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Prognose verschärft: Speicherpreise sollen noch stärker steigen als gedacht

Die Speicherpreise steigen weiter und zwar noch stärker als gedacht. Das sagt zumindest die jüngste Prognose der Marktforscher von TrendForce, die ihre Schätzungen noch weiter nach oben geschraubt haben. Die DRAM-Preise sollen sich im ersten Quartal nahezu verdoppeln. Beim NAND gehe es um bis zu 60 Prozent hinauf.
Prognosen für Q1 2026 verschärft
Zuvor war TrendForce davon ausgegangen, dass die Handelspreise für DRAM im ersten Jahresviertel um etwa 55 bis 60 Prozent ansteigen werden. Doch jetzt soll sich die Lage verschärft haben, sodass nun Preissteigerungen im Bereich von 90 bis 95 Prozent gegenüber dem vierten Quartal 2025 erwartet werden.
Beim DRAM für PCs gehe es sogar um 105 bis 110 Prozent hinauf, während sich DDR4 und DDR5 für Server um 88 bis 93 Prozent verteuere. Im gleichen Maße sollen die Preise von LPDDR4X und LPDDR5X anziehen. Unterm Strich werden so für DRAM-Produkte im Durchschnitt 90 bis 95 Prozent höhere Preise erwartet. Die Preise für den Stapelspeicher HBM sollen um 80 bis 85 Prozent steigen.
Auch NAND-Flash wird nochmals teurer
Auch bei NAND-Flash-Speicher für Smartphones, SSDs und Speicherkarten soll es weitere Preissteigerungen geben. Aus den zuvor erwarteten 33 bis 38 Prozent werden jetzt 55 bis 60 Prozent höhere Vertragspreise für Unternehmen. Ausgeklammert wird hier nur das Segment der Enterprise-SSDs, die sich um 53 bis 58 Prozent verteuern sollen.
Die Ursachen sind altbekannt
Die Gründe für die steigenden Speicherpreise sind unlängst bekannt und allgegenwärtig: Der Aufbau von immer größeren Rechenzentren vor allem für KI-Anwendungen verlangt nach riesigen Mengen an Speicherchips. Das Gefälle zwischen dem enorm gewachsenen Bedarf und den nur kaum erhöhten Produktionsmengen sorgt für Engpässe und steigende Preise. Letztlich können Speicherhersteller momentan die Preise frei nach oben diktieren und verdienen daran so gut wie nie. Die Aktienkurse vieler Speicherhersteller sind daher teils auf Rekordhöhe geschnellt.
Zwischen den OEMs herrsche ein regelrechter Wettstreit um Speichermodule und jüngst sollen die Verhandlungen mit chinesischen Herstellern an Fahrt aufgenommen haben, die ihrerseits eine Chance auf höhere Marktanteile wittern.
Speicherpreise im Jahr 2025: Auswirkungen auf PC-Komponenten
Die Engpässe beim NAND-Flash würden dadurch noch verstärkt, dass manche Speicherhersteller ihre Produktion mehr in Richtung DRAM verlagern, da dort noch höhere Gewinnspannen locken. Im Gegenzug wird weniger NAND-Flash produziert. Das wiederum ist die Chance für die reinen NAND-Fertiger Kioxia und Sandisk, die ihren Marktanteil so weiter erhöhen könnten.
ComputerBase hat die Preisentwicklung bei Endprodukten wie DDR5-Speichermodulen SSDs und auch klassischen Festplatten in mehreren Artikeln beobachtet und analysiert.
- HDD, SSD und RAM teurer: Ein „historischer“ Speicherengpass bahnt sich an
- Speicherpreise 2025 ausgewertet: Es sieht schlimm aus, aber es gibt auch Anlass zur Hoffnung
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CXMT und YMTC: Chinas Speicherhersteller sehen Chance im Nachfrageboom

Die beiden aufstrebenden, chinesischen Speicherhersteller, CXMT und YMTC, sehen im Nachfrageboom ihre Chance, Marktanteile zu sichern. Mit staatlicher Finanzierung sollen Fabriken ausgebaut und auch neu gebaut werden. Doch bis die neuen Kapazitäten zur Verfügung stehen, wird es dauern.
