Künstliche Intelligenz
Mission Mondnacht: Startup plant günstige Energieerzeugung auf dem Erdtrabanten
In der Dunkelheit des Weltraums ist Energie die wertvollste Währung. In der Nähe der Sonne ist Photovoltaik der Standard. Solarpanele stoßen bei Langzeitmissionen im tiefen All oder während der zweiwöchigen Mondnacht aber an ihre physikalischen Grenzen. Das lettische Startup Deep Space Energy schickt sich nun an, diese Lücke durch einen alternative Energiequelle zu schließen und die europäische Raumfahrt unabhängiger und effizienter zu machen: Mit dem Abschluss einer Pre-Seed-Finanzierungsrunde in Höhe von 350.000 Euro sowie weiteren 580.000 Euro aus öffentlichen Aufträgen und Zuschüssen der Europäischen Weltraumorganisation ESA, der NATO und der lettischen Regierung rückt die Kommerzialisierung neuartiger Radionuklidbatterien in greifbare Nähe.
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Herzstück der Innovation ist ein Generator, der auf dem natürlichen Zerfall von Radioisotopen basiert. Das sind Materialien, die als Nebenprodukt in zivilen Kernreaktoren anfallen und durch ihren Zerfall Wärme abgeben. Herkömmliche thermoelektrische Radioisotopengeneratoren (RTGs) werden schon seit Jahrzehnten in der Raumfahrt eingesetzt. Die Lösung von Deep Space Energy verspricht hier eine hohe Effizienzsteigerung. Laut Firmengründer Mihails Ščepanskis benötigt ihr System für die gleiche elektrische Leistung fünfmal weniger Brennstoff als aktuelle Standardmodelle.
In Zahlen ausgedrückt bedeutet das: Für den Betrieb eines Mondrovers würden lediglich zwei Kilogramm Americium-241 ausreichen, einem künstlichen und hochradioaktiven Aktinoid, das primär durch den Zerfall von Plutonium-241 in Kernbrennstoffen entsteht. Klassische Systeme verschlingen rund zehn Kilogramm der kostbaren Substanz.
Schlüssel für europäische Souveränität
Diese Effizienz ist mehr als eine technische Spielerei. Deep Space Energy sieht sie als Schlüssel zur europäischen Souveränität im All. Die weltweiten Produktionskapazitäten für Americium-241 sind stark begrenzt und werden erst Mitte der 2030er Jahre ein Niveau erreichen, das großflächige Missionen erlaubt. Durch den reduzierten Bedarf könnten europäische Missionen zum Mond oder in den tiefen Weltraum fünf Jahre früher starten als bisher geplant. Angesichts der Transportkosten von bis zu einer Million Euro pro Kilogramm Nutzlast auf die Mondoberfläche verspricht die Gewichtsreduzierung zudem Einsparungen in dreistelliger Millionenhöhe.
Über die wissenschaftliche Exploration hinaus zielt Deep Space Energy auf den strategisch wichtigen Verteidigungssektor ab. Das Startup betont zwar, dass seine Generatoren nicht für Waffensysteme konzipiert sind. Doch ihre Rolle als Backup-Energiequelle für militärische Satelliten ist bedeutsam. In hohen Umlaufbahnen wie dem Geostationären Orbit (GEO) sichern solche Batterien die Redundanz kritischer Aufklärungs- und Frühwarnsysteme. Sie machen Satelliten immun gegen Angriffe, die auf die Zerstörung von Solarpaneelen abzielen. Zudem gewährleisten sie den Betrieb auch in Phasen ohne direkte Sonneneinstrahlung.
Geopolitische Resilienz und Run auf den Mond
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Ščepanskis verweist auf die geopolitischen Lehren der jüngeren Vergangenheit: Der Ukraine-Krieg habe verdeutlicht, wie fatal die Abhängigkeit von US-Satellitennetzwerken wie Starlink sein könne, wenn der Informationsfluss unterbrochen würde. Eine eigene, robuste Energieversorgung für europäische Aufklärungssatelliten sei daher eine Grundvoraussetzung für eine eigenständige Sicherheitsarchitektur. Das Baltikum positioniert sich dabei zunehmend als Innovationshub für solche kritischen Technologien. Deep Space Energy etwa nimmt als erstes lettisches Unternehmen im NATO-Diana-Programm für Wirtschaftskooperationen eine Vorreiterrolle ein.
