdings alle Sicherheitsfunktionen deaktiviert, weshalb peinlich genau auf die richtige Polung geachtet werden muss.

Der Lithium-Ionen-Akku funktioniert laut Hersteller in einem Temperaturbereich von -20° C bis 55 °C. Wir haben ihn zum Test über Nacht im Gefrierfach gelagert, und am nächsten Morgen konnte ein Auto mit nahezu leerer Batterie problemlos gestartet werden.

Preis

Bei Geekbuying kostet die Starthilfe-Powerbank Vtoman V2500 derzeit 59 Euroein richtig guter Preis!

Fazit

Die Vtoman V2500 hat uns als ordentliche Notfall-Starthilfe für Fahrzeuge überzeugt. Sie bietet ausreichende Sicherheitsfunktionen und einige wenige Zusatzfeatures. Größe und Gewicht schränken sie für täglichen Einsatz als herkömmliche Powerbank jedoch ein. Etwas umständlich ist die Befestigung der mitgelieferten Starthilfekabel an dem Gerät.

Revolt Powerbank & Kfz-Starthilfe im Test

Mit der mobilen Starthilfe von Revolt erweckt man nicht nur Autobatterien zum Leben, sondern lädt das Notebook oder Smartphone – sogar mit Power Delivery oder Quick Charge.

VORTEILE

  • Power Delivery und Quick Charge
  • Pass-Through zum parallelen Laden
  • zertifiziert nach IP68 (staub- und wasserdicht)
  • stabiler Koffer mit dabei

NACHTEILE

  • kann keine 18-V-Batterien überbrücken
  • nicht für Lkw geeignet

Mit der mobilen Starthilfe von Revolt erweckt man nicht nur Autobatterien zum Leben, sondern lädt das Notebook oder Smartphone – sogar mit Power Delivery oder Quick Charge.

Die tragbare Kfz-Starthilfe Revolt von Pearl (ZX-3000-675) kann nicht nur einen Pkw starten, wenn Ihre Batterie leer ist, sondern auch Smartphones und andere Geräte aufladen. Durch die kompakte Bauform ist die Starthilfe daher als Powerbank nutzbar. Die Starthilfe-Powerbank kommt dabei noch mit Power Delivery (PD) und einer Quick Charge-Funktion in der Version 3.0. PD ermöglicht es, Endgeräte schnell zu laden, ohne diese zu beschädigen.

Die intelligente Ladetechnologie versorgt die Geräte genau mit der Leistung, die sie benötigen. Parallel dazu unterstützt die Starthilfe und Powerbank auch Quick Charge. Damit lassen sich Geräte ebenfalls schnell laden, die PD nicht unterstützen. Diese beiden Technologien bieten nicht alle Kfz-Starthilfen und Powerbanks, sodass dies ein wichtiger Pluspunkt für den Revolt Jump Starter ist. Die Powerbank unterstützt außerdem noch die Pass-Through-Technologie. Dabei kann Sie mehrere Geräte parallel laden und gleichzeitig selbst geladen werden. Auch eine Taschenlampe ist in der Starthilfe integriert. Wir haben die Starthilfe-Lösung für 85 Euro (bei Ebay mit Code PEARL2025XMAS, gültig bis 9. Januar) getestet.

Design & Lieferumfang

Das Design der Kfz-Starthilfe von Revolt wirkt sehr hochwertig. Die Größe des Gerätes entspricht der einer größeren Powerbank. Mit geriffelten Kunststoff-Leisten lässt sich die Starthilfe einfach tragen, ohne so schnell aus der Hand zu rutschen, zum Beispiel bei Feuchtigkeit. Trotz der stabilen Bauform ist die Starthilfe recht leicht und kompakt, sodass sie leicht transportiert werden kann.

Das Gewicht von 550 g sowie die Größe von 168 × 92 × 38,5 mm sind überschaubar. In der Tasche lassen sich darüber hinaus alle notwendigen Kabel unterbringen. Die Anschlüsse sind durch eine Gummilasche geschützt, die sich leicht entfernen lässt. Den Ladezustand zeigt die Revolt-Starthilfe durch vier LEDs am oberen Rand an, die beim Laden blinken. Der mitgelieferte Transportkoffer wirkt genauso hochwertig und schützt das Gerät vor Beschädigung.

Kfz-Starthilfe Revolt ZX-3000-675

Ausstattung

Mit der Kfz-Starthilfe von Revolt lassen sich Autos oder Motorräder starten, deren Batterie komplett leer ist. Die Powerbank mit integrierter Starthilfe hat eine Kapazität von 43 Wh und 12 Ah. Das Laden von Geräten erfolgt mit den Technologien Power Delivery, Quick Charge oder Pass-Through. Das Gerät ist nach IP68 zertifiziert. Damit ist das Gerät staub- und wasserdicht, was ideal für den mobilen Einsatz ist. Die Ladezeit bei 5 V und 3 A Input liegt zwischen 3 und 5 Stunden.

Enthalten sind zwei USB-Anschlüsse mit automatischer Anpassung des Ladestroms. Diese liefern 5 V, maximal 3 A und 15 W oder auch 9 V, maximal 2 A und 18 W oder 12 V, maximal 1,5 A und 18 W. Durch das enthaltene Quick Charge 3.0 lassen sich Mobilgeräte flott laden. Die Powerbank lädt Geräte, die kein Quick Charge unterstützen, auf herkömmlichem Wege.

Neben den beiden USB-Anschlüssen ist auch ein USB-C-Anschluss dabei. Dieser unterstützt Power Delivery, sodass moderne Smartphones und sogar Notebooks oder Macbooks mit Strom versorgt werden können. Über USB-C stehen 5 V, bis 3 A und 15 W, 9 V, bis 3 A und 27 W oder 12 V, bis 2,5 A und 30 W bereit. Der enthaltene Micro-USB-Anschluss ist Quick Charge-kompatibel und liefert 5 V mit 2,1 A.

Ebenfalls dabei ist ein LED-Licht, das beim Überbrücken der Batterie die notwendige Helligkeit liefert oder als Taschenlampe genutzt werden kann. Die Notfall-Lampe bietet Dauerlicht, Stroboskop-Licht und SOS-Funktion. Neben der Powerbank liefert Pearl noch das passende Überbrückungskabel für Autos und Motorräder mit sowie ein Anschlusskabel von USB-A auf USB-C (Typ C) sowie ein Kabel für USB-C auf USB-C. Ebenfalls dabei ist der hochwertige Transportkoffer mit Reißverschluss.

Revolt ZX-3000-675

Anwendung

Mit der Starthilfe können Sie ein Auto oder Motorrad auch dann starten, wenn die Batterie komplett leer ist. Dabei gibt es 500 A Dauerleistung ab und kann bis zu 1200 A in der Spitze liefern. Starten lassen sich damit nahezu alle Autos mit Verbrennermotor.

Preis

Der Preis der Revolt Powerbank & Kfz-Starthilfe (ZX-3000-675) von Pearl über Ebay liegt inklusive eines Transportkoffers und moderner Ladetechnologien bei 85 Euro (bei Ebay mit Code PEARL2025XMAS, gültig bis 9. Januar).

Fazit

Die Revolt-Starthilfe von Pearl bietet alles, was von einer Kfz-Starthilfe und einer Powerbank erwartet wird. Die Qualität wirkt hochwertig, es gibt genügend Anschlüsse und Funktionen. Zudem ist das Gehäuse nach IP68 wasserdicht. Standards wie Power Delivery (PD), Quick Charge und Pass-Through erlauben es, externe Geräte flott zu laden. Der Preis geht angesichts der Leistung mehr als in Ordnung.

Noco Boost X GBX45 im Test

Die Noco Boost X GBX 45 überzeugt als robuste Starthilfe-Powerbank mit 1250 A Startstrom selbst für große Benzin- und Diesel-Motoren. Mehr im Test.

VORTEILE

  • robuste Verarbeitung mit Spritzwasserschutz
  • für große Motoren geeignet
  • Quick Charge
  • LED-Licht

NACHTEILE

  • großer Kraftaufwand bei Montage der Klemmen
  • nicht komplette Kapazität im Einsatz als Powerbank nutzbar

Die Noco Boost X GBX 45 überzeugt als robuste Starthilfe-Powerbank mit 1250 A Startstrom selbst für große Benzin- und Diesel-Motoren. Mehr im Test.

Die Noco Boost X GBX45 bietet mit einem robusten Gehäuse, hoher Leistung und einer integrierten LED-Taschenlampe einen zuverlässigen Helfer für unterwegs. Der Starthilfe-Booster mit 1250 A Spitzenstrom eignet sich für größere Benzin- und Diesel-Motoren und punktet mit effektiver Sicherheitstechnik, darunter Verpolungsschutz und eine detaillierte Bedienungsanleitung.

Design & Lieferumfang

Die GBX45 ist kompakt und robust gestaltet. Mit Abmessungen von 173,4 × 83,2 × 52,9 mm und einem Gewicht von 590 g lässt er sich bequem verstauen und transportieren. Viele andere Starthilfe-Powerbanks sind größer und schwerer. Das Gehäuse ist gummiert und nach IP65-Standard wasserfest und staubgeschützt. Zum Lieferumfang gehören neben dem Booster selbst ein USB-C-Kabel und robuste Polzangen. Eine ausführliche Bedienungsanleitung erleichtert den Einstieg.

Ausstattung

Der Lithium-Ionen-Akku des Noco Boost eignet sich zum Starten von Fahrzeugen mit Benzinmotoren bis 6,5 Liter Hubraum oder Dieselmotoren bis 4,0 Liter Hubraum. Voraussetzung ist eine Blei-Säure-Batterie mit 12 Volt.

Die GBX45 liefert bis zu 1250 A an Startstrom und ist mit zwei USB-Anschlüssen ausgestattet: einem USB-C-Port zum Laden des Geräts und einem USB-A-Port, um Smartphones oder andere Geräte per Quick Charge mit 18 Watt aufzuladen. Die integrierte LED-Lampe mit verschiedenen Modi inklusive SOS-Funktion ist ein praktisches Extra, das besonders in Notsituationen hilfreich ist. Aufgeladen ist die Noco Boost X GBX45 in rund 90 Minuten.

Anwendung

Die Bedienung der Noco Boost X GBX45 ist denkbar einfach: Die robusten Starthilfeklemmen werden an die Batterie angeschlossen – Rot an den Pluspol, Schwarz an den Minuspol – oder Massepunkt. Der Verpolungsschutz stellt sicher, dass selbst bei falschem Anschluss keine Schäden entstehen. Nach dem Verbinden genügt ein Knopfdruck, und der Motor startet zuverlässig. Eine LED zeigt den Betriebsstatus an.

Preis

Die Noco Boost X GBX45 ist ab 131 Euro erhältlich.

Fazit

Der Noco Boost GBX45 überzeugt als vielseitiger und zuverlässiger Starthilfe-Booster. Besonders positiv fallen die robuste Verarbeitung, die hohe Leistung und die benutzerfreundliche Handhabung auf. Für gelegentliche Anwendungen oder als Notfallhelfer im Auto ist er eine ausgezeichnete Wahl – und eine lohnenswerte Anschaffung für alle, die regelmäßig mit größeren Motoren unterwegs sind.

Starthilfe-Powerbank Buture Beta 01 im Test

Das Auto startet wegen einer leeren Batterie nicht oder im Reifen ist nicht genug Luft? Die Powerbank Buture Beta 01 hilft in beiden Fällen, lädt zudem noch mobile Geräte wieder auf und ist nicht einmal teuer.

VORTEILE

  • zuverlässige Unterstützung beim Starten
  • Praktische LED-Beleuchtung
  • Äußerst vielseitig nutzbar (Pumpe, Starthilfe, Powerbank, Notfallbeleuchtung)
  • Auch bei extremen Temperaturen verwendbar

NACHTEILE

  • Oberfläche anfällig für Kratzer
  • sehr groß und schwer für eine normale Powerbank
  • mäßiger Wirkungsgrad

Das Auto startet wegen einer leeren Batterie nicht oder im Reifen ist nicht genug Luft? Die Powerbank Buture Beta 01 hilft in beiden Fällen, lädt zudem noch mobile Geräte wieder auf und ist nicht einmal teuer.

Die Beta 01 ist eine Powerbank ab 72 Euro mit Zusatzfunktionen wie einer KFZ-Starthilfe und einem Luftkompressor, die über die reine Stromspeicherung und Weitergabe hinausgehen. Mit seinen Spezialfunktionen adressiert das Gerät typische Notsituationen im Autofahrer- und Motorradfahrer-Alltag.

Design

Die Buture Beta 01 ist recht groß und wird mit einer kleinen Transporttasche geliefert, in der der Schlauchanschluss für den Luftkompressor, die Starthilfekabel und der Akku selbst ordentlich verstaut sind. Die Abmessungen betragen 24,3 × 8,81 × 8,81 cm bei einem Gewicht von 880 g.

Leider bekommt das sonst schicke Gehäuse schnell Kratzer, wenn es auf den Boden oder in den Motorraum gelegt wird – unschön. Die deutschsprachige Anleitung ist ausführlich genug, allerdings sehr kleingeschrieben.

Ausstattung

Die Buture Beta 01 verfügt über einen Akku mit einer Kapazität von 20.000 mAh. Eine besondere Funktion der Powerbank ist die Starthilfefunktion für Autos und Motorräder. Die Beta 01 erreicht einen Spitzenstrom von bis zu 2500 A. Das soll laut Hersteller für Benzinmotoren mit 8,5 l oder Dieselaggregate mit 8 l Hubraum ausreichen. Mit der Powerbank können zudem mehrere Geräte parallel wieder aufgeladen werden. Über einen USB-C-Eingang wird das Gerät aufgeladen. Die beiden USB-A-Ausgänge liefern jeweils 5 V bei 2,4 A

Der integrierte Luftkompressor des Akkus kann Autoreifen, Motorradreifen und Fahrradreifen aufpumpen und erreicht einen maximalen Druck von 150 PSI, was etwa 10,3 bar entspricht. Der Standarddruck von 2,5 Bar eignet sich optimal für die meisten PKW-Reifen, zumindest bis zur nächsten Tankstelle oder Werkstatt.

Die Druckanzeige lässt sich flexibel zwischen Bar, Kilopascal und PSI umschalten, wodurch eine präzise Kontrolle in allen gängigen Einheiten möglich ist. Neben dem runden Display gibt es Tasten für die Erhöhung oder Senkung des Luftdrucks. Ein flexibler, aber recht kurzer Schlauch mit Ventiladapter liegt bei und wird bei Bedarf auf den Akku geschraubt. Auch ein Nadel-Adapter für Bälle liegt bei. Für manche Fahrradventile fehlt aber noch ein entsprechender Adapter.

Buture Beta 01

Anwendung

Im Alltag erweist sich die Buture Beta01 als vielseitiger Begleiter. Die Powerbank kann je nach Akkukapazität des angeschlossenen Geräts mehrmals mobile Hardware aufladen, während der Luftkompressor vielseitig einsetzbar ist und sowohl Autoreifen als auch Fahrräder, Sportbälle oder Luftmatratzen aufpumpen kann. Das dauert jedoch einige Zeit, denn die Fördermenge der Pumpe ist recht gering. Bei einem Autoreifen ließen wir erst Druck von rund 1 bar ab, um ihn dann wieder aufzupumpen, was etwa 4 Minuten dauerte.

Die Beta 01 verfügt über die üblichen Krokodil-Anschlussklemmen mit Verpolungsschutz zum Anschluss an die Autobatterie. Die rote LED-Anzeige und grüne Statusleuchte zeigen dabei den richtigen Anschluss an die Fahrzeugbatterie an. Nach erfolgreicher Starthilfe sollte das Gerät laut Hersteller innerhalb von 30 Sekunden von der Autobatterie getrennt werden. Zur Gewährleistung einer optimalen Lebensdauer empfiehlt der Hersteller, den Akku alle drei Monate vollständig aufzuladen, auch wenn das Gerät nicht in Gebrauch war.

Den Betriebstemperaturbereich von -20 °C bis 60 °C haben wir getestet, indem wir den Akku einmal im Eisfach gelagert haben – und einmal in die Sonne gelegt haben. In beiden Fällen war der Akku in der Lage, Strom anzugeben. Bei intensiver Nutzung des Luftkompressors empfiehlt der Hersteller alle 10 Minuten eine Abkühlpause, um die Lebensdauer des Geräts nicht zu gefährden, denn es wird dabei recht warm.

Die integrierte LED-Notleuchte bietet drei Betriebsmodi. Durch langes Drücken der LED-Taste aktiviert man die weiße Taschenlampe im Dauerbetrieb. Kurzes Drücken wechselt zwischen normalem Leuchtmodus, Stroboskop-Funktion und SOS-Signal. Das ist praktisch bei nächtlichen Pannen.

Die Starthilfe-Powerbank von Buture zeigt Schwächen beim Wirkungsgrad, was sich anhand der vom Hersteller angegebenen Kapazität zeigt. Allerdings muss man fairerweise sagen, dass es normal ist, dass durch Wärmeverluste nie die ganze Kapazität zur Verfügung steht. Zudem sind Angaben in mAh nicht sinnvoll, da sie nicht wirklich viel über die Speichermenge der Powerbank aussagen. Besser wären hier Angaben in Wh.

Im Inneren des Lithium-Ionen-Akkus herrscht eine Spannung von 3,7 V, per USB ausgegeben wird aber in 5 V. Durch die Spannungswandlung geht schon rund 15 Prozent an Energie verloren. Somit würde die Beta 01 höchstens 14.800 mAh bieten bei 5 V. Dazu kommen dann noch Wärmeverluste. Messen konnten wir allerdings nur rund 10.000 mAh, was einer Effizienz von etwa 50 Prozent entspricht. Das ist kein guter Wert, aber auch nicht ungewöhnlich für eine Powerbank.

Buture Beta 01

Preis

Die Buture Beta 01 Starthilfe-Powerbank mit Luftkompressor kostet bei Aliexpress derzeit rund 72 Euro.

Fazit

Die Buture Beta 01 bietet praktische Hilfe für Notfälle, indem sie Powerbank, Starthilfe und Luftkompressor in einem Gerät vereint. Die Starthilfe-Powerbank erweckt eine leere Autobatterie wieder zum Leben. Der Luftkompressor pumpt Autoreifen, Fahrradschläuche oder Bälle auf. Allerdings arbeitet die Luftpumpe etwas langsam, was Geduld vom Nutzer erfordert. Auch das Gehäuse ist anfällig für Kratzer, was die Optik beeinträchtigt, aber die kompakte Transporttasche hilft, das Zubehör ordentlich zu verstauen. Insgesamt ist die Beta 01 ideal für Autofahrer und Reisende, die ein praktisches Notfalltool zu einem fairen Preis suchen.

Einhell CE-JS 8 Jump-Start Power Bank im Test

Die Einhell CE-JS 8 Power Bank Jump-Start lädt nicht nur Smartphones, sondern dient auch als Starthilfe für Benzinfahrzeuge mit bis zu 3 Litern Hubraum.

VORTEILE

  • robustes Design
  • niedriges Gewicht
  • LED-Licht als Taschenlampe

NACHTEILE

  • niedrige Kapazität
  • Micro-USB-Ladeanschluss
  • nicht für Diesel-Fahrzeuge geeignet

Die Einhell CE-JS 8 Power Bank Jump-Start lädt nicht nur Smartphones, sondern dient auch als Starthilfe für Benzinfahrzeuge mit bis zu 3 Litern Hubraum.

Die kompakte Powerbank kombiniert die klassische Funktion einer mobilen Ladequelle mit der eines Starthilfegeräts. Ihr robustes Gehäuse folgt dem markentypischen rot-schwarzen Design und erinnert optisch eher an ein Werkzeug als an eine herkömmliche Powerbank – viele Konkurrenzprodukte treten dezenter auf.

Ausstattung

Der integrierte Lithium-Polymer-Akku bietet mit 11,1 V und 7500 mAh eine vergleichsweise geringe Kapazität. Die Powerbank verfügt über zwei USB-A-Ausgänge: einen Anschluss mit 5V/2A sowie 9V/2A. Zum Laden gibt es einen Micro-USB-Port. Zusätzlich ist ein Anschluss für die Starthilfefunktion integriert, der bis zu 400 A Spitzenstrom liefert.

Einhell CE-JS 8 Jump-Start Power Bank

Der Akku soll in einem Temperaturbereich von –15 °C bis +40 °C funktionieren. Die Kältetauglichkeit haben wir im Kühlschrank getestet – und siehe da, es funktioniert. Ein integriertes LED-Licht mit drei Modi (Dauerlicht, Stroboskop, SOS) erweist sich als praktisch – sowohl bei Arbeiten im Motorraum als auch in allgemeinen Pannensituationen.

Zum Lieferumfang gehört eine auffällige, rote Aufbewahrungstasche. Das Gerät wiegt 350 g. Der Ladezustand wird nicht prozentual angezeigt, sondern lediglich über eine LED-Kontrollleuchte signalisiert.

Anwendung

Die Powerbank eignet sich zum Laden von Smartphones, Tablets und anderen USB-Geräten. Ein USB-C-Anschluss fehlt leider, allerdings liegt ein passendes Adapterkabel bei.

Einhell CE-JS 8 Jump-Start Power Bank mit Klemmen für Autobatterie

Die primäre Funktion ist die Starthilfe für das Auto. Laut Bedienungsanleitung kann das Gerät 12-V-Starterbatterien in Benzinern mit bis zu 3 Litern Hubraum starten. Für Fahrzeuge mit Dieselaggregat ist die Einhell CE-JS 8 nicht geeignet. Wer einen Selbstzünder fährt, müsste alternativ zur Einhell CE-JS 18 Jump-Start Power Bank greifen.

Die Bedienung ist dank LED-Statusanzeigen und Sicherheitsfunktionen wie Verpolungsschutz benutzerfreundlich. Für den Notstart werden die Adapterbox und die Krokodilklemmen einfach an die Powerbank angeschlossen und mit der Autobatterie verbunden. Das klappte im Test zuverlässig.

Der Akku ist in etwa 1,5 Stunden wieder aufgeladen. Ein Netzteil liegt bedauerlicherweise nicht bei. Eine Lademöglichkeit im Auto ist ebenfalls nicht vorgesehen – es sei denn, man nutzt einen USB-A-Adapter für den Zigarettenanzünder.

