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Advertiser verraten, warum sie auf ChatGPT werben


Inzwischen ist für Advertiser wiederum absehbar, was Werbung bei ChatGPT kosten soll. 60 US-Dollar werden für 1.000 Views im CPM-Modell aufgerufen, während für die ersten Werbetreibenden hunderttausende US-Dollar an Ausgabezusagen gefordert sind. Trotz dieser Kosten hat OpenAI eine Reihe interessierter Unternehmen und Konzerne für das Pilotprogramm gefunden. Dazu zählt zum Beispiel WPP Media mit Klient:innen wie Adobe, Audemars Piguet, Audible, Ford, Mazda und Co. Aber auch Target und HelloFresh sind erste Kund:innen.

Für OpenAI geht es bei der Integration von Werbung in erster Linie um die Monetarisierung von hunderten Millionen Usern. Zugleich möchte das Unternehmen damit den kostenfreien Zugang zu KI-Lösungen wie ChatGPT weiterhin ermöglichen. Asad Awan, Ads and Monetization Lead bei OpenAI, erklärt:

We believe ads play an important role in continuing to support broad access to AI. By working closely with partners like Adobe in this pilot, we’re able to thoughtfully test new ad experiences and learn together to ensure ads are separate and clearly distinct, relevant, and useful while maintaining the trust people place in ChatGPT.

Er betont zum einen erneut, dass die Ads von den Antworten getrennt und klar markiert sein sollen. Zum anderen geht er auf die Testerfahrungen ein, die das Werbeumfeld für die weitere Nutzung ebnen sollen. Immerhin hat OpenAI bereits angekündigt, noch im Laufe des Jahres weitere Abrechnungsmodelle und Anzeigenformate einführen zu wollen.

Die Gründe der Advertiser, um auf ChatGPT zu werben

Geht es nach dem renommierten und einflussreichen Tech-Unternehmen Adobe, ist die Sichtbarkeit von Marken in AI-Lösungen eine Priorität für Unternehmen. Nicht umsonst hat Adobe kürzlich die für die GEO relevante Analytics-Plattform Semrush in einem Milliarden-Deal übernommen.

As AI platforms become a new interface between customers and brands, visibility is also essential […],

schreiben Patrick Brown und Varun Parmar in einem dedizierten Blog-Beitrag zum Thema und nehmen damit zwar Bezug auf die eigenen Lösungen. Doch im Kern spiegelt die Aussage ebenso Adobes Beteiligung am Pilotprogramm für die ChatGPT Ads wider. So erklären die beiden weiter:

Our early participation reflects our belief that the future of marketing will be built at the intersection of creativity, data and AI-powered experiences.

Adobe wird auf ChatGPT Ads für Acrobat Studio und Adobe Firefly schalten. Das Team ist der Auffassung:

[…] The pilot will help us better understand how ads can provide helpful, relevant experiences, while maintaining the trust users place in ChatGPT responses and OpenAI’s privacy framework.

Doug Wyatt, Senior Director für Growth Media, Americas bei Adobe, sieht im Werbetest eine Chance, um das LLM-basierte Nutzungsverhalten der User noch besser zu verstehen und zu prüfen, wie Adobe in KI-Kontexten „in Formen, die bedeutenden Mehrwert für Kund:innen bieten,“ auftauchen kann.

Es ist der Kern der Werbeidee, in den Kontexten aufzutauchen, die für User besonders relevant sind. Dazu gehört ChatGPT zweifelsohne. Über 800 Millionen wöchentlich aktive User hat der OpenAI-Dienst bereits. Auch Audible wirbt im Rahmen der OpenAI-Kooperation mit WPP Media dort. Tom McKenna, Global Head of Media, Ops and Business Development beim Unternehmen, erklärt, dass KI grundlegend verändert habe, wie Menschen ihre Leben planen und dabei mit Marken interagieren. Deshalb könnte Audible über die AI Chats, die Millionen User ohnehin täglich nutzen, neue User gewinnen.

[…] We’re excited to join the OpenAI Ad Pilot Program to reach new audiobook listeners through a platform they’re already using daily. This test allows us to explore ways to meet customers where they naturally are – in the AI-powered spaces that have become part of their everyday routine.

Der Chief Marketing Officer von Mazda North American Operations, Brad Audet, ist ebenfalls der Meinung, dass es notwendig ist, die Wirkung von Werbung im AI-Umfeld auf das Verhältnis zwischen Kund:innen und Brands zu evaluieren und betont:

Exploring new media environments responsibly is critical as marketing continues to evolve […].

