Digital Business & Startups
Mit diesen Startups startet Deutschlands Aufbruch ins All
Die Erschließung des Weltraums ist längst kein exklusives Spielfeld der USA mehr. Auch in der deutschen Startup-Szene hat sich NewSpace bzw. SpaceTech zu einem dynamischen Zukunftsfeld entwickelt. Wobei die Grenzen zum Boomthema DefenseTech bei einigen Unternehmen fließend sind.
Inhaltlich zeigt sich die Branche auf jeden Fall außergewöhnlich vielfältig – von wiederverwendbaren Raumfahrzeugen über innovative Antriebssysteme für Kleinsatelliten bis hin zur satellitengestützten Analyse von Weltraumschrott.
Entsprechend überrascht es nicht, dass namhafte Investoren wie HV Capital, Lakestar, Earlybird, Cherry Ventures, Partech, Balderton Capital und der High-Tech Gründerfonds bereits in deutsche NewSpace-Startups investiert haben. Hier einige spannende NewSpace-Startups, die uns zuletzt aufgefallen sind.
15 spannende NewSpace-Startups
Atmos
Das NewSpace-Startup Atmos, das vom Luft- und Raumfahrtingenieur Sebastian Klaus gegründet wurde, kümmert sich um die Entwicklung von wiederverwendbaren Raumkapseln. „Die patentierten und innovativen Phoenix-Kapseln stellen die erste nachhaltige Lösung für eine Vielzahl von Nutzlasten und Experimenten im Weltraum dar“, schreibt das Team aus Rheinmünster. Der European Innovation Council (EIC) Accelerator investierte zuletzt 13,1 Millionen Euro in Atmos. Zu den weiteren Investoren des Startups gehören TB Ventures, Amadeus APEX Technology Fund und High-Tech Gründerfonds (HTGF) . Mehr über Atmos
Constellr
Das Freiburger SpaceTech constellr, 2020 von Max Gulde, Christian Mittermaier und Marius Bierdel gegründet, entwickelt ein „skalierbares System zur Überwachung des Wasserbedarfs pro Parzelle im Agrar-Sektor“. Dabei setzt die Jungfirma auf Mikrosatelliten in Kühlschrank-Größe. Der Münchner NewSpace-Investor Alpine Space Ventures, Lakestar, Semapa Next und Co. investierten zuletzt 37 Millionen Euro in constellr. Insgesamt sammelte das SpaceTech bereits 75 Millionen ein. Mehr über constellr
Hypersonica
Hypersonica aus dem oberbayerischen Weßling, 2023 von Philipp Kerth und Marc Ewenz Rocher gegründet setzt auf Hyperschallraketen. Der amerikanische Investor Plural, die Bundesagentur für Sprunginnovationen (SPRIND) sowie die Altinvestoren General Catalyst und 201 Ventures investierten zuletzt 23,3 Millionen Euro in das NewSpace. bzw. DefenseTech. Mehr über Hypersonica
Isar Aerospace
Der amerikanische Investor und Chelsea-Eigentümer Todd Boehly investierte via Eldridge Industries zuletzt bis zu 150 Millionen Euro in das NewSpace-Startup (samt Unicorn-Bewertung). Das junge Unternehmen (Ottobrunn und München), 2018 von Daniel Metzler, Josef Fleischmann und Markus Brandl gegründet, möchte kleinere Satelliten kostengünstiger in den Orbit befördern und entwickelt deswegen unter anderem an alternativen Antrieben für Trägerraketen. NATO Innovation Fund (NIF), G3T, 10x Group und Co. investierten zuletzt 65 Millionen Euro in Isar Aerospace. Insgesamt flossen nun mehr als 500 Millionen Euro in das Unternehmen. Mehr über Isar Aerospace
ISPTech
