Künstliche Intelligenz
Bastel-Projekt: Wie man Bewegungen mit einem 24-GHz-Radarsensor erkennt
Unser Haus steht etwa 40 Meter von der Straße entfernt. Entlang der Einfahrt befinden sich Laternen, die natürlich nicht ununterbrochen leuchten sollen, sondern nur, wenn jemand in die Einfahrt einfährt. Das könnte man mit einem handelsüblichen Infrarot-Bewegungsmelder lösen, der den Strom ein- und wieder ausschaltet.
Das Problem dabei ist jedoch, dass dieser technisch nur auf Bewegungen innerhalb seines begrenzten Erfassungswinkels und -bereichs (typisch 110° bis 180°, Reichweite bis ca. 10–15 Meter) reagiert und meist autark arbeitet, ohne Netzwerk- oder Smarthome-Integration. Dadurch kann man etwa nicht programmieren, dass sich das Licht ebenfalls über einen separaten Türkontakt beim Öffnen der Haustür einschalten soll.
- Radarsensor mit ESPHome konfigurieren
- Bewegung, Geschwindigkeit und Position abfragen
- Unterschied zwischen Bewegungssensor und Radarsensor erklärt
Die Lampen lassen sich erst einmal unproblematisch ins Smarthome integrieren: In meinem Fall hängt in der Gartenhütte ein kleiner Sicherungskasten, in dem ein Shelly Pro den Strom auf der Leitung für die Lampen schalten kann. Der Shelly Pro ist direkt in Home Assistant integriert und kann von dort gesteuert werden. Jetzt stellt sich die Frage: Welche Sensorlösung kann alle oben angesprochenen Voraussetzungen erfüllen?
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Bastel-Projekt: Wie man Bewegungen mit einem 24-GHz-Radarsensor erkennt“.
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Künstliche Intelligenz
Neu entdeckter Asteroid rotiert in Rekordgeschwindigkeit
Vor gut einem halben Jahr ist das Vera C. Rubin Observatory in Betrieb genommen worden. Schon in den ersten Bildern haben Astronomen einen rekordverdächtigen Himmelskörper entdeckt: einen sehr schnell rotierenden Asteroiden.
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Der Asteroid, der die Bezeichnung 2025 MN45 bekommen hat, ist etwa 710 Meter groß. Er rotiert in 113 Sekunden, also weniger als zwei Minuten, um sich selbst – zur Erinnerung: Die Erde braucht dafür 24 Stunden. Damit ist 2025 MN45 der am schnellste rotierende Asteroid in der Klasse von Asteroiden, die größer sind als ein halber Kilometer, wie das Entdeckerteam um Sarah Greenstreet vom National Optical-Infrared Astronomy Research Laboratory (Noirlab) in der Fachzeitschrift The Astrophysical Journal Letters schreibt.
Asteroiden rotieren unterschiedlich schnell. Die jeweilige Rotationsgeschwindigkeit gibt Hinweise auf die Entstehung und auf ihre Geschichte. Eine hohe Rotationsgeschwindigkeit könnte die Folge einer Kollision mit einem anderen Asteroiden sein. Das bedeutet, der Asteroid könnte das Fragment eines ursprünglich größeren Objekts sein.
Je schneller, desto stabiler
Zudem lässt sich von der Rotationsgeschwindigkeit auf die Zusammensetzung schließen: Ein schnell rotierender Asteroid muss über eine gewisse innere Festigkeit verfügen, sonst würde er zerfallen. Je schneller sich ein Asteroid dreht und je größer er ist, desto stabiler muss er also sein – wie 2025 MN45.
„Dieser Asteroid muss ganz klar aus einem Material mit einer sehr hohen Festigkeit bestehen, um bei seiner sehr schnellen Rotation in einem Stück zu bleiben“, sagte Greenstreet. „Wir haben errechnet, dass er eine Kohäsionsfestigkeit ähnlich der von festem Gestein braucht.“
Die meisten Asteroiden im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter seien Geröllhaufen-Asteroiden, also Zusammenschlüsse aus vielen kleineren Gesteinsbrocken, die durch die Schwerkraft zusammenhielten, erläutert die Forscherin. Diese rotieren eher langsam: Die Grenze liegt bei 2,2 Stunden, sonst droht der Zerfall.
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19 schnell und ultraschnell rotierende Asteroiden
Neben 2025 MN45 hat das Team um Greenstreet über 70 weitere Asteroiden ausgemacht und deren Rotationsperioden bestimmt. Darunter sind 16 mit sehr kurzen Rotationsperioden, zwischen 13 Minuten und 2,2 Stunden, sowie drei ultraschnelle, die eine vollständige Umdrehung in weniger als fünf Minuten absolvieren. Alle 19 sind größer als 90 Meter.
Das Vera C. Rubin Observatory steht in Chile, auf dem Berg Cerro Pachón in einer Höhe von 2647 Metern. Es verfügt über einen 8,4 Meter großen Hauptspiegel und die weltweit größte Digitalkamera: Die ist so groß wie ein Kleinwagen, wiegt 2,8 Tonnen und hat eine Auflösung von 3200 Megapixeln. Das Teleskop kann mit hoher Geschwindigkeit große Bereiche des Nachthimmels in bislang unerreichter Auflösung erfassen und damit zeitliche Veränderungen sichtbar machen. Das soll es ermöglichen, kurzlebige Phänomene wie Sternenexplosionen zu beobachten. Daneben soll es nach Asteroiden suchen sowie Erkenntnisse über Dunkle Materie und Dunkle Energie liefern.