Langfristig sieht das Unternehmen sein Hauptfeld in der aufstrebenden Mondökonomie. Für Programme wie Artemis oder das Moon Village ist das Überleben der Technik während der extremen Mondnacht – mit Temperaturen von minus 150 Grad Celsius und einer Dauer von über 350 Stunden – die größte Hürde. Die Technologie aus Lettland könnte Rovern und Stationen erlauben, über mehrere Tag-Nacht-Zyklen hinweg aktiv zu bleiben und so die Erforschung permanent beschatteter Krater ermöglichen.
(nie)
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Mini-Gaming-PC Asus ROG NUC 15 im Test: Zockerbiest mit Nvidia RTX 5080
Starke Leistung im schlanken Gehäuse: Der Mini-Gaming-PC Asus ROG NUC 15 wartet mit RTX 5080 Mobile und Intel Core Ultra 9 auf.
Zocken auf einem echten Gaming-Rechner, aber ohne riesiges Gehäuse und komplexen Zusammenbau: Dieses Erlebnis versprechen Mini-Gaming-PCs, wie der Asus ROG NUC 15, der mit einer echten dedizierten Laptop-GPU aufwartet. Konkret handelt es sich um eine Nvidia Geforce RTX 5080 Mobile, die zusammen mit dem eingesetzten Intel Core Ultra 9 275HX richtig Alarm machen kann. Dazu gibt es bis zu 32 GB Arbeitsspeicher (RAM) und eine 2 TB große SSD.
Mit seinem schlanken Gehäuse kann er sich zwar gut verstecken, muss das aber nicht, wenn es um die Leistung geht. Der PC ist kaum größer als eine Konsole. Dennoch behält man sich die Flexibilität eines klassischen x86-Systems. Dafür lässt sich der Hersteller aber auch fürstlich entlohnen: Für die Maximalvariante sind über 2800 Euro fällig. Wir zeigen im Test, was man dafür bekommt. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.
Ausstattung: Welche Hardware bietet der Asus ROG NUC 15?
Im Asus NUC ROG 15 schreitet ein Intel Core Ultra 9 275HX (Vorstellung: Anfang 2025) zur Tat, der auf 24 Kerne zurückgreifen kann. Diese setzen sich aus acht Performance-Kernen (P-Kerne; Intel Lion Cove) sowie 16 Effizienz-Kernen (E-Kerne; Intel Skymont) zusammen. Während die P-Kerne bis zu 5,4 GHz takten dürfen, beschränken sich die E-Kerne auf 4,6 GHz. Die auf High-End-Gaming ausgelegte Arrow-Lake-HX-CPU ist im N3B-Prozess (3 Nm) bei TSMC gefertigt.
Ihre standardmäßige TDP (Thermal Design Power) beträgt 55 W, kann im Boost aber auch auf bis zu 160 W ansteigen. Die maximale Betriebstemperatur liegt bei 105 Grad Celsius.
Die iGPU Intel Graphics bietet lediglich vier Xe-Kerne und taktet mit 300 bis 1900 MHz. Sie wird ebenfalls bei TSMC im N5P-Prozess gefertigt. Eine NPU für KI-Aufgaben ist ebenfalls an Bord mit 13 TOPS (Int8). Die CPU bietet 36 TOPS (Int8).
Zusätzlich zur integrierten Grafik gibt es beim ROG NUC 15 eine dedizierte Grafikkarte von Nvidia. Dabei handelt es sich um eine mobile dGPU, wahlweise die RTX 5060, 5070, 5070 Ti oder 5080. In unserem System steckt die 5080 Mobile mit 16 GB GDDR7 Speicher und 1334 TOPS (Int8) basierend auf der Blackwell-Architektur. Der GB203-Chip ist ebenfalls im N5P-Verfahren in 5 Nm bei TSMC gefertigt und bietet 8192 Kerne sowie 64 Raytracing-Kerne und 256 Tensor-Kerne. Damit ist er der Desktop-5070-Ti ähnlicher als der Desktop 5080 (6144 vs. 10.752 Kerne). Sie kann bis zu 150 W TDP erreichen und unterstützt DLSS4. Ihr Kerntakt liegt zwischen 975 und 2287 MHz, die Speicherbandbreite ist 256 Bit, womit bis zu 896 GB/s möglich sind.
