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AI-Angst: Meta-KI und Claude Mythos 5 greifen eigenständig an


In aktuellen Sicherheitstests hat Anthropics Modell Claude Mythos 5 Phishing Mails an Menschen geschickt und dafür sogar eine eigene Identität kreiert. Auch Metas KI-Modell Muse Spark 1.1 hat kürzlich ein Drittunternehmen eigenständig gehackt. Die Furcht vor eigenständigen KI-Handlungen wächst, während die Tech-Unternehmen beschwichtigen.

Releasing a model this capable comes with risks,

erklärte das KI-Unternehmen Anthropic zum Start von Claude Fable 5 und Claude Mythos 5 im Juni. Beide Modelle stellen Anthropics bisher leistungsfähigste Versionen der Claude-Reihe dar. Fable 5 ist für die Allgemeinheit verfügbar, Mythos 5 nur für Mitglieder im Project Glasswing, ausgewählte Researcher und qualifizierte Partner:innen. Und beide Modelle wurden zeitweise von der US-Regierung für sämtliche Nicht-US-Bürger:innen gesperrt, woraufhin Anthropic sie kurzzeitig komplett aus dem Verkehr nahm. Zu groß seien die Sicherheitsbedenken bei der Regierung gewesen – und es war zu einem Jailbreak gekommen. Die Fähigkeiten der Modelle könnten zu Angriffen führen und gelten als Risikofaktor. Die Risiken werden vom Unternehmen selbst als „substantiell“ eingestuft. Dabei verlässt man sich auf die Sicherheitsvorkehrungen und hofft womöglich, dass die Fähigkeiten der eigenen – und anderer – KI-Modelle nicht übermäßig zu bösartigen Zwecken eingesetzt werden.

Doch genau das ist inzwischen mehrfach geschehen, bei Anthropic, aber auch bei OpenAI und jetzt Meta. Deren hochleistungsfähige KI-Modelle haben Drittunternehmen gehackt und im Fall von Mythos 5 sogar eigenständig Phishing Mails an Dritte verschickt, um Malware in Code integrieren zu lassen. Diese Angriffe sind bisher in Testumgebungen aufgetaucht, sodass sie keinen unmittelbaren Schaden in Unternehmen angerichtet haben. Schaden nimmt allerdings das Vertrauen in die KI und die Unternehmen dahinter. Mitarbeiter:innen dieser Unternehmen forderten in den USA zuletzt sogar eine Verlangsamung der KI-Entwicklung, sodass die Sicherheitsmaßnahmen mit der Entwicklung Schritt halten könnten. Der Milliardenmarkt rund um die KI-Modelle ist jedoch so stark umkämpft, dass die Unternehmen kaum eigenständig zurückstecken werden. Nur eine übergeordnete Einschränkung kann in diesem Fall klare Grenzen setzen.


OpenAI Hack auf Hugging Face:

Angriff hatte größere Folgen als zunächst bekannt

OpenAI Hack auf Hugging Face: Angriff hatte größere Folgen als zunächst bekannt
© OpenAI/Hugging Face

Neue Angriffe von Metas und Anthropics Modellen: Selbstständige Arglist der KI

Metas Muse Spark 1.1 reiht sich – ausgerechnet fast parallel zum Launch von Muse Spark 1.2 – ein in die Liste der Modelle, die kürzlich eigenständig Cyberangriffe umgesetzt haben. Die BBC berichtet von einem Hack bei einem ungenannten Drittunternehmen, der laut Meta durch eine „Fehleinstellung“ zustande gekommen sein soll. Das Modell hatte Zugriff zum Internet erhalten, um in einem unabhängigen Testkontext evaluiert zu werden. Das Evaluationsunternehmen Irregular war involviert, genau wie bei einem vergleichbaren Vorfall mit einem Anthropic-Modell. Gegenüber der BBC erklärte das Unternehmen, man habe mit der gleichen Testumgebung gearbeitet wie bei Anthropics Modell und arbeite derzeit an einem Bericht über einen sicheren Ablauf von Cybersicherheitstests für KI-Modelle. Meta möchte den Vorfall untersuchen und sich nach Abschluss der Analyse äußern.