+++ High-Tech Gründerfonds (HTGF), First Momentum Ventures und Possible Ventures investierten zuletzt 2 Millionen Euro in ISPTech. Das Unternehmen aus Lampoldshausen, 2023 von Lukas Werling und Felix Lauck als Spin-off des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) gegründet, entwickelt Antriebssysteme für Raumfahrzeuge, die auf grünen Treibstoffen basieren. „ISPTech richtet sich an alle Raumfahrzeuge, von kleinen CubeSats bis hin zu großen Satelliten, Kapseln oder Landeeinheiten“, teilt das Team mit. Mehr über ISPTech
LiveEO
LiveEO aus Berlin, 2017 von Sven Przywarra und Daniel Seidel gegründet, analysiert durch Künstliche Intelligenz die Aufnahmen von Satellitenaufnahmen seiner Kunden und bietet auf dieser Grundlage eine Lösung zur Überwachung der Infrastruktur, wie zum Beispiel Bahntrassen und Hochspannungsleitungen, an. Der japanische Geldgeber NordicNinja und DeepTech & Climate Fonds (DTCF) investierten zuletzt 25 Millionen Euro in LiveEO. Insgesamt flossen bereits rund 50 Millionen in das Unternehmen. Mehr über LiveEO
Morpheus Space
Der Münchner NewSpace-Investor Alpine Space Ventures, European Investment Fund (EIF), Lavrock Ventures, Morpheus Ventures, Pallas Ventures, Vsquared Ventures und weitere alte und neue Investoren investierten zuletzt 15 Millionen US-Dollar in Morpheus Space. Das SpaceTech, 2018 von Daniel Bock und Istvan Lörincz ins Dresden gegründet, entwickelt ein modulares, elektrisches Antriebssystem für kleine Satelliten. Alpine Space Ventures, Vsquared Ventures, Airbus Ventures und Techstars Ventures investierten zuletzt 28 Millionen US-Dollar in Morpheus Space. Mehr über Morpheus Space
Orbital Matter
Das deutsch-polnische Startup Orbital Matter, von Jakub Stojek und Robert Ihnatisin gegründet, verfolgt das Ziel, zum ersten Weltraum-Bauunternehmen aufzusteigen. „We are working on a 3D Printing technology to be used directly in orbit, on the Moon and on Mars to manufacture large elements of space infrastructure“, teilt das Team mit. Sunfish Partners, Dhyan und Business Angels investierten zuletzt 1 Million Euro in das Unternehmen. Mehr über Orbital Matter
Ororatech
Bayern Kapital, BNP Paribas Solar Impulse Venture Fund, Rabo Ventures, Edaphon und der European Circular Bioeconomy Fund (ECBF) investierten zuletzt in OroraTech. In der „erweiterten Series-B-Finanzierungsrunde“ sammelt das Unternehmen nun 37 Millionen Euro ein. Das Münchner Unternehmen, 2018 von Thomas Grübler, Björn Stoffers, Florian Mauracher und Rupert Amann gegründet, positioniert sich als „kommerzieller Anbieter von Satelliten, die – mit Infrarot-Kameras ausgestattet – Buschfeuer überall auf der Welt frühzeitig entdecken und überwachen können“. Mehr über OroraTech
Reflex Aerospace
Der Aerospace-Investor Human Element, Alpine Space Ventures, Bayern Kapital, High-Tech Gründerfonds (HTGF), Renovatio Financial Investments und Co. investierten zuletzt 50 Millionen Euro in Reflex Aerospace. Das NewSpace-Startup (Berlin und München), 2021 von Alexander Genzel, Walter Ballheimer und Chris Lindene gegründet, setzt auf schnelle Satelliten. Das Team selbst nennt sich „Hersteller von leistungsfähigen Satellitenplattformen, die schnell auf unterschiedliche Nutzlasten für kommerzielle und militärische Anwendungen – von Aufklärung bis Kommunikation – angepasst werden können“. Alpine Space Ventures, HTGF und Co. investierten zuletzt bereits 7 Millionen Euro in Reflex Aerospace. Mehr über Reflex Aerospace
