Künstliche Intelligenz
Gas Town: Mad-Max-inspiriertes Framework für Coding-Agenten
Mad Max als Vorbild für Softwareentwicklung? Das neue Framework Gas Town des Entwicklers und Bloggers Steve Yegge orchestriert mehr als zehn Coding-Agenten gleichzeitig mit einer Architektur, die von der postapokalyptischen Filmreihe inspiriert ist. Der Ansatz: nicht perfekte Einzelagenten, sondern kontrolliertes Chaos mit Agenten-Rollen wie Bürgermeister, Wächter und Raffinerie, die alle an die Mad-Max-Filme angelehnt sind (siehe Tabelle am Ende des Artikels). Gas Town ist dabei nichts für schwache Nerven oder einen kleinen Geldbeutel.
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Ingo Eichhorst ist AI Architect und Engineering Trainer bei IONOS. Seit über 15 Jahren arbeitet er in verschiedenen IT-Rollen wie CTO, Solution Architect und Software Engineer. Aktuell beschäftigt er sich intensiv mit KI-gestützter Softwareentwicklung, KI-Architektur und den Herausforderungen beim Einsatz von KI-Agenten in der Praxis.
Yegge betont, dass sich das System noch im Alpha-Stadium befindet und erhebliche Vorkenntnisse zu Coding-Agenten voraussetzt, um mit dem Chaos in der Stadt der Coding-Agenten umgehen zu können. Zudem benötigt man durch die starke Skalierung schnell ein zweites oder drittes Claude-Max-Abonnement von Anthropic, das je nach Variante 100 oder 200 US-Dollar pro Monat kostet.
Gas Town zählt zu einer ganzen Gruppe an Anwendungen, die von der Community derzeit heiß diskutiert werden und deren Ziel es ist, Coding-Agenten zu koordinieren. Zu diesen Orchestratoren gehören zum Beispiel Ralph, Loom oder AutoClaude. Yegge hat das Framework am 1. Januar 2026 veröffentlicht, nach nur siebzehn Tagen Entwicklungszeit. Allerdings steckt im Konzept die Erfahrung von über einem Jahr an Experimenten. Er hat es mithilfe von KI-Agenten in Go geschrieben.
Vom Chaos zur Ordnung
Yegge geht von dem Gedanken aus, dass es schon immer die Aufgabe von Ingenieuren gewesen ist, komplexes Chaos in beherrschbare Strukturen zu verwandeln. Das Tool geht dabei einen Failure Mode nach dem anderen mit unterschiedlichen Konzepten an. Der Autor spricht von nichtdeterministischer Idempotenz, zwei Begriffen, die sich auf den ersten Blick ausschließen, aber durch die Kontrollstrukturen des Frameworks zusammenfinden. Die parallele Arbeit von drei bis fünf Coding- und anderen KI-Agenten kann zu chaotischen Systemzuständen führen. Was passiert beispielsweise, wenn mehrere Agenten an gleichen oder ähnlichen Aufgaben arbeiten? Wer kümmert sich um Merge-Konflikte? Wie lässt sich doppelte Arbeit verhindern? Gas Town bedient sich unterschiedlichster Konzepte, um Ordnung in das Chaos zu bringen (siehe folgende Abbildung).

Die Gas-Town-Architektur mit Control Plane (Mayor, Deacon) und Data Plane (Polecats, Rigs, Refinery, Witness). Der Task-Management-Agent Beads verwaltet alle Tasks, Convoys bündeln Aufgaben für die Arbeitsagenten.
Ein Arbeitstag des Bürgermeisters in Gas Town
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Ein typischer Tag in der Stadt Gas Town beginnt damit, dass der menschliche Entwickler (Overseer) gemeinsam mit dem Hauptagenten, dem Bürgermeister (Mayor), die Aufgaben für den Tag in natürlicher Sprache festlegt. Der Bürgermeister zerlegt diese Aufgaben in kleinere Teilaufgaben und speichert sie im Task-Manager (Beads). Sobald die Vorbereitungen fertig sind, bündelt er Aufgaben in einem Arbeitsauftrag, im Convoy, und schickt sie in eines der Repositories, Rigs. Wenn Gas Town Zugriff auf eine gültige GitHub-Authentifizierung hat, kann der Bürgermeister Repositories einfach klonen und für die Verwendung mit Gas Town initialisieren.