Der Vorfall bei Meta ist aber kein Einzelfall. Zuletzt kam es bereits zu einem Hack bei der Plattform Hugging Face durch Modelle von OpenAI. Anthropics Modelle stehen ebenso im Fokus. Jüngst berichtete das AI Security Institute (AISI) aus dem Vereinigen Königreich von unerwünschten KI-Handlungen, die das Kreieren eigener Fake-Profile zur Täuschung, das Bestreben, Malware bei Dritten einzuschleusen und das Versenden von Phishing Mails an echte Menschen umfassten. Die gefährlichen Aktivitäten, die durch den Zugang zum Internet für die Modelle im Testkontext ermöglicht wurden, waren binnen einer Stunde nach der Entdeckung gestoppt worden. Bei einer mehrfach durchgeführten Challenge zum Thema Cybersicherheit kam es im Rahmen des AISI-Tests zu insgesamt 19 arglistigen Handlungen. 17 davon wurden dem Modell Mythos 5 zugeschrieben, zwei wiederum OpenAIs GPT-5.6 Sol (ohne Classifier als Schutz). Das AISI erklärt dazu:

[…] In the most serious case, an agent tried to insert malicious code into an open-source project. In an attempt to get the code approved, the agent engaged in social engineering  — creating fake online identities and using them to pressure the project’s maintainer to approve the code. A human maintainer caught and refused to approve the malicious code. These attempts were unsuccessful, and our investigations have not evidenced any resulting real-world harm. But this is the first time we have seen risks around autonomy and deception manifest this clearly, without specific prompting, in the real-world […].  

Nun sind diese Fälle keineswegs mit Ausbrüchen aus einer Sandbox zu vergleichen, da in einer kontrollierten Testumgebung experimentiert wurde. Auch kann es laut AISI bei noch besseren Modellen künftig sogar öfter zu entsprechenden Angriffen kommen, die aber in diesem Kontext keinen Schaden anrichten sollten. Dazu sollen bei AISI-Tests fortan auch Echtzeitkontrollen aller Aktionen, strengere Limitierungen beim Internetzugriff und eine mögliche Neuordnung des Evaluierungsdesigns für KI-Modelle beitragen. Gleichzeitig weist das Institut darauf hin, dass Unternehmen unbedingt ihre Cybersicherheitsgrundlagen prüfen und gegebenenfalls optimieren müssen.

Taken alongside recent incidents reported by OpenAI and Anthropic, this incident points to a shift in the risk landscape […],

so das Institut in einer Art Fazit. Nicht nur Menschen können die KI für böswillige Zwecke ausnutzen, auch Agents können zu Bad Actors avancieren. Die hochleistungsfähigen Modelle können selbst dabei helfen, Sicherheitslücken aufzudecken; Googles neues Modell Gemini 3.5 Flash Cyber ist sogar für Sicherheitschecks in Software-Projekten konzipiert.

Die Angst vor dem eigenmächtigen Handeln mächtiger KI-Modelle bleibt aber bestehen. Denn zu echten Jailbreaks mit echtem Schaden könnte es auch kommen. Der Sicherheitsentwicklung im KI-Zeitalter, gerade im age of agents, muss Priorität eingeräumt werden. Das würde Anthropic und OpenAI vor den geplanten Mega-IPOs zur helfen.


Nach OpenAI-Vorfall:

Auch Anthropic entdeckt Sicherheitslücken

– so schützt du dich vor KI-Angriffen

Anthropic-Logo auf orangefarbenem Hintergrund als Titelbild zum Urheber:innenrechtsvergleich um das KI-Unternehmen.
© Anthropic

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Marketer Ralf Geiger im Interview: Anti-Greenwashing: Wie Vaude die neue EmpCo-Richtlinie umsetzt


Ralf Geiger

Die EmpCo-Richtlinie stellt Marken vor neue Herausforderungen in der Nachhaltigkeitskommunikation. Auch der Outdoor-Ausrüster Vaude hat Aussagen präzisiert, teilweise gestrichen, Kennzeichnungen weiterentwickelt und Prozesse angepasst. Senior Manager Brand Marketing Ralf Geiger erläutert, wie das Unternehmen die Vorgaben umgesetzt hat.