Preis

Der Preis liegt offiziell bei 100 Euro, es gibt aber schon bessere Angebote ab 88 Euro.

Fazit

Die Einhell Jump-Start Power Bank bietet drei Funktionen: Powerbank für USB-Geräte, Starthilfe und Taschenlampe. Das alles funktioniert einwandfrei. Einzige Kritikpunkte sind die geringe Akkukapazität als Powerbank und der fehlende USB-C-Anschluss.

Revolt Jump-Starter mit 400 A im Test

Gerade einmal 60 Euro kostet die Starthilfe von Revolt. Was der Jump Starter mit 400 A alles bietet und warum er auch als vollwertige Powerbank mit 8000 mAh dient, zeigt der Test von TechStage.

VORTEILE

  • kann als Powerbank für Notebooks genutzt werden
  • geringes Gewicht und leicht transportabel
  • viele Adapter dabei
  • Ladekabel für Zigarettenanzünder dabei

NACHTEILE

  • Laden der Powerbank nicht per USB möglich
  • keine IP-Zertifizierung
  • nicht für große Motoren geeignet
  • kann keine 18-V-Batterien überbrücken

Gerade einmal 60 Euro kostet die Starthilfe von Revolt. Was der Jump Starter mit 400 A alles bietet und warum er auch als vollwertige Powerbank mit 8000 mAh dient, zeigt der Test von TechStage.

Der Revolt Autostarter ist eine tragbare KFZ-Starthilfe und vollwertige Powerbank von Pearl für 54 Euro. Mit dieser können Nutzer weitere Geräte wie Notebooks, Smartphones oder Macbooks mit Strom versorgen. Die Einsatzmöglichkeiten der Revolt ZX-2905-675 sind daher vielfältig. Der integrierte Lithium-Ionen-Akku mit 8000 mAh liefert dazu den passenden Strom für alle erdenklichen Einsatzzwecke. Dazu kommt die integrierte Notfall-Leuchte, was praktisch ist, wenn man auch nachts ein Auto starten möchte.

Design & Lieferumfang

Die Powerbank ist sehr kompakt gebaut (165 × 80 × 37 mm) und daher leicht transportabel. Das Gewicht der Powerbank liegt gerade mal bei 335 g, inklusive Tasche und Zubehör bei etwa 860 g. Schließlich macht das Mitnehmen des Gerätes auch Sinn, wenn Anwender es als Powerbank nutzen wollen. In diesem Fall bleiben die Klemmen zum Anschließen an die Batterie einfach zu Hause. Ebenfalls dabei sind zahlreiche Ladekabel und Adapter für die verschiedenen Geräte sowie ein Mäppchen, in dem alle Kabel untergebracht sind und die Powerbank mit einem Gummizug befestigt wird.

Pearl liefert bei der Revolt ZX-2905-675 zudem ein 15 cm langes Ladekabel für Notebooks mit. Dazu kommen acht Adapter für verschiedene Notebook-Varianten. Pearl gibt als Hersteller IBM, Lenovo, HP, Dell, Acer, NEC, Asus, Sony, Samsung und Fujitsu an. Damit sollten sich viele Notebooks problemlos anschließen lassen. Leider lässt sich die Powerbank nicht selbst per USB laden, sondern nur mit einem mitgelieferten Ladekabel, das direkt an eine Steckdose angeschlossen wird. Dafür liefert Pearl aber auch ein Ladekabel für den Zigarettenanzünder mit.

Ausstattung

Der Lithium-Ionen-Akku verfügt über eine Kapazität von 8000 mAh und ist in zwei bis drei Stunden aufgeladen. Die Ladeanzeige befindet sich an der Seite, sodass schnell ersichtlich ist, wie viel Energie das kleine Kraftpaket noch liefern kann. Der Input beträgt 15 V bei 1 A. Als Output steht direkt ein Anschluss für Notebooks zur Verfügung. Die Bedienungsanleitung mit allen Daten ist bei Manualslib online einsehbar.

Der Ausgang liefert 12 V mit bis zu 2 A oder 16 V und 19 V mit bis zu 3,5 A. Dazu kommt ein USB-A-Anschluss, der 5 V mit 2 A liefern kann. Um ein Auto oder Motorrad zu starten, verwenden die Nutzer die mitgelieferten Klemmen und schalten das Gerät ein. Damit kann man Autos mit Benzin-Motoren bis 3 l Hubraum und Diesel-Motoren bis 1,5 l Hubraum sowie Motorräder starten. Für einen Motor mit mehr Hubraum bieten sich eher stärkere Modelle an, etwa die Revolt-Starthilfe mit 1200 A (Testbericht).

Anwendung

Mit der Starthilfe können Anwender ein Auto oder Motorrad auch dann starten, wenn die Batterie komplett leer ist. Dabei gibt der Jump Starter Strom mit bis zu 400 A ab. Außerdem lassen sich mit der Powerbank zahlreiche Geräte dauerhaft mit Strom versorgen, auch Notebooks und Macbooks. Das Laden von Geräten ist mit der Powerbank ebenfalls kein Problem, vor allem weil Pearl haufenweise Adapter mit ausliefert. Die Möglichkeiten sind so umfassend, dass man die Revolt ZX-2905-675 von Pearl als Powerbank für Notebooks bezeichnen kann, mit der sich zusätzlich Autos und Motorräder starten lassen, wenn die Batterie des Fahrzeugs komplett leer ist. Allerdings ist die Powerbank mit integrierter Starthilfe von Revolt nicht wasserdicht.

Preis

Die Starthilfe-Powerbank kostet bei Amazon etwa 54 Euro. Damit liefert das Gerät bei einem günstigen Preis respektable Leistung.

Fazit

Die kleine und leichte Powerbank für Notebooks und KFZ-Starthilfe ist einfach zu transportieren und kann ein wertvoller Problemlöser sein, wenn die Batterie im Auto oder Motorrad ausgefallen ist. In diesem Fall kann man das Fahrzeug über die Powerbank problemlos starten. Anwender müssen nur die Klemmen anschließen, die Starthilfe einschalten und dann das Auto oder Motorrad starten. Vor allem für Menschen, die oft unterwegs sind oder im Urlaub, kann das sehr hilfreich sein. Obendrein versorgt man mit dem Gerät auch einen Laptop oder ein Smartphone mit Strom. Schutz vor Wasser fehlt allerdings.

Starthilfe Popdeer PD-JA1 im Test

Die Popdeer PD-JA1 vereint Starthilfe, Luftkompressor und Powerbank in einem Gerät. Für 72 Euro bietet sie vielseitige Einsatzmöglichkeiten – ideal für unterwegs.

VORTEILE

  • günstig
  • Luftkompressor für Reifen integriert

NACHTEILE

  • keine Schnelllade-Funktion
  • einfache Verarbeitung

Die Popdeer PD-JA1 vereint Starthilfe, Luftkompressor und Powerbank in einem Gerät. Für 72 Euro bietet sie vielseitige Einsatzmöglichkeiten – ideal für unterwegs.

Die Popdeer PD-JA1 ist mehr als nur eine Powerbank. Neben der Starthilfe für Autos bis zu einem Spitzenstrom von 2500 Ampere verfügt sie über einen Luftkompressor mit drei Modi – geeignet für Autoreifen, Fahrräder und Bälle. Dank einer Kapazität von 20.000 mAh kann das Gerät Smartphones und Tablets über USB-C laden, unterstützt jedoch keine Schnelllade-Standards. Eine integrierte Taschenlampe rundet die Ausstattung ab. Der Preis liegt aktuell bei 72 Euro.

Design & Lieferumfang

Das quaderförmige Design erinnert optisch an ein Retro-Radio, während das Gehäusematerial eher günstig wirkt. Zwar fehlen eine IP-Zertifizierung und ein separates Netzteil, doch die gummierten Abdeckungen schützen die Anschlüsse vor Schmutz. Zum Lieferumfang gehören ein Klemmenadapter für die Autobatterie, ein Schlauch mit drei Adaptern für den Kompressor und ein USB-Kabel.

Ausstattung

Mit einer Kapazität von 20.000 mAh und den Anschlüssen (USB-A und USB-C) eignet sich die PD-JA1 auch als Powerbank für Mobilgeräte. Die technischen Daten erlauben Ladeströme von bis zu 5 V mit 3 A oder 12 V mit 1,5 A, jedoch ohne Unterstützung für Quick Charge. Für die Starthilfe sind laut Hersteller Benzinmotoren bis 7 Liter Hubraum und Dieselmotoren bis 5 Liter geeignet.

Anwendung

Die Nutzung als Starthilfe ist unkompliziert: Die Klemmen werden an die Autobatterie angeschlossen, wobei die Polung korrekt sein muss. Danach aktiviert man das Gerät, das automatisch den notwendigen Strom liefert. Für den Kompressor wählt man per Plus- und Minus-Taste den gewünschten Druck, etwa in bar, und schließt das Ventil an. Der Kompressor stoppt automatisch, wenn der eingestellte Druck erreicht ist – etwa in zwei Minuten für einen Autoreifen.

Preis

Mit einem Preis von 52 Euro bei Banggood bietet die Popdeer PD-JA1 ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Kombination aus Powerbank, Starthilfe und Kompressor ist in dieser Preisklasse selten. Allerdings ist die Powerbank dort momentan ausverkauft, alternative Angebote auf Ebay liegen mit 72 Euro deutlich höher.

Fazit

Die Popdeer PD-JA1 überzeugt durch Vielseitigkeit und praktische Funktionen, auch wenn Verarbeitung und fehlende Schnelllade-Funktion Kritikpunkte sind. Ideal für Autofahrer, die Starthilfe und Luftkompressor in einem kompakten Gerät suchen – zu einem fairen Preis.

Starthilfe-Powerbank Popdeer PD-J02 im Test

Die kleine, aber starke Kfz-Starthilfe PD-J02 von Popdeer kann ein Auto oder Motorrad starten, wenn die Batterie des Fahrzeugs leer ist. Parallel dazu eignet sich das Gerät auch als Powerbank.

VORTEILE

  • schickes Design mit LCD
  • Kapazität von 23.000 mAh
  • unterstützt Quick Charge
  • 12-V-Adapter vorhanden

NACHTEILE

  • nicht staub- und wasserdicht
  • nicht für Lkw oder Boote geeignet
  • kurze Kabel der Polklemmen

Die kleine, aber starke Kfz-Starthilfe PD-J02 von Popdeer kann ein Auto oder Motorrad starten, wenn die Batterie des Fahrzeugs leer ist. Parallel dazu eignet sich das Gerät auch als Powerbank.

Die Popdeer PD-J02 erinnert viel mehr an eine Powerbank als einen klassischen Starthilfe-Booster. Sie ist schick und filigran gestaltet, leicht zu transportieren und mit einer Anzeige ausgestattet, die den aktuellen Ladezustand zeigt.

Allerdings ist die PD-J02 nicht dazu geeignet, Autobatterien zu laden. Die Aufgabe der Starthilfe ist das Überbrücken der Batterie, damit das Fahrzeug starten kann. Ebenfalls dabei ist eine LED-Notfall-Lampe, sodass die Verwendung auch im Dunkeln möglich ist. Dazu kommt der stabile Koffer, in dem sich das Zubehör befindet. Da sich die Klemmen zum Starten des Fahrzeugs entfernen lassen, sind die Einsatzmöglichkeiten der Powerbank sehr flexibel.

Optisch gleicht sie der Popdeer PD-J01 und ist faktisch nicht zu unterscheiden. Im Gegensatz zum PD-J01-Modell verfügt die PD-J02 aber auch über Quick Charge. Mit dem Gerät lassen sich auch Smartphones und andere Geräte laden – was nicht jeder Starthilfe-Booster kann.

Ausstattung

Die Starthilfe PD-J02 von Popdeer hat eine Kapazität von 23.000 mAh und bietet laut Hersteller Spitzenstrom von bis zu 3000 A. Damit lassen sich nahezu alle Autos und Motorräder starten, aber keine Boote oder Lkw. Bei Wohnmobilen oder Transportern kommt es darauf an, ob eine 12-V-Batterie verbaut ist. Die Kapazität ist ebenfalls beachtlich.

Dazu kommt, dass die Powerbank Quick Charging unterstützt, sodass kompatible Geräte schnell geladen werden. Ebenfalls dabei ist ein Adapter, inklusive Anschluss, an dem sich 12-V-Geräte direkt mit Energie versorgen lassen. Das reicht für kleine Kfz-Kühlschränke, mobile Kompressoren und andere Geräte. Der Hersteller gibt keine IP68-Zertifizierung an, sodass die Dichtigkeit für Wasser und Staub nicht gegeben ist. Das ist ein großer Nachteil des Produkts, gerade bei Regen wird es damit schwierig, im Freien Starthilfe zu geben.

Die Starthilfe hat eine Kapazität von 23.000 mAh und bietet laut Hersteller 3500 A. Das ist ideal als Starthilfe, auch für größere Motoren. Aber auch für den Einsatz als Powerbank ist das mehr als genug. An den beiden ausgehenden USB-Ports liegen 5 V und 2,4 A, genauer gesagt 9 V mit 2 A oder 12 V mit 1,5 A an. Das Gerät lässt sich mit dem Typ-C-USB-Anschluss mit 5 V oder 9 V mit 2 A laden. Die Starthilfe funktioniert laut Hersteller bis minus 20 Grad Celsius, ausprobieren konnten wir es nur bei rund 0 Grad Celsius.

Anwendung

Vor der ersten Nutzung muss man die Starthilfe über den Micro-USB-Anschluss aufladen. Für die Verwendung als Starthilfe müssen die Nutzer die Klemmen anschließen und mit der Batterie oder den Anschlüssen im Fahrzeug verbinden. Die Klemme mit dem roten Kabel wird am Pluspol angeschlossen, während die Klemme mit dem schwarzen Kabel an einem Massepunkt im Motorraum befestigt wird. Dieser kann ein beliebiges leitendes Metallteil oder ein spezieller Anschlusspunkt sein. Danach lässt sich das Auto, der Transporter oder das Motorrad starten.

Es ist wichtig zu beachten, dass der Plus- und Minus-Pol nicht verwechselt werden darf. Falls das Fahrzeug eine Start-Stopp-Automatik oder Energierückgewinnung (milder Hybrid) besitzt, sollten die Herstellerhinweise unbedingt beachtet werden. In solchen Fahrzeugen sind in der Regel spezielle Anschlusspunkte im Motorraum vorgesehen.

Beim Einsatz als Powerbank können die Geräte einfach mit den beiden USB-Ausgängen verbunden werden. Danach lädt die Powerbank die Geräte. Zum Laden der Autobatterie ist das Gerät allerdings nicht gedacht.

Die LED-Notfall-Lampe lässt sich über den Knopf auf der Oberseite ein- und ausschalten. Neben einer Dauerbeleuchtung kann das Licht auch blinken, um zum Beispiel auf eine Panne hinzuweisen. Allerdings lässt die Leuchtkraft der Lampe insgesamt zu wünschen übrig. Der LCD-Bildschirm zeigt die aktuell noch verfügbare Kapazität in Prozent an sowie Fehler und Informationen bei den Ladeaktionen.

Preis

Bei Banggood kostet die Popdeer PD-J02 regulär 46 Euro. Das ist angesichts der Ausstattung ein fairer Preis. Der Versand erfolgt aus Lagerhäusern in der Tschechischen Republik.

Fazit

Die Starthilfe PD-J02 von Popdeer ist nicht ohne Grund eine beliebte Starthilfe und Powerbank in einem. Die Kapazität ist mit 23.000 mAh für eine Powerbank recht hoch und das moderne Design ist für den Einsatz als Powerbank ideal. Es gibt zwei USB-Anschlüsse, Quick Charge wird unterstützt und der Anschluss für 12-V-Geräte ist auch für den mobilen Einsatz vorhanden. Ein Transportkoffer für Gerät und Zubehör ist ebenfalls mit dabei.

ZUSÄTZLICH GETESTET

Foursun Auto Starthilfe mit Luftkompressor

Vantrue JS1

Popdeer PD-J01



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Künstliche Intelligenz

Auf den Spuren Leonardo da Vincis: Erbgut entdeckt


Auf der Suche nach dem Erbgut des Renaissance-Wissenschaftlers und -Künstlers Leonardo da Vinci meldet eine Forschergruppe einen möglichen Durchbruch: Auf einer da Vinci zugeschriebenen Kreidezeichnung (nicht im Bild) haben sie männliches Erbgut gefunden. Gewissheit gibt es keine, aber schon die angewandten Methoden sind ein Meilenstein.

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Am Dienstag hat eine Forschergruppe ihre Methoden und Erkenntnisse veröffentlicht. Der noch nicht unabhängig begutachtete Bericht heißt „Biological signatures of history: Examination of composite biomes and Y chromosome analysis from da Vinci-associated cultural artifacts”. Demnach haben sie der Kreidezeichnung, die als „Heiliges Kind” bekannt ist und den Kopf eins Kleinkindes zeigt, mit forensischen Methoden Erbgut-Proben entnommen. Das hatten sie an weniger wertvollen Kunstwerken geübt.

Auf dem „Heiligen Kind” haben die Forscher Erbgut von Bakterien, Pflanzen, Pilzen, Viren und auch einem Mann gefunden, besonders auf der Rückseite. Das Bild dürfe um 1474 entstanden sein, was schon ein bisschen her ist. Inzwischen dürften mehrere Männer mit dem Kunstwerk hantiert haben, weshalb der Fund nicht unmittelbar dem Zeichner zuordenbar ist. Das ist auch der Grund, warum prominentere Werke da Vincis nicht im Fokus stehen: Sie sind durch noch viel mehr Männerhände gegangen und wiederholt gereinigt worden.

Das gefundene männliche Erbgut ist allerdings nicht das Ende der Geschichte, sondern vielleicht ihr Ausgangspunkt. Zunächst konnte jener Mann, der das Bild vor zirka 25 Jahren erstanden hat, als Quelle ausgeschlossen werden.

Allerdings gibt es Briefe und andere Dokumente von Verwandten da Vincis. Auch diese wurden natürlich über die Jahrhunderte beeinflusst. In einem per Daumenabdruck aufgebrachten Wachssiegel haben die Forscher viele männliche Chromosomen gefunden. Der Abgleich von ungefähr 90.000 Basenpaaren hat ergeben, dass beide Proben, jene von der Kreidezeichnung und jene des Verwandten, aus derselben Haplogruppe E1b1b stammen, die in der Toskana verbreitet ist.

Das nicht-menschliche Erbgut ist bei der Spurensuche ebenfalls hilfreich: Es vermittelt ein Profil der in der Umgebung vorhandenen Pflanzen, Bakterien, Pilze und Viren, von Orangenbäumen bis zu Krankheitskeimen. Kein Beweis, aber ein Indiz, das völlig andere Herkunft der Zeichnung ausschließt und das Gesamtbild stützt.

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Als Nächstes wollen die Forscher versuchen, mit Telomer-zu-Telemor-Seuquenzierung die DNS-Daten höher „aufzulösen”, um statt 90.000 vielleicht hunderttausende Basenpaare abgleichen zu können. Parallel laufen Arbeiten an Knochen, bei denen es sich um da Vincis Verwandte handeln könnte. Zudem wurden vor einigen Jahren 14 lebende Verwandte des Renaissance-Stars ausgemacht.

Das überrascht nicht: Zwar hatte der Florentiner, soweit bekannt, keine Kinder, aber väterlicherseits mindestens 22 Halbgeschwister, und mütterlicherseits wohl deren fünf. Leider ist der Verbleib der sterblichen Überreste der Mutter unbekannt, sonst hätten es die Erbgutjäger wesentlich leichter: Mitochondriale Spuren sind vielfach häufiger und damit einfacher zu finden und zu verarbeiten, gehen aber ausschließlich auf die Mutter zurück.

Obwohl es wohl nie gelingen wird, da Vincis Erbgut mit völliger Sicherheit zuzuordnen, hat die Forschergruppe ein Fundament gelegt für die Analyse der Bio-Signaturen jahrhundertealter Kunstwerke. Wie differenziert diese sind, veranschaulichen die Bildtafeln am Ende des Preprint-Papers. Auch für Nicht-Experten.

Beteiligt waren Forscher aus den USA, der Schweiz, Österreich, Italien und Spanien. Federführend waren Harinder Singh, Seesandra V. Rajagopala, Rebecca Hart, Pille Hallast und Mark Loftus.


(ds)



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Künstliche Intelligenz

Gericht streicht Honorar: KI-Einsatz führt zu Unverwertbarkeit eines Gutachtens


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

In der juristischen Welt galt die Beauftragung eines Sachverständigen bisher in der Regel als Garant für fachliche Tiefe und menschliche Expertise. Doch der zunehmende Einzug der Künstlichen Intelligenz (KI) in die Justiz sorgt nun auch für unerwünschte Folgen im Gerichtssaal. Das Landgericht Darmstadt hat mit einem jetzt veröffentlichten Beschluss vom 10. November ein Signal gegen die intransparente Nutzung von KI-Systemen in gerichtlichen Gutachten gesetzt (Az.: 19 O 527/16). In dem Fall strich es die Vergütung eines Facharztes für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie auf genau null Euro zusammen.

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Der Sachverständige hatte dem Gericht laut der Entscheidung eine Rechnung über 2374,50 Euro präsentiert. Die zuständige Zivilkammer verweigerte die Zahlung aber komplett, da sie das eingereichte, überaus übersichtliche Werk als rechtlich unverwertbar einstufte.

Die Begründung des Gerichts liest sich wie eine Analyse der Besonderheiten aktueller großer Sprachmodelle wie GPT, Claude oder Gemini. Die Richter sind überzeugt, dass das von ihnen nur in Anführungsstrichen gesetzte „Gutachten“ in wesentlichen Teilen unter Einsatz einer KI zustande gekommen sei. Dies habe der beauftragte Professor ihnen gegenüber aber nicht angezeigt.

Den Ausschlag gaben mehrere Faktoren, die für KI-generierte Texte typisch sind. So fielen den Juristen bizarre Formulierungen auf, in denen der Sachverständige sich selbst inklusive vollständiger Anschrift als Adressaten des Beweisbeschlusses benannte. Auch die monotone Struktur des Textes, die „insgesamt fast ausschließlich aus Hauptsätzen“ mit identischen Satzanfängen bestanden hat, sowie untypische Wiederholungen von Aktenzeichen und Datumsangaben werteten die Richter als Indizien für ein maschinelles Muster.

