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Künstliche Intelligenz

Richtech Dex: mobiler humanoider Roboter für die Industrie


Der US-amerikanische Hersteller von Robotersystemen Richtech Robotics führt auf der CES 2026 seinen mobilen humanoiden Roboter Dex als zentrale Komponente seiner Robotikplattform für industrielle und gewerbliche Anwendungen vor.

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Der weiße Roboter misst 137 cm in der mobilen und 109 cm in der stationären Variante. Er kann maximal 5 Kilogramm tragen. Dex ist allerdings eher für Industrie- und Montageaufgaben konzipiert und nicht als Lastenträger. Er ähnelt eher einem Küchengerät, also klassischer Weißware, als einem Industrieroboter. Richtig „humanoid“ wirkt er nicht.

Der Hersteller zeigt ihn im Zusammenspiel mit anderen Robotern, etwa mit dem Serviceroboter für die Kaffeezubereitung Adam, dem Bar‑Roboter Scorpion, der Getränke zubereitet, und dem autonomen Transportroboter Titan, der je nach Ausführung 200 Kilogramm oder 590 Kilogramm tragen kann.



Die Aufgabe des Serviceroboters Adam ist die Zubereitung von Kaffee. Den Großteil der Arbeit machen dabei die Kaffeemaschinen. Adam reicht Gefäße an.

(Bild: heise medien / André Kramer)

Die mobile Variante von Dex bewegt sich auf Rädern statt auf Beinen. Richtech verspricht dadurch höhere Energieeffizienz, geringeren Wartungsaufwand und stabile Fortbewegung in gemeinsam mit Menschen genutzten Arbeitsumgebungen. Das Fahrwerk hat laut Hersteller einen engen Wendekreis und kann schnell abbremsen.

Der Roboter hat zwei Produktionsarme, an deren Enden sich unterschiedliche Greifer oder Werkzeuge anbringen lassen. Vier Kameras helfen beim Navigieren, Erkennen von Objekten und Überwachen der Tätigkeiten in wechselnden Umgebungen.

Als Recheneinheit dient ein System aus der Jetson-Thor-Reihe von Nvidia. Weil es Sensordaten lokal verarbeitet, soll der Roboter schnell Entscheidungen treffen können. Im mobilen Betrieb erreiche Dex eine Laufzeit von rund vier Stunden pro Akkuladung.

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Richtech trainiert Dex mit einer Kombination aus Simulation und realen Einsatzdaten. Dafür nutzt das Unternehmen offene Simulationsumgebungen wie Isaac Sim und Isaac Lab von Nvidia. In diesen virtuellen Umgebungen lernt der Roboter Arbeitsabläufe, die der Hersteller anschließend in reale Produktionsumgebungen überträgt. So soll sich der Roboter zügig und sicher in sein Arbeitsumfeld integrieren lassen.

Die Steuerungssoftware ist darauf ausgelegt, neue Aufgaben über zusätzliche Trainingsdaten anzulernen. Richtech greife dabei auf Erfahrungen aus mehr als 450 bereits installierten Robotersystemen zurück. Parallel baut das Unternehmen eine eigene Datenbasis aus realen industriellen Anwendungen in den USA auf, die es langfristig auch Dritten zur Verfügung stellen will.

heise online ist offizieller Medienpartner der CES 2026


(akr)



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Smartes Headset Motoko: Razer setzt bei KI-Wearables auf Kopfhörer statt Brillen


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Der vor allem für sein Gaming-Zubehör bekannte HErsteller Razer, nutzt derzeit die Technikmesse CES 2026, um auf eine neue KI-Produktreihe aufmerksam zu machen. Neben der Schreibtisch-KI „Ava“ sticht dabei das KI-Headset „Project Motoko“ hervor, das nun erstmals öffentlich gezeigt wurde und laut Razer noch im Laufe des Jahres erscheinen soll. Die Besonderheit: Zwei 4K-Kameras sitzen auf Augenhöhe an den Ohrmuscheln, erfassen das Sichtfeld aus der Ich-Perspektive und analysieren, worauf sich der Blick richtet.

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Die KI soll damit nicht nur Objekte, sondern auch deren Tiefe und Position mit hoher Genauigkeit erkennen. Laut Razer übertrifft das System die menschliche Wahrnehmung im peripheren Sichtfeld, etwa beim Erfassen von Symbolen oder Texten am Bildrand. Motoko ist nicht auf eine bestimmte Plattform beschränkt. Wer will, kann Modelle wie ChatGPT, Grok oder Gemini nutzen. Damit ist das System offen für unterschiedliche Vorlieben und kann flexibel auf verschiedene Aufgaben reagieren. Die Kommunikation mit der KI erfolgt per Sprache. Gleich mehrere Mikrofone nehmen Spracheingaben und Umgebungsgeräusche auf.

In Demos auf der Messe zeigte Razer mittlerweile typische Alltagsfunktionen für Smart Glasses und angekündigte AR-Brillen wie die Snap Specs oder Meta Orion: Beim Blick auf einen Teller mit verschiedenen Zutaten, schlägt die KI mögliche Rezepte vor, übersetzt Speisekarten oder antwortet auf verschiedene Wissensfragen. Die Antworten gehen dabei direkt ins Ohr, ohne dass Außenstehende mithören können. Anders als bei Smart Glasses mit offenen Lautsprechern bleibt die Kommunikation mit Motoko also zumindest teilweise von der Umgebung abgeschottet. Das Gerät soll laut Razer über 30 Stunden Akkulaufzeit bieten.