sat:io
Das Stuttgarter NewSpace-Startup sat:io, von Kai Leidig, Florian Schilli und Sebastian Wenzel gegründet, entwickelt „cloud-basierte Tools innerhalb einer ganzheitlichen Tool-Suite für die Planung und den Betrieb von Satellitenmissionen“. Das Motto dabei lautet: „Satellite Usage Made Simple“. Mehr über sat:io
Starflight Dynamics
Der staatliche litauische Investor Coinvest Capital und mehrere Business Angels investierten zuletzt eine siebenstellige Summe in Starflight Dynamics. Das Münchner SpaceTech, 2023 von Philipp Bauer gegründet, entwickelt „Weltrauminfrastrukturen für energieintensive Industrien, um die Produktleistung zu verbessern und gleichzeitig die Umweltbelastung auf der Erde zu verringern“. Wobei alle System von Starflight Dynamics Systeme „Dual-Use-fähig“ sind und somit auch für militärische Zwecke dienen können. Mehr über Starflight Dynamics
The Exploration Company
Balderton Capital, Plural, Bessemer Venture Partners, NGP Capital, French Tech Souveraineté, DeepTech & Climate Fonds (DTCF), Bayern Kapital und Altinvestoren investierten zuletzt 150 Millionen Euro in The Exploration Company. Das deutsch-französische NewSpace-Startup (München, Bordeaux), 2021 von der ehemaligen Airbus-Managerin Hélène Huby gegründet, „entwickelt, produziert und betreibt Nyx, ein modulares und wiederverwendbares Orbitalfahrzeug, das in der Umlaufbahn aufgetankt werden kann“. EQT Ventures, Red River West, Promus Ventures, Cherry Ventures, Vsquared Ventures und Co. investierten zuletzt bereits 40 Millionen Euro in The Exploration Company. Insgesamt sammelte das Unternehmen bereits rund 195 Millionen ein. Mehr über The Exploration Company
Vyoma
Das Münchner SpaceTech Vyoma, das 2020 von Stefan Frey, Christoph Bamann und Luisa Buinhas in Darmstadt gegründet wurde, kümmert sich um die satellitengestützte Beobachtung von Weltraumschrott. Safran Corporate Ventures, der Venture-Capital-Arm der Safran-Gruppe, investierte zuletzt 8,5 Millionen Euro in Vyoma. Davor investierten bereits Atlantic Labs und Christian Stiebner in das Unternehmen. Mehr über Vyoma
Yuri
Yuri, ein SpaceTech-Unternehmen aus Meckenbeuren, das von Maria Birlem, Mark Kugel und Christian Bruderrek gegründet wurde, kümmert sich um alles rund um das Thema Schwerelosigkeit. „yuri democratizes access to microgravity, e.g. to the International Space Station, by making it simpler, quicker and more affordable“, schreibt das Team zum Konzept. Startpunkt ist dabei ein ziemlich simpler Web-Konfigurator. So einfach war es bisher vermutlich noch nie, ins All zu kommen. Ab 10.000 Euro geht es los. Mehr über Yuri
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Der ÖPNV scheitert nicht am Geld – sondern an sich selbst
Wir haben einheitliche Standards beim Mobilfunk und im Stromnetz. Warum nicht auch beim öffentlichen Nahverkehr?
Schon mal vom VGC gehört? Oder vom VVO? Man kennt den HVV und den VBB, aber der VGRI dürfte den meisten Menschen unbekannt sein. Die Abkürzungen stehen für verschiedene Verkehrsverbünde in Deutschland und sind gleichsam ein Synonym für eine verschachtelte, veraltete Struktur des öffentlichen Nahverkehrs in Deutschland.