Unser Testsystem bietet 32 GB DDR5-RAM, der in zwei 16 GB große SO-DIMM-Module mit 6400 MT/s aufgeteilt ist. Diese können ausgetauscht und insgesamt auf maximal 96 GB aufgerüstet werden. Die Basisvariante verfügt über zwei 8 GB große Module, also 16 GB insgesamt. Bei der SSD handelt es sich um eine 2 TB große M.2-SSD mit PCIe x4.0 im Format M.2-2280. Ausweislich des Speicherbenchmarks Crystaldiskmark schreibt sie mit 6441 MB/s und liest mit 6983 MB/s. Das ist sehr ordentlich. Leider belegt sie den PCIe-5.0-Slot des ROG NUC, der zweite M.2-Slot ist frei, kann aber nur PCIe 4.0.
An Anschlüssen bietet der ROG NUC 15 Thunderbolt 4/USB4 mit Diplayport 2.1, viermal USB-A 3.1 sowie je zweimal HDMI 2.1 und Displayport 2.1. Außerdem gibt es eine Ethernet-Schnittstelle mit 2,5 Gbit/s. Zur Vorderseite hin gibt es USB-C 3.2, 2x USB-A 3.1 sowie eine Klinkenbuchse (3,5 mm).
Drahtlos arbeitet das Gerät mit Wi-Fi 7 und Bluetooth 5.4, wobei als WLAN-Chipsatz eine Intel Killer BE1750x zum Einsatz kommt. Für kabelgebundene Internetverbindungen gibt es den Intel Killer E3200G.
Performance: Wie schnell ist der Asus ROG NUC 15?
Seit Kurzem gibt es für unseren klassischen Büro-Benchmark PCMark 10 ein neues Update. Die Ergebnisse aus dem Workflow der neuen Version 2.x sind allerdings nicht mehr mit denen des bisherigen Workflows 1.x vergleichbar, worauf Entwickler UL Solutions explizit im Changelog hinweist. Aus diesem Grund geben wir bis auf Weiteres die Ergebnisse beider Versionen an, um die Vergleichbarkeit mit zuvor getesteten Systemen aufrechtzuerhalten.
Bei Version 1.x kommt der Asus ROG NUC 15 im Mittel auf 8649 Punkte mit Spitzen bei 8813 und 8306 Punkten. Der neue Workflow führt zu deutlich höheren Ergebnissen, im Mittel sind es hier 10.743 Punkte mit Ausreißern bei 11.223 und 10.000 Punkten. Bei 3DMark Time Spy gibt es 20.813 Punkte, die sich aus 22.052 GPU- und 15.789 CPU-Punkten zusammensetzen. Das ist ein deutlich höherer Score, als bei unserem großen Desktop-Gaming-PC mit AMD Ryzen 7 5800X3D und RTX 3070 Ti. Dieser kam nur auf etwas mehr als 13.000 Punkte.
Im Benchmark Cinebench R24 erreicht das System 130 Punkte im Single-Core und 1986 Punkte im Multi-Core. Der plattformübergreifende Benchmark Geekbench 6 gibt Scores von 3018 (Single-Core) und 20.066 Punkten (Multi-Core) aus. Beim OpenCL-Test erreicht die iGPU 19.120 Punkte, die dGPU 213.857 Punkte.
Asus ROG NUC 15 – Bilderstrecke
Bei einem Mini-Gaming-PC nicht fehlen dürfen natürlich auch die Spieletests. Alle unsere Standardtitel zum Test laufen auf dem System mit hohen Framerates in Full-HD. Anno 1800 kommt in ultrahohen Einstellungen bei 2-facher Kantenglättung und ohne FSR (Fidelity FX Super Resolution) auf 56 bis 60 FPS. Bei Counter Strike bekommen wir selbst in höchsten Einstellungen teils über 300 FPS auf Mirage. Dabei ist vierfaches MSAA aktiviert.
The Witcher 3: Wild Hunt läuft auf dem ROG NUC 15 bei aktiviertem Raytracing ebenfalls butterweich. Bei der konkreten FPS-Anzeige gibt es hier allerdings Probleme, sodass wir keinen Wert erhalten. Die Performance kann sich aber absolut sehen lassen, Ruckler bemerken wir keine.
Einzig Probleme beschert uns Cities Skylines 2, das zwar mit ebenfalls 50 bis 60 FPS glänzt im mittleren Preset, allerdings nach kurzer Zeit komplett einfriert. Wir können uns zwar ins Hauptmenü per ESC-Taste zurück retten, das Problem tritt allerdings immer wieder auf – auch in niedrigeren Settings.