Das Aufteilen der Aufgaben begegnet dem Problem der nachlassenden Qualität der Antworten von Coding-Agenten, je weiter sich ihr Kontextfenster füllt. Bei den Claude-LLMs sind das aktuell 200.000 Token. Bei Erreichen des Limits komprimiert der Coding-Agent die Dialoge, um Platz zu schaffen. In der Praxis führt schon ein zu sechzig Prozent gefülltes Kontextfenster zu einer merklichen Reduktion der Ausgabenqualität.
Im Rig werden Arbeiter-Agenten (Polecats) aktiv, die mit der Abarbeitung von Aufgaben beginnen. Je mehr Aufgaben anliegen, desto mehr Polecats treten in Aktion. Sie schaffen sich mit Git-Worktrees ihre eigene Arbeitsumgebung und kümmern sich eigenständig um die Umsetzung.
Über Mailboxes und Handoffs können sie miteinander kommunizieren. Das Mailbox-System ist von Erlang inspiriert und dient der Kommunikation zwischen langlebigen Agenten, wie dem Bürgermeister und dem Wächter. Handoffs hingegen arbeiten synchron und dienen der Übergabe des Arbeitszustands an eine neue Arbeiter-Instanz, wenn der Kontext über die oben beschriebene kritische Füllmenge hinaus ansteigt.
Da in Gas Town immer mal etwas schiefläuft, beschäftigt der Bürgermeister den Wächter (Deacon), der das Gesamtsystem periodisch analysiert, Zombieprozesse aufräumt, festgefahrene Sessions wieder anstößt und die wichtigsten Systemfunktionen am Leben hält. Im Unterschied zum Wächter, der auf Systemebene patrouilliert, überwacht der Aufseher (Witness) innerhalb eines Rigs einzelne Agenten. Jeden Agenten, den er etwa beim Faulenzen erwischt, ermordet er eiskalt und ersetzt ihn.
Merge-Konflikte: Die Raffinerie sortiert
Mit mehreren Agenten kommt es zu vielen parallelen Änderungen, doppelter Arbeit und unzähligen Merge-Konflikten. Außerdem berichten mehr und mehr Entwicklerinnen und Entwickler, dass die Freude an ihrem Job abgenommen hat, seit sie nur noch Code von KI-Agenten reviewen.
Um diesen Problemen Herr zu werden, gibt es in Gas Town eine Raffinerie. Sie überprüft alle Arbeitsergebnisse der Agenten und räumt auf. Merge-Konflikte und schlechte Codequalität bekämpft sie mehrheitlich durch Qualitätskriterien, die sich über konfigurierbare Review-Presets und ein projektspezifisches CLAUDE.md anlegen lassen.
Nachdem alle Aufgaben abgeschlossen sind, meldet der Bürgermeister dem Entwickler stolz die erfolgreiche Abarbeitung der Convoy-Aufgabengruppe.
Agenten in Gas Town stellen austauschbare Instanzen dar, vergleichbar mit dem Konzept von Cattle statt Pets bei der Orchestrierung der Infrastruktur mit virtuellen Maschinen oder Containern, etwa mit Kubernetes. Auch darüber hinaus hat das Framework viel mit Kubernetes gemeinsam: Es gibt eine Control Plane (Bürgermeister und Wächter), die eine Data Plane (die Polecats und Aufseher) managen. Dabei sind die Arbeiter-Agenten (Polecats) austauschbar: Wenn sie den Dienst niederlegen oder stecken bleiben, werden sie durch eine neue Instanz ersetzt, ohne dass der Kontext aus der letzten Session verloren geht.