Deutschland hat über 60 Verkehrsverbünde. Jeder mit eigener Verwaltung, eigener Tariflogik, eigener IT-Architektur und eigenen Einnahmenregeln. Das ist historisch gewachsen und politisch erklärbar. Der Nahverkehr liegt in der Verantwortung von Ländern, Landkreisen und Städten. Föderalismus ist hier kein Fehler, sondern ein Grundprinzip. Doch nicht jede Ebene muss alles selbst organisieren.
Der ÖPNV benötigt neue Standards
Wir akzeptieren in fast allen anderen Infrastrukturbereichen nationale Standards. Niemand fordert sechzehn verschiedene Stromfrequenzen oder individuelle Mobilfunkprotokolle pro Landkreis. Nur im Nahverkehr verteidigen wir Kleinteiligkeit als Identitätsmerkmal. Vielleicht liegt hier ein Teil des Problems. Nicht im fehlenden Geld allein. Sondern in der Energie, die wir in die Verwaltung der Komplexität stecken.
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Regionalität ist durchaus sinnvoll. Zentrale Steuerungen sind nicht granular genug, wenn es darum geht, die Bedürfnisse von ÖPNV-Nutzern zwischen dem Allgäu, der Niederlausitz und der Nordsee zu steuern. Linienführung, Taktung oder Schulverkehr sind besser bei jenen in der Hand, die dort auch wohnen. Aber benötigt wirklich jede Region eine eigene Tariflogik? Eigene Zonenmodelle, Backend-Systeme oder Regeln für die Einnahmenverteilung?
Das Deutschlandticket war der Beweis, wie stark Vereinfachung wirken kann. Ein Preis für ein Produkt, das bundesweit funktioniert. Für Fahrgäste war es eine Revolution der Klarheit. Für das System dahinter wurde es zur administrativen Kraftanstrengung. Denn die Einnahmenverteilung musste durch ein Geflecht aus unterschiedlichen Verbundstrukturen, Vertragslagen und IT-Systemen organisiert werden, das nie für nationale Einheit gebaut worden war.
Das Ticket hat gezeigt: Standardisierung funktioniert. Aber sie trifft auf eine Landschaft, die auf Fragmentierung ausgelegt ist.
400 Millionen Euro Mehreinahmen
Die Kostenfrage wird dabei selten nüchtern diskutiert. Der gesamte ÖPNV in Deutschland kostet rund 39 Milliarden Euro jährlich. Niemand wird durch Strukturreformen plötzlich Milliarden freisetzen. Aber eine Bündelung von über 60 Verbünden auf eine schlankere, etwa landesweite Struktur könnte realistisch 200 bis 400 Millionen Euro pro Jahr einsparen – durch weniger doppelte IT-Backends, harmonisierte Tarifmodelle, vereinfachte Abrechnung und geringeren Verwaltungsaufwand.
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Das sind zwar nur ein Prozent des Gesamtaufwandes, aber im ÖPNV ist ein Prozent enorm viel. Ein Prozent finanziert zusätzliche Verbindungen, besseren Service oder mehr Personal. Und das Jahr für Jahr. Ja, Zentralisierung darf regionale Steuerung nicht ersticken. Aber darum geht es nicht. Es geht nicht um Berlin, das Linienpläne in der Provinz zeichnet. Es geht um gemeinsame Standards dort, wo Skalierung sinnvoll ist – bei Tarifen, Datenmodellen, Vertriebssystemen und Abrechnung.
Der Bus kommt nicht schneller, nur weil 60 Gremien über ihn beraten. Und den Menschen, die den ÖPNV nutzen, ist es egal, welcher Verband wofür verantwortlich ist. Sie wollen einen zuverlässigen, kostengünstigen und sicheren Nahverkehr. Wer Mobilität vereinfachen will, muss zuerst ihre Struktur vereinfachen. Und über 60 Verkehrsverbünde sind einfach zu viel.
