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„Jedes Jahr kommt irgendein neuer Bullshit“: Bolt-Gründer über Taxis


„Jedes Jahr kommt irgendein neuer Bullshit“: Bolt-Gründer über Taxis

Mit seinem Fahrtenvermittler Bolt macht Gründer Markus Villig Taxis und Uber Konkurrenz.
Bolt

Markus Villig wurde mit 27 Jahren zum jüngsten Selfmade-Milliardär Europas. Der Unternehmer aus Estland hat mit Bolt den europäischen Konkurrenten für Uber gegründet. Handy raus, Fahrt buchen, Essen bestellen: das Konzept der Fahrtenvermittlung – das sogenannte Ride Hailing – hat sich an vielen Orten durchgesetzt.





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Wie ihr mit diesem Trick Verhandlungen schnell für euch entscheidet


In unserem Podcast Royal GS teilt Nikita Fahrenholz einen Trick, wie man schnell zu einem Deal kommt. Spoiler: Er hat etwas mit schnellen Rechenaufgaben zu tun.

Wie ihr mit diesem Trick Verhandlungen schnell für euch entscheidet

Martin Eyerer (links) und Nikita Fahrenholz sprechen jede Woche im Gründerszene-Podcast Royal GS über Themen aus der Startup-Welt.
Glen David

Ein gutes Business braucht gute Deals und die muss man verhandeln. Einen guten Deal macht aus, dass man ihn nicht nach zwei, drei oder fünf Jahren wieder neu verhandeln will – das sagen Nikita Fahrenholz (Gründer von Delivery Hero & Fahrengold) und Martin Eyerer (Ex-CEO Factory Berlin, Unternehmer, Techno-DJ) in der neusten Folge von unserem Podcast Royal GS.

Hört die Folge hier: Spotify und Apple Podcast

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Wichtigster Hack für die Vorbereitung

Grundlage für jede Verhandlung sei laut Fahrenholz „übertrieben viele Fakten zu kennen“, wie er sagt. Am besten finde man heraus, was dem Gegenüber beim Deal wichtig ist. Das sei der wichtigste Part beim Verhandeln. Um das zu erreichen, lasse man sein Gegenüber am besten möglichst viel erzählen und spricht zu Beginn selbst nicht so viel. „Wer fragt, sitzt am Drücker“, sagt Eyerer.

Wie man schnell zu einem Deal kommt

Wer die Fakten kennt, könne laut Fahrenholz mit diesem Trick schnell zu einem erfolgreichen Deal kommen: kurze Rechenaufgaben. Fahrenholz habe diese Taktik früher angwendet, zum Beispiel um in eine Firma zu investieren oder um Geld von Investoren einzusammeln. Am besten müsst ihr dafür schnell im Kopf rechnen können oder verschiedene Rechnungen vorbereiten.

Fahrenholz nennt als Beispiel: „Man spricht über einen Deal und es geht um eine Kaufsumme. Dann sagst du: Wir könnten theoretisch hier die Summe um fünf Prozent verkleinern, aber dafür gibst du mir hinten raus einen zehn Prozent Revenue Share [Anm. d. Red.: Umsatzbeteiligung] auf diese Losgröße. Die hast du ja im Budget. Damals in der Datei, die du mir geschickt hast, steht das drinnen. Ansonsten machen wir einfach Mindestcap [Anm. d. Red.: Mindestbetrag] bei 50.000 Euro, cool oder?“

Nachteil dieser Taktik

Die Taktik habe laut Fahrenholz folgenden Effekt: Das Gegenüber muss schnell mitrechnen und die Fakten ebenso alle parat haben. Ist das nicht der Fall, bringe man dann sein Gegenüber in die Situation, sein Gesicht wahren zu wollen. Deswegen würden viele laut Fahrenholz auf den Deal einsteigen. Er selbst wende die Taktik nicht mehr an, wie er sagt.

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Wenn er für seine Firma Fahrengold verhandle, verfolge Fahrenholz mittlerweile eine andere Taktik. „Ich habe für mich entschieden, ich bin as honest as it can be. Um dem Partner zu sagen, pass mal auf, du kriegst hier genau das, was du kaufst. Und es geht hier am Ende um eine langfristige Partnerschaft und um Vertrauen.“ Keine riesigen Versprechen, stattdessen Transparenz und eine klare Range, die ein Investor erwarten kann. „Das ist einfach ein psychologischer Handshake, den ich total ernst meine.“

P.S.: Was bei beiden bei Verhandlungen übrigens gar nicht gut ankommt: Wenn der Deal eigentlich schon beschlossen ist und jemand kurz vor Vertragsabschluss nochmal nachverhandelt.

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Wenn Senioren stürzen: Startup erhält 8,5 Millionen Euro für seine Notruf-Idee


Wenn Senioren stürzen: Startup erhält 8,5 Millionen Euro für seine Notruf-Idee

Michael Hummels (CTO, links) und Marlon Besuch (CEO, rechts) haben ein mobiles Notrufsystem entwickelt, das auf die Bedürfnisse von Senioren zugeschnitten ist.

Das Soester Healthtech-Startup Gardia sichert sich frisches Kapital – und nimmt einen milliardenschweren Zukunftsmarkt ins Visier: die Sicherheit im Alter.