Sweeps: Garbage Collection für technische Schulden
Wenn Entwicklerinnen und Entwickler blind mit Agenten Code produzieren, akkumulieren sich auf Dauer die technischen Schulden. Die tauchen auch als Fehlannahmen (Heresies) im inneren Monolog der Agenten auf, und menschliche Entwickler können sie darüber aufspüren und nachvollziehen. Grund für die Fehler ist oft das eingeschränkte Kontextfenster, aufgrund dessen Agenten aus dem Blick verlieren, was in der letzten Session vorgefallen ist. Früher gewählte Ansätze geraten in Vergessenheit und Agenten wählen mitunter fremde Designmethoden, die die Architekturkonsistenz verletzen. In einer größeren Codebasis können beispielsweise drei bis vier unterschiedliche Logging Libraries auftauchen.
Um dem zu begegnen, erfordert es sorgfältige Reviews durch Menschen, was wiederum am Produktivitätsgewinn durch die multiplen Agenten nagt. Gas Town wählt eine andere Strategie, die auf Stichproben basiert, den Sweeps: systematische Korrekturwellen, die Architektur-Drift und schlechte Praktiken eindämmen, ohne dass Entwickler alle Fehlannahmen bedenken oder alle Codezeilen einzeln analysieren müssen. Ein sechzigminütiger Review-Sweep mündet in konkreten Aufgaben für das Task-Management (Beads), die so in den Kontext der beteiligten Agenten gelangen. Das lenkt künftige Entscheidungen in die Richtung, die die menschlichen Entwickler für richtig halten.
Um einen Sweep zu starten, lassen sich Entwickler vom Bürgermeister über einen persistenten Workspace (~/gas-town/) einen Git-Worktree erzeugen und sehen dort die Arbeitsergebnisse eines Convoys wie gewohnt in der IDE oder im Terminal. Anstatt selbst Änderungen vorzunehmen, beauftragen sie den Bürgermeister mit der Erstellung von Korrekturaufgaben. Diese ändern das Verhalten der Agenten und führen zu einer weiteren Erhöhung der Codequalität. Nach und nach steigert sich so das Vertrauen in die Agentenschar und der Aufwand für Sweeps reduziert sich. Sweeps stellen eine Art Garbage Collection für technische Schulden dar. Zusätzlich sollten Developer aber nicht auf die gängigen Kontrollmethoden wie Rule-Dateien (AGENT.md oder CLAUDE.md) und statische Quality Gates wie Fitness Functions oder statische Codeanalyse verzichten.
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Kia EV5 im Test: Solide gemacht auch ohne 800-Volt-Plattform
Elektroautos mit dem Modularen Elektrifizierungs-Baukasten (MEB) aus dem Volkswagen-Konzern dominieren den deutschen Markt: Sie sind inzwischen solide gemacht. Vielleicht etwas langweilig, aber eben erfolgreich. Einen ziemlich guten Ruf als Alternative gerade bei den Elektroautos hat sich vor allem die Hyundai Group mit den Marken Hyundai, Kia und Genesis erarbeitet. Das neueste Angebot ist der Kia EV5, ein geradliniges SUV, aufrecht und schlicht. Der EV5 hat auf dem europäischen Markt in jeder Version eine Traktionsbatterie mit 81,4 kWh Energieinhalt. Genug für eine Normreichweite von 505 bis 530 km. Für den Praxistest hat Kia den EV5 mit Frontantrieb und als „GT Line“ zur Verfügung gestellt. Der offizielle Bruttolistenpreis: 51.990 Euro.
- Der Kia EV5 wird in Deutschland seit Mitte November ausgeliefert.