„Relevant moments beyond traditional media placement“ – Werbung in High-Intent-Momenten

Ein weiteres Unternehmen, das auf ChatGPT wirbt, ist HelloFresh. Patrick Stal ist für das Marketing verantwortlich und erklärt in einem Artikel auf LinkedIn, dass sich das „Wo“ in Bezug auf die Werbekonfrontation der User verändert. Jahrelang sei vor allem der Suchmaschinenmarkt und Social Media relevant gewesen, um User in ihrer Journey zu erreichen.

[…] We are moving from a world of ‘search and click‘ to a world of ‘ask and converse‘. As conversational AI becomes a primary tool for how millions of people plan their lives, organize their kitchens, seek culinary inspiration, and manage their time, the way they discover brands is undergoing a fundamental shift.

In der Lernphase mit Ads auf ChatGPT möchte HelloFresh User in High-Intent-Momenten erreichen, etwa, wenn sie nach Ernährungsvorschlägen fragen. Dabei würden sie nicht nur browsen, sondern ein Problem lösen wollen – das liefere den Intent-Faktor. Und die Ads sollten dann nicht nur Werbung sein, sondern eine Lösung anbieten.

This test is about more than just a new channel; it is a signal of where consumer discovery is headed. As we move further into this era of conversational AI, the brands that succeed will be those that prioritize helpfulness over intrusion […].

Für HelloFresh bedeutet der Werbetest eine Option zur Diversifizierung der Werbemöglichkeiten mit Blick auf eine fragmentierte digitale Landschaft und die AI-gestützte Discovery der Zukunft.

Das gilt auch für Target. E-Commerce-Unternehmen wird zusammen mit Klient:innen der Retail-Media-Sparte Roundel ebenso Werbung auf ChatGPT schalten. Dabei soll vor allem der Effekt neuartiger Werbeplatzierungen ausgelotet werden. Immerhin gab es ChatGPT bis vor wenigen Jahren gar nicht; gleiches gilt für große AI Chatbots wie Gemini und den AI Mode auf Google. Heute sind sie allerdings ein wichtiger Bestandteil des digitalen Alltags von hunderten Millionen Usern. Deshalb verschiebt sich auch die Werbung in diese Bereiche, ist dort aber noch vergleichsweise jung. Das eröffnet für Advertiser die Chance, als Early Adopter Sichtbarkeit für ihre Marken zu generieren und die Werbewahrnehmung zu erforschen.

Target möchte in diesem Kontext „relevant moments beyond traditional media placements“ anvisieren. Das Unternehmen weiß um die Relevanz, die ChatGPT für das eigene Business hat. Nach eigenen Angaben wächst der Traffic von ChatGPT zu Target pro Monat im Schnitt um 40 Prozent. Demnach soll die Werbung in diesem Bereich Targets Ziel folgen, User und Kund:innen in ihrer Journey immer dort zu erreichen, wo sie sind – eben auch in AI Chats. Dort könnten User beispielsweise Werbung für einen Air Fryer sehen, wenn sie per Prompt nach Küchengeräten fragen, die Alltagsgerichte in der Zubereitung vereinfachen können.

Walmart hat sich dem Agentic Commerce verschrieben und sogar eine eigene App für ChatGPT entwickelt sowie Google beim Aufbau des Universal Commerce Protocol unterstützt, das den Einkauf im KI-Kontext langfristig deutlich vorantreiben könnte. Überhaupt könnten die Ads im AI Chat eine besondere Wirkung entfalten. Denn mit Möglichkeiten wie dem Instant Checkout auf ChatGPT oder auch unmittelbaren Einkaufsoptionen direkt im AI Mode, die bald starten, könnten User direkt von der Werbewahrnehmung zur Conversion übergehen, ohne Klick auf Retailer Websites. Das Shopping im Internet würde sich drastisch verändern, was wiederum Implikationen für die Werbeumgebung mit sich bringt.