Pikant an dem Fall ist die offensichtliche Nachlässigkeit des Sachverständigen bei der Überprüfung der KI-Ergebnisse. Das Gericht verweist auf Fragmente im Text, die sich am ehesten durch eine unzureichende Korrektur der Prompts erklären ließen. So habe sich in der „Abfassung“ ein verräterischer Halbsatz gefunden. Darin werde im Sinne des ursprünglichen Auftrags bestätigt, dass eine Vorarbeit eines bestimmten Diplom-Ingenieurs berücksichtigt werde. Die Kammer sieht darin einen Hinweis auf ein „Nachschärfen“ der Eingabebefehle an den Chatbot.

Die Ausführungen wirkten insgesamt wie eine generische Zusammenfassung der Akten, heißt es weiter. Diese hätten zudem gravierende inhaltliche Mängel aufgewiesen. So habe der Sachverständige die Klägerin offenbar nicht einmal selbst untersucht und sich nur auf ein Unfallgeschehen bezogen, das so gar nicht stattgefunden habe.

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Rechtlich stützte das Landgericht seine Entscheidung auf mehrere Paragrafen des Justizvergütungs- und -entschädigungsgesetzes sowie der Zivilprozessordnung. Ein Kernpunkt war der Verstoß gegen die Pflicht zur persönlichen Leistungserfüllung. Wenn ein Gutachten in erheblichem Umfang von einer Maschine oder Dritten erstellt wird, ohne dass der beauftragte Experte dies offenlegt und die Verantwortung übernimmt, geht demnach der Anspruch auf Honorar verloren.

Der Sachverständige hatte laut dem Beschluss auf Nachfrage nur vage angegeben, die Gesamtverantwortung verbleibe bei ihm. Er habe aber die Zweifel an seiner Urheberschaft nicht ausräumen können.

Zusätzlich zur KI-Problematik kritisiert die Kammer das Missverhältnis zwischen dem abgerechneten Zeitaufwand und dem tatsächlichen Ertrag. Selbst wenn der vermutete KI-Einsatz unberücksichtigt bliebe, wären für die lediglich anderthalb Seiten an inhaltlichen Ausführungen allenfalls vier Arbeitsstunden angemessen gewesen. Die Vergütung dafür hätte deutlich unter der in Rechnung gestellten Summe bleiben müssen.

Die Kammer unterstreicht so, dass Sachverständige in der Justiz zwar prinzipiell digitale Hilfsmittel nutzen dürfen. Sie müssen diese aber zumindest zwingend deklarieren und ihrem Auftrag gerecht werden. Eine Verschleierung von KI-generierten Inhalten führt dem Beschluss zufolge nicht nur zur Unbrauchbarkeit des angeforderten Beweismittels für den Prozess, sondern lässt den Experten am Ende auch ohne Bezahlung zurück.


(wpl)



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Künstliche Intelligenz

Top 10: Die beste Dashcam fürs Auto im Test – Testsieger von Garmin & Nextbase


Dashcams, kleine Autokameras für die Windschutzscheibe, helfen bei der Klärung der Schuldfrage nach Unfällen. Wir zeigen die zehn besten Modelle.

Wenn es im Straßenverkehr kracht, ist der Ärger groß. Neben der Gefahr für Leib oder Leben ist auch der materielle Schaden für Autohalter ärgerlich. Schnell kommen gegenseitige Schuldzuweisungen auf. Ein probates Beweismittel zur Klärung der Schuldfrage nach einem Unfall ist eine Autokamera – auch Dashcam genannt. Diese zeichnet das Geschehen rund um einen möglichen Unfall auf, um später bei der polizeilichen Ermittlung und der Klärung vor Gericht den Hergang besser rekonstruieren zu können.

In vielen Ländern Europas ist die Nutzung der kompakten Kameras für die Windschutzscheibe weitverbreitet. Ein Beispiel: In Großbritannien können Fahrzeughalter mit Vergünstigungen bei der Kfz-Versicherung rechnen, wenn sie eine Autokamera nutzen. Lange Zeit galt das aber nicht für Deutschland, auch wenn mittlerweile viele dieser Kameras verkauft werden.

Nach wie vor ist der Einsatz einer Autokamera in Deutschland rechtlich nicht klar geregelt und somit zumindest strittig. Zwar hat der Bundesgerichtshof 2018 ein Urteil gefällt, wonach die Aufnahmen einer Dashcam verwertbar seien, auch wenn sie gegen das Datenschutzrecht verstoßen. Zum damaligen Zeitpunkt galt die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) nicht. Ein Landgerichtsbeschluss in Mühlhausen aus dem Jahr 2020 hat etwa die Verwertung von Dashcam-Aufzeichnungen abgelehnt, da sie gegen das strengere Datenschutzrecht verstoßen würden. Den Richtern zufolge besteht Bedarf an Rechtssicherheit, da es für Bürger unzumutbar ist, dass die Entscheidung von Fall zu Fall getroffen wird.

Was hierzulande eindeutig gilt: Die Aufnahmen dürfen nur anlassbezogen erstellt werden. Wer also die Dashcam permanent aufzeichnen lässt, verstößt gegen die DSGVO. Wer Dashcams unzulässig verwendet, muss mit Bußgeldern rechnen. Ein beliebter Trick ist die sogenannte Loop-Funktion: Hier zeichnet die Kamera immer nur einen kurzen Clip auf und überschreibt immer wieder ältere Dashcam-Videos.

Das Problem: Viele Kameras erstellen immer wieder neue Videos, bis der Speicher voll ist, und löschen erst dann alte Aufnahmen. In diesem Fall raten wir dazu, die Speicherkarte regelmäßig von Hand zu löschen oder eine Karte mit wenig Speicherplatz einzusetzen. Von der angepriesenen Funktion, den Speicher mittels SSD auf bis zu 4 TB zu erweitern, wie im Falle der Viofo A329, sollte man die Finger lassen.

Welche ist die beste Dashcam?

In diesem Beitrag zeigen wir die zehn besten Dashcam-Modelle aus unseren Tests. Dabei berücksichtigen wir primär das Preis-Leistungs-Verhältnis, die Möglichkeiten zum DSGVO-konformen Betrieb sowie die Bildqualität.

Die Auswahl in dieser Bestenliste bleibt letztlich eine subjektive Angelegenheit der Redaktion. Geht es um Ausstattung und Bildqualität, dann ist die Garmin Dash Cam X310 mit 4K bei 120 fps für 333 Euro der klare Testsieger. Die Nextbase 622GW kann technisch zwar nicht ganz mithalten, für weniger Geld gibt es hier aber ebenfalls eine hervorragende Bildqualität.

Die Nextbase IQ mit einem Preis von mindestens 247 Euro ist unser Technologiesieger. Sie ist zwar teuer und benötigt ein Abonnement für den vollen Funktionsumfang, bietet dafür aber spannende Features wie den Zugriff per Smartphone samt LTE. Ähnliche Funktionen bietet auch die Garmin Dash Cam Live.

Preis-Leistungs-Sieger ist die kompakte Nextbase Piqo ab 155 Euro. Beim Thema Datenschutz hinterlässt die Transcend Drivepro 230Q Data Privacy die beste Figur. Viele Autokameras, etwa von Viofo oder Vantrue, bieten eine Loop-Funktion, die den Namen nicht verdient: Erst, wenn die Speicherkarte voll ist, löscht die Kamera alte Aufnahmen.

KURZÜBERSICHT

Die Garmin Dash Cam X310 ist eine echte Premium-Dashcam mit hervorragender Bildqualität und zahlreichen Sonderfunktionen. Neben einer hohen Zuverlässigkeit und der sehr kompakten Bauform sind besonders die 120 FPS bei 4K-Auflösung und die praktischen, aber teils kostenpflichtigen Dienste Live-Video und Park-Guard zu nennen. Nicht nur im Portfolio von Garmin setzt die X310 neue Maßstäbe – eine bessere Bildqualität und Ausstattung gab es bisher nicht. Dementsprechend ist die Garmin Dash Cam X310 trotz des hohen regulären Preises von knapp 399 Euro der Testsieger. Aktuell ist das Modell bei vielen Händlern reduziert. Amazon verlangt derzeit rund 333 Euro.

VORTEILE

  • großartige Bildqualität dank 120 FPS und 4K-Auflösung
  • viele Sonderfunktionen
  • zusätzliche Assistenzsysteme

NACHTEILE

  • kostenintensiv
  • einige Sonderfunktionen nur im Abo
  • Verstellung des Sichtfeldes bei starker Berührung
  • Fingerabdrücke auf dem Display sichtbar

Echte Hightech und hochwertige Verarbeitung gibt es bei der Nextbase IQ. Die smarte und vernetzte Dashcam filmt nicht nur das Geschehen vor dem Fahrzeug, sondern auch den Innenraum und damit Fahrer und Fahrgast. Zudem ist eine umfassende Parkraumüberwachung integriert. Ein LTE-Modem ist integriert und erlaubt den Live-Zugriff auf die Dashcam im Auto. Die Stromversorgung erfolgt ausschließlich über den OBD-2-Anschluss oder ein Hardwire-Kabel. Nur so ist gewährleistet, dass die Kamera auch mit Energie versorgt ist bei der Parkraumüberwachung. Nähert sich jemand dem Auto, meldet sich die Dashcam per App über das Smartphone beim Fahrzeughalter. Optional kann man eine zusätzliche Rückfahrkamera für 180 Euro dazukaufen und an die Dashcam anschließen.

Die Bildqualität ist gut – erhältlich sind Dashcam-Modelle mit Full HD (1K), QHD (2K) sowie UHD (4K). Eine SOS-Funktion mit automatischer Benachrichtigung bei einem Autounfall sowie Sprachsteuerung sind ebenfalls vorhanden. Warum ist diese Dashcam nicht unser Testsieger? Das liegt am hohen Preis von 247 Euro für das 1K-Modell mit Full HD, 462 Euro für das 2K-Modell oder 599 Euro für das 4K-Modell. Dazu kommen zusätzliche Abogebühren für die Dienste von 7 Euro bis 10 Euro im Monat. Ferner ist die Parkraumüberwachung im Hinblick auf Datenschutz unserer Einschätzung nach nicht ganz unproblematisch.

VORTEILE

  • Live-Zugriff auf Dashcam via LTE
  • einfache Montage
  • gute Bildqualität

NACHTEILE

  • teuer & Abo für vollen Funktionsumfang
  • etwas klobig
  • Befestigung nur zum Ankleben

Die Nextbase Piqo 2K hinterlässt trotz überschaubarer Ausstattung und Bildqualität einen rundum positiven Eindruck. Wer eine zuverlässige, kompakte und trotzdem bezahlbare Dashcam für die tägliche Nutzung sucht, ist mit der Piqo 2K sehr gut beraten. Auch wenn es andere Dashcams mit spannenden Extrafunktionen, höheren Frameraten und 4K-Auflösung locken – mehr als die Piqo 2K benötigt man nicht.

Dank ordentlicher Bildqualität, zuverlässiger Funktion und einem Preis von 129 Euro ist die Nextbase Piqo unser neuer Preis-Leistungs-Sieger für alle, die eine gute Dashcam für den Alltag benötigen.

VORTEILE

  • ordentliche Bildqualität
  • GPS
  • kompakt
  • günstig

NACHTEILE

  • kein Display
  • bei 2K nur 30 FPS
  • wenig Sonderausstattung wie Heckkamera

Ratgeber

Worauf sollte man bei einer Dashcam achten?

Beim Kauf einer Dashcam sollte man auf einige Punkte achten. Zu den Mindestvoraussetzungen gehören in unseren Augen folgende Kriterien:

  • keine permanenten Aufnahmen
  • Loop-Funktion: Idealerweise eingrenzbar auf einen oder wenige Video-Clips –andernfalls müssen Nutzer regelmäßig den Speicher selbst löschen.
  • Beschleunigungssensor (G-Sensor) zum automatischen Aufzeichnen und Sichern bei starkem Bremsmanöver
  • mindestens Full-HD-Auflösung, besser QHD
  • zuverlässige Befestigungsmöglichkeit
  • Sichtfeld darf nicht gestört werden

Weitere Empfehlungen zum Thema Dashcam bietet auch der ADAC.

Ist eine Dashcam im Auto erlaubt?

Die gesetzliche Regelung für den Einsatz einer Dashcam im öffentlichen Raum in Deutschland ist umstritten. Wann der Einsatz zulässig ist, regelt der Datenschutz. Verboten sind Autokameras hierzulande nicht, deshalb darf jeder ein entsprechendes Modell kaufen. Zur Einhaltung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) bedarf es der korrekten Handhabung zum Schutz der personenbezogenen Daten sowie bestimmter technischer Voraussetzungen. Das dauerhafte Aufzeichnen des Verkehrsgeschehens ohne Anlass ist mit einer Dashcam nicht erlaubt. Bei Zuwiderhandlung droht ein Bußgeld.

Der Knackpunkt bei der Verwendung einer Dashcam ist, dass man die Zustimmung der Beteiligten niemals einholen könnte. Eine Übergangslösung wäre deshalb, permanente Aufnahmen auf der Speicherkarte zu unterbinden. Unter gar keinen Umständen sollte man Aufnahmen einer Autokamera im Netz veröffentlichen, wenn keine Zustimmung aller auf den Videos zu sehen Personen besteht, was auch die Kennzeichen aller Fahrzeuge einschließt.

Etwas Licht ins Dunkel wollte ein BGH-Urteil aus dem Jahr 2018 bringen. Hier sollte geklärt werden, unter welchen Voraussetzungen man Dashcams auf legale Weise verwenden kann. Es besteht dabei eine Interessenabwägung zwischen dem Recht auf Selbstbestimmung der betroffenen Personen und dem Recht auf Schutz des Eigentums des Autofahrers.

Dem Urteil zufolge können allerdings selbst unrechtmäßig erstellte Video-Clips zur Klärung vor Gericht genutzt werden. Zudem hat die Polizei das Recht, die Kamera zu konfiszieren, die Aufnahmen können dann auch gegen den Besitzer verwendet werden. Im Gegensatz dazu lehnte das Landgericht Mühlhausen im Jahr 2020 die Nutzung von Aufzeichnungen ab, da sie gegen die DSGVO verstoßen würden. Die Verwertbarkeit kann in Deutschland nach wie vor nicht als geklärt angesehen werden.

Essenziell für einen datenschutzkonformen Betrieb in Deutschland ist eine Funktion zur Loop-Aufnahme. Dabei nimmt die Kamera immer nur einige zeitlich begrenzte Video-Clips auf und überschreibt diese immer wieder – in der Theorie. In der Praxis erstellen viele Dashcams immer neue Aufzeichnungen und überschreiben die älteren erst, wenn die microSD-Karte nahezu voll ist. Bei großen Speicherkarten kommen so schnell viele Stunden Filmmaterial zusammen.

Die Kamera muss über eine Loop-Aufnahmefunktion verfügen.

Die Transcend Drivepro 230Q Data Privacy zeichnet von Haus aus maximal zwei Video-Clips mit einer Länge von jeweils 1 Minute auf, die in einer Endlosschleife fortlaufend überschrieben werden. Bei den Kameras von Nextbase kann man in den Einstellungen festlegen, dass nur höchstens vier Clips aufgezeichnet werden. Garmin bietet bei der Dash Cam 67W und anderen Kameras sogar die Option an, nur eine Aufzeichnung vorzunehmen, die fortlaufend überschrieben wird – so sollte ein Loop eigentlich funktionieren.

Tipps für datenschutzgerechte Nutzung

Wirklich rechtlich eindeutig geklärt erscheint uns der Einsatz von Dashcams in Deutschland nicht. Folgende Tipps helfen aber, dem Datenschutz möglichst gerecht zu werden:

  • möglichst kleine microSD-Karte nutzen
  • regelmäßiges Löschen von Dashcam-Aufnahmen
  • geschützten Speicher regelmäßig löschen
  • keine Aufnahmen mit Personen oder Kfz-Kennzeichen im Internet veröffentlichen

Was sollte eine Dashcam können?

Neben der bereits erwähnten Loop-Funktion ist ein weiteres „Must-have“ der G-Sensor – auch Beschleunigungssensor genannt. Damit erkennt die Dashcam abrupte Verzögerungen bei einem starken Bremsmanöver, wie sie vor einem Unfall geschehen können. Dann speichern die Kameras die Videos automatisch in einem geschützten Bereich, damit diese vom Loop nicht überschrieben werden. Wichtig ist hier allerdings, diese Aufnahmen gelegentlich zu löschen, sofern die Kamera das nach Ablauf einer bestimmten Frist nicht selbst macht.

Ebenfalls nützlich, wenn auch nicht unentbehrlich, ist ein Akku. Dieser sorgt dafür, dass die Kamera nach einem möglichen Unfall noch mit Strom versorgt wird, sollte sich das Kabel vom 12-Volt-Steckplatz lösen. Üblich ist ein Lithium-Ionen-Akku oder ein Lithium-Polymer-Akku. Ein USB-C-Kabel zum Laden ist allerdings noch kein Standard. Hier kommt als USB-Port gelegentlich noch Micro-USB zum Einsatz.

Weitere Funktionen dienen primär dem Komfort, etwa eine gelungene App-Anbindung, bei der man über das Smartphone das Kamerabild ansehen und Video-Clips herunterladen kann. Es gibt vereinzelt auch Software, mit der man den Streckenverlauf des Fahrzeugs einsehen kann. Einige Geräte greifen in Verbindung mit dem Handy auf Amazon Alexa zu. Für Besitzer älterer Fahrzeuge sind zudem Fahrassistenzsysteme interessant, etwa ein Spurhalteassistent oder Kollisionswarner.

Viele Autokameras haben eine Parkraumüberwachung. Hier bleibt die Dashcam im Stand-by, registriert sie Erschütterungen, startet die Aufnahme. Die Kamera ist dann aber auf den eigenen Akku angewiesen, sobald der Zündschlüssel herausgezogen ist. Der reicht aber möglicherweise nicht aus für eine Parküberwachung. Deshalb bieten viele Hersteller Hardwire-Kabel an, um die Kamera mit der Bordelektronik und der Autobatterie permanent zu verbinden. Im Falle der Nextbase IQ erfolgt die Stromversorgung per OBD-2-Anschluss im Auto. Solch ein Stromkabel gibt es optional, etwa für die Nextbase Piqo. Im Hinblick auf den Datenschutz ist eine solche Überwachung allerdings problematisch. Transcend hingegen verzichtet bewusst auf dieses Feature bei der Drivepro 230Q Data Privacy.

Ein weiteres bedeutungsvolles Kriterium ist die Bildqualität. Hierfür sind Auflösung, Art des Bildsensors sowie der Blickwinkel – auch Field of View (FOV) genannt, ausschlaggebend. Sind die Aufnahmen nur unscharf, helfen sie auch nicht bei der Aufklärung der Schuldfrage. Wir beschränken uns deshalb auf Kameras, die mindestens Full HD (1920 × 1080 Pixel) bieten. Nur mit HD-Qualität fallen Details zu gering aus. Einige Top-Modelle lösen sogar in QHD (2560 × 1440 Pixel) oder 4K (4096 × 2160 Pixel) auf.

Beim Sichtfeld (FOV) raten wir zu einem Blickwinkel von mindestens 130 Grad, um das Geschehen vor dem Auto ausreichend abzudecken. Bei einem FOV jenseits von 160 Grad kommt es allerdings zu einer verzerrten Fischoptik, bei der weiter entfernte Objekte möglicherweise weniger scharf zu erkennen sind. Alle hier getesteten Dashcams sorgen für eine Bildqualität, bei der Verkehrsteilnehmer ausreichend gut zu sehen sind. Etwas schwieriger wird es beim Entziffern von Kfz-Kennzeichen. Hier hat uns kein Modell gänzlich überzeugt.

Der Sichtbereich der Dashcams unterscheidet sich.

Nicht zu unterschätzen ist die Bildwiedergabe der Aufzeichnungen. Mit 60 FPS (Frames pro Sekunde) statt 30 FPS wirken die Videos nicht nur flüssiger und natürlicher, sondern liefern mehr Bilder für eine mögliche Rekonstruktion des Unfallgeschehens mit einer Zeitlupe. 60 FPS stehen aber meistens nur bei niedrigeren Auflösungen wie Full-HD zur Verfügung. Eine Ausnahme ist der Testsieger, der bei 4K bis zu 120 fps erlaubt. In der Regel gibt es auch eine Anpassungsmöglichkeit für die gewünschte Auflösung und Bildrate. So zeichnet etwa die Nextbase Piqo wahlweise in 2K bei 30 fps oder mit FHD bei dann 60 fps auf.

Wer eine Dashcam im Ausland nutzt, sollte die dortigen Bestimmungen beachten. Selbst innerhalb der EU gibt es keine einheitlichen Regelungen. Unsere Nachbarländer und weitere Staaten handhaben das Thema ganz unterschiedlich. In Österreich sind diese nur mit einer Genehmigung erlaubt. Bei Zuwiderhandlung drohen hohe Strafen. Der ADAC rät ferner grundsätzlich von der Dashcam-Nutzung in Belgien, Luxemburg, Portugal und der Schweiz ab. In Ungarn und Tschechien ist der Einsatz nur mit einer niedrigen Auflösung erlaubt – also HD oder SD, nicht Full HD.