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KI kann jetzt auch Abrissbirne: Münchner Startup bringt Roboter auf die Baustellen
Wer selbst nicht vom Bau ist, hat auf Baustellen selten einen guten Stand. Investoren, Ingenieure, Frauen gar – alle nicht so gern gesehen. Dem Sitegeist allerdings geht es anders. Den mögen sie auf dem Bau. Alle. Denn: Der nimmt ihnen die schlimmste Drecksarbeit ab.
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KI-Agenten statt Mitarbeiter: So spart mir mein „Rat“ aus KI-Agenten 20 Stunden pro Woche So spart mir mein „Rat“ aus KI-Agenten 20 Stunden pro Woche
Dieser Essay basiert auf einem Gespräch mit Aaron Sneed, einem 40-jährigen Gründer eines Verteidigungstechnologie-Unternehmens mit Sitz in Florida. Der folgende Text wurde aus Gründen der Länge und Verständlichkeit bearbeitet.
Als ich mein Unternehmen als Solopreneur gründete, wurde mir klar, dass ich nicht das Geld hatte, um Anwälte, Personalvertreter und eine Reihe anderer Unternehmen zu bezahlen. Also schuf ich mithilfe von KI etwas, das ich „The Council” nenne.
Der Rat, der sich aus allen KI-Agenten zusammensetzt, hilft mir, etwa 20 Stunden pro Woche zu sparen – und das ist eine sehr konservative Schätzung. Alle Arten von allgemeinen Unternehmens-, Personal-, Rechts- und Finanz-KI-Agenten haben einen Sitz im Rat. Insgesamt nutze ich 15 benutzerdefinierte Agenten, darunter einen Stabschef-Agenten, zur Verwaltung meiner Arbeitslast.
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Ich nutze seit mindestens einem Jahrzehnt automatisierte Tools
Ich arbeite seit mindestens 10 Jahren an autonomen Plattformen, die selbstständig Entscheidungen treffen. Deshalb habe ich mich sehr schnell für kommerzielle große Sprachmodelle und KI-Tools begeistert, als diese auf den Markt kamen.
Ich verwende hauptsächlich die Plattform von Nvidia als Basis-Hardware für technische Prototypen und Experimente. Ich nutze deren GPUs, und da ich deren Hardware gekauft habe, bieten sie mir kostenlosen Zugang zu ihrer KI-Software. Darüber hinaus basiert mein Rat auf der ChatGPT-Business-Plattform von OpenAI, die benutzerdefinierte GPTs und Projekte verwendet.
Insgesamt besteht mein KI-Rat aus folgenden Mitgliedern:
- Stabschef-Agent
- HR-Agent
- Finanzagent
- Buchhaltungsagent
- Agent für Recht, Kommunikation und PR
- Sicherheits- und Compliance-Agent
- Technischer Mitarbeiter
- Qualitätsbeauftragter
- Agent für Lieferkette
- Schulungsbeauftragte
- Fertigungsagent
- Agent für Geschäftssysteme
- Agent für Einrichtungen
- Agent für den Außendienst
- IT- und Datenagent
Jeder Mitarbeiter hat unterschiedliche Befugnisse
Mein Stabschef-Agent ist wichtig, da er die Stimme ist, die anhand von Parametern wie Risiken, Problemen und Chancen Prioritäten setzt.
Ich habe meinem Stabschef mitgeteilt, welche Modelle bei Entscheidungen Vorrang haben. Beispielsweise erhalten alle rechtlichen, Compliance- oder sicherheitsrelevanten Angelegenheiten eine höhere Priorität. Daher weise ich den Stabschef an, diesen Modellen Vorrang vor allen anderen zu geben.
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Ich habe meine KI-Agenten darauf trainiert, sich zu widersetzen und nicht einfach „Ja” zu sagen
Ich möchte keine Gruppe von Ja-Sagern. Ich habe sie bewusst darauf trainiert, mir zu widersprechen, da ich gelernt habe, dass sie von Natur aus mit mir übereinstimmen wollen. Sie sollen meine Theorien überprüfen, um mir bei der Erreichung meiner Ziele zu helfen.