Das ChatGPT Shopping kann direkt im Chat stattfinden, © OpenAI, Smartphone Mockup mit App und Produktauswahl
Das ChatGPT Shopping kann direkt im Chat stattfinden, © OpenAI

Werbereaktion bei Google, Hohn von Anthropic

Während OpenAI für ChatGPT die Werbung langsam ins Rollen bringt, hat die Konkurrenz von Google schon lange Ads in AI Overviews und auch im AI Mode parat. In letzterem starten neuerdings beispielsweise Direct Offers als exklusive Angebote wie Rabatte für User der KI-Suche. Zudem hat Google jüngst eine weitere shopping-bezogene Werbelösung für den AI Mode vorgestellt. Dabei werden Retailer mit Angeboten angezeigt, die inhaltlich zur Konversation der User im AI Mode passen. Google erklärt:

AI Mode already surfaces organic shopping recommendations based on what’s most relevant to a query. Now, we’re testing a new ad format to showcase retailers that offer those products, clearly marked as sponsored. This new format helps shoppers easily find convenient buying options, and offers retailers the opportunity to show up in these key moments of consideration […].

Ein anderes KI-Unternehmen positioniert sich im Wettbewerb dagegen ganz anders. Anthropic erklärte jüngst, dass der eigene AI Chatbot Claude werbefrei bleiben werde.

There are many good places for advertising. A conversation with Claude is not one of them.

Deshalb werden User auch künftig keine gesponserten Links im Chat sehen und auch die Konversationen sollen in keiner Weise durch Advertiser oder Dritten beeinflusst werden. Vielmehr strebe man an, mit Claude eine Kreations- und Arbeitsumgebung zu schaffen, die an klassische Werkzeuge und Kontexte der nicht-digitalen Welt erinnert:

Our experience of using the internet has made it easy to assume that advertising on the products we use is inevitable. But open a notebook, pick up a well-crafted tool, or stand in front of a clean chalkboard, and there are no ads in sight.

Um diesen neu geschaffenen Fakt der Werbefreiheit Claudes zu untermauern, hat das Unternehmen für den zurückliegenden Super Bowl im Februar Ads kreiert. Dabei werden Ads in AI Chats auf humoristische Weise zugespitzt, was als Angriff auf Google und insbesondere OpenAI Wirkung zeigt.





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So krass verändert Gemini jetzt die Googles Workspace-Arbeit


In Google Docs, Sheets, Slides und Drive übernimmt Gemini jetzt immer mehr Aufgaben. Wie die Google-KI ab sofort Dateien, Mails und Web-Infos verbindet und sogar das Prinzip der leeren Seite aufbricht.

Gemini zieht tief in Google Workspace ein. Google integriert die KI jetzt in Docs, Sheets, Slides und Drive. Die KI kann Informationen aus Dateien, E-Mails und dem Web zusammenführen und daraus Inhalte erstellen oder Fragen beantworten. Laut Google geschieht das unter Einhaltung der Datenschutzrichtlinien.

Wie Gemini die Arbeit in Dokumenten, Tabellen und Präsentationen verändern soll und warum das klassische Blank Space-Prinzip beim Start eines Google-Dokuments künftig Geschichte sein könnte. Parallel stellt Google zusätzliche KI-Tools vor. Wie die neuen Gemini-Funktionen im Arbeitsalltag aussehen könnten, zeigt das Unternehmen im folgenden Video.

Google demonstriert im Video, wie Gemini künftig in Google Workspace arbeitet, © Google

Gemini 3.1 Flash-Lite:
Schnellstes und kosteneffizientestes KI-Modell von Google

Gemini 3.1 Flash-Lite-Schriftzug vor dunklem Hintergrund mit hellen Elementen
© Google via Canva

Nie wieder Informationen zusammensuchen? Gemini übernimmt!

Google beschreibt die neuen Funktionen als nächsten Schritt, um klassische Büroarbeit schneller zu erledigen. Gemini kann künftig Informationen aus Dateien, E-Mails und dem Web kombinieren und daraus direkt nutzbare Inhalte erstellen. Wer etwa eine Präsentation vorbereitet, eine Tabelle auswertet oder einen Bericht schreibt, muss Informationen nicht mehr selbst aus verschiedenen Dokumenten zusammensuchen. Die KI kann diese Quellen verbinden und daraus Entwürfe, Zusammenfassungen oder Antworten generieren.

Die Updates starten zunächst als Beta für Abonnent:innen von Google AI Ultra und Google AI Pro. Vorgestellt wurden sie im offiziellen Workspace Blog von Google. Dort erklärt das Unternehmen auch, dass Gemini künftig stärker als Arbeitsassistenz innerhalb der Tools fungieren soll. Auch Googles CEO Sundar Pichai griff die Neuerungen in einem LinkedIn Post auf und betonte, dass Gemini Nutzer:innen helfen soll, Aufgaben schneller zu erledigen.