Hier folgen die Regelungen in den beliebtesten Urlaubsländern der Deutschen:

  • Spanien: Die Dashcam-Nutzung ist erlaubt, solange das Persönlichkeitsrecht beachtet wird. Videos mit erkennbaren Personen dürfen nicht veröffentlicht werden. Die Kamera sollte vor unbefugtem Zugriff geschützt sein.
  • Italien: Dashcams sind für private Zwecke erlaubt. Wichtig ist, dass sie die Sicht des Fahrers nicht behindern.
  • Türkei: Dashcams sind grundsätzlich erlaubt, aber die Verwendung der Aufnahmen entscheidet ein Richter. Personen und Kennzeichen dürfen auf veröffentlichten Videos nicht erkennbar sein.
  • Österreich: Dashcams sind problematisch, da Videoaufnahmen im öffentlichen Raum als Überwachung gelten. Hohe Geldstrafen drohen bei Verstößen. Eine Genehmigung der Behörden ist erforderlich. Wir raten derzeit von der Nutzung ab.
  • Griechenland: Dashcams sind für den privaten Gebrauch erlaubt, die Veröffentlichung und Nutzung für Versicherungszwecke ist jedoch verboten. Videos können nur in bestimmten Strafverfahren als Beweis dienen.
  • Frankreich: Dashcams sind zulässig, solange sie die Sicht des Fahrers nicht behindern. Vor Gericht kann das Material verwendet werden, wenn der Richter dies erlaubt. Andere Unfallbeteiligte müssen informiert werden.
  • Kroatien: Dashcams sind erlaubt, solange sie die Sicht nicht behindern. Bei der Veröffentlichung dürfen keine Personen oder Kennzeichen erkennbar sein.
  • Polen: Dashcams sind erlaubt, sollten jedoch leicht zu entfernen und mit einer Loop-Funktion ausgestattet sein. Aufnahmen mit erkennbaren Personen oder Kennzeichen dürfen nicht veröffentlicht werden.
  • Niederlande: Dashcams dürfen für den privaten Gebrauch verwendet werden. Die Datenschutzbestimmungen der EU gelten: Personen und Kennzeichen müssen auf veröffentlichten Videos unkenntlich gemacht werden.
  • Schweiz: Die Nutzung einer Dashcam ist rechtlich umstritten. Das permanente Aufzeichnen ist nicht erlaubt, und jede gefilmte Person muss informiert werden. Der ADAC rät von der Nutzung ab.

Fazit

Zur Klärung der Schuldfrage bei Verkehrsunfällen können Dashcams effektiv beitragen. Problematisch bleibt die Nutzung allerdings in Bezug auf die DSGVO. Deshalb sollte man auf die Funktionsweise der Loop-Aufnahme besonders Wert legen, denn das permanente Filmen ohne Anlass ist nicht zulässig.

Den ersten Platz holt sich aufgrund der besten Bildqualität, 4K‑Auflösung und zahlreicher Sonderfunktionen die Garmin Dash Cam X310. Eine gute und preiswerte Alternative ist die Nextbase 622. Technologiesieger ist die Nextbase IQ mit Remote-Zugriff, die allerdings teuer ist. Der neue Preis-Leistungs-Sieger ist die Nextbase Piqo. Alternativ lohnt sich der Blick auf die ältere Garmin Dash Cam Mini 3, die zu einem vergleichbaren Preis erhältlich ist. Die Transcend DrivePro 230Q Data Privacy ist die beste Option unter Berücksichtigung des Datenschutzes.

Weitere Themen rund um Autozubehör zeigen diese Bestenlisten und Ratgeber:

BESTENLISTE

Garmin Dash Cam X310 im Test

Das Flagship der neuen Dashcam-Serie von Garmin bietet erstklassige Bildqualität, bequeme Bedienung und zahlreiche smarte Zusatzfunktionen. Ob sich der hohe Preis in der Praxis auszahlt, zeigt der Test.

VORTEILE

  • großartige Bildqualität dank 120 FPS und 4K-Auflösung
  • viele Sonderfunktionen
  • zusätzliche Assistenzsysteme

NACHTEILE

  • kostenintensiv
  • einige Sonderfunktionen nur im Abo
  • Verstellung des Sichtfeldes bei starker Berührung
  • Fingerabdrücke auf dem Display sichtbar

Das Flagship der neuen Dashcam-Serie von Garmin bietet erstklassige Bildqualität, bequeme Bedienung und zahlreiche smarte Zusatzfunktionen. Ob sich der hohe Preis in der Praxis auszahlt, zeigt der Test.

Die X310 von Garmin ist das neue Premium-Modell der aktuellen Fahrzeugkameras. Neben sehr hoher Bildqualität in 4K mit bis zu 120 FPS, Touchscreen- und Sprachbedienung lockt die Dashcam auch mit ihren integrierten Assistenzsystemen. Einen Teil davon bieten allerdings auch die günstigeren Modelle Dash Cam Mini 3, X110 und X210, wo genau liegt also der Unterschied. Wir haben es getestet.

Die Nutzung der mittlerweile gut bekannten Dashcams ist hierzulande zwar umstritten, unter Einhaltung gewisser Voraussetzungen ist die Nutzung aber auch in Deutschland zulässig. Kommt es trotz aller Vorsicht zu einem Unfall, helfen die gesicherten Aufnahmen, den Ablauf zu rekonstruieren, um so die Schuldfrage zu klären.

Für die Zulässigkeit der Aufnahmen dürfen aber nur relevante Daten gesichert werden – Videos ohne Aussagekraft dürfen also nicht dauerhaft gespeichert werden. Die Garmin-Kameras nutzten dazu die sogenannte Loop-Funktion, bei der ältere Aufnahmen automatisch mit aktuellen Videos überschrieben werden. Nur Unfallvideos und solche, die der Fahrer per Knopfdruck markiert, landen in einem separaten Ordner, um nicht überschrieben zu werden.

Die Garmin Dash Cam X310 filmt aber nicht nur das Geschehen vor dem Fahrzeug in 4K. Sie bietet ferner Assistenzsysteme, wie einen Abstands- und einen Spurhalteassistenten. Obendrein kann sie per Sprache gesteuert werden und erlaubt eine Live-Übertragung zum Handy und hat einen Park-Guard und eine Zeitrafferfunktion an Bord. Ob die zahlreichen Sonderfunktionen in der Praxis einen Mehrwert bieten und ob sich der stattliche Preis von aktuell 333 Euro lohnt, zeigt unser Test.

Design

Garmin setzt bei seiner X-Serie auf ein ähnliches Design, trotzdem sticht die X310 etwas heraus. Grund hierfür sind die nur zwei Bedientaster wegen des integrierten 2,4-Zoll-Touchscreens und das markante Objektiv im Metallic-Look. Das ragt knapp einen Zentimeter aus dem ansonsten schlichten schwarzen Gehäuse hervor. Die Abmessungen sind mit der X210 identisch und betragen 70 × 42 × 20 Millimeter. Mit einem Gewicht von 78 g ist sie zwar etwas schwerer, aber trotzdem noch schön kompakt. Bei vernünftiger Platzierung beeinträchtigt somit auch nicht das Sichtfeld. Dem gehobenen Preis entsprechend ist die Verarbeitungsqualität sehr hoch und so gibt es hier nichts zu kritisieren.

Das Top-Modell der Dashcam-Reihe bietet 4K-Auflösung mit einem Blickwinkel von 140 Grad und einer Bildwiederholfrequenz von bis zu 120 FPS. Für verbesserte Bildqualität bei schwierigen Lichtverhältnissen sorgt die Garmin Clarity-HDR-Optik, während der integrierte Polfilter tagsüber Spiegelungen reduziert. Das Kameraobjektiv auf der Vorderseite ragt etwa einen Zentimeter aus dem schlichten schwarzen Gehäuse hervor. Die Verarbeitung und die Druckpunkte der Tasten geben keinen Anlass für Beschwerden. Dem gehobenen Preis entsprechend, gibt es hier eine erstklassige Verarbeitungsqualität.

Neben der Kameralinse sitzt der bewegliche Befestigungsarm, mit dem die Dashcam an die Innenseite der Windschutzscheibe geklebt wird. Genaugenommen klebt hier aber nicht die ganze Kamera, sondern nur eine kleine Metallplatte an der Scheibe. An dieser haftet der magnetische Arm der Kamera – das funktioniert zuverlässig, selbst bei starker Bremsverzögerung. Damit die Klebestelle auch wirklich zuverlässig hält, muss man die Klebestelle unbedingt vorher von Schmutz und Fett befreien und bei moderaten Außentemperaturen arbeiten. So befestigt hält die Dashcam dann wirklich zuverlässig – auch bei Erschütterungen und Temperaturwechseln. Bei der Befestigung mit einem Saugnapf wäre der Halt erfahrungsgemäß weniger zuverlässig. Einziger Nachteil der starken Klebe-Pads: Das rückstandsfreie Entfernen ist aufwendig.

Der Schacht für die benötigte microSD-Karte befindet sich auf der Unterseite – eine Speicherkarte gehört trotz des saftigen Preises leider nicht zum Lieferumfang. Für den Einsatz in einer Dashcam mit hoher Auflösung empfiehlt sich auf jeden Fall eine microSD-Karte mit hoher Lese- und Schreibgeschwindigkeit. Die Geschwindigkeitsklasse sollte mindestens den Faktor 10 betragen. Worauf Käufer noch achten sollten, erklären wir im Ratgeber Speicherkarten: Die richtige Karte für Handy, Kamera oder Drohne finden. Nach dem Einlegen der Speicherkarte wird diese zunächst formatiert. Man muss der Formatierung zwar erst zustimmen, andere sollte man trotzdem gleich im Vorfeld sichern.

Ausstattung

Der Lieferumfang der X310 ist mit den kleineren Modellen vergleichbar. Im Paket liegen die Dashcam, ein rund vier Meter langes USB-A-auf-USB-C-Kabel und ein USB-Netzteil für den Zigarettenanzünder. Die Speicherkarte ist wie bereits erwähnt nicht dabei.

Die großzügige Länge des flexiblen Ladekabels macht eine einigermaßen versteckte Verlegung im Innenraum auch für Laien möglich. Wichtig bei der Montage: Das Kabel muss das Sichtfeld freilassen und darf sich keinesfalls in Pedalerie, Blinkerhebel oder Gurt verheddern. An welchen Stellen der Windschutzscheibe die Kamera befestigt werden darf und welche Platzierungen nicht zulässig sind, erklärt die ausführliche, mehrsprachige Anleitung.

Zur Stromversorgung kommt ein zeitgemäßer USB-C-Anschluss zum Einsatz. Zwar hat die Dash Cam X310 theoretisch sogar einen kleinen Lithium-Ionen-Akku integriert, der hat aber nur eine sehr geringe Kapazität. Für längere Aufnahmen ist er auch gar nicht gedacht. Der Akku ist für Notfälle vorgesehen und ermöglicht es trotz Verbindungsabriss der Stromversorgung für einige Minuten weiter zu funktionieren. Das ist wichtig, damit bei einem heftigen Unfall die letzten Aufzeichnungen tatsächlich gespeichert werden. In den Tests zeichnet die Dash Cam X310 auch ohne angestecktes USB-Kabel noch etwa weitere 15 Minuten auf, bevor sie sich abschaltet. Ein weiterer Vorteil der internen Stromquelle: Die Kapazität reicht aus, um bequem Videos außerhalb des Autos kabellos über die Garmin Drive App auf dem Smartphone anzusehen oder herunterzuladen – kommuniziert wird per Bluetooth und WLAN.

Zur exakten Ortsbestimmung sind GPS- und Galileo-Empfänger integriert. Die Aufnahme der Videos startet dank des empfindlichen Erschütterungssensors automatisch, sobald sich das Fahrzeug in Bewegung setzt. Der Sensor hat aber noch eine weitere wichtige Aufgabe. Er registriert starke und plötzliche Verzögerungen, etwa bei Bremsmanövern oder einem Unfall. Wenn das passiert, landet das Video in einem geschützten Ordner auf der Speicherkarte. Dann wird es von der Loop-Funktion nicht automatisch überschrieben und eventuell wichtige Beweise bleiben erhalten. Das automatische Überschreiben alter und rechtlich nicht relevanter Videoaufzeichnungen ist für den Gebrauch der Dashcams in Deutschland vorgeschrieben.

Garmin bietet hier zwei Optionen. Bei Methode Eins erstellt die Kamera so lange einzelne Clips mit einer Länge von jeweils einer halben Minute, bis die microSD-Karte voll ist und überschreibt dann jeweils die älteste Aufnahme. Alternativ nimmt die X310 immer nur ein Video von 30 Sekunden auf und überschreibt dieses dann sofort. Ausgenommen sind Clips, bei denen der G-Sensor reagiert hat. Diese Videos sind geschützt. Wir empfehlen aus Gründen des Datenschutzes die zweite Möglichkeit. Zusätzlich sollte man regelmäßig im geschützten Bereich abgelegte Videos auf Relevanz überprüfen und löschen, wenn sie nicht von Interesse sind.

Bedienung

Im Praxistest empfinden wir die Bedienung und Steuerung der Dash Cam X310 selbsterklärender Menüs und Touchscreen-Bedienung als intuitiv und unkompliziert. Die Berührungen der Finger werden zuverlässig erkannt und umgesetzt, was uns zumindest bei der Nutzung außerhalb des Fahrzeugs gut gefällt. Die Auflösung von 480 × 272 Pixeln sorgt für eine ausreichend gute Darstellung.

In der Regel hängt die Kamera aber im Auto, und hier kommt es schnell mal vor, dass man etwas zu fest auf das Display tippt und so das Sichtfeld der Kamera verstellt. Hinzu kommen immer deutlich zu erkennende Fingerabdrücke auf dem Bildschirm. So sexy die Touch-Bedienung auch sein mag, sehen wir hier die X110 und die X210 mit den seitlichen Bedientasten im Vorteil. Gut, dass Garmin zumindest die Taste zur manuellen Speicherung von Videoclips beibehalten hat. Hier kann man den Touchscreen außen vor lassen.

Sollte man während der Fahrt das Bedürfnis haben, eine Situation in Video oder Foto festzuhalten, gibt es aber eine deutlich sichere Methode als den Griff zur Speichern-Taste. Hier kommt der integrierte Sprachassistent zum Zuge, der sich mit dem Ausspruch „okay, Garmin“ aktivieren lässt. Zur Wahl stehen dann die Optionen „Video speichern“, „Bild aufnehmen“, „Ton aufzeichnen“ und „Zeitraffer starten“. Letztere Funktion nennt Garmin „Travelapse“. Hier nimmt die Dashcam ein Zeitraffervideo der gesamten Fahrt auf – spannend, etwa bei langen Fahrten in den Urlaub – aus Datenschutzgründen aber nur für den privaten Gebrauch zulässig. Die Funktion beeinflusst die eigentliche Aufzeichnung ansonsten nicht.

Sonderfunktionen

Das Premium-Modell der Dash-Cam-X-Serie hat zusätzlich zum Sprachassistenten und der Zeitrafferfunktion noch Fahrassistenzsysteme integriert. Dazu gehört etwa ein Losfahralarm, der den Fahrer etwa im Stau darauf aufmerksam macht, wenn das davorstehende Fahrzeug anfährt. Zusätzlich gibt es noch den Spurhalteassistenten und die Kollisionswarnung bei geringem Sicherheitsabstand. Trotz verschiedener Anpassungsmöglichkeiten der Assistenten blieb es bei uns nur bei einem kurzen Test – insbesondere die ständigen Warnungen bei eigentlich von uns beabsichtigten Spurwechseln haben mehr gestört als geholfen.

Als deutlich sinnvoller empfinden wir da schon den Parkassistenten „Park-Guard“. Wenn er eingeschaltet ist, erkennt die Kamera Erschütterungen beim geparkten PKW und speichert dann einen Videoclip der Situation. Bei Parkremplern mit Fahrerflucht hat man so immerhin eine geringe Chance, den Verantwortlichen zu identifizieren. Sollte das für den Schutz des geliebten Autos nicht ausreichen, kann man aus der Ferne per App sogar ein Livebild der Dashcam ansehen. Beide Services kosten aber zusätzlich, denn sie erfordern das kostenpflichtige Vault-Abonnement für die Garmin-App.

Bildqualität

Die Dashcam erlaubt Videos in 4K mit bis zu beeindruckenden 120 FPS (Bildern pro Sekunde) – keine andere Dashcam von Garmin macht bessere Aufnahmen. Insgesamt gibt es außer den Modellen von Nextbase nur sehr wenige PKW-Kameras, die hier mithalten können. Das 140-Grad-Sichtfeld (FOV) der Kamera ist zwar schmaler als bei der älteren Dash Cam 65W, aber noch ausreichend weit winkelig und auch weniger stark verzerrt. Die Kontraste unter allen Lichtbedingungen sind ordentlich ausgeprägt und die Farben wirken natürlich. Bei Gegenlicht und sehr schwachem Umgebungslicht kommt der Dynamikumfang aber an Grenzen. Insgesamt ist die Bildqualität aber selbst unter schwierigen Lichtverhältnissen noch gut.

Bei Actioncams würden wir uns wegen des hohen Speicherbedarfs überlegen, ob 120 FPS wirklich sein müssen. Wegen der Loop-Funktion ist das bei Dashcams aber kein Problem. Dank der sehr hohen Bildwiederholrate sind selbst Standbilder bei hoher Geschwindigkeit noch ausreichend scharf und gut erkennbar. Selbst bei 60 FPS würden schnelle Bewegungen noch einigermaßen scharf aufgenommen – bei nur 30 FPS werden Details hingegen ausgewaschen und unscharf.

Preis

Die Garmin Dash Cam X310 kostet im Handel regulär satte 399 Euro. Das sind rund 100 Euro mehr als die X210 mit 2,7K-Auflösung und 170 Euro Aufpreis zur X110 mit 1080p. Die vielen Sonderfunktionen, die tolle Bildqualität und die erfahrungsgemäß hohe Zuverlässigkeit rechtfertigen zwar einen hohen Preis, trotzdem bleibt die Dash Cam X310 kostenintensiv.

Aktuell ist das Modell deutlich reduziert zu bekommen. Bei Amazon fallen etwa 333 Euro an.

Fazit

Die Garmin Dash Cam X310 ist eine kompakte Premium-Dashcam mit hervorragender Bildqualität und zahlreichen Sonderfunktionen. Neben einer hohen Zuverlässigkeit und der kompakten Bauform sind besonders die 120 FPS bei 4K-Auflösung und die praktischen, aber kostenpflichtigen Dienste Live-Video und Park-Guard zu nennen. Im Portfolio von Garmin setzt die X310 neue Maßstäbe – eine bessere Bildqualität gab es bisher nicht.

Rein technisch überzeugt die X310 auf ganzer Linie, auch wenn wir die Bedienung per Touchscreen zumindest streitbar finden. Muss man aber so viel Geld ausgeben? Das liegt im Auge des Betrachters. Aus unserer Sicht ist die Premium-Dashcam zu teuer – bedingt durch viele in der Praxis eher unnötige Assistenzsysteme. Hier stellt sich die Frage, ob man die gebotenen Funktionen wohl überhaupt nutzt. Gute Bildqualität gibt es mittlerweile auch deutlich günstiger – hier muss man sich allerdings bei den Sonderfunktionen einschränken.

Nextbase IQ im Test: Smarte Dashcam mit OBD & Remote-Zugriff per LTE

Die Nextbase IQ möchte die Dashcam der Zukunft sein. Mit LTE und KI ausgestattet filmt sie nicht nur brenzlige Situationen auf der Straße, sondern bewacht das Auto auch beim Parken.

VORTEILE

  • Live-Zugriff auf Dashcam via LTE
  • einfache Montage
  • gute Bildqualität

NACHTEILE

  • teuer & Abo für vollen Funktionsumfang
  • etwas klobig
  • Befestigung nur zum Ankleben

Die Nextbase IQ möchte die Dashcam der Zukunft sein. Mit LTE und KI ausgestattet filmt sie nicht nur brenzlige Situationen auf der Straße, sondern bewacht das Auto auch beim Parken.

Eine Dashcam kann ein hilfreiches Mittel sein, um die Schuldfrage nach einem Autounfall zu klären. Die kleinen Kameras filmen, sobald eine starke Verzögerung erfolgt, um später Beweismittel zu haben, wenn es kracht. Doch die Autokameras bieten schon lange mehr. Ein weiteres Feature ist die Überwachung des Fahrzeugs beim Parken oder das Absetzen eines automatischen SOS nach einem Unfall.

Die neue Nextbase IQ kombiniert eine Reihe dieser Features mit einem Live-Zugriff auf die Dashcam mittels Mobilfunk via LTE. Wie das funktioniert und ob es in der Praxis überzeugen kann, zeigt dieser Test. Ausprobiert haben wir die Nextbase IQ 2K für 462 Euro.

Design

Die Nextbase IQ verzichtet auf ein großes Display zur Anzeige des Videobilds. Es gibt nur einen winzigen Screen, der den Status der Dashcam zeigt. Also wie der Empfang ist und ob die Kamera aufzeichnet. Bei der Einrichtung erscheint hier auch ein QR-Code – dazu später mehr.

Die Verarbeitung wirkt hochwertig und futuristisch, auch wenn das Gehäuse nur aus Kunststoff besteht. Die Halterung selbst klebt man an die Windschutzscheibe – eine andere Befestigungsmöglichkeit gibt es nicht. Das macht es etwas mühsam, die Halterung später bei einem Fahrzeugwechsel wieder zu entfernen. Dafür hält das Ganze bombenfest. Die Dashcam selbst kann man von der Halterung abziehen.

Allerdings wirkt die Kamera auch ohne richtiges Display eine Spur zu groß. Die Abmessungen betragen recht üppige 80 × 175 × 45 mm. So stört sie zwar das Sichtfeld nicht wirklich, bleibt aber deutlich präsent. Zumal das obere Ende an der Halterung samt Mobilfunkantennen und Lautsprecher der Gegensprechanlage ziemlich wuchtig geraten ist. Das hätte man unserer Ansicht nach auch kompakter lösen können.

Auf Wunsch kann man eine Rückfahrkamera dazukaufen und an die Dashcam anschließen. Diese befestigt man an der Heckscheibe und verbindet sie per Kabel mit der Nextbase IQ. Getestet haben wir das bisher aber nicht.

Einrichtung

Die größte Besonderheit der Nextbase IQ: Die Stromversorgung erfolgt direkt über die Bordelektronik – entweder per OBD-2-Anschluss oder Hardwire-Kabel. Das ist notwendig, damit die Kamera auch eine Parkraumüberwachung durchführen kann. Zusätzlich blockiert das Gerät nicht den 12-Volt-Anschluss im Fahrzeug, den man eventuell für einen Monitor mit Android Auto (Bestenliste) nutzt, wie in unserem Fall.

