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AI-Wettrüsten: OpenAI will 2026 ~50 Mrd. Dollar für Rechenleistung ausgeben


Allein in diesem Jahr wird OpenAI rund 50 Milliarden US-Dollar für Cloud-Computing-Kapazitäten ausgeben. Das erklärte OpenAI-Präsident Greg Brockman im Rahmen des Prozesses mit Elon Musk. Anthropic verpflichtet sich derweil laut Medienberichten, Cloud-Kapazitäten für 200 Milliarden US-Dollar bei Google zu kaufen.

Brockman nannte die Zahl laut einem Bericht von Bloomberg. Demnach beschrieb er vor Gericht den enormen Sprung. 2017 lagen die Kosten für Rechenleistung noch bei rund 30 Millionen US-Dollar. Nun ist es Rechenleistung im Wert von 50 Milliarden US-Dollar, die für das Training der Modelle sowie den Betrieb der Modelle nötig sind.

Insgesamt will OpenAI bis zum Jahr 2030 rund 600 Milliarden US-Dollar für Rechenleistung ausgeben. Das sagte das Unternehmen den Investoren im Rahmen der letzten Finanzierungsrunde.

Die Hälfte der erwarteten Cloud-Umsätze liefern OpenAI und Anthropic

Neben OpenAI ist es vor allem Anthropic, das die Cloud-Kapazitäten verbrauchen soll, die Hyperscaler wie Microsoft, Google, Amazon und Oracle mit enormen Investments bereitstellen wollen. Das zeigen die basierend auf den aktuellen Verträgen erwarteten Umsätze („revenue Backlog“), von denen The Information berichtet. Bei den Summen handelt es sich teilweise um Schätzwerte und teilweise um Mindestabnahmen.

OpenAI und Anthropic machen demnach rund die Hälfte der erwarteten Umsätze der Cloud-Anbieter aus. Konkrete Zeiträume, in denen diese Kapazitäten verbraucht werden, nennt The Information nicht. Die bekannten Abkommen beschreiben aber Zeiträume, die bis in die 2030er Jahre reichen.

Umsatzerwartungen der Hyperscaler zeigt Abhängigkeit im KI-Geschäft von OpenAI und Anthropic. (Bild: The Information | X)

Anhand der Umsatz­erwartungen lassen sich die Partnerschaften erkennen. Von den 627 Milliarden US-Dollar, die Microsoft insgesamt verbucht hat, entfallen 280 Milliarden US-Dollar auf OpenAI und 30 Milliarden US-Dollar auf Anthropic. Insgesamt entspricht das rund 49 Prozent der erwarteten Umsätze, der Großteil entfällt aber auf OpenAI.

Bei Amazon liegt der Anteil der beiden KI-Unternehmen bei 51 Prozent. Der Konzern ist seit der Frühphase ein Partner von Anthropic. Die 100 Milliarden US-Dollar, die man an Umsatz erwartet, sind aber niedriger als die Summe von OpenAI. Dort ist Amazon bei der letzten Finanzierungsrunde eingestiegen.

Bei Google steht ausschließlich das Abkommen mit Anthropic in den Büchern. Dieses beläuft sich auf einen Wert von 200 Milliarden US-Dollar.

Abhängigkeit der Hyperscaler von OpenAI und Anthropic

Generell zeigen die Werte, wie abhängig die Cloud-Anbieter von OpenAI und Anthropic sind. Beide KI-Unternehmen erwarten enorme Umsatzsprünge bis zum Jahr 2030. Sie sind es aber auch, die den KI-Boom tragen müssen.

Wie fragil die Lage ist, zeigt sich bei Oracle. Man erwartet Umsätze in Höhe von 300 Milliarden US-Dollar von OpenAI, das ist mehr als die Hälfte der Umsatz­erwartungen. Analysten sind skeptisch, ob sich diese Abhängigkeit auszahlt. Oracles Aktienkurs hatte sich in den letzten Monaten zeitweise mehr als halbiert, die Anleger sind nervös. Der Cloud-Betreiber gilt derzeit als schwächstes Glied in der KI-Infrastrukturkette.



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