Herr Geiger, was musste Vaude ändern, um EmpCo-konform zu werden?
Ein Beispiel ist unsere PFAS-freie Ausrüstung (PFAS=

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Wachstum im September: TV-Werbung besiegt Minus-Virus und beschert dem Werbemarkt ein Plus


Die TV-Werbung wächst wieder

Zeichnet sich da etwa ein Silberstreif am Werbe-Horizont ab? Nachdem Nielsen bereits das für August ermittelte Werbewachstum von 0,9 auf 1,6 Prozent nach oben korrigiert hat, meldet der Forscher auch für den September einen Anstieg des Werbedrucks. Treiber ist nach längerer Schwächeperiode mal wieder die TV-Werbung.

Fast 3,4 Milliarden Euro haben Unternehmen im letzten Monat hierzulande für TV-und Kino-Spots, Printanzeigen, Außenwerbung, Radio-Comm

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Update: Edits bringt Audio Link für Videoinhalte


Audio Link, wiederverwendbare Kits und 50 neue Effekte: Das bringt das neueste Update für Metas Videoschnitt-App Edits mit sich. Welche neuen Möglichkeiten Creator damit bekommen, zeigen wie dir im Überblick.

Mehr Interaktion, weniger Aufwand: Mit dem neuesten Edits Update können Creator Inhalte interaktiver gestalten, Trends aus der eigenen Community aufgreifen und Videos schneller im persönlichen Stil bearbeiten.

Eine Neuerung ist der Audio Link, wodurch Creator interaktive Links zu Audioinhalten in ihre Videos integrieren können, um Follower direkt aus dem Reel heraus auf einen bestimmten Song oder Sound aus der Instagram-Audiobibliothek aufmerksam zu machen. Das soll es erleichtern, musikalische Trends aufzugreifen und Follower mit passenden Sounds zu verbinden.

Screenshot der neuen Audio Link Funktion: Füge einen interaktiven Audio Link hinzu, um Follower direkt aus deinem Reel heraus auf einen bestimmten Song aufmerksam zu machen, © Meta via Threads
Füge einen interaktiven Audio Link hinzu, um Follower direkt aus deinem Reel heraus auf einen bestimmten Song aufmerksam zu machen, © Meta via Threads

Auch bei der Themenfindung gibt es Unterstützung. Edits zeigt ab sofort die Interessen der eigenen Follower auf, sodass sich besser einschätzen lässt, welche Inhalte beim Publikum besonders gefragt sind. Creator können ihre Videoideen dadurch gezielter an dem ausrichten, was ihre Community ohnehin gerne anschaut. Allerdings ist diese Funktion nur für Accounts mit mindestens 10.000 Followern freigeschaltet.

Screenhshot der neuen Funktion in Edits: Edits zeigt die Interessen der Follower an Creator mit einer Reichweite über 10.000 Accounts, © Meta via Threads
Edits zeigt die Interessen der Follower an Creator mit einer Reichweite über 10.000 Accounts, © Meta via Threads

Eine weitere Neuerung sind die sogenannten Kits. Dahinter stecken speicherbare Gestaltungsstile, die sich für weitere Videos wiederverwenden lassen. Speichere deinen Look einmal ab und verwende ihn wieder. Jedes Kit enthält deine Farben, Texte, Stile für Bildunterschriften sowie Audio – bereit, um direkt auf dein nächstes Video angewendet zu werden. Wer häufig mit ähnlichen visuellen Elementen arbeitet, spart damit Zeit und kann einen einheitlichen Look beibehalten.

Screenshot der neuen Funktion in Edits: Edits zeigt die Interessen der Follower an Creator mit einer Reichweite über 10.000 Accounts, © Meta via Threads
Speichere deine häufig verwendeten Stile als Kit ab, © Meta via Threads

Dazu kommen 50 neue Videoeffekte. Eine zusätzliche Sammlung von Animationen ermöglicht es, Bewegungen beim Einblenden und Verschwinden von Elementen abwechslungsreicher zu gestalten.

Mit dem Update setzt Edits zugleich auf mehr kreative Spielräume, effizientere Workflows und Inhalte, die stärker auf die Interessen der eigenen Community zugeschnitten sind.


Reels im Takt der Musik:

Edits testet neue Videoeffekte

Verweis auf einen weiteren Artikel: Reels im Takt der Musik: Edits testet neue Videoeffekte
© Meta

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