- Länge/ Breite (ohne Außenspiegel)/ Höhe: 4,61 m/ 1,88 m/ 1,68 m
- Antriebe mit 160 und 195 kW
- Eine Batterie mit 81,4 kWh
- Preis ab 45.990 Euro
- Größte Stärke: Komfortables Fahrverhalten, durchdachte Bedienung
- Größte Schwäche: Zum Teil nervende und wenig brauchbare Assistenzsysteme
Aufrechtes Cruisen
Der EV5 ist kein Crossover, er ist ein SUV. Länge (4,61 m) und Breite (1,88 m ohne Außenspiegel) sind typisch für dieses Segment, die Höhe von 1,68 m fällt dagegen auf: Hier ist die Sitzposition wahrhaft erhöht. Die A-Säule steht relativ steil, und der Blick richtet sich auf die Kanten der Vorderhaube. Das Fahrgefühl ähnelt einem der weltweit meistverkauften SUVs, nämlich dem Toyota RAV4 (Test). Der Kia EV5 ist ein feiner Cruiser. Wer es unbedingt will, kann ihn durch die Kurven hetzen, aber das passt einfach nicht, weil der EV5 komfortabel und weich ausgelegt ist. Am besten funktioniert dieses Elektroauto, wenn man es rollen lässt, leise und angenehm. Dass es bei Bedarf angemessen (in 8,4 Sekunden auf 100 km/h) nach vorne geht, ist eigentlich nicht erwähnenswert, gehört der guten Form halber aber dazu.

Große Kopffreiheit, ebene Ladefläche
Die Karosserieform hat den Vorteil, dass die Menschen bequem sitzen, und zwar inklusive einer großen Kopffreiheit, die auch hinten nicht durch eine abfallende Dachlinie begrenzt wird. Überhaupt, die Rücksitze: Sie sind so montiert, dass es nicht zu den unangenehmen Kniewinkeln kommt, die bei vielen Elektroautos wegen des hohen Fahrzeugbodens zu finden sind. Stattdessen hat Kia eine Konstruktion gebaut, die per Hebel erst den Neigungswinkel der Lehne verstellt und im Weiteren zum vollständigen Umklappen bei zeitgleichem Absenken der Sitzflächen führt. Der Clou: So entsteht ein ebener Ladeboden, auf dem eventuelle Lücken durch Stoff überdeckt werden. Schön zu sehen, wenn jemand so richtig nachgedacht hat. Die Daten des Kofferraums nach VDA-Norm: Das Volumen beträgt 566 Liter und kann auf 1650 Liter erweitert werden. Das Fach unter der Vorderhaube sieht etwas verloren aus und fasst weitere 44,4 Liter. So weit, so gut. Ein ähnlich langer VW ID.4 kommt auf 543 bis 1575 Liter; einen Frunk gibt es für ihn nur im Zubehörhandel.
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Smarte Lesehilfe mit einem Raspberry Pi selber bauen
Ich war auf der Suche nach einer digitalen Lesehilfe mit großem Vergrößerungsfaktor für Menschen mit eingeschränkter Sehkraft. Ich hatte bereits zu Lesehilfen mit Kamera und Display recherchiert.
Kommerzielle Lösungen konnten mich leider nicht überzeugen, vor allem die Displaygröße, die meistens um die fünf Zoll beträgt, war mir einfach zu klein. Zum Glück kann man sich als Maker mit einem Raspberry Pi die perfekte Lösung selbst bauen.
Die Anforderungen an meine Umsetzung waren wie folgt: Man soll den Zoomlevel dynamisch ändern können, alles soll live in der vollen Displaygröße des angeschlossenen Monitors dargestellt werden und der Pi soll das Bild für bessere Lesbarkeit aufbereiten. Genauer gesagt: verbesserter Kontrast und korrigierte Bildverzerrung. Und zur Krönung soll der Text per OCR (Optical character recognition – Texterkennung) erkannt und über den Lautsprecher per TTS (Text-to-Speech) vorgelesen werden. All das verpackt in einem möglichst einfach zu bedienenden Gerät.