Also habe ich einen runden Tisch mit all meinen KI-Agenten eingerichtet, an dem ich beispielsweise ein Dokument mit einer Ausschreibung in den Chat stellen kann und alle Agenten gleichzeitig ihre Meinung dazu äußern. Ich nutze diesen runden Tisch als Präventionsmaßnahme gegen Halluzinationen und Wissenslücken.
Das Training hört nie wirklich auf, denn wenn ich die Modelle nicht kontinuierlich trainiere, erhalte ich nicht die Ergebnisse, die ich mir wünsche oder brauche. Ich brauche etwa zwei Wochen, um meine Agenten auf das Erfahrungsniveau zu trainieren, das sie benötigen, damit ich ihnen vertrauen kann. Am Anfang habe ich länger gebraucht, um ein Ergebnis zu erzielen, als wenn ich es einfach selbst gemacht hätte, weil ich mich nicht richtig auf das Training konzentriert hatte.
Durch das Training meiner KI-Agenten bin ich ein besserer Prompter geworden
Die Modelle sind besser geworden, und meine Prompting-Fähigkeiten ebenfalls. Ich habe ein besseres Verständnis dafür, welche Informationen in einem Agenten enthalten sein sollten, zum Beispiel eine Governance-Struktur für Prioritäten. Ich habe eine Reihe von Dateien, die diese Anforderungen umsetzen, um das Risiko von Halluzinationen und falschen oder schlechten Informationen zu minimieren.
Alle KI-Unternehmen haben unterschiedliche Leitfäden für das Prompt-Engineering. Ich empfehle, sich die Zeit zu nehmen, diese durchzusehen, da es viele Benutzerfehler gibt, die die Arbeit mit KI verlangsamen.
Es braucht Zeit, bis die Agenten gut funktionieren. Viele Unternehmen werden versuchen,zu schnell und zu viel KI einzusetzen, ohne zu verstehen, wie man sie richtig nutzt, und diese Unternehmen könnten sich langfristig selbst schaden.
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KI hat Rollen ersetzt – aber nicht das menschliche Urteilsvermögen
Ich bin für viele dieser Aufgaben und Verantwortlichkeiten nicht ausreichend qualifiziert, aber ich bin auch gezwungen, sie zu übernehmen, weil ich mich selbst finanziert habe.
Insbesondere mit meinem Rechtsvertreter habe ich gelernt, wo die Grenzen der praktischen Anwendung von KI-Tools liegen. Ich habe einen Anwalt und nutze meinen Rechtsvertreter, um einige Vorarbeiten zu erledigen, bevor ich meinem Anwalt Dokumente für ein Patent, einen Rechtsstreit oder ähnliches übergebe.
Als ich mein Modell trainierte, um mir bei der Verwendung von Fakten und Daten zur Erstellung eines Falles zu helfen, hatte ich viele Informationen zusammengestellt und fand, dass das, was mein Rechtsvertreter erstellt hatte, für mich als Nicht-Jurist gut klang. Dann legte ich all diese Informationen meinem Anwalt vor, und er sagte, dass sie technisch und sachlich korrekt seien, aber dass wir diese Informationen nicht preisgeben wollten, da sie unsere Karten offenlegen würden.
Seine juristischen Kenntnisse haben mir klargemacht, dass mein Agent zwar meiner Meinung nach korrekt und ideal war, aber dennoch keinen Anwalt mit seinem menschlichen Kontext, seiner Erfahrung und seinen Fähigkeiten ersetzen kann.
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Im Idealfall hätte ich einen Personalverantwortlichen, einen Rechtsberater und so weiter – und jeder hätte seinen eigenen KI-Agenten, der ihm zur Seite steht. So stelle ich mir die Zukunft vor.
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