Docs, Sheets, Slides und Drive bekommen neue KI-Funktionen

Aller Anfang ist schwer!? Mit KI nicht mehr unbedingt. Google bricht mit Gemini das Prinzip der leeren Seite auf. Nutzer:innen können direkt mit einem Entwurf starten. Statt bei null zu beginnen, beschreiben sie der KI kurz, was sie brauchen. Gemini erstellt daraus automatisch ein erstes Dokument, eine Tabelle oder eine Präsentation. In Google Docs lässt sich so aus einer kurzen Beschreibung sofort ein erster Textentwurf generieren. Dabei greift die KI auf Inhalte aus vorhandenen Dateien oder E-Mails zurück. Im Video zeigt Google, wie aus bestehenden Dokumenten automatisch ein neuer Text entsteht. Eine Funktion namens Match Writing Style sorgt außerdem dafür, dass Texte einen einheitlichen Stil behalten, selbst wenn mehrere Personen daran arbeiten.

Auch Google Sheets erhält mehr Automatisierung. Nutzer:innen können beschreiben, welche Tabelle sie brauchen, und Gemini erstellt daraus komplette Tabellenstrukturen. Die KI kann außerdem komplexe Aufgaben lösen und fehlende Daten ergänzen. Google liefert in einem Demovideo ein Beispiel dafür, wie Gemini automatisch einen Finance Tracker erstellt und Daten strukturiert. Laut Google soll das Befüllen von Tabellen dadurch bis zu neunmal schneller möglich sein. In Benchmarks führt Gemini in Sheets aktuell sogar das Ranking SheetsBench an.

In Google Slides generiert Gemini Layouts, Diagramme und Präsentationsfolien aus einem einfachen Prompt. Nutzer:innen benötigen dafür keine Designkenntnisse. Im Video präsentiert Google, wie aus einer kurzen Beschreibung automatisch neue Slides entstehen. Präsentationen lassen sich so schneller erstellen oder an bestehende Designs anpassen.

Google Drive wird ebenfalls stärker KI-gestützt. Neue KI-Übersichten erscheinen direkt über den Suchergebnissen und liefern zusammengefasste Antworten mit Quellen aus den eigenen Dateien. Nutzer:innen müssen Dokumente dadurch nicht mehr einzeln öffnen, um relevante Informationen zu finden. Im Video zeigt Google, wie Gemini Inhalte aus mehreren Dateien analysiert und direkt als Übersicht ausgibt.

Gemini Embedding 2 erweitert Googles KI-Infrastruktur

Parallel stellt Google auch eine neue technische Grundlage für KI-Anwendungen vor. Mit Gemini Embedding 2 erscheint laut Google AI Studio das erste nativ multimodale Embedding-Modell der Gemini-Familie.

Embedding-Modelle übersetzen Inhalte wie Texte, Bilder oder Audio in mathematische Vektoren, damit KI-Systeme Informationen vergleichen und durchsuchen können. Gemini Embedding 2 kann Text, Bilder, Videos, Audio und Dokumente gemeinsam analysieren und in einem gemeinsamen semantischen Raum abbilden.

Das Modell unterstützt laut Google über 100 Sprachen und verarbeitet mehrere Medientypen gleichzeitig. Texte können bis zu 8.192 Token lang sein, Videos bis zu 120 Sekunden dauern und auch PDFs lassen sich direkt einbetten. Dadurch können Anwendungen mehrere Datenformate zusammen analysieren, zum Beispiel Text gemeinsam mit Bildern oder Audio.

Google sieht darin eine wichtige Grundlage für Anwendungen wie semantische Suche, Retrieval-Augmented-Generation, Datenanalyse oder multimodale Klassifizierung. Entwickler:innen können Gemini Embedding 2 bereits über die Gemini API und Vertex AI in einer Public Preview testen.


Nano Banana 2 ist da:
Googles schnellstes KI-Bildmodell mit Gemini-Weltwissen

Nano Banana 2-Schriftzug, einzelne KI-generierte Bilder
© Google via Canva





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OpenAIs neuer Plan: Sora in ChatGPT


Das Video-KI-Tool Sora von OpenAI soll künftig direkt in ChatGPT einsetzbar sein. Das könnte die Nutzungsfrequenz im Wettbewerb mit Google, Meta und Co. erhöhen.