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Mittwoch: Stalkerware nur US-Bagatelle, Wachstum chinesischer Speicherhersteller
Jahrelang hat ein US-Amerikaner Stalkerware verkauft und betreut. Das ist auch in den USA gesetzlich verboten. 2022 wurde es deshalb verhaftet, aber umgehend wieder entlassen. Nun hat ein US-Bundesgericht es bei einer mäßigen Geldstrafe belassen, obwohl das Internetarchiv die Argumente seiner Verteidigung widerlegt. In China nehmen die dort sesshaften Speicherhersteller YMTC und CXMT dieses Jahr neue Chipfabriken für NAND-Flash und HBM in Betrieb. Dabei profitieren sie auch von staatlichen Subventionen für einheimische Firmen. Doch der Ausbau der Produktionskapazitäten macht Chinas Speicherhersteller auch international interessant. Derweil meldet das britische Cybersicherheitszentrum Cyberangriffe auf Internetrouter, wobei Zugangsdaten für Online-Dienste gestohlen werden. Die damit in Zusammenhang gebrachte Bande aus Russland mit möglichen Verbindungen zur Moskauer Regierung ist auch mehrerer Attacken in Deutschland verdächtig – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.
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Jahrelang hat er Stalkerware unter dem Namen pcTettletale vertrieben. Ganz offen hat er sie für heimliche Überwachung Erwachsener angepriesen und dafür auch Unterstützung geleistet. Im Dezember 2022 wurde er verhaftet, aber schon nach einem Tag wieder auf freien Fuß gesetzt. Nun überrascht das US-Bundesbezirksgericht mit einer milden Strafe für Bryan Fleming: 5100 US-Dollar muss er bezahlen, Zinsen fallen nicht an. Auf die Tat stehen theoretisch bis zu 15 Jahre Haft. Der Amerikaner hat laut Anklage und Geständnis von 2017 bis 2022 Abhöreinrichtungen besessen, beworben und vertrieben. Recherchen im Internet zeigen allerdings, dass die Stalkerware mindestens seit 2013 für Windows, und spätestens ab 2008 auch für macOS feilgeboten wurde: Stalkerware-Vertrieb als Kavaliersdelikt vor US-Gericht.
Die beiden chinesischen Unternehmen YMTC und CXMT gehören bereits zu den zehn weltweit größten Speicherstellern, was diese größtenteils aber dem Binnenmarkt Chinas zu verdanken haben. Sie beliefern bislang vorwiegend einheimische Firmen, da Peking chinesische Firmen subventioniert, wenn diese lokal produzierte Chips etwa für Smartphones einsetzen. Doch eine aggressive Preisgestaltung und der für dieses Jahr geplante Ausbau der Produktionskapazitäten dürften laut Marktforschern auch international zu wachsenden Marktanteilen führen. Denn wegen der verfügbaren Kapazitäten, die bei vielen Speicherherstellern aufgrund der aktuell enormen Nachfrage fehlen, werden die chinesischen Firmen auch außerhalb Chinas zunehmend interessant: Chinesische Speicherhersteller dürften Marktanteile 2027 massiv ausbauen.
Einen Ausbau von Cyberangriffen melden dagegen britische Cybersicherheitsexperten. Demnach kapern Cyberkriminelle mit Verbindungen zur russischen Regierung gängige Internetrouter, um Passwörter für E-Mail-Konten und andere Online-Dienste zu stehlen. Mutmaßlich russische Angreifer würden sich Zugang zu Routern von Herstellern wie MikroTik und TP-Link verschaffen, um den ausgehenden Internetverkehr über von ihnen kontrollierte Server umzuleiten. Die Betroffenen seien durch den Diebstahl von Zugangsdaten, Datenmanipulation und umfassendere Sicherheitslücken gefährdet. Verantwortlich dürfte eine als Advanced Persistent Threat 28 (APT28) bezeichnete Gruppe sein, die für mehrere Cyberattacken auch in Deutschland verantwortlich sein soll, so die Warnung aus UK: Russische Cyberkriminelle kapern Router zum Passwort-Klau.
Um die Sicherheit von Windows geht es Microsoft, wobei die Zeit drängt: Die ersten Secure-Boot-Zertifikate laufen ab Juni 2026 ab. Die Verteilung der aktualisierten Zertifikate erfolgt schrittweise für Desktop-Systeme, bei Servern und in Unternehmensumgebungen müssen Admins dazu aktiv werden. Ab dieser Woche will Microsoft Updates für die Windows-Sicherheit-App verteilen, die danach den Status des Secure-Boot-Zertifikatsupdates auf Maschinen anzeigt. Eine grüne, gelbe oder rote Markierung soll dann am Symbol von „Sicherer Start“ anzeigen, ob Maßnahmen nötig sind. Auf verwalteten Maschinen deaktiviert Microsoft die Erweiterungen für Secure-Boot-Zertifikate standardmäßig: Update-Status der Secure-Boot-Zertifikate in Windows-Sicherheit-App.