KI: Wie gut ist die NPU des Asus ROG NUC 15?
Neuerdings testen wir bei kompatiblen Systemen auch die KI-Leistung mit einem echten Benchmark. Dafür nutzen wir Procyon, der ebenfalls von UL Solutions stammt und sich als quasi-Nachfolger von PCMark 10 anschickt – der Büro-Benchmark wird aber erstmal weiter unterstützt. Procyon bietet gleich dreierlei verschiedene Tests für die KI-Leistung in verschiedenen Bereichen: Image Generation, Text Generation und Computer Vision.
Dabei können wir wählen, ob wir die iGPU, dGPU oder NPU für den Durchlauf nutzen – manchmal auch die CPU. Welche davon verfügbar sind, hängt vom sogenannten Werkzeugkit ab, welches für jeden Grafikkartenhersteller unterschiedlich ist. Unter Windows kann das allgemeine Toolkit von Microsoft ONNX-Runtime DirectML verwendet werden, jedoch ist es nicht in der Lage, die NPU anzusteuern.
Wir beginnen beim Test zur Bildgenerierung mittels Stable Diffusion 1.5 Light, wo die iGPU 779 Punkte über Intels OpenVINO erreicht. Mit der NPU über OpenVINO gibt es 787 Punkte. Die RTX 5080 erzielt hier einen Score von 32.485 Punkten über TensorRT. Mit der ONNX-Runtime erhalten wir 19.470 Punkte.
Kommen wir nun zum Bereich der Textgenerierung mit LLMs (Large Language Models). Hier bietet Procyon die Modelle Phi 3.5, Mistral 7B, Llama 3.1 und Llama 2.
Zunächst wählen wir hier nur die NPU über OpenVINO aus und erhalten 312 (Phi), 280 (Mistral), 256 (Llama 3.1) und 252 Punkte (Llama 2). Mit der iGPU landen wir bei 372 Punkte mit Phi, 316 mit Mistral, 296 mit Llama 3.1 und 294 mit Llama 2. Anschließend testen wir die dGPU noch mit Microsofts ONNX-Runtime, wobei wir 3851 Punkte mit Phi und 3793 Punkte mit Mistral erzielen. Auf Llama 3.1 entfallen 3382 und auf Llama 2 3746 Punkte.
Wir überprüfen abschließend die Leistung noch im Bereich Computer Vision: Hier erreicht die NPU 392 Punkte bei Float16-Präzision mit OpenVINO. Mit Microsofts Windows ML Float32 sind es 333 Punkte, die iGPU schafft hier auf 145 Punkte. Die CPU kommt mit OpenVINO Float32 auf 236 Punkte. Die dedizierte Grafik zeigt 1374 Punkte mit TensorRT Float32 sowie 949 Punkte mit Microsoft Windows ML Float32.
Unsere Tests zeigen, dass die NPU nicht wesentlich stärker als die Grafik ist. Das ist aber auch gewollt: Es geht vielmehr darum, alltägliche KI-Anwendungen wie Autokorrektur, Text-to-Speech, Gesichtserkennung oder auch Microsofts Recall nahezu unbemerkt im Hintergrund zu betreiben.
Verbrauch: Wie hoch ist die Leistungsaufnahme des Asus ROG NUC 15?
Der Verbrauch des ROG NUC 15 liegt erheblich höher als bei klassischen Mini-PCs. So wird das Gerät bereits mit einem 330-W-Netzteil ausgeliefert und allein die TDP der dGPU liegt bei über 100 W. Im Idle ohne Last bezieht der Mini-Gaming-PC zumeist 40 bis 45 W. Unter Last steigt dieser auf 270 bis 309 W. Zum Vergleich: Beim Minisforum MS-S1 Max (Bestenliste) mit AMD Ryzen AI Max+ 395 (16C/32T) messen wir 5 und 7 W bei ruhendem Desktop. Bei maximaler Belastung steigt der Verbrauch kurzzeitig auf 210 W, bevor er sich dann auf 175 W einpendelt.
Lüfter: Wie laut ist der Asus ROG NUC 15?
Die Lautstärke eines Mini-Gaming-PCs ist immer im Kontext seiner Leistung zu sehen: Eine dedizierte Grafik ist zwar flotter, verursacht dafür aber auch deutlich mehr Hitze. Dafür, wie stark der ROG NUC 15 ist, geht die verursachte Lautstärke vollkommen in Ordnung. Im Idle bewegt sich das System leicht hörbar bei 34 bis 36 dB(A). Unter Volllast durch den Stresstest von Aida64 sind es dann bis zu 43 dB(A), was wir für die Leistung im Rahmen finden.