ChangXin Memory Technologies (CXMT) ist bereits heute Chinas wichtigster und fortschrittlichster Speicherhersteller mit dem Fokus auf DRAM – und folglich bald auch HBM. Derzeit rüstet das Unternehmen neue Anlagen in Shanghai aus, während die Werke in Hefei und Peking mit voller Auslastung arbeiten. Doch hier wird primär älteres Material gefertigt, die neuen Anlagen werden für fortschrittlichere Lösungen gebraucht. DDR5-Speicher aus China war im letzten Jahr mitunter noch zu fehleranfällig.
Trotz umfangreicher Unterstützung vom Staat kann auch CXMT gewisse Dinge nicht beschleunigen. So wird in einem Teil der neuen Werke erst zum Ende dieses Jahres die Ausrüstung installiert, sodass ab 2027 die Produktion beginnen kann. Diese soll dann helfen, dass CXMTs Marktanteil im kommenden Jahr von aktuell rund 11 Prozent auf bis zu 14 Prozent klettert. Diese zusätzliche Kapazität wird aber primär genutzt, um den lokalen Markt zu bedienen, erklärt Nikkei. Aber auch dort sind Riesen unterwegs: Alibaba, Tencent, ByteDance, Lenovo, Xiaomi, Oppo und Vivo beziehen heute schon Speicher von CXMT.
Das Ziel „mehr Marktanteil“ ist schwierig
Yangtze Memory Technologies (YMTC), bisher mit Fokus auf NAND unterwegs, wird einen Teil seiner neuen Kapazität DRAM widmen, schreibt Nikkei weiter. Auch YMTCs Marktanteil soll weiter wachsen, auf bis zu 15 Prozent bis zum Jahr 2028 glauben Analysten. Früher wurde auch schon mal Ende 2026 als 15-Prozent-Ziel ausgegeben, was wiederum zeigt, dass das Wachstum beim Marktanteil durchaus schwierig ist, wenn nahezu alle Unternehmen in dem Bereich parallel ausbauen.
Die gesteigerte Kapazität in China wird den großen AI-Unternehmen in der Welt letztlich aber nur bedingt respektive indirekt helfen. Denn wenn lokale Unternehmen vielleicht eher den Speicher aus China kaufen, bleibt für westliche Unternehmen etwas mehr vom großen Kuchen der Branchenriesen übrig. An echte Vorhersagen traut sich aktuell aber kaum jemand, denn die Chance ist zu groß, binnen weniger Wochen komplett falsch zu liegen. Fest steht wohl nur, dass in diesem Jahr keine Entspannung erwartet wird. Frühestens ab Ende 2027 ist vielleicht Licht am Ende des Speichertunnels zu sehen.
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Elon Musk konsolidiert Firmen: SpaceX übernimmt den Grok-Entwickler xAI
Erst hat Elon Musks KI-Firma xAI die Plattform X übernommen. Nun übernimmt sein Raumfahrtunternehmen SpaceX das KI-Startup. Forcieren will er damit die Entwicklungsgeschwindigkeit und spricht erneut von Rechenzentren im All.
Die aktuellen Fortschritte in der KI-Entwicklung wären auf große Rechenzentren angewiesen, die enorme Mengen an Energie und Kühlung benötigen, schreibt Musk in einem Blog-Beitrag. Auf Dauer ließe sich der Bedarf für KI-Systeme nicht decken, ohne die Bevölkerung und Umwelt zu belasten. Auf lange Sicht wäre daher eine Weltall-basierte KI („spaced-base AI“) der einzige Weg, um zu skalieren.
Um die Ziele zu erreichen, wären aber auch mehr Raketenstarts erforderlich, die mehr Nutzlast ins All bringen. Was Musk beschreibt, ist also eher eine vage bis langfristige Vision.
SpaceX könnte Finanzierung von xAI sichern
Wie CNBC berichtet, könnten aber auch eher kurzfristige Motive hinter der internen Übernahme stehen. Vor allem bei xAI geht es um Geld, wie alle KI-Firmen benötigt das Unternehmen enorme Mittel, um Infrastrukturprojekte wie das Colossus-Rechenzentrum in Tennessee sowie den Betrieb des Grok-Modells zu finanzieren. Die Zusammenlegung mit SpaceX könnte den Geldfluss sichern.