Wie das Startup mitteilt, haben sie eine Series-A-Finanzierung über 8,5 Millionen Euro abgeschlossen. Angeführt wird die Runde vom europäischen Venture-Capital-Investor Peak, beteiligt sind außerdem Amberra, Butterfly & Elephant sowie bestehende Investoren wie Bonventure, Dieter von Holtzbrinck Ventures (DvH Ventures), Beurer und mehrere Business Angels.

Notruf ohne Smartphone

Hinter dem Startup stecken die Gründer Michael Hummels (CTO) und Marlon Besuch (CEO). Sie gründeten 2019 die Microsynetics GmbH. Weil sie selbst in ihren Familien erlebten, dass Menschen im hohen Alter von einer Notruflösung profitieren könnten, entwickelt sie ihr mobiles Notrufsystem unter der Marke Gardia.

Denn: Jährlich ereignen sich etwa 5,7 Millionen Stürze bei Senioren über 65 Jahren, heißt es in der Mitteilung des Startups. Viele der Betroffenen könnten nach einem Sturz nicht selbstständig aufstehen oder Hilfe rufen. So erhöht sich wiederum das Risiko für schwere Folgeschäden und Pflegebedürftigkeit.

Bestehende Notrufsysteme werden im Alltag nicht genutzt, weil sie stigmatisierend wirken oder zu kompliziert sind.

Die Lösung der Gründer: Ein Notrufarmband mit automatischer Sturzerkennung, das ohne Smartphone funktioniert und sowohl zu Hause als auch unterwegs genutzt werden kann – und das die Menschen gerne tragen. „Zuverlässige Sturzerkennung erfordert eine technologisch hochkomplexe und präzise Entwicklung“, sagt Marlon Besuch. „Gleichzeitig sehen wir, dass viele bestehende Notrufsysteme im Alltag nicht genutzt werden, weil sie stigmatisierend wirken oder zu kompliziert sind.“

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Mit dem frischen Kapital plant Gardia im DACH-Raum zu wachsen, international zu expandieren und Kooperationen im Pflege- und Gesundheitssektor auszubauen. Eine Partnerschaft mit Bosch soll die 24/7-Notrufbetreuung sicherstellen. Parallel tüfteln die Gründer an der nächsten Generation des Notrufsystems.

Das ist das Pitchdeck

Wir zeigen euch das Pitchdeck von Gardia, mit dem das Healthtech-Startup ihre Seriea-A-Finanzierungsrunde sichern konnte. Weitere Pitchdecks anderer Startups findet ihr hier.  





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Dieser Unternehmer sucht Missionare, keine Söldner – was er damit meint


Im Podcast 20VC verrät der Legora-CEO, welche Frage er seinen Bewerbern immer stellt und was die Antwort über Mentalität und Einstellung aussagt.

Dieser Unternehmer sucht Missionare, keine Söldner – was er damit meint

Der Schwede Max Junestrand ist Mitbegründer von Legora, einem Legal-Tech-Startup, das kollaborative KI-Tools für Rechtsanwälte entwickelt.
Max Junestrand, Legora

Wer sich bei diesem Stockholmer Startup bewirbt, muss sich auf eine spannende Zeit einlassen, sagt sein CEO: In einer Folge des Podcasts The Twenty Minute VC (20VC) von Harry Stebbings, verrät Max Junestrand, CEO des 2 Milliarden Dollar schweren Legal-AI-Startups Legora, eine Interviewfrage, die er Bewerbern stellt, um ihre kulturelle Eignung zu beurteilen.

„Ich führe immer noch mit allen Bewerbern Vorstellungsgespräche und stelle ihnen ziemlich brutale Fragen wie: ‚Warum nehmen Sie einen so schwierigen Job an? Sie könnten auch woanders arbeiten‘“, sagte Junestrand.

Das schwedische Startup konkurriert mit dem in San Francisco ansässigen Unternehmen Harvey, das einen Wert von 8 Milliarden Dollar hat.

Das Ziel: Langfristig denken

„Ich versuche, Missionare zu schaffen, keine Söldner“, sagte Junestrand und bezog sich dabei auf eine Analogie, die der Risikokapitalgeber John Doerr von Kleiner Perkins vor Jahren geprägt hatte. „Und ich denke, das ist uns erfolgreich gelungen.“

Damals erklärte Doerr, dass Söldner für sich selbst arbeiten und Unternehmen gründen, um sie zu verkaufen, während Missionare sich darauf konzentrieren, für ein Team zu arbeiten und langfristig zu denken.

Hustler-Mentalität

Der CEO von Legora, der das Startup 2023 mitbegründet hat, sagte, er suche nach Menschen mit „roher Entschlossenheit“, denen es nichts ausmacht, lange zu arbeiten. Er sagte, seine Mitarbeiter würden um 20 Uhr im Büro zu Abend essen, und das Unternehmen habe an Silvester Verträge unterzeichnet.

Beim Weihnachtsessen des Unternehmens gab es Glühwein – und KPIs. „Wir hatten das große Umsatz-Dashboard vor uns stehen, und alle schauten es sich an, weil jeder Schwung haben will”, sagte er.

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Legora hat 300 Mitarbeiter und plant, die Größe des Teams in der ersten Hälfte 2026 zu verdoppeln. Ein Vertreter von Legora erklärte gegenüber Business Insider, dass sich die Mitarbeiterzahl des Unternehmens in den letzten sechs Monaten verdoppelt habe.





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