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Razr Fold: Auch Motorola kann Smartphones in Zukunft falten


Razr Fold: Auch Motorola kann Smartphones in Zukunft falten

Die finale Präsentation ist zwar erst zum MWC Ende Februar geplant, doch in Las Vegas hat Motorola bereits einen ersten Blick auf das nächste klappbare Razr-Smartphones werfen lassen: das Razr Fold. Es ergänzt das „flippbare“ Razr 60 Ultra (Test) um einen faltbaren Konkurrenten für Galaxy Z Fold 7 (Test) – mit Stift-Support.

Ein neues Foldable mit Stifteingabe

Den Stift-Support bieten das Galaxy Z 7 Fold, das Pixel 10 Fold oder das Oppo Find N5 (Test) nicht.

Motorola Razr Fold

Technische Eckdaten wollte Motorola zur Messe in Las Vegas noch keine verraten, auch Leaks haben bisher keine genannt. Ein „brilliant displays, intelligent AI, and an advanced, boundary-breaking camera system“ ist alles, was bis dato bekannt ist – und die Tatsache, dass Stifteingaben möglich sind:

Mit dem Beinahmen „Fold“ schwenkt auch Motorola auf die am Markt gängige Bezeichnung für derartige Smartphones ein, während das Razr 60 Ultra noch den in seiner Geräteklasse in der Regel genutzten Zusatz „Flip“ unberücksichtigt ließ.

Das motorola Signature wurde präsentiert

Neben dem Teaser auf das Razr Fold hat Motorola in Las Vegas ein neues „Premium-Smartphone“ vorgestellt: Das motorola signature, das in der Gerüchteküche zuvor als Edge 70 Ultra gehandelt worden war:

  • motorola signature: Mit diesem Smartphone will Motorola ins Premiumsegment

ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von Motorola unter NDA erhalten. Eine Einflussnahme des Herstellers oder eine Verpflichtung zur Berichterstattung bestand nicht. Die einzige Vorgabe aus dem NDA war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.



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Agenten und Copilot in der Taskleiste: Was Microsoft an KI-Neuerungen in Windows 11 plant


Bei Windows 11 will Microsoft an den Kern-Funktionen ansetzen, um sowohl die Performance als auch die Stabilität zu verbessern. KI-Funktionen stehen aber weiterhin Agenda. Was man mit Agenten, der Sprachsteuerung und der Copilot-Integration in den Explorer plant, skizziert der Konzern in einem Video.

Abrufbar sind die in Windows 11 integrierten Agenten über die neue Copilot-Suchfunktion in der Taskleiste, die die herkömmliche Windows-Suche ersetzt. Von dort sollen Nutzer normale Anfragen starten, können aber auch direkt den Copilot-Assistenten starten.

Agenten als Alltagshelfer

Relevanter für die Windows-11-Zukunft erscheinen jedoch die Agenten-Funktionen, die Teil des Plans sind, das Betriebssystem zu einem agentic OS umzubauen. Was sich damit in der Praxis machen lässt, schildert Microsoft-Direktor Jeremy Chapman. So lassen sich über die Taskleiste einzelne Agenten wie „Analyst“ und „Researcher“ starten. Diese arbeiten dann im Hintergrund Aufgaben ab und erstellen im Fall von Researcher etwa umfassende Berichte.

Vergleichbar ist diese Funktion also in erster Linie mit den Deep-Research-Assistenten, die es etwa in den Assistenten ChatGPT und Gemini gibt. Von Agenten wie Claude Code und OpenClaw, die einen Rechner autonom steuern, zeigt Microsoft noch nichts.

Windows-11-Agenten in der EU noch nicht verfügbar

In der EU sind die Agenten noch nicht verfügbar, außerhalb von Europa verteilt Microsoft aber Vorabversionen über das Windows Insider Program. Erste Nutzerberichte fallen aber generell negativ auf. In der PC World kritisiert der Autor Mark Hachman etwa, dass der Agent nicht in der Lage war, doppelte Dateien in OneDrive zu entfernen.