Zum Lieferumfang gehören ein langes Stromkabel mit einem Anschluss für USB-C an der Kamera sowie OBD 2 für das Fahrzeug- sowie alternativ ein Hardwire-Kabel, das man mit der Sicherung des Fahrzeugs verbindet. Dazu kommt zusätzliches Klebepad von 3M, falls man die Dashcam erneut in einem anderen Fahrzeug befestigen möchte und ein Kunststoff-Werkzeug, das beim Verstecken der Kabel unter dem Dachhimmel entlang der Windschutzscheibe hilft. Zusätzlich befinden sich in der Verpackung auch Aufkleber für das Fahrzeug mit Warnhinweisen, dass man eine Dashcam nutzt. Diese klebt man bei Bedarf auf das Fahrzeug.

Am einfachsten ist es, das OBD-2-Kabel im Cockpit einzustecken, meistens befindet sich der Anschluss dafür links unten im Bereich des Fahrers – hängt aber letzten Endes vom Automodell ab. Genutzt haben wir einen Opel Adam, Baujahr 2015. Zum Einrichten sollte man zuvor die App Nextbase IQ herunterladen. Die App erklärt alle nötigen Schritte kurz und knapp. Eine Anleitung gibt es sonst auch nicht. Dabei registriert man sich für einen Account, legt fest, welches Abo-Modell man wünscht und hinterlegt seine Bezahldaten.

Nach dem Einstecken verlegt man das Kabel entlang der Windschutzscheibe, wobei man es versucht, hinter der Verkleidung zu verstecken. Ein Kunsthof-Hebel als Werkzeug hilft dabei. Die Kamera sollte man bis jetzt nicht ankleben, aber schon mal die Zündung starten. Danach scannt man den QR-Code auf der Dashcam mit dem Handy ein, um sich mit der Kamera zu verbinden. Eine microSD-Karte mit 64 GB steckt bereits von Haus aus in der Nextbase IQ.

Sollte das Fahrzeug für längere Zeit in einem gesicherten Parkplatz stehen, ist es ratsam, die Kamera abzustöpseln. Steht es länger in der eigenen Garage, während man auf Reisen ist, könnte sich sonst die Autobatterie entleeren. Im Winter könnte es zudem eine zusätzliche Belastung für den Fahrzeugakku sein. Als Backup raten wir dann zu einer Starthilfe (Bestenliste).

Bedienung

An der Kamera selbst sind bis auf die Taste für Notfallaufnahmen keinerlei Knöpfe. Sämtliche Einstellungen konfiguriert man über die App. Es gibt zudem eine Sprachsteuerung (Befehl: „Hallo Dashcam“). Die funktioniert aber auf Englisch deutlich zuverlässiger als auf Deutsch – die gewünschte Sprache legt man in der App fest. Der Aufbau der App selbst erscheint uns logisch und intuitiv. Per App ruft man bei eingehender Warnung schnell die Live-Ansicht der Kamera auf oder prüft vorherige Aufnahmen.

Sehr ungewöhnlich: Die Kamera entscheidet selbst über die Länge der Video-Clips für den Loop. Normalerweise legt man das in den Einstellungen selbst fest. Die Empfindlichkeit des Beschleunigungssensors kann man hingegen anpassen und viele weitere Modifikationen vornehmen, etwa zur Parkraumüberwachung. Verkehrssituationen hatte die Kamera bislang selten abgesichert, häufiger aber, wenn man sich dem Fahrzeug nähert und einsteigt. Das kann etwas nervig sein, zumal, wenn man selbst ins Fahrzeug steigt, um dann von der App gewarnt zu werden.

Bildqualität

Getestet haben wir das 2K-Modell mit QHD-Auflösung. Die Bildqualität ist gut und liefert ausreichend Details, auch wenn die Farben etwas blass wirken. Auch bei Dunkelheit ist genug auf den Aufnahmen zu erkennen. Wir waren mit den Aufnahmen der 2K-Version weitgehend zufrieden und konnten Kennzeichen meistens erkennen. Wer noch mehr Bildschärfe wünscht, dem sei die 4K-Variante angeraten.

Ausstattung

Üblicherweise befindet sich ein G-Sensor in der Dashcam. Erfolgt etwa ein starkes Bremsmanöver, sichert die Kamera Aufnahmen in einem geschützten Bereich ab. Die Nextbase IQ kann aber noch weit mehr. Integriert ist ein LTE-Modem, eine SIM-Karte benötigt man nicht, denn der Netzzugriff erfolgt über eine Kooperation mit Vodafone. Dafür sind allerdings Abogebühren fällig. Damit ist die Dashcam – sofern Netz vorhanden – always online. Ein kleiner Akku für Notfälle ist an Bord, dieser dient primär dazu, Aufnahmen bei einem Unfall zu sichern, wenn sich das Kabel gelöst haben sollte.

Die Parkraumüberwachung nutzt Sensoren. Auf Wunsch informiert die App den Nutzer dann per Push, dass sich jemand auf das Fahrzeug zubewegt. Dabei zeichnet die Kamera schon mal auf. Per Handy kann man dann das Live-Bild abrufen. Alternativ prüft man die letzten Aufzeichnungen. Erkennt man etwa einen Einbrecher im Auto, kann man diesen per Alarmsound aus der Gegensprechanlage verscheuchen. Allerdings ist die Parküberwachung unserer Ansicht nach eine Herausforderung, was den Datenschutz angeht. Wie reagieren etwa Nachbarn darauf, wenn man deren Einfahrt gefilmt hat?

Recht speziell ist der sogenannte „Zeugen-Modus“. Diesen aktiviert man per Sprachbefehl, wenn man sich im Auto sitzend von Passanten bedroht fühlt. Dann startet die Kamera einen Livestream und schickt diesen an einen oder maximal zwei vorher zu bestimmende Notfall-Kontakte. Eine Aufnahme erfolgt dabei aber nicht.

Spannend für Eltern, die das Fahrzeug an ihre Kinder verliehen, ist der „Wächtermodus“. Hier bekommen Nutzer der App eine Benachrichtigung, wenn das Fahrzeug einen bestimmten Bereich verlässt oder eine Geschwindigkeit überschreitet. Anschließend kann man per Gegensprechanlage mit den Kindern sprechen – also sie zurechtweisen.

Eine SOS-Funktion gibt es auch. Erkennt diese etwa einen Unfall durch eine starke Verzögerung, bei der das Fahrzeug den Standort nicht mehr verändert und auch keine Reaktion durch den Fahrer erfolgt, schickt die Kamera automatisch einen Notruf ab. Dieses Feature kennen wir bereits von anderen Dashcams wie der Nextbase 622GW (Testbericht).

Für die Zukunft spannend ist das Feature „Road Watch AI“ – das in Deutschland bisher nicht freigeschaltet ist. Das Feature überwacht die Fahrzeuge in der Umgebung sowie deren Geschwindigkeit und Entfernung. Weitere smarte Features könnten folgen.

Preis

Die Nextbase IQ war ziemlich teuer und startete bei einer UVP von 479 Euro. Aktuell sind die Preise aber zumindest für die 1k-Variante etwas gesunken. Das einfache 1k-Modell mit Full HD startet derzeit bei 247 Euro. Das 2K-Modell mit QHD-Auflösung kostet 462 Euro und die 4K-Variante liegt noch immer bei satten 599 Euro. Die Rückfahrkamera als Zubehör liegt bei 180 Euro.

Dazu kommen noch Abokosten. Zwar kann man die Dashcam auch kostenlos nutzen, der Funktionsumfang beschränkt sich dann auf App- und Sprachsteuerung. Das volle Paket mit allen Services inklusive Cloud-Speicher für 180 Tage liegt bei 10 Euro im Monat oder 100 Euro im Jahr. Für 7 Euro im Monat oder 70 Euro im Jahr gibt es ein günstigeres Paket, das aber noch die Parküberwachung oder den Zeugen- und Wächtermodus bereithält.

Fazit

Die Nextbase IQ zeigt eindrucksvoll, was eine moderne, smarte und vernetzte Dashcam kann. Die Bildqualität ist gut, die Bedienung der App ist sehr intuitiv. Weil die Dashcam permanent über Strom versorgt wird und Mobilfunk nutzt, kann man jederzeit auf die Kameraansicht zugreifen oder wird gewarnt, wenn sich jemand am Auto zu schaffen macht. Wer Angst hat vor Dieben oder Vandalismus, bekommt hier eine zusätzliche Absicherung.

Allerdings ist die rechtliche Nutzung in unseren Augen umstritten bei einer Parkraumüberwachung. Zudem ist die Dashcam kostspielig, dazu kommen Abokosten. Wer einfach nur das Geschehen vor dem Fahrzeug filmen möchte für den Fall eines Unfalls, bekommt günstigere Varianten.

Dashcam Nextbase Piqo im Test

Die Nextbase Piqo ist eine besonders kompakte und günstige Dashcam mit 2K-Auflösung. GPS und Unfallerkennung sind an Bord, auf Spielereien muss man allerdings verzichten. Wir zeigen, ob sich der Kauf trotz abgespeckter Ausstattung lohnt.

VORTEILE

  • ordentliche Bildqualität
  • GPS
  • kompakt
  • günstig

NACHTEILE

  • kein Display
  • bei 2K nur 30 FPS
  • wenig Sonderausstattung wie Heckkamera

Die Nextbase Piqo ist eine besonders kompakte und günstige Dashcam mit 2K-Auflösung. GPS und Unfallerkennung sind an Bord, auf Spielereien muss man allerdings verzichten. Wir zeigen, ob sich der Kauf trotz abgespeckter Ausstattung lohnt.

Anders als die letzten Dashcams in unseren Tests bietet die Nextbase Piqo keine Superlative im technischen Sinn. Zeitrafferaufnahme oder Livefeed-Funktion via 4G, 4K, 120 FPS, Internetanbindung, zusätzliche Heckkamera, Abstandswarner, Spurhalteassistenten und Ähnliches gibt es hier schlicht nicht. Bei der Piqo beschränkt sich der Hersteller auf die wichtigsten Grundfunktionen. Im Test gefällt sie uns trotzdem richtig gut. Und das macht sich positiv beim Preis bemerkbar, der mit 129 Euro bei einem Bruchteil der Kosten für die Flagship-Modelle von Nextbase, Garmin und Co. liegt.

Für eine sinnvolle Nutzung müssen Dashcams zuverlässig funktionieren und eine ausreichende Videoqualität mitbringen. Damit die Nutzung auch legal ist, müssen die Kameras aber noch weitere Punkte erfüllen. So dürfen nur relevante Daten gesichert werden – Videos von Fahrten ohne Aussagekraft dürfen nicht dauerhaft gespeichert werden. Die Auto-Kamera von Nextbase nutzt dazu die Loop-Funktion, bei der ältere Clips mit aktuellen Videos überschrieben werden, sobald die Speicherkarte voll ist. Videos, bei denen der Beschleunigungssensor einen Unfall vermutet und solche, die der Fahrer per Knopfdruck markiert, sind davon ausgenommen. Sie landen in einem eigenen Ordner auf der Speicherkarte und werden nicht überschrieben.

Wie sich die kompakte Piqo im Alltag schlägt und wie sie im Vergleich zu anderen Modellen abschneidet, zeigt unser Test.

Design & Ausstattung

Das Design der mit 30 × 40 × 110 mm recht kompakten Nextbase Piqo ist abgesehen von der schwarz glänzenden Klavierlackoberfläche mit dem Herstellerlogo unauffällig. Befestigt wird die Kamera per Haltearm, welcher direkt auf die Windschutzscheibe geklebt wird. Die Klebstelle sollte vorher entfettet und gereinigt werden, dann sitzt die Kamera zuverlässig und fest. Auf der Vorderseite sitzt im unteren Bereich die Kameralinse, welche nur um wenige Millimeter aus dem Gehäuse herausragt. Auf der rechten Gehäuseseite befindet sich mittig der USB-C-Port für die Stromversorgung. Der Einschub für die nicht im Lieferumfang enthaltene microSD-Speicherkarte befindet sich auf der linken Seite. Die Geschwindigkeitsklasse der Speicherkarte sollte mindestens den Faktor 10 betragen. Worauf man beim Kauf noch achten sollte, erklären wir im Ratgeber Speicherkarten: Die richtige Karte für Handy, Kamera oder Drohne finden.

Auf der Rückseite der Piqo befindet sich der einzige Bedientaster. Der runde, zentral positionierte Button ist je nach Betriebszustand beleuchtet, dient als Ein- und Ausschalter und ist für die manuelle Speicherung von Clips zuständig. Auch den Kopplungsmodus für die Verbindung via App starten wir damit. Auf einen Bildschirm verzichtet Nextbase bei der Piqo. Für Änderungen an den Einstellungen, das Sichten von Videomaterial und auch das genaue Ausrichten der Kamera ist deshalb immer ein Smartphone mit der App nötig. Im Test mag das stellenweise etwas aufwendiger sein, im Alltag stört uns das fehlende Display aber keinesfalls. Grund hierfür ist die Tatsache, dass die Kamera in der Regel einmal eingerichtet und dann erst wieder bei einem Crash benötigt wird.

Zur Stromversorgung setzt Nextbase auf einen zeitgemäßen USB-C-Anschluss und packt auch gleich ein passendes 12-Volt-Netzteil mit zwei Ladeports für den Zigarettenanzünder bei. Das Ladekabel ist ausreichend lang und flexibel, um es einigermaßen versteckt im Innenraum verlegen zu können. Für eine versteckte Montage legt der Hersteller auch gleich ein kleines Werkzeug zum Entfernen der Innenverkleidung bei. Die Datenübertragung aufs Handy geschieht kabellos via WLAN – die Übertragung ist zugegeben allerdings recht langsam. Zur exakten Orts- und Geschwindigkeitsbestimmung hat die Piqo trotz geringer Größe und günstigem Preis einen GPS-Empfänger integriert – dieses Ausstattungsmerkmal ist üblicherweise den hochpreisigen Dashcams vorenthalten.

Der interne Bewegungssensor erkennt plötzliche und starke Verzögerungen, etwa beim Bremsen oder einem Zusammenstoß, und meldet dies an die Kamera. Das aktuell aufgenommene Video wird dann in den geschützten Bereich auf der Speicherkarte verschoben, um nicht überschrieben zu werden. Die für das automatische Überschreiben zuständige Loop-Funktion ist für den legalen Einsatz von Dashcams in Deutschland vorgeschrieben. Wir empfehlen aus Gründen des Datenschutzes, die vom G-Sensor im geschützten Bereich abgelegte Videos regelmäßig auf Relevanz zu überprüfen und zu löschen, wenn sie nicht benötigt werden. Das funktioniert zwar theoretisch auch per App – in der Praxis ist es allerdings deutlich bequemer und schneller, die Speicherkarte zu entnehmen und sie direkt am PC zu sichten.

Zusätzlich hat uns Nextbase das optionale Kabelkit zur Dauerstromversorgung mitgeschickt. Dieses wird benötigt, wenn man den PKW auch im geparkten Zustand überwachen will. Parkrempler und Ähnliches würden dann ebenfalls aufgezeichnet. Damit das funktioniert, bezieht dieses Kabel den Strom über den OBD-Port. Die Sorge, die Kamera könnte unsere Autobatterie in die Knie zwingen, hat sich nicht bestätigt. Fällt die Batteriespannung zu weit ab, deaktiviert sich die Dashcam automatisch.

Bedienung

Wie bereits erwähnt ist die Installation, genauer gesagt die Ausrichtung der Kamera wegen des fehlenden Displays minimal aufwendiger als bei anderen Dashcams. Das Verbinden mit der App funktioniert aber auf Anhieb vollkommen problemlos und so können wir den Sichtwinkel nach wenigen Minuten am Smartphone kontrollieren. Zur Nutzung der App müssen wir ein kostenloses Nutzerkonto anlegen. Das Ändern von Einstellungen am Handy empfinden wir als deutlich bequemer als per Taster oder Touchscreen an der Kamera. Das Menü der App ist zwar nicht besonders intuitiv, nach einigen Versuchen finden wir uns aber gut zurecht.

Einmal eingerichtet, erledigt die Piqo ihre Aufgaben dann gänzlich unauffällig und zuverlässig. Außer einem kurzen Piepton beim Anschalten fällt die kompakte Kamera kaum auf.

Technische Daten

Sonderfunktionen

Zu den wenigen Sonderfunktionen gehören die erwähnte Parküberwachung, die Möglichkeit, sich an vorher festgelegten Orten warnen zu lassen und eine Sprachbedienung. Wenn gewünscht, kann die Kamera melden, sobald sie einen vorher definierten Ortsbereich verlässt. Auch eine automatische Notruffunktion und Cloud-Speicher bietet Nextbase – dafür ist dann aber ein Abo nötig, welches rund 30 Euro pro Jahr kostet.

Mehr gibt es nicht an Sonderfunktionen. Das ist unserer Meinung nach klasse! Endlich mal eine Dashcam, die nur das macht, wofür sie gedacht ist. Keine teuren, illegalen oder im Alltag vollkommen unnötigen Extras, die Preise nach oben treiben.

Bildqualität

Die 2K-Aufnahmen der Piqo sind insbesondere bei guten Lichtverhältnissen gut bis sehr gut. Trotz Gegenlicht und schmutziger Frontscheibe sind Details auf den Standbildern gut zu erkennen. Wer häufiger bei höheren Geschwindigkeiten unterwegs ist, sollte aus unserer Sicht trotzdem besser auf FHD-Auflösung mit 60 FPS zurückgreifen.

Nextbase Piqo Screenshot aus Video

Bei wenig Licht und in der Dunkelheit kommt der Dynamikumfang aber dann an seine Grenzen. Die Aufnahmen zeigen dann deutliches Rauschen und leichte Artefakte. Bei starkem Gegenlicht sind Kennzeichen nicht immer zuverlässig erkennbar – dieses Problem hat aber auch deutlich teurere Dashcams.

Insgesamt ist die Bildqualität sehr ordentlich – nicht nur mit Hinblick auf den Preis. Für eine Beweissicherung im Falle eines Unfalls braucht es auch gar nicht mehr.

Preis

Die getestete Nextbase Piqo mit 2K-Auflösung kostete ursprünglich rund 150 Euro, was mit Blick auf die Zuverlässigkeit und hohe Bildqualität sehr fair ist. Inzwischen ist die Kamera günstiger ab 130 Euro erhältlich, was sie zu unserem Preis-Leistungs-Tipp macht.

Die 1K-Variante mit 1080p bei maximal 30 FPS ist mit 110 Euro kaum günstiger, weshalb wir immer zur 2K-Version greifen würden.

Fazit

Die Piqo hinterlässt trotz überschaubarer Ausstattung und Bildqualität einen rundum positiven Eindruck. Wer eine zuverlässige, kompakte und trotzdem bezahlbare Dashcam für die tägliche Nutzung sucht, ist mit der Nextbase Piqo 2K sehr gut beraten. Auch wenn es andere Dashcams mit spannenden Extrafunktionen, höheren Frameraten und 4K-Auflösung werben – mehr als die Piqo 2K benötigt man nicht.

Dank ordentlicher Bildqualität, zuverlässiger Funktion und einem Preis unter 120 Euro ist die Nextbase Piqo unser neuer Preis-Leistungs-Sieger für alle, die eine gute Dashcam für den Alltag benötigen.

Einzig die langsame WLAN-Verbindung hat uns im Test wirklich gestört. Wer seine Dashcam ohne Smartphone bedienen will, muss sich aber nach einer Alternative umsehen. Auch wer sich eine Rundumsicht für die Aufzeichnung wünscht, wird mit der Piqo nicht glücklich.

Nextbase 622GW im Test

Die Nextbase 622GW gehört zu den Premium-Dashcams. Sie bietet 4K-Auflösung und Sonderfunktionen wie eine Alexa-Integration oder einen automatischen Notruf. Wir zeigen, wie gut die Dashcam wirklich ist.

VORTEILE

  • einfache Handhabung
  • starke Sonderfunktionen
  • hohe Auflösung und tolle Bildqualität bei Tageslicht

NACHTEILE

  • verhältnismäßig groß und schwer
  • wird sehr heiß im Betrieb
  • Schwächen bei Dunkelheit und bei Kennzeichen

Die Nextbase 622GW gehört zu den Premium-Dashcams. Sie bietet 4K-Auflösung und Sonderfunktionen wie eine Alexa-Integration oder einen automatischen Notruf. Wir zeigen, wie gut die Dashcam wirklich ist.

Bei einem Autounfall kann ein Dashcam-Video ein hilfreiches Mittel bei der Rekonstruktion des Unfallhergangs und der Klärung der Schuldfrage sein. Seit 2018 ist die Nutzung einer Dashcam in Deutschland unter bestimmten Voraussetzungen zulässig.

Die Nextbase 622GW ist das aktuelle High-End-Modell im Sortiment der Dashcams des Unternehmens. Der Nachfolger der Nextbase 612GW bietet neben der Möglichkeit, Videoaufnahmen in hoher Auflösung von bis zu 4K während der Fahrt zu erstellen, weitere praktische Zusatzfunktionen wie eine Integration von Alexa, eine automatische Notruffunktion sowie Bluetooth. Preislich liegt sie mit einer UVP von knapp 300 Euro über der Nextbase 422GW.

Neu im Vergleich zum Vorgängermodell ist der Support für Alexa, der bereits beim Modell 422GW in Erscheinung getreten ist und ein etwas schmalerer Blickwinkel von 140 Grad im Gegensatz zu vormals 150 Grad. Wir haben uns die Nextbase 622GW genauer angesehen und zeigen, was sie in der Praxis leistet.

Design und Montage

Optisch fügt sich das Modell 622GW nahtlos in die Designsprache der übrigen Dashcams von Nextbase ein. Das Gerät erinnert auf den ersten Blick an eine kompakte Digital- oder Action-Kamera. Die Verbreitung macht einen hochwertigen und soliden Eindruck, das Design ist funktionell und zeitgemäß. Verglichen mit dem Vorgänger ist die Dashcam deutlich geschrumpft: Die Abmessungen betragen jetzt 9,4 x 5,3 x 4,5 Zentimeter. Das ist sie allerdings etwas größer als die Nextbase 422GW. Damit fällt die Nextbase 622GW für unseren Geschmack zu wuchtig ist aus, die Garmin Dashcam 65W etwa ist deutlich kleiner und nur halb so breit. Mit 125 Gramm ist die Nextbase 622GW zudem doppelt so schwer wie das Modell von Garmin. Je kleiner eine Dashcam ist, desto weniger stört sie das Sichtfeld des Fahrers.