Erst im Januar hatte xAI eine Finanzrunde abgeschlossen, die dem Unternehmen 20 Milliarden US-Dollar einbrachte. Die Marktbewertung beläuft sich damit auf rund 230 Milliarden US-Dollar, während SpaceX im Rahmen des Deals mit 1 Billion US-Dollar bewertet wird, berichtet Reuters. Bisherige xAI-Investoren sollen demnach Anteile an dem Raumfahrtunternehmen erhalten.
SpaceX machte keine offiziellen Angaben zum Kaufpreis.
Der KI-Markt ist nervös
OpenAI lag im Oktober 2025 bei 500 Milliarden US-Dollar, für die nächste Runde soll der KI-Primus eine Bewertung von 750 Milliarden US-Dollar anvisieren. Anthropic liegt laut dem CNBC-Bericht bei 350 Milliarden US-Dollar.
Noch fließen die Geldsummen in die KI-Firmen, der Markt ist aber nervös. Als das Wall Street Journal am Wochenende berichtete, dass Nvidia-Chef Jensen Huang intern an OpenAIs Geschäftsmodell zweifelt, folgte eine Reihe auffällig deutlicher Dementi.
xAI kämpft zudem noch mit dem Ruf von Grok. Dass Nutzer auf X über den Jahreswechsel hinweg mit einer neuen Bildfunktion massenhaft sexualisierte Deepfakes von Frauen und sogar Kindern erstellten, sorgte für massive Kritik und offizielle Ermittlungsverfahren.
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Aus dem Spiele-Museum: GOG verschenkt Alone in the Dark 1 + 2 + 3

GOG feiert die jüngsten Erfolge bei der Erhaltung alter PC-Spiele mit einem Geschenkpaket: Die ersten drei Teile der Horror-Game-Serie Alone in the Dark gibt es für begrenzte Zeit kostenlos. Benötigt wird dafür nur eine kostenlose Registrierung bei GOG.
Die Alone in the Dark: The Trilogy 1+2+3 lässt sich nach erfolgter Anmeldung auf GOG gratis zur eigenen Spielebibliothek hinzufügen. Das Angebot gilt aber nur noch bis zum 5. Februar 2026 um 15 Uhr (MEZ). Enthalten sind die ersten drei Teile der ursprünglich von Infogrames entwickelten Serie, die in das Genre der Survival Horror Games fällt. Auch das Bonus-Adventure Jack in the Dark gehört zum Umfang.
GOG feiert Erfolge des Preservation Program
Das Gratis-Bundle wird anlässlich der jüngsten Erfolge des GOG Preservation Program in Kombination mit der GOG Dreamlist verschenkt. Im Rahmen des Preservation Program übernimmt GOG viele Anstrengungen, um alte Spiele, die auf modernen Plattformen nicht mehr funktionieren, wieder spielbar zu machen und auf diese Weise für die Ewigkeit zu erhalten. Über die Dreamlist kann die Community darüber abstimmen, welche Spiele nach ihrem Wunsch als nächstes von GOG zu neuem Leben erweckt werden sollen.
Kürzlich hatte GOG zum Beispiel vier Klassiker der Rollenspielreihe Final Fantasy auf diesem Weg zurückgeholt.
Nach Angaben von GOG seien in den Jahren 2024 und 2025 über das Preservation Program 267 Spiele aufgenommen worden, die insgesamt 1.461 Verbesserungen enthielten, zu denen etwa Anpassungen für Stabilität, Kompatibilität und Bedienung zählen. Im inzwischen großen GOG-Archiv finden sich so teils jahrelang nicht mehr spielbare Klassiker wie Dino Crisis 1 und 2, Breath of Fire IV, Resident Evil HD Remaster, Devil May Cry HD Collection, Cold Fear sowie die Total-War-Sammlungen.
Über die GOG Dreamlist seien allein 2025 312 Titel in den GOG-Katalog aufgenommen worden. Mehr als 13 Millionen Stimmen habe die Community abgegeben.
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