KI in Windows 11 nutzt lokale Dateien

Als relevante Entwicklung präsentiert Chapman auch die Sprachsteuerung, die in Microsoft 365 Copilot enthalten ist. Interessant soll das vor allem sein, wenn der Assistent die Work-Tab-Funktion nutzt. In diesem Fall wird der Microsoft Graph als Datengrundlage verwendet, der Assistent kann also auch auf Informationen zugreifen, die in der Microsoft-365-Umgebung gespeichert sind – also etwa Dokumente in OneDrive oder Mails in Outlook.

Davon verspricht Microsoft Hilfe im Alltag. Baut ein Nutzer etwa eine PowerPoint-Präsentation, kann er per Sprachsteuerung die passenden Informationen anfragen, die gerade benötigt werden. Ein Wechsel der Fenster oder eine eigenständige Suche wäre im Idealfall also nicht mehr nötig.

Indem Microsoft den Copilot-Assistenten direkt in den Explorer integriert, soll auch der Umgang mit Dokumenten erleichtert werden. Die Copilot-Schaltfläche erscheint direkt neben dem Dateinamen. Wird diese gedrückt, öffnet sich der Assistent und es lassen sich direkt spezifische Fragen zum Inhalt stellen.

KI und die Suche nach dem Mehrwert

Mit Nachdruck hat Microsoft neue KI-Funktionen in Windows 11 integriert. Was der Konzern damit aber vor allem erreicht hat, ist den Ruf des Betriebssystems – zumindest unter Enthusiast-Nutzern – gewaltig zu ramponieren. Einen konkreten Mehrwert liefern diese bislang aber kaum, das zeigt etwa die Analyse von ComputerBase.

Das Problem mit den KI-Funktionen zeigt sich auch in einem Blog-Beitrag von letzter Woche, in dem Microsoft das Jahr 2026 als „Moment für KI-Computer“ beschreibt. Traditionelle Computer folgen demnach den Befehlen der Nutzer, KI-PCs würden hingegen die Wünsche antizipieren. Wenn es konkret wird, landet Microsoft aber bei Copilot+-Funktionen wie der neuen KI-Suche, die bislang in der Praxis nur unausgegoren funktioniert. Oder es werden Funktionen wie die KI-Suche Recall erwähnt, die äußerst unbeliebt sind.

Hintergrund zu Problemen und Fehlern von Windows 11
  • 4 Erkenntnisse: Wie Microsoft den Ruf von Windows 11 ruiniert hat
  • Verbesserungen bei Microsoft: Windows 11 schneller & stabiler, KI auf dem Prüfstand

KI-Funktionen in Windows 11 zu straffen, zählt zu den Verbesserungen, die im Raum stehen. Was genau damit geplant ist, bleibt abzuwarten. Die aktuellen Ankündigungen zeigen jedoch: Vom grundsätzlichen KI-Kurs weicht Microsoft nicht ab.

Spielraum existiert derweil vor allem noch bei den Agenten. KI-Assistenten wie Claude Code bieten schon deutlich mehr Fähigkeiten als das, was Microsoft bislang präsentiert hat. Naheliegend also, dass Microsoft hier nochmal deutlich nachlegt.



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Verrückt oder genial? Ärzte verschreiben Patienten Anime


Manchmal reicht ein Gespräch nicht. Manchmal braucht es eine Geschichte. Eine Figur, die Euch versteht, bevor Ihr selbst die richtigen Worte findet. Genau hier setzt ein neues Projekt aus Japan an und verbindet psychologische Beratung mit der emotionalen Kraft von Anime.

Stellt Euch vor, Ihr klickt auf eine Videoberatung, und statt eines klassischen Therapieraums begrüßt Euch eine animierte Figur mit eigener Geschichte. Kein steriles Setting, keine weißen Wände. Sondern eine Erzählung, die Euch langsam hineinzieht. Genau das wird derzeit an der Yokohama City University erprobt.