Das berührungsempfindliche IPS-Display ist wie schon beim Vorgänger mit einer Diagonale von 3 Zoll ziemlich groß im Vergleich zu anderen Dashcams. Bei der Nextbase 422GW kommt etwa ein LCD mit 2,5 Zoll zum Einsatz, bei der Garmin Dashcam 65W ein Bildschirm mit 2 Zoll. Unterhalb des Bildschirmes liegt auffällig in Rot markiert eine Taste zum Schützen von Aufnahmen.

Der Ein/Ausschalter befindet sich gemeinsam mit dem Schacht für SD-Karten auf der linken Seite, rechts liegt unter einer Gummiabdeckung der Anschluss für eine weitere Kamera, beispielsweise für die Sicht nach hinten in den Innenraum. Auf der Oberseite befindet sich der USB-Mini-Steckplatz für das USB-Kabel zur Verbindung mit dem PC sowie das Stromkabel für den 12-Volt-Stecker im Auto. Die Kameralinse wirkt dominant und ragt fast 3 Zentimeter hervor. Auffällig ist magnetische Abdeckung neben der Linse. Dahinter verbirgt sich der Anschluss für die Halterung der Dashcam zur Montage an der Windschutzscheibe.

Am Ende der Halterung können Nutzer wahlweise einen Arm mit Saugnapf oder ein Plättchen mit Klebstoff befestigen. Die Variante mit Klebstoff hält deutlich fester – im Test mit dem Saugnapf ist uns die Kamera einmal heruntergefallen. Dafür kann man das angeklebte Plättchen nicht so einfach wieder entfernen.

Ausstattung

Zum Lieferumfang gehört eine Halterung mit integriertem Mini-USB-Stecker zur zusätzlichen Stromversorgung der Dashcam. Das ist sehr praktisch, wenn die Kamera bereits an der Windschutzscheibe montiert ist, da man so leichter das Kabel anschließen kann. Nextbase legt auch ein Verlegewerkzeug für die Verkabelung zum 12-Volt-Stecker aus Kunststoff bei, das auch als Kratzer beim Entfernen der Klebstoffrückstände dient. Zusätzlich liegt ein Kabel für die Stromversorgung über den Zigarettenanzünder im Auto sowie für die Verbindung mit dem PC über USB-A bei. Eine Speicherkarte gehört nicht zum Lieferumfang.

Als Spitzenmodell von Nextbase verfügt die 622GW über eine umfangreiche Ausstattung. Die Kamera mit einer Blende von f/1,3 und CMOS-Sensor schafft eine maximale Auflösung von 3840 x 2160 Pixel bei 30 fps, die niedrigste Auflösung liegt immer noch bei 1920 x 1080 Pixel und bietet dann sogar 120 fps. Ein mitgelieferter Polfilter blockiert Licht, das von nicht-metallischen Oberflächen reflektiert wird. Das hilft dabei, Spiegelungen auf der Windschutzscheibe zu vermeiden und bietet außerdem einen besseren Kontrast zwischen verschieden hellen Hintergründen.

GPS gehört ebenfalls zur Ausstattung der Nextbase 622GW. Mit an Bord ist zudem ein Beschleunigungssensor. Dieser erkennt, wenn das Auto losfährt, um die Videoaufnahme automatisch zu starten und registriert zudem starke Bremsvorgänge – wie sie vor einem Unfall häufig passieren. Die Kamera speichert dann die Videoaufnahme in einem geschützten Bereich. Die Dashcam verfügt über einen Akku mit 320 mAh. Ein dauerhafter Akkubetrieb ist mit der Nextbase 622GW nicht möglich – der kleine Not-Akku soll im Falle eines Unfalls gewährleisten, dass die Kamera mindestens 15 Minuten ohne externe Stromversorgung durchhält, um die Aufnahmen im geschützten Speicher abzulegen und möglicherweise einen Notruf abzusetzen.

Standardmäßig bietet die Dashcam eine Loop-Funktion – eine der Voraussetzungen dafür, dass die Kamera in Deutschland überhaupt zulässig ist. Dabei nimmt die Kamera immer nur für eine bestimmte Zeitspanne Videoclips auf und überschreibt die alten Aufnahmen mit jedem neuen Videoclip. Erfolgt ein abruptes Bremsen, landen die Aufnahmen im geschützten Speicherbereich, damit diese nicht automatisch überschrieben werden. Eine Zeitraffer-Funktion hat die 622GW ebenfalls.

Die kabellose Kommunikation der Dashcam mit dem Smartphone erfolgt über Bluetooth 5.0 sowie Quicklink-Wifi. Der SD-Karten-Slot unterstützt maximal 128 GByte. Nextbase empfiehlt für den Einsatz in der Dashcam eine U3-Micro-SD.

Bedienung

Die Montage der Nextbase 622GW ist relativ einfach. Wer sichergehen will, dass die Kamera wirklich fest haftet, sollte die Halterung für die Klebemontage wählen. Vor dem ersten Einsatz empfiehlt es sich den Akku der Kamera für etwa zwei Stunden aufzuladen.

Schaltet man die Kamera zum ersten Mal an, geht sie direkt in den Aufnahmemodus. Links oben befindet sich ein Zahnrad – hier nimmt der Anwender alle nötigen Einstellungen vor. Dazu gehört unter anderem die gewählte Auflösung, die Länge der einzelnen Videoclips (1 bis 3 Minuten), die Stempel für Uhrzeit, GPS-Koordinaten oder Geschwindigkeit sowie das Autokennzeichen, die Empfindlichkeit des Beschleunigungssensors und die Voreinstellung für die Loop-Funktion, Tonaufnahme, Zeitlupe sowie Bildstabilisator. Bedienung und Menüführung sind selbsterklärend.

Allerdings sollte man vor der Inbetriebnahme darauf achten, dass einige Funktionen nicht voreingestellt sind, zum Beispiel ist der Bildstabilisator deaktiviert. Viel ärgerlicher: Die Loop-Funktion macht standardmäßig zunächst die SD-Karte voll, und löscht erst dann die alten Aufnahmen. Das ist in Deutschland aber rechtlich nicht zulässig. Hierzu muss man allerdings in den Einstellungen unter „Videoaufzeichnung“ die Option „Min“ statt der vorgewählten „Max“ wählen.

Die Dashcam startet die Aufnahme selbstständig, sobald man mit dem Fahrzeug losfährt. Bei einem starken Bremsmanöver landen die Aufnahmen automatisch im geschützten Speicher. Durch einen Druck auf den rötlich markierten Button unter dem Display legt man den Videoclip manuell im geschützten Speicher ab. Auffallend ist, wie heiß die Kamera in Betrieb wird. Das ist tatsächlich ungewöhnlich.

Die Kommunikation zwischen Smartphone und Dashcam funktioniert meistens zuverlässig. Hierfür brauchen Nutzer die App MyNextbase Connect, die es für Android und für iOS gibt. Die Kommunikation erfolgt über Bluetooth und WLAN. Hier kann man sich die Videoaufnahmen der Dashcam direkt über die App ansehen und in die App herunterladen. Um die Videoclips auf anderen Geräten zu nutzen, steht die MyNextbase Cloud zur Verfügung. Die App lädt die Aufnahmen in die Cloud, wo sie für 30 Tage zum Download oder Bearbeiten zur Verfügung stehen. Der Upload in die Cloud dauert je nach Auflösung und WLAN-Verbindung etwa 1 bis 2 Minuten. Anschließend generiert MyNextbase Cloud eine URL, mit der man die Videos herunterladen kann.

Alternativ stöpselt man die Dashcam an den PC und wählt beim Einschalten die Option „Dateizugriff“. Danach kopiert man die Videodateien vom Speicher der Kamera auf den Rechner. Mit der kostenlosen Software MyNextbase Player können Nutzer die Aufnahmen zudem ansehen und bearbeiten und ebenfalls speichern.

Bildqualität

Bei gutem Wetter macht die Nextbase 622GW einwandfreie Videoaufnahmen mit kräftigen Farben und ausgeprägten Kontrasten. Dank 4K sind auch sehr hohe Auflösung möglich, allerdings nur 30 fps möglich. Wir haben uns für den Test für eine Auflösung von 1440p bei 60 fps entschieden – durch die höhere Bildwiederholrate bleiben die Aufnahmen besonders scharf. Bei 1080p sind auch 120 fps möglich. Der digitale Bildstabilisator ist von Haus aus deaktiviert. Ohne Stabilisator wackeln die Aufnahmen bei unebenem Untergrund gehörig. Der Bildstabilisator wirkt dem effektiv entgegen, macht das Bild aber etwas körniger und unterstützt zudem nur eine Bildwiederholrate von maximal 60 fps.

Bei Dunkelheit nimmt die Bildqualität spürbar ab. Zudem reflektieren Nummernschilder so stark, dass sie nur schwer abzulesen sind. Selbst bei Tageslicht erkennt man die Kennzeichen anderer Fahrzeuge nicht immer deutlich, außer bei nahen Aufnahmen, wenn das Autos steht. Der Blickwinkel beträgt 140 Grad – das ist ausreichend, um den relevanten Bereich vor dem Auto abzudecken. Andere Kameras wie die Garmin Dashcam 65W bietet ein Weitwinkel von bis zu 180 Grad. Weniger als 130 Grad sollten es unserer Erfahrung nach nicht sein.

Dashcams sollten mindestens ein Blickfeld von 120 Grad haben.

Sonderfunktionen

Die Nextbase 622GW bietet eine Reihe an nützlicher Zusatzfunktionen. Im Zusammenspiel mit der Smartphone-App MyNextbase Connect bietet die Dashcam eine SOS-Funktion bei einem Unfall. Der Beschleunigungssensor registriert, wenn es zu einem plötzlichen Aufprall kommt. Über das per Bluetooth gekoppelte Smartphone setzt die Dashcam dann einen Notruf ab. Der Anwender kann in der App zudem wichtige medizinische Angaben für den Rettungsdienst hinterlassen. Kostenlos ist der Service allerdings nur im ersten Jahr, danach sind je nach Vertragsdauer knapp über 2 bis 4 Euro im Monat fällig.

Alexa ist ebenfalls mit an Bord – allerdings nur in Verbindung mit der Smartphone-App. Über MyNextbase Connect kann der Nutzer den Skills für Alexa aktivieren, was auch eine Sprachsteuerung der Dashcam erlaubt. So kann man etwa per Sprachbefehl eine Videoaufnahme schützen oder Alexa nach Informationen während der Fahrt fragen. Zwingend erforderlich ist dabei immer das Smartphone mit einer aktiven Mobilfunkverbindung und Bluetooth-Kopplung mit der Dashcam.

Ebenfalls praktisch ist die Parkfunktion. Ist die Funktion in den Einstellungen aktiviert, verharrt die Dashcam im Stand-by-Modus. Registriert die Kamera Erschütterungen durch Rempler am Auto, startet die eine Videoaufnahmen. Das kann hilfreich sein, wenn ein anderes Fahrzeug das eigene Auto rammt. Die Nextbase 622GW bietet außerdem einen Anschluss für eine zusätzliche nach hinten gerichtete Kamera, die man seitlich in die Dashcam steckt und als Zubehör bei Nextbase erhält.

Preis

Die Nextbase 622GW hat als High-End-Dashcam eine UVP von 299 Euro. Es gibt bereits Angebote ab 225 Euro. Eine passende Micro-SD-Karte gibt es ab 12 Euro. Eine Rücksichtkamera zum Einstecken kostet 66 Euro.

Fazit

Die Nextbase 622GW ist eine Premium-Dashcam mit hoher Auflösung und starker Features und einer ausgezeichneten Bildqualität bei Tageslicht. Die Handhabung sowie Anbindung an das Smartphone gehen einfach von der Hand. Zusatzfunktionen wie die Alexa-Integration bieten nette Ergänzungen.

Bei Dunkelheit nimmt die Bildqualität rasch ab, Kennzeichen anderer Autos bleiben generell in Fahrt schwer ablesbar. Zudem ist die Dashcam relativ groß und schwer und nicht gerade preiswert. Etwas ärgerlich: Für den Einsatz in Deutschland muss man zwingend eine wichtige Einstellung von Hand anpassen, damit die Loop-Funktion mit dem deutschen Recht konform funktioniert.

Garmin Dash Cam X210 im Test

Die Garmin Dash Cam X210 bietet eine hervorragende Bildqualität, eine einfache Handhabung und eine ganze Reihe an smarten Zusatzfunktionen. Was die kleine Dashcam mit Loop-Funktion alles kann, zeigt der Test.

VORTEILE

  • ordentliche Bildqualität dank 60 fps und 1440p
  • viele Sonderfunktionen
  • zusätzliche Assistenzsysteme

Die Garmin Dash Cam X210 bietet eine hervorragende Bildqualität, eine einfache Handhabung und eine ganze Reihe an smarten Zusatzfunktionen. Was die kleine Dashcam mit Loop-Funktion alles kann, zeigt der Test.

Der Einsatz von Dashcams ist in Deutschland wegen des Datenschutzes rechtlich umstritten, erleichtert aber im Zweifel die Klärung der Schuldfrage nach einem Unfall mit dem Pkw. Wichtig ist bei der Handhabung hierzulande, dass nicht permanent und ohne Anlass gefilmt wird – die benötigte Loop-Funktion ist nur eines der Ausstattungsmerkmale der neuen Garmin X-Serie. Das Mittelklasse-Modell Garmin Dash Cam X210 gehört als Nachfolger der Dash Cam 66W und 65W zu den besonders gut ausgestatteten Vertretern der Autokamerafamilie. Sie beschränkt sich bei Weitem nicht nur auf das Filmen des Geschehens vor dem Fahrzeug, sie bietet neben Sprachsteuerung und Live-Übertragung zum Handy noch Assistenzsysteme wie einen Spurhalteassistenten und Zusatzfunktionen wie Park-Guard oder eine Zeitrafferfunktion. Wie sich die Dashcam für 230 Euro in der Praxis schlägt, verraten wir im Test.

Design

Die 62 Gramm leichte Garmin Dash Cam X210 ist mit Abmessungen von knapp 70 × 42 × 20 Millimeter zwar nicht winzig, aber trotzdem ausreichend kompakt, um das Sichtfeld nicht zu beeinträchtigen. Ihre auffällig in Aluminium gebettete Kameralinse ragt knapp einen Zentimeter aus dem ansonsten schlichten schwarzen Gehäuse heraus. Die Verarbeitung ist sehr hochwertig und entspricht dem gehobenen Preis – hier gibt es wirklich nichts auszusetzen.

Auf der Vorderseite oben ist ein kleiner, kugelgelagerter Haltearm integriert mit einem starken Klebe-Pad am Ende. Zur Befestigung klebt die Kamera an der Innenseite der Windschutzscheibe. Vor dem Ankleben sollte man die Klebestelle an der Scheibe aber unbedingt von Schmutz und Fett befreien. Außerdem sollte bei moderaten Außentemperaturen gearbeitet werden, um einen zuverlässigen Halt zu garantieren. So befestigt, hält die X210 bombenfest und man muss sich keine Sorgen machen, dass die Kamera während der Fahrt herunterfällt. Bei einer Befestigung per Saugnapf kann das schneller passieren. Das rückstandsfreie Entfernen der angeklebten Kamera ist allerdings deutlich aufwendiger.

Rückseitig befindet sich das 2,4 Zoll große Farb-LCD. Auf eine Touch-Funktion zur Bedienung wurde hier verzichtet – die ist der teureren Dash Cam X310 vorbehalten. An der rechten Gehäuseseite sind die vier Taster für die Bedienung angebracht. Die obere Taste ist der An/Ausschalter und dient zur Navigation durch die Menüs, der untere Button fungiert zum manuellen Speichern einer Aufnahme oder zur Bestätigung im Menü. Der Schacht für eine benötigte, aber nicht im Lieferumfang enthaltene microSD-Karte befindet sich auf der Unterseite. Für den Einsatz für Fotos und Videoaufnahmen empfiehlt sich generell eine microSD-Karte mit hoher Lese- und Schreibgeschwindigkeit. Die Geschwindigkeitsklasse sollte mindestens den Faktor 10 betragen. Nach dem Einlegen der Speicherkarte wird diese zunächst von der Kamera formatiert, bereits vorhandene Daten sollten entsprechend im Vorfeld gesichert werden.

Ausstattung

Im Lieferumfang enthalten sind neben der Kamera ein rund vier Meter langes USB-A-auf-USB-C-Kabel und ein USB-Netzteil für den Zigarettenanzünder. Die enorme Länge und der geringe Durchmesser des Ladekabels helfen bei einer vernünftigen Verlegung im Innenraum. Es sollte weder das Sichtfeld beeinträchtigen noch sich verheddern können. Erfahrungsgemäß verlegt man entlang der Windschutzscheibe und führt es über den Fußraum des Beifahrers zum Zigarettenanzünder oder einer ansonsten vorhandenen USB-Stromversorgung. Der mitgelieferte Adapter bietet einen zweifachen USB-Anschluss für Stecker nach Typ A.

In der Dash Cam X210 ist ein Lithium-Ionen-Akku fest integriert. Der eignet sich zwar nicht für einen dauerhaften Betrieb, hilft aber nach einem heftigen Crash die Stromversorgung so lange aufrechtzuerhalten, bis die Aufzeichnungen tatsächlich gespeichert wurden. Selbst ohne externe Stromzufuhr zeichnete die Kamera in den Tests weitere 10 bis 15 Minuten auf.

Die Akkulaufzeit reicht auch aus, um die Kamera mitzunehmen und damit zu Hause Videos kabellos über die Garmin Drive App auf dem Smartphone anzusehen oder herunterzuladen. Prinzipiell empfehlen wir aber aus Datenschutzgründen, die gespeicherten Aufnahmen regelmäßig zu löschen, wenn sie nicht benötigt werden.

Die Garmin Dash Cam X210 verfügt über GPS sowie Verbindungsmöglichkeiten über Bluetooth oder eine aktive WLAN-Verbindung mit einem Smartphone. Der integrierte Beschleunigungssensor (G-Sensor) erkennt, wann das Fahrzeug anfährt, und beginnt dann zu filmen. Außerdem registriert der Sensor starke und plötzliche Verzögerungen, etwa beim scharfen Bremsen oder bei einem Crash. Ist dies der Fall, landet das gerade aufgezeichnete Video automatisch in einem geschützten Ordner auf dem Speicher, damit dieser von der Loop-Funktion nicht überschrieben wird. Dieses automatische Überschreiben alter Daten ist für den Gebrauch der Dashcam in Deutschland essenziell, da dauerhafte Aufnahmen ohne Anlass nicht zulässig sind.

Das Modell von Garmin bietet zwei Optionen für den Loop: Die Kamera erstellt fortlaufend Clips mit einer Länge von 30 Sekunden, bis die microSD-Karte voll ist und überschreibt dann jeweils die älteste Aufnahme. Alternativ zeichnet die Kamera immer nur ein Video von 30 Sekunden auf, welches dann permanent überschrieben wird. Ausnahme sind Clips, bei denen der G-Sensor eine Gefahrensituation festgestellt hat. Diese Videos werden dann nicht überschrieben.

Wir empfehlen aus Gründen des Datenschutzes, eine einzelne Aufnahme fortlaufend zu überschreiben. Zusätzlich sollte man regelmäßig die durch den Sensor gespeicherten Clips prüfen. Auch die sollte man zeitnah löschen, wenn man sie nicht zur Klärung eines Schadensfalls benötigt.

Bedienung

Die Bedienung der Garmin Dash Cam X210 mit den vier Tasten ist intuitiv und einfach. Die beiden mittleren Tasten dienen zum Durchblättern der Menüoptionen, der unterste zum Bestätigen und zur manuellen Sicherung der aktuellen Aufnahme. Der obere Taster dient zum Ein- und Ausschalten und als Zurück-Taster im Menü.

Auch wenn es verlockend ist: Während der Fahrt verbietet sich der Griff zur Dashcam. Sollte man doch mal das Bedürfnis haben, eine Situation in Video oder Foto festzuhalten, reicht der Ausspruch „Ok, Garmin“ und die Sprachsteuerung ist aktiv. Wählbar sind die Optionen „Video speichern“, „Bild aufnehmen“, „Ton aufzeichnen“, „Zeitraffer starten“. Letztere Funktion nennt Garmin „Travelapse“. Hier nimmt die Dashcam ein Zeitraffervideo der gesamten Fahrt auf – spannend, etwa bei der Fahrt in den Urlaub. Die eigentliche Aufzeichnung beeinflusst die Sonderfunktion nicht.

Sonderfunktionen

Die Dash Cam X210 bietet zudem einige Fahrerassistenzsysteme. Dazu gehört ein Losfahralarm, der den Fahrer daran erinnert, dass etwa an der Ampel ein davorstehendes Auto wieder anfährt. Ferner gibt es einen Spurhalteassistenten sowie eine Kollisionswarnung bei zu geringem Sicherheitsabstand. Trotz verschiedener Einstellungsmöglichkeiten haben wir diese Assistenten allerdings nur kurz benutzt, da uns die ständigen Warnungen bei beabsichtigten Spurwechseln genervt haben.

Bei aktiver Verbindung mit dem Handy per Garmin Drive ist zudem ein Annäherungsalarm möglich. Dieser informiert die Fahrerin oder den Fahrer an personalisierte POIs (Point of interest) oder etwa Ampelblitzanlagen.

Als praktisch empfinden wir den integrierten Park-Guard. Ist der aktiv, erkennt die Dashcam Erschütterungen auch im Parkzustand und aktiviert dann eine Aufnahme. Kommt es zu einem Parkrempler hat man so immerhin eine gewisse Chance, den Park-Rowdy identifizieren zu können. Wem das nicht ausreicht, der kann sich aus der Ferne per App sogar ein Livebild der Dashcam ansehen und prüfen, ob mit dem Pkw alles in Ordnung ist.