Tools und Funktionen direkt in ChatGPT zugänglich zu machen, kann sich richtig lohnen. Denn dieses Vorzeige-Tool von OpenAI zählt inzwischen über 900 Millionen monatlich aktive User und toppte kürzlich sogar die Consumer AI Top 100 von Andreessen Horowitz (a16z) sowohl im Bereich der Web-Nutzung als auch unter den KI-Apps. In der Rangliste der meistbesuchten Websites der Welt belegt ChatGPT Rang fünf, nur hinter Google, YouTube, Facebook und Instagram. Jetzt soll ein weiteres OpenAI Tool unmittelbar via ChatGPT zugänglich gemacht werden: Sora. Das KI-Video-Tool wurde im Ende 2024 gelauncht und erfreute sich zum Start großen Interesses. Inzwischen ist schon Sora 2 als Modell auf dem Markt. Gegen Ende des Jahres stieg sogar Disney ein und ermöglicht dank eines Deals mit OpenAI die lizenzierte Charaktererstellung von Mickey Mouse, Elsa und Co.

Allerdings muss sich Sora mit den KI-Video-Tools der Konkurrenz messen, allen voran die Meta AI und Metas Vibes – das jetzt als Editor mit Sora und anderen Tools konkurrieren soll –, Grok Imagine und Veo 3.1 von Google. Die Varianten der großen Tech Player haben einen zentralen Vorteil: Sie sind in populären Umgebungen wie Gemini von Google oder auf X integriert, sodass User nicht erst die dedizierte Anwendung nutzen müssen. Um im Wettbewerb mit Veo 3.1 und Co. bestehen zu können, möchte OpenAI Sora also ebenfalls in der wichtigsten User-Umgebung des Unternehmens platzieren.


Trotz invite-only:
Sora App fast so erfolgreich wie ChatGPT zum Start

Blaues Sora App Icon mit Wolkenform und funkelnden Augen auf violett-blauem Farbverlaufshintergrund, Symbolbild für OpenAIs neue Video-App.
© Sora App Icon via Canva

Sora in ChatGPT: App soll bestehen bleiben

Der Publisher The Information berichtet erneut über große Entwicklungen bei OpenAI. Nach Angaben im Beitrag von Stephanie Palazzolo und Sri Muppidi setzt das KI-Unternehmen auf einen Strategie-Shift. Demnach sollen unternehmensnahe Quellen bestätigt haben, dass Sora künftig direkt in ChatGPT zu nutzen sein soll. Die eigenständige App soll es aber weiterhin geben. Die Integration in ChatGPT könnte zu deutlich mehr Nutzung führen. User könnten das Tool mit Sora 2 als Modell im Hintergrund neben Chats und Aufgaben in KI-Konversationen unmittelbar für die Videoerstellung nutzen.

OpenAI selbst hat diesen Plan noch nicht offiziell bestätigt. Derweil entwickelt das Unternehmen ChatGPT aber weiter zu einer Allround-KI-Umgebung, die auch immer mehr visuelle Elemente erhält. Neu sind zum Beispiel die interaktiven visuellen Erklärungen, etwa für mathematische oder andere wissenschaftliche Konzepte. Head of ChatGPT Nick Turley stellt sie auf LinkedIn vor.

Noch mehr ChatGPT Updates für mehr AI Convenience im Alltag

Außerdem wird ChatGPT zusehends zum Ort der Produktentdeckung. Das Shopping ist mit dem Instant Checkout direkt im AI Chat schon angekommen, auch wenn OpenAI es aktuell wieder etwas einschränkt. Zudem können Advertiser in den USA inzwischen auf ChatGPT werben und Produkte und Leistungen passend zu Konversationen vorstellen. Für die Erweiterung des Werbesystems plant OpenAI nach Angaben von The Information derzeit eine Kooperation mit The Trade Desk, um Ads automatisiert verkaufen zu können. Der Werbeverkauf funktioniert beispielsweise ebenso über Shopify, da Merchants ihre Ads über das E-Commerce-Unternehmen direkt einbuchen können. Der Aufbau eines eigenen Tech Stacks für das Werbesystem ist bei OpenAI ebenfalls geplant, so The Information.

Und auch die ChatGPT-Nutzung im AI-Browsing-Kontext soll stärker unterstützt werden. In OpenAIs AI-first Browser Atlas können sich User jetzt mit mehreren ChatGPT Accounts parallel anmelden. Das ermöglicht es, einen privaten und einen Arbeits-Account zugleich zu nutzen, um mit separaten Profilen im Browser zu agieren. Laut Adam Fry, Product Lead für Atlas bei OpenAI, war diese Funktion bei Usern sehr gefragt – und ihr Fehlen habe auch dazu beigetragen, dass User Atlas im Alltag nicht benutzten.