Was steckt hinter der Anime-Therapie?

An der Yokohama City University testen Forschende gemeinsam mit dem Forschungszentrum Minds1020Lab ein neues Konzept namens Anime-Therapie. Entwickelt wurde es vom italienischstämmigen Psychiater Francesco Panto, der selbst in schwierigen Jugendjahren Halt in Anime-Geschichten fand. Die Idee ist so simpel wie ungewöhnlich. Junge Erwachsene zwischen 18 und 29 Jahren wählen einen von sechs speziell entwickelten Anime-Charakteren. Jede Figur bringt eine eigene Persönlichkeit und eine Hintergrundgeschichte mit. Manche wirken mütterlich, andere eher wie ein verständnisvoller jüngerer Bruder. Alle eint, dass sie selbst emotionale Krisen durchlebt haben.

Die Figuren selbst werden dabei von Dai Nippon Printing zur Unterstützung des Forschungsprojekts entwickelt und bereitgestellt. Das japanische Druck- und Verpackungsunternehmen hat sich in den vergangenen Jahren stärker in der Animebranche engagiert, insbesondere in „Light Anime“-Projekten. Darunter etwa Projekte wie With Vengeance, Sincerely, Your Broken Saintess (Fukushū wa Gokan no Kōjo to Tomo ni) oder Moriarty’s Perfect Crime (Moriarty no Hanzai Recipe). In den Sitzungen sprechen reale Therapeutinnen und Therapeuten. Allerdings treten sie über eine animierte Figur und mit Stimmverzerrer auf. Das Format erinnert an eine Visual Novel, in der Ihr Euch Stück für Stück durch eine Geschichte bewegt.

Mit Anime gegen Lebenskrisen - Japan startet ungewöhnliches Online-Projekt
Mit Anime gegen Lebenskrisen – Japan startet ungewöhnliches Online-Projekt Bildquelle: KI-generiert

Warum ausgerechnet Anime?

In Japan ist die Hemmschwelle, professionelle psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen, weiterhin hoch. Viele junge Menschen tragen Sorgen mit sich herum, die sie nicht als schwer genug für einen Klinikbesuch empfinden. Genau hier setzt das Projekt an. Anime ist kulturell tief verankert und emotional zugänglich. Wer sich ohnehin mit Figuren identifiziert, dem fällt es oft leichter, über eigene Ängste, zwischenmenschliche Konflikte oder depressive Phasen zu sprechen. Die animierte Figur fungiert als Brücke zwischen innerer Welt und realem Gespräch.

Die aktuelle Testphase umfasst 20 Teilnehmende, die jeweils acht Sitzungen durchlaufen. Die Resonanz war so groß, dass die Plätze schnell vergeben waren. Ob die Methode langfristig wirkt, wird sich erst zeigen. Doch das enorme Interesse beantwortet bereits eine wichtige Frage. Der Bedarf ist da und es müssen Methoden gefunden werden, ihn zu decken.

Mehr als ein Experiment?

Das Projekt ist Teil eines langfristigen Forschungsprogramms, das neue Wege im Umgang mit psychischer Belastung entwickeln soll. Sollte sich das Modell bewähren, könnte Anime-Therapie als ergänzende Behandlungsoption etabliert werden. Die Technik dahinter ist dabei weniger spektakulär als die Idee selbst. Videoanruf, Animation, geschulte Therapeutinnen und Therapeuten im Hintergrund. Doch manchmal reicht eine neue Perspektive, um festgefahrene Gespräche zu öffnen. Ob Anime tatsächlich heilen kann, bleibt abzuwarten. Aber vielleicht ist es genau diese Mischung aus Erzählung und Empathie, die junge Menschen dort abholt, wo klassische Angebote sie nicht erreichen.