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Razer Project Motoko – The Future of Wearable AI

Ein weiteres Einsatzszenario könnte vor allem für die Hauptzielgruppe von Razer interessant sein: Beim Blick auf den Monitor könnte die Headset-KI Echtzeithilfestellung beim Gaming anbieten und etwa knifflige Rätsel lösen. Auch für Unternehmen und Forschung hat Razer eine Anwendung im Blick: Die von Motoko erfassten Daten – inklusive Blickverlauf und Tiefenwahrnehmung – sollen sich für die Entwicklung humanoider Roboter nutzen lassen. Diese könnten dadurch menschlicher agieren, indem sie lernen, wie Menschen sehen und Entscheidungen treffen.

Trotz der öffentlichkeitswirksamen Vorstellung auf der CES bleibt Razer vage bei technischen Details. Finales Design, Spezifikationen und Preis sind noch offen. Klar ist nur: Der Konzern will mit Project Motoko ein Headset etablieren, das weit über klassische Audiotechnik hinausgeht und dabei Nutzerinnen und Nutzern eine neue Art von digitalem Assistenten an die Seite stellt. Ob sich ein KI-Headset wirklich als alltagstauglich herausstellt, wird sich zeigen, sobald Razer ein fertiges Produkt auf den Markt bringt.

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heise medien ist offizieller Medienpartner der CES 2026.


(joe)



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Smartpens: Ihr kurzes Dasein und warum sie vom Markt verschwunden sind


Es heißt, dass man handschriftliche Notizen besser verinnerlichen und sich beim Schreiben mit einem Stift in Meetings oder Vorlesungen besser konzentrieren kann, als wenn man auf einem Laptop tippt. Das belegen auch psychologische und neurowissenschaftliche Studien, zum Beispiel „The pen is mightier than the keyboard“ von Mueller und Oppenheimer (Princeton/UCLA, 2014). Gleichzeitig will man Geschriebenes aber auch in digitaler Form zur Aufbewahrung und Auswertung haben.

  • Anfang der 2010er-Jahre machten Smartpens Furore. Ihr Versprechen: Texte auf normalem Papier schreiben und dabei automatisch digitalisieren.
  • Es gab verschiedene technische Ansätze, doch aus verschiedenen Gründen konnte sich keiner davon durchsetzen.
  • Verbliebene Alternativen sind Digitizer für Touchscreens, Spezialtablets und fotografierte Notizzettel.

Eine ideale Lösung schienen die Anfang der 2010er aufkommenden Smartpens zu sein: „intelligente“ Kugelschreiber, mit denen man auf Papier schreiben und die Aufzeichnungen gleichzeitig digitalisieren kann.

Dabei setzten die Hersteller, zu denen auch namhafte Digitalisierungsspezialisten wie IRIS und Wacom gehörten, auf unterschiedliche Techniken mit jeweils eigenen Vor- und Nachteilen.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Smartpens: Ihr kurzes Dasein und warum sie vom Markt verschwunden sind“.
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Nach tagelangen Protesten: Der Iran geht nach Internetblockade offline


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Nach tagelangen Protesten der Bevölkerung gegen das Regime haben iranische Behörden augenscheinlich damit begonnen, das Internet in der Hauptstadt Teheran und weiteren Teilen des Landes zu blockieren. Das berichtet die Organisation Netblocks, die den Netzverkehr und mögliche Sperren weltweit beobachtet. Auch andere öffentlich einsehbare Datenquellen zeigen Verbindungsverluste in die Islamische Republik, die seit Tagen von immer heftiger werdenden Protesten gegen das herrschende Regime erschüttert wird. Netblocks meint, dass die Internetsperre die Berichterstattung aus dem Land und die Kommunikation dort erheblich erschweren dürfte. Es ist zu befürchten, dass die Machthabenden den digitalen Blackout dazu benutzen, noch härter gegen die Demonstrationen vorzugehen.

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Die jüngste Protestwelle hatte vor fast zwei Wochen begonnen. Ausgelöst wurde sie durch einen plötzlichen Wertsturz der Landeswährung Rial inmitten einer schon massiven Wirtschaftskrise. In der Hauptstadt Teheran gingen daraufhin wütende Händler spontan auf die Straße, viele Geschäfte wurden geschlossen. Beobachter hatten darauf hingewiesen, dass auch die Proteste, die vor mehr als 40 Jahren zum Sturz des Schah und zur Errichtung der Islamischen Republik geführt haben, entscheidend durch die wichtigen Basare gestützt wurden. Inzwischen haben sich die Proteste auf andere Landesteile ausgeweitet. Am Donnerstag dieser Woche kursieren in sozialen Netzwerken etwa zahlreiche Videos, die menschenleere Geschäftsstraßen in den kurdischen Gebieten des Iran zeigen.

Die Internetsperren haben am Donnerstag offenbar in der westlichen Provinz Kermanschah begonnen, dort hat Netblocks zuerst Verbindungsabbrüche registriert. Betroffen ist inzwischen laut Berichten, die bei der Nachrichtenagentur dpa eingegangen sind, auch das mobile Internet in ersten Großstädten. Als Grund dafür wurden demnach auch neue Protestaufrufe für Donnerstag und Freitag vermutet, die Reza Pahlavi, der Sohn des 1979 gestürzten Schahs, veröffentlicht hatte. Im Iran liegt die letzte landesweite Internetsperrung gerade einmal rund sieben Monate zurück. Als Israel und die Islamische Republik tagelang Raketen aufeinander abgeschossen haben, hat das Regime in Teheran einen fast vollständigen digitalen Blackout verhängt.


(mho)



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