Beim Takt startet das System zunächst mit 4,3 GHz, die Temperatur liegt bei 90 Grad. Im weiteren Verlauf pendelt er sich bei 2,3 GHz ein, womit die Temperatur auf 82 Grad absinkt, später sogar auf 74 Grad bei gleichbleibendem Takt.
Software: Welches Betriebssystem ist auf dem Asus ROG NUC 15 installiert?
Auf dem ASUS ROG Nuc 15 ist Windows 11 in Version 24H2 vorinstalliert. Das System kommt ohne zusätzliche Bloatware, die Lizenz ist aktiviert. Unser routinemäßiger Virentest mit Windows Defender bleibt ohne Malware-Befund. Auch der Betrieb von Linux auf dem System ist möglich. Wir deaktivieren dafür zunächst Secure Boot, da wir sonst nicht ohne MOK-Key-Enrollment von USB-Stick starten können. Das BIOS lässt sich mittels F2-Taste aufrufen, F10 führt zur Boot-Übersicht.
Danach wählen wir auf unserem Ventoy-USB-Stick das auf Ubuntu basierende Tuxedo OS aus. Nach kurzer Einrichtung kommen wir zum KDE-Desktop und können dort WLAN, Bluetooth und Audio nutzen. Auch die Auflösung wird richtig erkannt. Leider aber wacht das System aus dem Standby-Modus nicht mehr zuverlässig auf. Ein Umstand, den wir auch beim Minisforum MS-S1 Max bemängeln mussten. Die Grafik hängt sich auf und der Mauszeiger fliegt stotternd über einen schwarzen Hintergrund. Hier hilft nur das Zwangs-Aus per Power-Button.
Gehäuse: Wie ist die Verarbeitung des Asus ROG NUC 15?
Das Gehäuse des ROG NUC 15 besteht aus wertig verarbeitetem, schwarzem Kunststoff. An der Seite findet sich Öffnungen zur Luftzufuhr sowie ein transparentes Element, durch welches die integrierte RGB-Beleuchtung zu sehen ist. Diese hat die Form des ROG-Logos und leuchtet in Regenbogenfarben. Die gegenüberliegende Seite ist hingegen durchgehend schwarz und ist durchzogen vom ROG-Schriftzug, welcher gleichzeitig eine Lüfteröffnung ist.
Das Gehäuse ist so konstruiert, dass der PC vertikal ausgerichtet ist. Dafür ist ein stabiler Standfuß angebracht. Die Maße betragen 56,5 x 282,4 x 187,7 mm.
An die Komponenten im Gehäuseinneren kommt man nach dem Lösen von fünf Schrauben: Eine davon befindet sich bei den rückwärtigen Anschlüssen, eine an der linken Seite und drei auf der Unterseite. Danach lässt sich das Gehäuse einfach aufschieben. Dabei sollte man etwas vorsichtig sein, um nicht das Kabel der Beleuchtung im Seitenteil abzureißen.
Preis: Was kostet der Asus ROG NUC 15?
Unser Testgerät stellt mit Intel Core Ultra 9 275HX, Nvidia Geforce RTX 5080 Mobile und 32/2000 GB die Maximalkonfiguration des ROG NUC 15 dar. Der Preis dafür liegt bei satten 2857 Euro. Andere Varianten mit dieser CPU gibt es mit RTX 5070 oder 5070 Ti für 2200 Euro oder 2204 Euro. Die Basisvariante mit Intel Core Ultra 7 255HX, RTX 5060 und 16/1000 GB erhält man ab 1779 Euro.
Fazit
Der Asus NUC ROG 15 ist ein mehr als beeindruckender Mini-Gaming-PC mit viel Leistung im kompakten Konsolen-Formfaktor. Das Tandem aus Nvidia-GPU und Intel-Ultra-CPU sorgt für viel Spielspaß. Zudem hat Asus das System von der Kühlung gut abgestimmt, sodass der PC nicht zu laut wird, aber auch sein Potenzial ausschöpfen kann. Verarbeitung und Anschlussausstattung tun ihr Übriges.