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Regierung will Geld von Bürger-Konten abbuchen


Auf deutschen Bankkonten liegen Milliardenbeträge. Die Kontoinhaber haben ihr Geld teils seit Jahren nicht mehr angerührt. Genau hier wünscht die Regierung anzusetzen: Das Kapital soll künftig in einen neuen Fonds für soziale Innovationen fließen. Folgende Konten wären betroffen.

Immer wieder bleiben Guthaben hierzulande über lange Zeit ungenutzt. Das passiert etwa, wenn Kontoinhaber versterben, ohne ihren Nachlass geregelt zu haben. Oder aber, wenn ein Konto schlicht in Vergessenheit gerät. Banken sprechen dann von „nachrichtenlosen Konten“. Je nach Schätzung liegen auf solchen Konten zwischen zwei und neun Milliarden Euro. Ein im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung erstelltes Gutachten geht etwas konkreter von bis zu 4,2 Milliarden Euro aus. Vor diesem Hintergrund wünscht die Bundesregierung, die Mittel einem gemeinnützigen Zweck zuzuführen. Doch das Vorhaben stößt beim Bankenverband auf Widerstand.

Große Pläne für ungenutzte Konten

Ein Blick in den Koalitionsvertrag zeigt die Stoßrichtung: Auf Seite 79 heißt es hier: „Wir fördern soziale Innovationen und nutzen dafür Gelder aus nachrichtenlosen Konten in einem revolvierenden Fonds.“ Angesichts der Summen überrascht dieses Vorhaben kaum. Gleichwohl existiert bislang keine einheitliche gesetzliche Grundlage, die den Umgang mit solchen „herrenlosen“ Geldern regelt. Zumindest ist das in Deutschland der Fall. Sogar eine verbindliche Definition fehlt.

In einer Kurzinformation des Deutschen Bundestags aus dem Jahr 2019 wird lediglich erläutert, dass von nachrichtenlosen Konten gesprochen werde, wenn über einen längeren Zeitraum kein Kontakt zu Inhabern oder Berechtigten bestehe. Und die Passage im Koalitionsvertrag? Zunächst handelt es sich dabei nur um einen politischen Wunsch, nicht jedoch um ein ausgearbeitetes Gesetz. Gerade diese Unklarheit ruft den Bankenverband auf den Plan.

Wie der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) berichtet, ist Thorsten Höche, Chefjustiziar des Deutschen Bankenverbands, skeptisch: „Die Frage eines unbewegten Kontos ist eine Frage des Zeitraums – nach welchem Zeitraum, wenn da keine Bewegung stattgefunden hat, will der Staat auf die Mittel zugreifen? Dafür gibt es derzeit keine gesetzlichen Vorgaben.“ Ein weiteres juristisches Problem sei laut Höche, dass das Vorhaben einen Eingriff in die Eigentumsrechte des Erblassers bzw. des Bankkunden darstelle, der möglicherweise gar nicht unbedingt verstorben sein müsse.

Beim aktuellen Verfahren profitieren die Banken

Nach aktueller Rechtslage müssen zunächst mögliche Erben ermittelt werden, selbst wenn der Kontoinhaber verstorben ist. Lässt sich niemand finden, fällt das Vermögen letztlich an den Staat. Machen die Bundesländer ihren Anspruch jedoch nicht geltend, tritt nach 30 Jahren Verjährung ein. In diesem Fall buchen Kreditinstitute die Beträge laut Finanztip aus und versteuern sie als Gewinn. Taucht der ursprüngliche Eigentümer später wieder auf und verlangt sein Geld zurück, bleibt die Bank zur Auszahlung verpflichtet. Ob das auch unter einer neuen gesetzlichen Regelung so wäre, ist bislang offen.

Wer als Erbe vermutet, dass ein bislang unbekanntes Konto existiert, der kann sich an den Bankenverband wenden. Sollte ein konkreter und nachvollziehbarer Verdacht bestehen, bietet die Organisation einen kostenfreien Kontensuch-Service an.



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