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Kampagne von Anomaly: Puma und K-Pop-Star Rosé feiern das neue Vorstadtleben


Rosé wirbt für Puma

Puma bringt den H-Street zurück. Aus dem leistungsorientierten Laufschuh von einst ist ein flacher Sneaker für die moderne Sportstyle-Community geworden. Um die junge Zielgruppe für den H-Street zu gewinnen, startet der Sportartikelhersteller eine surreal anmutende Kampagne, in der Superstar Rosé die Hauptrolle spielt.

„Welcome to H-Street“, verkündet ein Sprecher aus dem Off in einem der neuen Werbefilme, mit denen Puma ab sofort seine gleichnamigen Sneaker ins Werbeschaufenster stellt. Die Hauptrolle in den von der Kreativagentur Anomaly entwickelten Clips spielt Superstar Rosé. 

Die neuseeländisch-koreanische Sängerin, Songwriterin und Tänzerin, die auch als Model und Testimonial von Yves Saint Laurent wirkt, ist in dem Commercial in einer sterilen Vorstadtgegend zu sehen und wirkt alles in allem doch recht gelangweilt. In dem Werbefilm werden Hecken geschnitten, die passenderweise die Form eines Pumas haben, der Zeitungsbote liefert den Bewohnern der vollständig identischen Wohngebäude die „Puma Times“ direkt vor die Haustür, und der Rasen wird gewässert. Wenn sich dann mal ein Laster mit Puma-Schuhen an solch einen tristen Ort verirrt, ist das schon ein Highlight – offenbar auch für Rosé, die sich gleich auf die Ladefläche setzt. Das ist kein Zufall.“Style ist Standard“, verkündet der Sprecher, während sich Rosé in ihren H-Street-Sneakern auf den Weg macht. 
Mit der weltweiten Kampagne will Puma nach eigenen Angaben das traditionelle Vorstadtleben neu erfinden. Ziel sei es, H-Street als visuelle Welt zu präsentieren, die sich von gängigen Nachbarschaftsklischees abhebt und  „kunstvoll kitschig und leicht surreal“ daherkommt. Daher setzt die gemeinsam mit der Produktionsfirma ProdCo und dem Regisseur Onda umgesetzte Werbefilm auf starke Farbkontraste und eine sonnige, allzu perfekte Atmosphäre mit dem Ziel, eine helle, knallige und technisch fortschrittliche Umgebung zu schaffen.
Dazu beitragen sollen etwa Roboterhunde und Roomba-ähnliche Roboter, die Limonade servieren, sowie die Puma-förmigen Hecken, die mit überdimensionierten Scheren getrimmt werden. Bei der Produktion kam zudem der sogenannte „Static Tableau“-Ansatz zum Einsatz. Dabei handelt es sich um komponierte, feststehende Kameraszenen, die Miniaturgeschichten und visuelle Witze an drei zentralen Orten der Nachbarschaft einfangen – einer Eingangstreppe, dem Hinterhof und der Straßenecke.

Die Kampagne umfasst zwei Hauptfilme – einen für jede der neuen Farbvarianten – sowie eine Reihe von Commercial-, BTS- und Social-Stills, die die charakteristische helle und einladende Ästhetik der Kampagne einfangen. Geschaltet werden die Werbefilme nicht im linearen TV, sondern in digitalen Umfeldern sowie Social-Media-Plattformen. Zudem wirbt Puma auf Retail-Mdia-Plattformen und Außenwerbeflächen.

Dass Rosé vor der Kamera stand, ist kein Zufall. Die Sängerin hat bereits für die Speedcat-Linie geworben – und passte offenbar auch diesmal ins Konzept. „Rosé in der H-Street-Linie willkommen zu heißen, bot uns die einmalige Gelegenheit, eine spielerisch selbstironische Kampagne zu kreieren“, sagt Lina Rode, Creative Director bei Anomaly. „Wir haben eine surreale Version eines tatsächlichen H-Street-Viertels geschaffen, inspiriert von der Retro-Geschichte des Schuhs, aber mit der zukunftsorientierten Vision von Puma Sportstyle. Und da Rosé jetzt dort einzieht, ist es eine Straße, von der wir alle ein Teil sein wollen.“



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