Der Mini-Gaming-PC ist bei allem Lob aber definitiv nichts für schmale Geldbeutel. Denn mit über 2800 Euro für unsere Variante, in jedem Fall aber über 1700 Euro für die Basisvariante, befinden sich die Kosten in astronomischen Höhen. Dafür bekommt man ein gut austariertes System mit einem hervorragenden Gesamtpaket.
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Backblaze: Ausfallraten von Festplatten sinken weiter
Backblaze, ein Anbieter von Cloud-Speicher, hat seinen jährlichen Bericht zu Festplattenausfällen veröffentlicht. Der Bericht deckt das gesamte Jahr 2025 sowie langfristige Trends ab. Mit einer Analyse von über 337.000 Festplatten liefert das Unternehmen detaillierte Einblicke in Ausfallraten, Zuverlässigkeit und die Leistung verschiedener Modelle.
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Die Ausfallrate über alle Festplatten hinweg (durchschnittliche jährliche Ausfallrate, AFR) sank nach Angaben des Unternehmens auf 1,36 Prozent, im Vorjahr lag die AFR noch bei 1,55 Prozent. Insgesamt sind im vierten Quartal 2025 943 Laufwerke ausgefallen, damit mussten die Techniker durchschnittlich rund 30 Laufwerke pro Tag tauschen.
Die Daten zeigen, dass Festplatten mit höheren Kapazitäten zunehmend dominieren: Modelle mit 14 bis 16 TB machten über 52 Prozent der eingesetzten Geräte aus. Besonders zuverlässige Modelle wie die Toshiba MG08ACA16TA mit einer AFR von 0,90 Prozent stachen hervor. Andererseits zeigten ältere Modelle wie die HGST HUH728080ALE600 mit einer AFR von über 10 Prozent deutliche Schwächen.
Die Auswertung verdeutlicht auch, dass Ausfallraten stark von Alter, Kapazität und Hersteller abhängen. Neue 26-TB-Festplatten wurden erstmals integriert und wiesen im ersten Quartal eine AFR von nur 0,40 Prozent auf. Zudem zeigt die Quartalsanalyse Schwankungen: Während die AFR im vierten Quartal auf 1,13 Prozent sank, lag sie im dritten Quartal bei 1,55 Prozent.
Zwei Laufwerkstypen absolvierten das vergangene Quartal ohne Ausfälle: Die beiden Seagate-Laufwerke ST8000NM000A (8 TByte) und ST16000NM002J (16 TByte), mit einem Fehler kamen eine ältere HGST-Platte sowie zwei weitere Seagate-Laufwerke mit 12 und 16 TByte aus. Bei Seagate verzeichnete Backblaze auf der anderen Seite mit der 10-TByte-Festplatte ST10000NM0086 aber auch eine Ausfallrate von mehr als 5 Prozent.
Orientierungshilfe
In früheren Jahren nutzte Backblaze keine Server-Festplatten für seine dauerlaufenden Systeme, sondern möglichst günstige Desktop-Festplatten. Heute kauft das Unternehmen jedoch fast ausschließlich hochwertige Server-Festplatten.
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Eine Einschätzung, wie lange eine einzelne Festplatte in einem System funktionieren wird, lässt sich aus den Daten nicht errechnen. Dennoch bietet die Statistik eine Orientierungshilfe bei der Auswahl von Festplatten. Der Bericht unterstreicht zudem die Bedeutung regelmäßiger Backups, da technische Verbesserungen allein keine absolute Datensicherheit garantieren können. Das vollständige Datenset ist auf der Backblaze-Website verfügbar.
(ll)
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IT-Sicherheitstag Mainz: Supply Chain Security im Fokus
Unter dem Leitthema „Supply Chain Security – Sicherheit in vernetzten Wertschöpfungsketten“ laden heise und die Hochschule Mainz Fach- und Führungskräfte aus IT und Informationssicherheit zu einer eintägigen Konferenz auf den Campus der Hochschule ein.
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Das detaillierte Programm wird in Kürze veröffentlicht. Geplant sind Fachvorträge und Diskussionsformate mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis, die aktuelle Bedrohungsszenarien, regulatorische Entwicklungen und technische Lösungsansätze rund um Supply-Chain-Angriffe einordnen.
Blind-Bird-Ticket ab sofort hier verfügbar.
Für Schnellentschlossene ist ab sofort ein vergünstigtes Blind-Bird-Ticket erhältlich:
180 Euro (inkl. 19 % MwSt.) statt regulär 279 Euro. Eine Tagesverpflegung ist im Ticketpreis enthalten.
(kaku)
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