Bereits die im Juni veröffentlichten ersten Bilder, die in der ersten Betriebswoche entstanden, zeigten laut Forschern knapp 2000 neue Asteroiden aus sowie zahlreiche Himmelskörper, die ihre Helligkeit ändern. Die Bilder zeigen unter anderem den Trifidnebel und den Lagunennebel in der Milchstraße und eine gigantische Aufnahme mit rund 10 Millionen einzelnen Galaxien.
(wpl)
Künstliche Intelligenz
Smartes Headset Motoko: Razer setzt bei KI-Wearables auf Kopfhörer statt Brillen
Der vor allem für sein Gaming-Zubehör bekannte HErsteller Razer, nutzt derzeit die Technikmesse CES 2026, um auf eine neue KI-Produktreihe aufmerksam zu machen. Neben der Schreibtisch-KI „Ava“ sticht dabei das KI-Headset „Project Motoko“ hervor, das nun erstmals öffentlich gezeigt wurde und laut Razer noch im Laufe des Jahres erscheinen soll. Die Besonderheit: Zwei 4K-Kameras sitzen auf Augenhöhe an den Ohrmuscheln, erfassen das Sichtfeld aus der Ich-Perspektive und analysieren, worauf sich der Blick richtet.
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Die KI soll damit nicht nur Objekte, sondern auch deren Tiefe und Position mit hoher Genauigkeit erkennen. Laut Razer übertrifft das System die menschliche Wahrnehmung im peripheren Sichtfeld, etwa beim Erfassen von Symbolen oder Texten am Bildrand. Motoko ist nicht auf eine bestimmte Plattform beschränkt. Wer will, kann Modelle wie ChatGPT, Grok oder Gemini nutzen. Damit ist das System offen für unterschiedliche Vorlieben und kann flexibel auf verschiedene Aufgaben reagieren. Die Kommunikation mit der KI erfolgt per Sprache. Gleich mehrere Mikrofone nehmen Spracheingaben und Umgebungsgeräusche auf.
Übersetzen, Kochen und Zocken mit KI-Hilfe
In Demos auf der Messe zeigte Razer mittlerweile typische Alltagsfunktionen für Smart Glasses und angekündigte AR-Brillen wie die Snap Specs oder Meta Orion: Beim Blick auf einen Teller mit verschiedenen Zutaten, schlägt die KI mögliche Rezepte vor, übersetzt Speisekarten oder antwortet auf verschiedene Wissensfragen. Die Antworten gehen dabei direkt ins Ohr, ohne dass Außenstehende mithören können. Anders als bei Smart Glasses mit offenen Lautsprechern bleibt die Kommunikation mit Motoko also zumindest teilweise von der Umgebung abgeschottet. Das Gerät soll laut Razer über 30 Stunden Akkulaufzeit bieten.
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Razer Project Motoko – The Future of Wearable AI
Ein weiteres Einsatzszenario könnte vor allem für die Hauptzielgruppe von Razer interessant sein: Beim Blick auf den Monitor könnte die Headset-KI Echtzeithilfestellung beim Gaming anbieten und etwa knifflige Rätsel lösen. Auch für Unternehmen und Forschung hat Razer eine Anwendung im Blick: Die von Motoko erfassten Daten – inklusive Blickverlauf und Tiefenwahrnehmung – sollen sich für die Entwicklung humanoider Roboter nutzen lassen. Diese könnten dadurch menschlicher agieren, indem sie lernen, wie Menschen sehen und Entscheidungen treffen.
Trotz der öffentlichkeitswirksamen Vorstellung auf der CES bleibt Razer vage bei technischen Details. Finales Design, Spezifikationen und Preis sind noch offen. Klar ist nur: Der Konzern will mit Project Motoko ein Headset etablieren, das weit über klassische Audiotechnik hinausgeht und dabei Nutzerinnen und Nutzern eine neue Art von digitalem Assistenten an die Seite stellt. Ob sich ein KI-Headset wirklich als alltagstauglich herausstellt, wird sich zeigen, sobald Razer ein fertiges Produkt auf den Markt bringt.
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heise medien ist offizieller Medienpartner der CES 2026.
(joe)
Künstliche Intelligenz
Smartpens: Ihr kurzes Dasein und warum sie vom Markt verschwunden sind
Es heißt, dass man handschriftliche Notizen besser verinnerlichen und sich beim Schreiben mit einem Stift in Meetings oder Vorlesungen besser konzentrieren kann, als wenn man auf einem Laptop tippt. Das belegen auch psychologische und neurowissenschaftliche Studien, zum Beispiel „The pen is mightier than the keyboard“ von Mueller und Oppenheimer (Princeton/UCLA, 2014). Gleichzeitig will man Geschriebenes aber auch in digitaler Form zur Aufbewahrung und Auswertung haben.
- Anfang der 2010er-Jahre machten Smartpens Furore. Ihr Versprechen: Texte auf normalem Papier schreiben und dabei automatisch digitalisieren.
- Es gab verschiedene technische Ansätze, doch aus verschiedenen Gründen konnte sich keiner davon durchsetzen.
- Verbliebene Alternativen sind Digitizer für Touchscreens, Spezialtablets und fotografierte Notizzettel.
Eine ideale Lösung schienen die Anfang der 2010er aufkommenden Smartpens zu sein: „intelligente“ Kugelschreiber, mit denen man auf Papier schreiben und die Aufzeichnungen gleichzeitig digitalisieren kann.
Dabei setzten die Hersteller, zu denen auch namhafte Digitalisierungsspezialisten wie IRIS und Wacom gehörten, auf unterschiedliche Techniken mit jeweils eigenen Vor- und Nachteilen.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Smartpens: Ihr kurzes Dasein und warum sie vom Markt verschwunden sind“.
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