Bildqualität

Die Linse der Dashcam bietet eine Auflösung 1440p. Das erlaubt hochauflösende Videos mit einer maximalen Auflösung 2560 × 1440 Pixel (QHD) bei 60 fps (Bildern pro Sekunde) mit HDR. Dank hoher Bildwiederholrate werden selbst schnelle Bewegungen noch einigermaßen scharf aufgenommen. Der Sichtfeld (FOV) der Kamera ist mit 140 Grad zwar kleiner als bei der Garmin Dash Cam 65W, in der Praxis ist es aber ausreichend breit. Im direkten Vergleich ist dafür der Fischaugeneffekt deutlich geringer.

Garmin Dash Cam X210

Die Bildqualität der hochauflösenden Aufnahmen erscheint uns insgesamt besser als beim Vorgängermodell, welches teils etwas grobkörnig wirkte. Die Kontraste sind ausgeprägt und die Farben wirken nun deutlich klarer und weniger verwaschen. Perfekt ist das Bild allerdings noch nicht. Gerade bei Gegenlicht und wenig Beleuchtung kommt der Dynamikumfang an seine Grenzen. Details sind in der Regel aber immer ausreichend gut erkennbar, lediglich bei Nacht gibt es Probleme mit reflektierenden Kennzeichen. Diese sind, wie auch bei der Konkurrenz, nicht immer lesbar. Insgesamt ist die Bildqualität aber auch bei Dunkelheit ordentlich.

Preis

Die UVP von Garmin für Dash Cam X210 liegt bei 299 Euro, die günstigsten Angebote laut Preisvergleich liegen bei knapp 230 Euro. Damit gehört die Garmin Dash Cam X210 zwar nicht zu den günstigen Vertretern ihrer Zunft – die satte Ausstattung, ordentliche Bildqualität und erfahrungsgemäß hohe Zuverlässigkeit rechtfertigen den Preis aber.

Fazit

Die Garmin Dash Cam X210 ist eine der am besten ausgestatteten Dashcams auf dem Markt. Neben einer hohen Bildqualität, einer hohen Zuverlässigkeit und zahlreichen mehr oder weniger nützlichen Assistenzfunktionen gefallen uns etwa die Zeitrafferfunktion und der Park-Guard. Dank der kompakten Abmessungen schränkt sie das Sichtfeld nur minimal ein und stört entsprechend nicht. Handhabung und Montage machen in der Praxis keine Probleme.

Die sehr ansehnliche Ausstattung resultiert allerdings in einem vergleichsweise hohen Preis. Mit 230 Euro ist diese Dashcam kein Schnäppchen. Hier stellt sich die Frage, ob man die gebotenen Funktionen wohl überhaupt nutzt. Ähnliche Bildqualität gibt es mittlerweile auch günstiger – hier muss man sich dann aber in der Regel bei den Sonderfunktionen einschränken.

Garmin Dash Cam Mini 3 im Test

Die Garmin Dash Cam Mini 3 verspricht eine gute Bildqualität in Full-HD und einen fairen Preis trotz äußerst kompakter Bauform. Ob die kleine Dashcam mit teureren und größeren Modellen mithalten kann, zeigt der Test.

VORTEILE

  • sehr kompakt und unauffällig
  • optional mit anderen Garmin-Kameras kombinierbar
  • günstigste aktuelle Dashcam von Garmin

NACHTEILE

  • 1080p bei nur 30 FPS
  • keine Wechselhalterung mit Magnet, nur Klebe-Pad

Die Garmin Dash Cam Mini 3 verspricht eine gute Bildqualität in Full-HD und einen fairen Preis trotz äußerst kompakter Bauform. Ob die kleine Dashcam mit teureren und größeren Modellen mithalten kann, zeigt der Test.

Garmin hat gleich eine ganze Serie an neuen Dashcams auf den Markt geworfen. Neben dem Premium-Modell X310, der Mittelklasse-Kamera X210 und dem Einsteigermodell X110 gibt es mit der Dash Cam Mini 3 auch eine Neuauflage der Pkw-Kamera im Mini-Format.

Der Einsatz von Dashcams ist in Deutschland zwar noch immer umstritten, unter Einhaltung einiger Voraussetzungen ist die Nutzung aber legal und zulässig. Im Falle eines Crashs helfen die gespeicherten Videos dann, den Unfallablauf zu rekonstruieren und so die Schuldfrage zu klären. Damit die Aufnahmen tatsächlich zulässig sind, darf die Kamera etwa nicht permanent aufzeichnen und die Videos dauerhaft speichern. Viele Dashcams, auch die von Garmin, nutzen deshalb eine Loop-Funktion für die Speicherung. Diese überschreibt ältere Aufnahmen automatisch mit aktuellen Videos, was eine langfristige Speicherung der Daten unterbindet. Damit relevante Aufnahmen nicht überschrieben werden, registriert die Kamera extreme Verzögerungen und sichert die Aufnahme dann in einem geschützten Ordner.

Die besonders kompakte Kamera Dash Cam Mini 3 filmt nicht nur das Geschehen vor dem Fahrzeug, sie hat Sprachsteuerung an Bord und kann auch etwa als Zweitkamera für die Heckscheibe genutzt werden. Ob sich das Investment von etwa 138 Euro lohnt, verraten wir im Test.

Design

Garmin setzt bei seiner neuen X-Serie auf ein insgesamt vergleichbares Design – lediglich die Dash Cam Mini 3 fällt aus dem Rahmen. Mit Abmessungen von 52 × 32 × 20 mm und einem Gewicht von nur 30 Gramm ist sie deutlich kompakter als X110, X210 und X310.

Auf der Vorderseite befinden sich die Linse und der schwenkbar gelagerte Befestigungsarm. An dessen Ende sitzt ein Klebe-Pad, welches von innen an der Windschutzscheibe geklebt wird. Damit die Kamera auch zuverlässig hält, muss die Klebestelle sauber und fettfrei sein. Außerdem sollte man bei moderaten Außentemperaturen arbeiten. So befestigt hält die kleine und leichte Kamera absolut zuverlässig – auch bei Erschütterungen und Temperaturwechseln. Bei der Befestigung per Saugnapf wäre der Halt erfahrungsgemäß weniger zuverlässig. Der Nachteil der Klebestreifen: Das rückstandsfreie Entfernen ist aufwendig. Die Kameralinse ist ab Werk mit einem Pol-Filter ausgestattet.

Ansonsten gibt es den USB-C-Port zur Stromversorgung und einen Einschub für die Speicherkarte. Eine geeignete microSD-Karte gehört allerdings nicht zum Lieferumfang. Für den Einsatz in der Dashcam empfiehlt sich generell eine microSD-Karte mit hoher Lese- und Schreibgeschwindigkeit. Die Geschwindigkeitsklasse sollte mindestens den Faktor 10 betragen. Nach dem Einlegen der Speicherkarte wird diese von der Kamera formatiert. Sind auf der Karte noch andere Daten, sollte man diese entsprechend im Vorfeld sichern.

Auf ein rückseitiges Farbdisplay mit Live-Bild und Tastern zur Bedienung muss man hier zwar verzichten – in der Praxis stört das allerdings weniger als im Vorfeld gedacht. Die Einstellungen erfolgen in der App und auch Sprachbefehle sind möglich. Die Verarbeitung und Haptik hinterlassen einen positiven und hochwertigen Eindruck.

Ausstattung

Die Dash Cam Mini 3 kommt zusammen mit einer ausführlichen Anleitung, einem rund vier Meter langem USB-A-auf-USB-C-Kabel zur Stromversorgung und einem USB-Netzteil für den Zigarettenanzünder. Eine Speicherkarte ist wie bereits erwähnt nicht im Lieferumfang enthalten.

Die großzügige Länge des flexiblen Ladekabels ermöglicht eine einigermaßen versteckte und aufgeräumte Verlegung zwischen Kamera und 12-Volt-Steckdose. Wichtig bei der Montage: Kamera und Kabel dürfen das Sichtfeld nicht beeinträchtigen und das Kabel darf sich keinesfalls in Pedalen oder Lenkrad verheddern können.

Der integrierte Beschleunigungssensor (G-Sensor) erkennt, wann das Fahrzeug anfährt, und beginnt dann zu filmen. Der Sensor registriert auch starke und plötzliche Verzögerungen, wie beim scharfen Bremsen oder bei einem Unfall. Wenn das passiert, landet das Video automatisch in einem geschützten Ordner auf der Speicherkarte. So wird es nicht von der für die Zulässigkeit benötigten Loop-Funktion überschrieben.

Garmin erlaubt hier zwei Einstellungsmöglichkeiten: Die Kamera erstellt entweder fortlaufend Clips mit einer Länge von 30 Sekunden, bis die microSD-Karte voll ist und überschreibt dann jeweils die älteste Aufnahme oder zeichnet immer nur ein Video von 30 Sekunden auf, welches dann permanent überschrieben wird. Clips, bei denen der G-Sensor eine Gefahrensituation festgestellt hat, werden generell nicht überschrieben. Wir empfehlen aus Gründen des Datenschutzes, eine einzelne Aufnahme fortlaufend zu überschreiben. Zusätzlich empfehlen wir, die vom Sensor gespeicherten Aufnahmen regelmäßig zu löschen, wenn sie nicht benötigt werden.

Bedienung

Im Test funktioniert die Bedienung per App und später auch per Sprachbefehl problemlos. Anfangs erscheint uns der Umweg übers Smartphone zwar unnötig kompliziert, letztlich muss man die Kamera aber nur einmal einrichten und die Konfigurationen vornehmen. Dann schaltet sich die Kamera ein, sobald sie mit Strom versorgt wird, und startet die Aufnahme. Sollte man eine lustige, kritische oder sonstige interessante Situationen abspeichern wollen, funktioniert das bequem per Zuruf. Hier reicht der Ausspruch „okay, Garmin“ und die Sprachsteuerung ist aktiv. Wählbar sind dann etwa die Optionen „Video speichern“ und „Bild aufnehmen“.

Sonderfunktionen

Auf Fahrerassistenzsysteme wie Abstandswarner und Spurhalteassistent muss man bei der Dash Cam Mini 3 verzichten, was wir aber gut verschmerzen können. Ohne internen GPS-Empfänger gibt es auch keinen Annäherungsalarm an personalisierte POIs (Point of interest), was wir ebenfalls nicht als störend empfinden.

Die Livebild-Funktion und der Dienst Park-Guard, bei dem die Kamera auch im Parkzustand Erschütterungen erkennt und aufzeichnet, stehen mit dem zahlungspflichtigen Abo aber zur Verfügung. Wer mehrere Kameras von Garmin nutzt, kann diese dann auch per App synchronisieren und die Aufnahmen kombinieren, um das Sichtfeld der Aufzeichnung zu erweitern. Sinnvoll wäre etwa eine zweite Kamera, welche den Verkehr hinter dem Fahrzeug aufzeichnet.

Bildqualität

Die kleine Dashcam zeichnet Videos mit einer maximalen Auflösung von 1920 × 1080 Pixel bei 30 FPS (Bildern pro Sekunde) auf – wie auch die teurere Dash Cam X110. Das Sichtfeld (FOV) ist mit 140 Grad ebenfalls identisch. Die Videos werden ausreichend weitwinklig und wirken trotzdem nur minimal verzerrt. Die Kontraste sind ausgeprägt und die Farben wirken erfreulich natürlich. Ganz zufrieden sind wir mit den Ergebnissen aber nicht. Das Bildrauschen bei Nachtaufnahmen ist ein klassisches Problem, da es hier nicht besonders ausgeprägt ist, wollen wir uns aber nicht weiter darüber beklagen.

Bei der vergleichsweise niedrigen Auflösung von 1080p hätten wir uns wenigstens eine höhere Bildwiederholrate gewünscht. Bei 60 FPS würden selbst schnelle Bewegungen noch scharf dargestellt – bei den hier nur möglichen 30 FPS sind die Details in den Standbildern leider unnötig ausgewaschen und unscharf.

Preis

Die Garmin Dash Cam Mini 3 ist im Handel für rund 137 Euro erhältlich und damit günstiger als die von der Bildqualität vergleichbare Dash Cam X110 von Garmin. Die ist zwar größer, sie hat aber ein Display und zusätzliche Assistenzsysteme an Bord.

Fazit

Die Garmin Dash Cam Mini 3 verzichtet auf unnötige Assistenzsysteme und ein Display, was sie kompakt und trotzdem günstig macht. Statt sehr hoher Auflösung gibt es hier hohe Zuverlässigkeit und eine extra kompakte Bauform. Die Bildqualität der unauffälligen Dashcam ist gut, hat aber noch Luft nach oben. Full-HD erscheint uns zwar ausreichend, mit nur 30 Bildern je Sekunde bleiben hier allerdings die Details auf der Stecke.

Wer in erster Linie eine unauffällige und gute Kamera ohne viel Schnickschnack sucht, ist mit der Dash Cam Mini 3 sehr gut beraten. Wer ein Display, Assistenzsysteme und integriertes GPS möchte, muss mehr investieren.

Garmin Dash Cam Live im Test

Die Garmin Dash Cam Live sticht vor allem durch die Möglichkeit des Echtzeitzugriffes und der Live-Übertragung aus dem breiten Angebotsfeld der Dashcams heraus. Wie gut das neue Top-Modell ist, zeigt der Test.

VORTEILE

  • Fernzugriff mit Echtzeitübertragung möglich
  • hohe Verarbeitungsqualität
  • Sprachsteuerung

NACHTEILE

  • teuer
  • Abokosten durch LTE-Vertrag
  • Fernzugriff nicht einfach nutzbar, da dauerhaft externe Energieversorgung notwendig
  • Kamera kann remote nicht bewegt werden

Die Garmin Dash Cam Live sticht vor allem durch die Möglichkeit des Echtzeitzugriffes und der Live-Übertragung aus dem breiten Angebotsfeld der Dashcams heraus. Wie gut das neue Top-Modell ist, zeigt der Test.

Die Garmin Dash Cam Live ist eine hochwertig verarbeitete Dashcam, die Bilder per Live-Übertragung (optional) an Smartphones zur Garmin Live App senden kann. App und Gerät biete eine hohe Qualität, aber die Kamera ist mit mindestens 335 Euro recht teuer. Wer noch den LTE-Tarif dazu bucht, muss mit weiteren 11 Euro pro Monat rechnen.

Design

Die Kamera hat ein hochwertiges und unaufdringliches Design. Die genaue Maße der Dashcam sind 8 × 5 × 2 Zentimeter bei einem Gewicht von 110 Gramm. Das entspricht etwa der Größe einer Zigarettenschachtel mit aufgesetztem Objektiv. Das Display der Kamera hat eine Diagonale von 2,95 Zoll und eine Auflösung von 640 × 360 Pixel. Es handelt sich dabei um ein LCD. Die Dashcam wird mit einem Klebe-Standbein befestigt und lässt sich mit einem Kugelgelenk in alle Richtungen drehen.

Die App hat einen einfachen Aufbau und erlaubt das Speichern und Abspielen der Aufzeichnungen oder Live-Übertragungen. Über die App ist es parallel möglich, den Standort der Dashcam – und damit das Fahrzeug – zu orten.

Das Teilen der Videos ist mit der App ebenfalls möglich. Die Speicherung der Daten erfolgt auf der microSD-Karte (16 GB) oder in einem kostenpflichtigen Cloudspeicher mit der Bezeichnung „Vault-Abonnement“. Die Kosten dafür betragen 6 Euro im Monat. Die Speicherung der Videos erfolgt bei aktiver WLAN-Verbindung manuell auch ohne Abonnement parallel in der Cloud, allerdings löscht das System die Videos nach 24 Stunden.

Ausstattung

Zur Ausstattung gehören Kamera mit Halterung sowie ein kurzes und ein langes Stromkabel, das per Micro-USB verbunden wird. Außerdem ist ein USB-Adapter für den Zigarettenanzünder dabei. Teilweise sind Zigarettenanzünder mit Dauerstrom versorgt. Wenn das im jeweiligen KFZ nicht der Fall ist, sind unter Umständen weitere Kabel notwendig. Nicht dabei ist ein Saugnapf für die Dashcam, die Befestigung erfolgt über den Klebehalter.

Gibt es kein Mobilfunk-Abonnement mit Garmin, speichert die Dash Cam die Videos in der bereits eingebauten microSD-Speicherkarte. Diese hat eine Größe von 16 GB, was nicht gerade besonders großzügig ist – vor allem angesichts des Gesamtpreises der Kamera.

Damit die Kamera bei ausgeschaltetem Motor funktioniert, muss sie mit einer konstanten Energiequelle versorgt werden. Nicht bei allen Fahrzeugen liefert der Zigarettenanzünder Strom, wenn die Zündung aus ist. In dem Fall hilft ein optionales Kabel, das die Kamera mit dem OBD II-Anschluss verbindet. Es kostet noch einmal knapp 50 Euro. Alternativ dazu gibt es das KFZ-Anschlusskabel von Garmin zur Parküberwachung, bei dem die Cam direkt mit den Stromleitungen des Autos verbunden wird – wer das installiert, sollte aber wissen, was er tut. Das Kabel wechselt für 35 Euro den Besitzer.

Schade ist, dass sich die Kamera aus der Ferne nicht bewegen lässt, um das Fahrzeug komplett überwachen zu können. Allerdings ist es in größeren Fahrzeugen möglich, mehrere Kameras mit der App zu synchronisieren. Das kann im professionellen Umfeld sinnvoll sein.

Ebenfalls dabei ist ein Radarwarner. Dazu setzt die Dashcam auf eine externe Datenbank, die auch ohne Abonnement funktioniert. Die Warnung vor Radarfallen ist kostenlos mit dabei. Allerdings ist diese Funktion verboten und muss in Deutschland ausgeschaltet werden.

Sonderfunktionen

Die wichtigste Sonderfunktion der Dashcam besteht sicherlich darin, sich Live-Bilder der Kamera unterwegs anschauen zu können. Für den Zugriff dazu ist eine LTE-Verbindung notwendig. Dadurch wird die Kamera zu einer vollwertigen Dashcam inklusive der Echtzeitüberwachung des Fahrzeugs oder Bootes. Damit das funktioniert, muss die Kamera aber mit einer stabilen externen Energiequelle verbunden sein, insbesondere direkt mit der Autobatterie oder an den OBD II-Anschluss im Fahrzeug. Ohne externe Stromversorgung hält der Akku nur 30 Minuten.

Die Bilder sendet die Kamera per LTE. Allerdings ist dazu ein eigener Vertrag mit Garmin notwendig. Das „LTE-Vault-Abonnement“ kostet 11 Euro/Monat und ist nur für den Einsatz mit der Dash Cam Live verfügbar. Die Verwaltung des Abonnements erfolgt über die Garmin Drive App.

Bedienung

Die Bedienung der Dashcam kann mit Sprachbefehlen erfolgen. Dadurch können Nutzer ihre Hände am Fahrzeug behalten. Die generelle Verwendung der Dashcam baut aber auf die Garmin Drive App auf. Diese steht in den App-Stores für iPhones und Android-Smartphones zur Verfügung. Die App ist die Zentrale, wenn es darum geht, die Videos anzuzeigen und zu verwalten. Wenn die Kamera über ein LTE-Abonnement verfügt, ist über die App der Standort der Kamera und des Fahrzeugs zu sehen.

Bildqualität

Die Auflösung der Kamera entspricht 1440p. Sie nimmt auch Ton auf. Mit entsprechenden Einstellungen beginnt die Kamera beim Betätigen der Zündung automatisch mit der Aufzeichnung. Das Weitwinkelobjektiv hat einen Blickwinken von 140 Grad und kann Tag und Nacht-Sichten anzeigen und aufzeichnen. Die Dashcam zeichnet die ganze Fahrt auf und speichert die Videos in den Formaten GLV und MP4 auf der SD-Karte. Die Videos werden in einzelnen Minuten aufgeteilt.

Preis

Durch die hochwertige Verarbeitung und den Sonderfunktionen ist die Kamera recht teuer. Die unverbindliche Preisempfehlung von Garmin beträgt 400 Euro. Einige Händler führen die Dashcam ab 335 Euro. Das ist natürlich happig. Allerdings ist die Ausstattung sehr gut: Standortanzeige, Diebstahlarm und Park-Überwachung gibt es bei günstigen Modellen nicht.

Fazit

Die Garmin Dash Cam Live ist teuer, bietet dafür aber auch viel. Die Live-Ansicht ermöglicht die Überwachung des Autos, Wohnmobils, Bootes oder LKWs, auch wenn der LTE-Vertrag natürlich monatliche Kosten verursacht. Die Bedienung mit Sprachsteuerung ist funktional und erleichtert die Verwendung der Dashcam während der Fahrt. Aufnahmen starten etwa automatisch und die Qualität der Videos ist hoch. Es lohnt sich daher die Kamera zu kaufen, wenn man für eine Dashcam den relativ hohen Betrag von 400 Euro ausgeben möchte. Eine Remote-Steuerung wäre schön, ist aber kein K.-o.-Kriterium, der restliche Umfang kann sich sehen lassen.

Transcend Drivepro 230Q Data Privacy im Test: Dashcam für mehr Datenschutz

Die Transcend Drivepro 230Q Data Privacy für knapp 95 Euro möchte als Dashcam mehr Fokus auf den Datenschutz legen. Wie gut das klappt, zeigt der Test.

VORTEILE

  • einfach zu befestigen und einzurichten
  • Speicherkarte liegt bei
  • fairer Preis 

NACHTEILE

  • Gehäuse und Halterung relativ lang
  • kein USB-Kabel zur Verbindung mit PC 
  • mäßig scharfe Aufnahmen 

Die Transcend Drivepro 230Q Data Privacy für knapp 95 Euro möchte als Dashcam mehr Fokus auf den Datenschutz legen. Wie gut das klappt, zeigt der Test.

Eine Dashcam kann bei einem Unfall ein hilfreiches Mittel sein, um die Schuldfrage zu klären. Lange war der Einsatz hierzulande umstritten. Verboten waren sie zwar nie, allerdings ist die Frage nach der datenschutzkonformen Nutzung strittig. Laut einem BGH-Urteil (heise online) aus dem Jahr 2018 können Aufnahmen einer Dashcam im Einzelfall bei einem Zivilprozess zugelassen werden – selbst, wenn diese rechtswidrig erstellt wurden. Das Gericht selbst gibt keine klare Vorgabe zur Handhabung der Autokamera, sondern liefert nur Hinweise, was eine datenschutzkonforme Dashcam ausmachen würde.