Aus dem IT-Alltag von Privatleuten ist Magnetband als Datenspeicher zwar verschwunden. Doch hinter den Mauern von Rechenzentren lebt Bandspeicher alias Tape fröhlich weiter. Die Technik wird ständig weiterentwickelt, eine Bandkassette der Generation LTO-10 fasst bis zu 40 Terabyte an Daten, so viel wie die derzeit größte Festplatte. Im Gespräch mit seinem Kollegen Christof Windeck erklärt c’t-Redakteur Lutz Labs, für welche Zwecke Magnetband auch heute noch attraktiv ist. Welche Firmen Tape-Speicher weiterentwickeln und in welchen Systemen die Kassetten und Laufwerke zum Einsatz kommen, beschreibt er in Folge 2026/7 vom Bit-Rauschen, dem Prozessor-Podcast: Weshalb (und wo) Magnetband weiterlebt.
Auch noch wichtig:
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- Windows weist eine Zero-Day-Lücke auf, durch die Angreifer ihre Rechte ausweiten können. Ein Patch steht noch nicht bereit für „BlueHammer“: Zero-Day-Lücke in Windows verschafft erhöhte Rechte.
- Der Kia EV5 mit 81,4-kWh-Batterie und 400-Volt-Basis zeigte im Test, dass er eine Alternative zu den Produkten aus dem Volkswagen-Konzern sein kann: Kia EV5 ist solide gemacht auch ohne 800-Volt-Plattform.
- Noch hat sie keinen festen Namen, doch die zentrale Bürger-App für Dienste des deutschen Staates soll laut einem Bericht von SAP und Deutscher Telekom kommen. SAP und Telekom sollen zentrale Bürger-App bauen: Die Schland-App kommt.
- Diesel hat erstmals im bundesweiten Durchschnitt mehr als 2,50 Euro gekostet. Bauernpräsident Rukwied sieht die Versorgungssicherheit in Gefahr: Diesel erstmals über 2,50 Euro – Bauern warnen.
- Nach Software-Updates hat die NHTSA ihre Untersuchung zu Teslas Fernsteuerungsfunktion beendet. Untersuchungen zu Teslas Full Self-Driving-System laufen weiter: US-Aufsichtsbehörde stellt Untersuchung von Teslas Fernsteuerungsfunktion ein.
- Bislang kann man Thunderbolt- und USB4-Erweiterungskästchen am Mac nicht mit Grafikkarten nutzen. Das ändert sich nun – mit einer wichtigen Einschränkung: Gamer müssen draußen bleiben bei KI-eGPU-Anbindung für Apple Silicon.
- Eine Umfrage des BSW-Solar kommt zu dem Ergebnis, dass 78 Prozent der Befragten die Energie-Importabhängigkeit bedrohlich finden: Bevölkerung findet kaut Umfrage Energie-Importabhängigkeit bedrohlich.
- Die KI-Musikplattform Suno soll eigentlich verhindern, dass geschützte Songs genutzt werden. Doch genau das gelingt offenbar nur unzureichend bei Suno: So leicht lassen sich Copyright-Sperren bei KI-Musik umgehen.
- Höhepunkt zur Hälfte der Mission: Die Crew Artemis 2 entfernt sich weiter von der Erde als je Menschen zuvor. Der Mond-Tag bringt für die Crew Highlights: Crew von NASA-Mission Artemis-2 feiert Rekorde bei Mondumrundung.
- Smartphonetechnik ist noch lange nicht am Ende, wie chinesische Hersteller unter Beweis stellen. Vor allem Akkus und Kameras haben sich weiterentwickelt: High-End-Smartphones von Honor, Oppo, Xiaomi aus China im Vergleich.
(fds)
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