Zu den Rahmenbedingungen gehört unter anderem, dass die Aufnahmen nur anlassbezogen und nicht permanent erstellt werden dürfen. Transcend wirbt bei der Drivepro 230Q Data Privacy damit, die Autokamera als Sonderedition eigens für den deutschen Markt entwickelt zu haben, um den Datenschutzbestimmungen besser gerecht zu werden. Hierzu kommt etwa eine permanente Loop-Funktion zum Einsatz, auf eine Parküberwachung verzichtet der Hersteller bei dem Modell bewusst. Wir zeigen im Test, was die Dashcam für aktuell knapp 95 Euro anders macht und wie gut sie sich im Vergleich mit anderen Modellen schlägt.

Design

Die quaderförmige Dashcam aus einem Kunststoffgehäuse misst 7 x 6,3 x 3,5 Zentimeter und wiegt knapp 80 Gramm. Damit ist sie um 1,5 Zentimeter breiter und fast 3 Zentimeter höher als etwa die Garmin Dash Cam 67W, aber kompakt im Vergleich zur Nextbase 622GW. Sie nimmt schon etwas mehr Platz ein im Sichtfeld des Fahrers und ist auch von außen gut sichtbar. Alles in allem stört sie aber beim Fahren kaum.

Zur Befestigung an der Windschutzscheibe dient eine Saugnapfhalterung, die der Autokamera beiliegt. Das erlaubt eine einfache Montage. Das Abnehmen der Dashcam ist problemlos möglich und hinterlässt auch keine Rückstände an der Frontscheibe. Allerdings hält der Saugnapf nicht immer fest genug, sodass uns die Kamera während der Fahrt schon ein Mal heruntergefallen ist. Hier ist es wichtig, die entsprechende Stelle an der Frontscheibe vorher gründlich zu reinigen und wieder zu trocknen.

Zwar hält eine Halterung mit Klebefläche wie bei der Garmin Dash Cam 67W deutlich fester, diese ist dafür aber schwerer zu entfernen. Wer der Saugnapfhalterung nicht genug Vertrauen schenkt, kann für die Drivepro 230Q einen Haltearm zum Ankleben an die Windschutzscheibe als Zubehör kaufen.

Transcend Drivepro 230Q Data Privacy

Ausstattung

Zum Lieferumfang der Transcend Drivepro 230Q Data Privacy gehört neben der Saugnapfhalterung ein Stromkabel für den 12-Volt-Anschluss im Pkw und sogar eine Micro-SD-Karte mit 32 GByte Speicherkapazität – das ist nicht selbstverständlich bei anderen Herstellern. Das Kabel ist lang genug, um es hinter dem Rückspiegel entlang der Verkleidung an der Windschutzscheibe zu führen, damit es nicht störend in den Innenraum hängt und sich gegebenenfalls mit der Schaltung verheddert.

Das LC-Display misst 2,4 Zoll in der Diagonale. Zur Standortbestimmung greift die Drivepro 230Q auf GPS und Glonass zurück, ein Bewegungssensor ist ebenfalls vorhanden sowie eine Loop-Funktion. Ein Mikrofon für Tonaufnahmen aus dem Innenraum sowie Lautsprecher für Warntöne gehören ebenfalls zur Ausstattung

Von Haus aus ist die Drivepro 230Q so eingestellt, dass nur maximal zwei Aufnahmen mit einer Länge von 1 Minute erstellt werden. Die beiden Videos werden in Betrieb fortwährend überschrieben. Der Nutzer muss also nichts Weiteres tun. Das ist sehr praktisch. Viele Dashcams anderer Hersteller sind ab Werk so eingestellt, dass sie Videoclips aufzeichnen, bis die Micro-SD-Karte voll ist. Eine Option, dass die Autokamera nur eine Aufnahme erstellt und fortlaufen überschreibt, müssen Nutzer in der Regel erst von Hand auswählen. Nicht so bei Transcend – das ist lobenswert. Zum Filmen von Landschaftsaufnahmen aus dem Auto ist die Drivepro damit aber nicht die erste Wahl.

Wie bei anderen Dashcams üblich, registriert der eingebaute G-Sensor abrupte Bremsmanöver, wie sie vor einem Unfall passieren können. In diesem Fall speichert die Kamera den Videoclip in einem geschützten Bereich ab, damit der Loop diese Aufnahme nicht wieder überschreibt. Über die rote Notfalltaste an der Dashcam sichern Nutzer das laufende Video zudem manuell ab. Mit der Zeit sammeln sich so aber möglicherweise trotzdem einige Aufnahmen an. Wir empfehlen, regelmäßig zu prüfen, welche Clips vorhanden sind und diese zu löschen, wenn sie nicht benötigt werden. Hier wäre eine automatische Löschung nach einem bestimmten Zeitraum hilfreich gewesen.

Für die Kommunikation mit einem Smartphone über die App Drivepro dient eine lokale WLAN-Verbindung über Wifi-5. Der Micro-USB-B-Anschluss an der Kamera unterstützt zudem USB 2.0 für eine Verbindung mit einem PC. Ein Kabel dafür liegt jedoch nicht bei. Die Software, um auf dem PC Aufnahmen der Dashcam anzusehen, heißt Drivepro Toolbox und steht bei Transcend kostenlos zum Download bereit.

Die Kamera verfügt zudem über einen Li-Polymer-Akku. Dieser soll einspringen, wenn bei einem Unfall die Stromversorgung abreißt, damit die Dashcam die Aufnahme noch sichern kann. Für den dauerhaften Betrieb ist der Akku nicht vorgesehen. Nachdem man den Motor abgestellt hat, empfiehlt es sich, das Kabel herauszuziehen. Denn einige Automodelle versorgen die Kamera dann trotzdem weiter mit Storm, was auf Dauer die Autobatterie entladen könnte.

Bedienung

Die Einrichtung der Kamera ist denkbar einfach. Nach der Montage und dem Einstecken in den 12-Volt-Anschluss startet die Dashcam die Aufnahme automatisch, wenn man die Zündung einschaltet. An der Autokamera selbst befinden sich vier Knöpfe zur Bedienung. Der äußerste Schalter auf der linken Seite dient als Power-Button sowie als Zurück-Taste. Der zweite Knopf dient zum Durchsuchen von Dateien der Kamera, als Pfeiltaste sowie zum Abspielen und Pausieren von Aufnahmen. Die dritte Taste öffnet die Einstellungen oder funktioniert als Pfeiltaste für nach unten. Der äußerste Schalter rechts löst einen Schnappschuss aus oder dient als Ok-Taste sowie zum Löschen von Clips.

In den Einstellungen können Nutzer die Uhrzeit und Zeitzone festlegen, die Empfindlichkeit des G-Sensors in drei Stufen anpassen sowie die Auflösung auf 720p herunterschrauben, die Belichtungswerte anpassen oder den Videostempel mit Uhrzeit und GPS-Daten ein- und ausblenden.

Eine optionale Verbindung mit dem Smartphone erfolgt über eine WLAN-Verbindung mittel der App Drivepro. Hierzu lädt man die App aus dem Google Play Store oder Apple App Store. Anschließen drückt man den An/Ausschalter auf der Kamera, bis das WLAN-Symbol erscheint und sucht über die App die Kamera. Hierzu verbindet man das Handy wie mit einem Heimnetzwerk. Das Passwort dafür zeigt die App. Anschließend kann man sich per Handy mit der dem Kamerabild verbinden oder Videoaufzeichnungen ansehen, herunterladen oder löschen. Das klappt wirklich gut.

Sonderfunktionen

Auf eine Parküberwachung verzichtet die Drivepro 230Q Data Privacy aus Gründen des Datenschutzes bewusst. Diese Funktion startet in der Regel eine Aufnahme, wenn das geparkte Fahrzeug eine Erschütterung registriert.

Transcend hat der Autokamera einige Fahrassistenzsysteme spendiert, die optional dazugeschaltet werden können. Dazu gehört etwa eine Scheinwerfererinnerung, die den Fahrer bei Dunkelheit darauf hinweist, wenn das Licht des Pkws nicht eingeschaltet ist. Es gibt zudem einen Ruhepausenalarm, der nach einem vorher bestimmten Zeitraum ab 1 Stunde aktiv wird, um den Fahrer auf eine mögliche Pause hinzuweisen. Ferner gibt es ein Auffahrwarnsystem, wenn man zu geringen Abstand hält zum nächsten Fahrzeug sowie einen Spurhalteassistenten, der sich bemerkbar macht, wenn das Auto von der Fahrbahn abkommt. Es gibt zudem eine Tempolimit-Warnung für eine zuvor einzugebende gewünschte Höchstgeschwindigkeit.

Bildqualität

Die Linse der Dashcam nutzt einen CMOS-Sensor von Sony mit integrierter Wide Dynamic Range (WDR) und zeichnet damit Videos nach H.264-Standard mit einer maximalen Auflösung von 1920 x 1080 Pixel (Full HD) bei 30 fps (Frames pro Sekunde) auf. Der Blickwinkel beträgt 130 Grad. Das ist noch ausreichend, um das Geschehen vor dem Fahrzeug abzudecken. Weniger sollte es aber nicht sein. Dashcams wie die Garmin Dash Cam 67W decken sogar 180 Grad ab, was aber eine leichte Fischaugenoptik zur Folge hat.

Die Videoaufnahmen in Full HD gehen weitgehend in Ordnung, auch wenn die Bildschärfe etwas höher ausfallen könnte und die Aufnahmen leichtes Bildrauschen aufweisen. In etwa entsprechen sie dem Niveau der Garmin Dash Cam Mini 2. Verkehrsteilnehmer sind ausreichend gut zu erkennen, das Ablesen von Kfz-Kennzeichen ist auf größere Entfernung nur schwer möglich. Was für den Datenschutz gut ist, kann wiederum die Aufklärung nach einem Unfall erschweren.

Preis

Mit einem Preis ab knapp über 95 Euro gehört die Transcend Drivepro 230Q zu den günstigeren Dashcams mit GPS, G-Sensor und Loop-Funktion. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist überzeugend.

Als Zubehör gibt es eine Halterung zum Ankleben an der Windschutzscheibe für 11 Euro – diese dürfte deutlich fester sitzen als der Saugnapf, kann aber nicht ohne Weiteres entfernt werden. Es gibt zudem für 16 Euro ein Kabel, um die Dashcam dauerhaft mit der Elektrik des Autos zu koppeln, damit der 12-Volt-Steckplatz frei bleibt.

Fazit

Die Transcend Drivepro 230Q bietet alles, was eine moderne Dashcam braucht und kostet dabei vergleichsweise wenig. Der dauerhafte Loop-Modus sorgt dafür, dass Nutzer nicht versehentlich die Micro-SD-Karte mit Aufnahmen vollmachen, bei dem Persönlichkeitsrechte andere Autofahrer verletzt werden könnten.

Die Sonderfunktionen wie der Spurhalteassistent, Auffahrwarnsystem oder die Scheinwerfererinnerung sind für ältere Autos ohne entsprechende Systeme interessant. Die Einrichtung und Verbindung mit dem Smartphone ist simpel. Schade, dass kein USB-Kabel beiliegt für eine Verbindung mit dem PC. Die Bildschärfe hat zudem etwas Luft nach oben. Alles in allem ist das Paket aber in Bezug auf Ausstattung und Preis überzeugend.

Dashcam Vantrue N5 im Test

Die Vantrue Nexus 5 bietet als Dashcam insgesamt vier Kameras für die Rundum-Überwachung. So viele Linsen hatte noch keine Dashcam aus unseren Tests. Aber überzeugt das Produkt auch?

VORTEILE

  • hohe Auflösung
  • vier unabhängige Kamerabilder
  • Sprachsteuerung
  • Nachtsicht

NACHTEILE

  • aufwendige Montage
  • hoher Preis

Die Vantrue Nexus 5 bietet als Dashcam insgesamt vier Kameras für die Rundum-Überwachung. So viele Linsen hatte noch keine Dashcam aus unseren Tests. Aber überzeugt das Produkt auch?

Der Einbau erscheint zunächst kompliziert: Eine Kamera, noch eine Kamera, beide mit je einem Objektiv für drinnen und draußen, dazu 6 Meter Kabel, dann ein Zigarettenanzünder-Kabel, und das war in einem Nichtraucher-E-Auto ohne Aschenbecher und Auspuff einzubauen, das deshalb auch keinen Zigarettenanzünder mehr besitzt? Und überhaupt, wozu denn vier Objektive?

Gedacht sind die vielen Kameras zur Rundumüberwachung des Fahrzeugs, abgesehen von den Seiten: Kurier- und Taxifahrer können so ihre Fahrzeuge samt Innenraum überwachen, um Überfälle oder Diebstähle zu dokumentieren. Auch ein Baby oder Haustier auf dem Rücksitz kann so überwacht werden und im LKW die Ladung, die ja an Rastplätzen mitunter entwendet wird. Und diese Ansicht von hinten nach vorn könnte auch für Youtuber für die Aufnahme von Testfahrten interessant sein als Alternative zur Montage von normalen Videokameras mit Stativen oder Autohalterungen.

Vantrue Nexus 5 - Bilderstrecke

Design und Montage

Die Nexus 5 besteht aus zwei Teilen: Der größere kommt an die Frontscheibe, ein Zylinder mit 12,6 Zentimeter Länge und 4,2 Zentimeter Durchmesser, Display, zwei Objektiven, Infrarotbeleuchtung, Mikrofon, vier Tasten für Menüeinstellungen, Videoaufzeichnung und -wiedergabe und Wahl des anzuzeigenden Objektivs. Am Anschluss für die GPS-Einheit wird der Zigarettenanzünder-Stecker per USB-C eingestöpselt. Das USB-Kabel zur zweiten, an der Heckscheibe zu montierenden Kamera, steckt man dagegen an die Dashcam selbst. Die Autokamera kann so leicht zum Wechsel der SD-Karte oder deren externen Auslesen abgenommen werden.

Mit GPS-Einheit kommt die Frontkamera auf 243 Gramm, ohne auf 197 Gramm. Es gibt zudem noch eine große, rote Taste, hinter der auch der Speicherkartenslot und ein Reset-Knopf versteckt ist, um die Kamera ein- und auszuschalten, Notfall-Aufnahmen manuell zu starten sowie Screenshots abzuspeichern. Es werden die letzten 10 Sekunden vor einem Crash mit abgespeichert.

Der zweite Zylinder ist nur 8,5 Zentimeter lang und hat 3,2 Zentimeter Durchmesser, neben ebenfalls zwei Objektiven und Infrarotbeleuchtung ist hier nur der USB-C-Anschluss zur Frontkamera zu finden. Er wiegt nur 53 Gramm. Beide Kameras sind unauffällig und schränken kaum das Sichtfeld des Fahrers ein.

Da moderne Autos auch USB-Anschlüsse im Innenraum haben, relativiert sich das Zigarettenanzünder-Problem. Es bleibt aber die Thematik, dass eine dauerhafte Parküberwachung, die mit Bewegungsdetektion übrigens auch Aufnahmen auf das Wesentliche reduzieren kann, nur mit einem Anschluss möglich ist, der auch bei abgeschalteter Zündung noch Strom liefert. Eine kurzfristige Aufnahme bei Erschütterungen (Kollisionserkennung, um Parkrempler zu dokumentieren) ist jedoch möglich – die Kamera hat einen Akku eingebaut.

Allerdings zieht die Vantrue Nexus 5 mit ihren vier Objektiven viel Strom – zu viel für den USB-C-Port des Testfahrzeugs. Sie schaltete nach weniger als einer Minute wieder ab, um kurz darauf erneut hochzufahren und dann wieder abzuschalten, und blieb nur nach Abstecken der hinteren Kamera dauerhaft eingeschaltet. Es ist also einer der vom Hersteller empfohlenen Direktanschlüsse notwendig – sinnvollerweise am Sicherungskasten, nicht wie oft geraten wird, direkt an der Fahrzeugbatterie. Letzteres ist weder sicher noch notwendig; so hoch ist der Strombedarf der Kamera nun auch wieder nicht. Allerdings ist bei E-Autos Vorsicht geboten: Die 12-Volt-Batterie ist hier ja deutlich kleiner und könnte bei längerem Parken doch entladen werden, wenn sie nicht auch im Stand aus der Hochvolt-Batterie nachgeladen wird.

Nur das Kabel von vorn nach hinten zu verlegen, einmal quer durchs Auto unter dem Autohimmel entlang, bleibt knifflig. Das ist das Schicksal aller Dashcams mit Linsen an der Heckscheibe – eine Drahtlos-Übertragung wäre zwar denkbar, doch dann wäre die Frage der Stromversorgung ungelöst. Die Kameras werden selbstklebend befestigt, womit ein häufiger Fahrzeugwechsel nicht so leicht möglich ist, aber dafür hoffentlich auch das plötzliche Lösen in Kurven entfällt, wie man es von mit Saugnäpfen befestigten Modellen kennt. Die Kameras können dank Zwischenfolien dennoch auch wieder von den Scheiben gelöst werden.

Wichtig ist allerdings der richtige Montageort – je nach Auto gibt es diesen auch gar nicht. Vorn sollte man den GPS-Fuß auf der entsprechend mit dunklen Punkten markierten und für Funkwellen durchlässigen Fläche hinter dem Rückspiegel montieren – dann stört die Kamera auch nicht die normale Sicht. Angesichts des Weitwinkelobjektivs kommen dann aber unter Umständen die bewussten dunklen Punkte mit ins Bild. Montiert man den GPS-Fuß dagegen außerhalb der Markierung, ist der GPS-Empfang nicht so gut.

Hinten ist es noch schwieriger: Um im Innenraum ein brauchbares Bild zu erzielen, muss die Kamera möglichst weit oben an der Heckscheibe montiert werden, damit sie überhaupt über Hutablage, hintere Kopfstützen und Kindersitze hinwegblicken kann. Dann allerdings wird das Bild der hinteren Außenkamera bei Designs mit überstehendem Dach stark eingeschränkt und diese kann nur noch auf die Fahrbahn blicken.

Ausstattung und Bildqualität

Das Display mit 3,2 Zoll ist größer als bei anderen Dashcams. Eine Touchfunktion hat es nicht, die aber während der Fahrt ohnehin nicht empfehlenswert ist. Die eingebaute Sprachbedienung ist weit besser geeignet, die Kamera in kritischen Situationen zu aktivieren – allerdings ist sie nur in Englisch, Russisch, Japanisch und Chinesisch möglich. Das Display-Menü ist dagegen auch in Deutsch verfügbar.

Bei einem Unfall springt die Kamera automatisch an – die Empfindlichkeit ist einstellbar, von „stark gebremst“ bis „Crash“ –, und natürlich kann sie auch im Loop aufnehmen. Angesichts der Datenmenge sollte die SD-Karte dazu nicht zu klein sein, da die Karte dann sehr schnell verschleißt. Alle 14 Tage soll man sie ohnehin neu formatieren, bis zu 512 GB sind verwendbar. Der Loop ist auf eine Minute begrenzbar.

Die Hauptkamera bietet 2K-Auflösung (2592 × 1944 Pixel), die anderen drei Linsen Full-HD (1920 × 1080 Pixel). Das ist ausreichend, noch höhere Auflösungen würden bei vier Kanälen zu Speicherproblemen führen. Ein Sony Starvis Bildsensor sorgt bei der Frontkamera für gute Aufnahmequalität; die restlichen Objektive sind einfacher bestückt. Ein Polfilter kann als Zubehör gekauft und auf die Hauptkamera aufgeschraubt werden; auch eine Fernbedienung ist als Zubehör lieferbar, Wi-Fi zur Kommunikation mit der App auf dem Smartphone ist mit 2,4 und 5 GHz verfügbar. Zudem liegt ein USB-Kabel (USB-C auf USB-A) bei, um die Aufzeichnungen zu einem PC überspielen zu können. Warnaufkleber sollten Diebe und Vandalen abschrecken – oder aber darauf hinweisen, die Kamera ebenfalls zu stehlen.

Die Bildqualität überzeugt, der Ton ist aber dumpf, jedoch noch gut verständlich. Die Framerate ist maximal 30 Hertz beschränkt, die Auflösung kann bis auf 720p (Half HD) heruntergefahren werden, um Speicherplatz zu sparen. Niedrigere Frame- und Bitraten sind möglich, um noch mehr Speicherplatz zu sparen und Zeitrafferaufnahmen zu machen. Die Aufzeichnung kann auch mit den in Europa üblichen 50 Hertz Netzfrequenz statt den US-amerikanischen 60 Hertz synchronisiert werden, damit nächtliche Aufnahmen mit Straßenbeleuchtung nicht flimmern. Auch die aktuell gefahrene und per GPS gemessene Geschwindigkeit kann in die Aufzeichnungen eingeblendet werden.

Vantrue Nexus 5 - Bilderstrecke

Die Außenaufnahmen sind auch nachts in Farbe zu erkennen. Innenaufnahmen sind dank Infrarotbeleuchtung auch im Dunkeln möglich, dann natürlich nur in Schwarz-Weiß. Die Belichtung kann nach eigenem Geschmack feinjustiert werden, damit entweder der Himmel blau bleibt und nicht ausbleicht oder auch dunkle Ecken stets erkennbar bleiben.

Interessant ist, dass der erwähnte Stecker für den Zigarettenanzünder nicht nur mit den üblichen 12 Volt funktioniert, sondern auch mit den 24 Volt einer LKW-Stromversorgung. Zudem liefert er noch einen weiteren USB-A-Port mit 5 Volt und 2,4 Ampere.

Preis

Mit einem Listenpreis von knapp 380 Euro und Straßenpreisen ab 280 Euro ist die Vantrue Nexus 5 klar im oberen Preissegment angesiedelt. Dafür bietet sie allerdings eine starke Ausstattung und hohe Bildqualität. Bei Amazon bekommt man derzeit die Dashcam mit vier Linsen mit einem Coupon im Wert von 60 Euro für 310 Euro.

Fazit

Die Vantrue Nexus 5 ist eine gute Wahl, wenn man die Features wirklich alle benötigt. Neu und ein Alleinstellungsmerkmal ist hier die Innenansicht von hinten nach vorn. Will man nur den Raum außen vor dem Fahrzeug aufnehmen, um Unfälle oder unsichere Fahrer zu dokumentieren, reicht ein einfacheres Modell.

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