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All I want for Christmas … › PAGE online


Amore Digga: Wann gibt es dafür eine bessere Zeit als zu Weihnachten? Und so hat die Kölner Agentur DITHO Design eine neue Serie von Statements gelauncht, die vom AfD-Verbot zum bunten Stadtbild reichen und bereits über eine Million Mal geteilt wurden. Amore eben!

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Sich einzumischen ist für Pink Büchsenschütz der Kölner Agentur DITHO Design selbstverständlich, Stellung zu beziehen und aufzurütteln.

So hat das Studio bereits im Januar »Plakate für die Demokratie« zum Ausdrucken und Verteilen bereitgestellt.

Diese Aktion entstand aus Frust, Angst und der besorgten Frage »Wie rechts wollen wir werden?« und ist gemeinsam mit»Laut gegen Nazis« umgesetzt worden.

Jetzt gibt neuen »Pink Protest« in Pantone 214 C, eine Farbe, die Rechte und Konservative nicht besonders mögen.

Auch auf der Berlinale ist das Pink schon als Flagge geflattert. Die Schauspielerin Denise M’Baye schwenkte sie auf dem roten Teppich.

Pink Power!

Um sich gegen den Rechtsruck zu stemmen und für Toleranz zu kämpfen, ruft er dazu auf, die Brandmauer zu sein. Er zitiert Margot Friedländers »Seid Menschen« oder fordert »Herz statt Merz«.

Pink Büchsenschütz nutzt Fettungen wie in »Doch Jens Spahn, Charlie Kirk war rechtsextrem«, erinnert an die Unterstützung der AfD durch Müllermilch-Gründer Theo Müller, zu dessen Markenimperium unter anderem auch Landliebe, Weihenstehan oder Molkerei Loose gehören.

Zum Fest der Liebe hat Pink Büchsenschütz auf @amore.digga eine Serie mit Wünschen gelauncht, die von einem AfD-Verbot, einem bunteren Stadtbild zu einer neutralen Bundestagspräsident:in und Männern in Therapie reichen.

Über eine Million Mal wurden sie bereits geteilt!

Den Mariah-Carey Ohrwurm gratis dazu, der umgehend im Kopf abspielt.

Plakat weiße Schrift auf Pink in besonderer Frakturschrift mit dem Text: All I Want for Christmas is a buntes Stadtbild Plakat weiße Schrift auf Pink in besonderer Frakturschrift mit dem Text: All I Want for Christmas is a neutral Bundestagspräsident:in Plakat weiße Schrift auf Pink in besonderer Frakturschrift mit dem Text: All I Want for Christmas is a Böller-Verbot Plakat weiße Schrift auf Pink in besonderer Frakturschrift mit dem Text: All I Want for Christmas is men in therapy
Plakat weiße Schrift auf Pink in besonderer Frakturschrift mit dem Text: All I Want for Christmas is kostenloser ÖPNV

 

 

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Spannender neuer Typo-Wettbewerb für Communication Design › PAGE online


… und das speziell für Schriften außerhalb des lateinischen Schriftsystems. Seit 2018 macht der Bloom Award sich dafür stark – und jetzt erstmals mit einem Wettbewerb, in dem es mit »Kommunikationsdesign beyond Latin« um die Anwendung geht.

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Natürlich schreibt die Welt nicht nur in lateinischer Schrift. Ganz im Gegenteil. Arabisch, Chinesisch, Griechisch, Indisch, Japanisch, Koreanisch, Armenisch und viele andere Schriftsysteme sind weit verbreitet.

Dem trägt der Bloom Award Rechnung, der 20o8 entstand: Als das armenische Kulturministerium einen nationalen Schriftwettbewerb ins Leben rief und in dessen Nachgang die »Typographische Gesellschaft München« das Land besuchte und die Schriftbegeisterten zusammen eine neue Organisation begründeten – und einen Schriftwettbewerb.

Die Vorsitzenden des Wettbewerbs sind der bekannte armenische Schriftgestalter Edik Ghabuzyan und sein Kollege, der Designer Boris Kochan.

Von Editorial zum Experiment

Der Granshan Bloom Award findet jetzt 2026 zum ersten Mal statt und stellt die Anwendung von Schriften ins Zentrum und das Beyond Latin.

Er ist ein spannender Blick über den eigenen Tellerrand hinaus, bewertet von muttersprachlichen Expert:innen des jeweiligen Scripts.

Und das Granshan-Team hat sich einiges vorgenommen.

Der erste Bloom Award startet mit acht Schriftgruppen: Armenian, Arabic, Chinese, Greek, Indic / South Asian Scripts, Japanese, Korean sowie South East Asian Scripts.

Später sollen dann weitere Schriften wie Kyrillisch, Georgisch, Hebräisch und panafrikanische Schriften dazu kommen.

Die Arbeiten können in neun Kategorien einreicht werden, von Editorial, Plakatdesign und Packaging über Websites, Motion Graphics, Kampagnen oder Brandings bis zu Leitsystemen und experimentellen Projekten.

Internationale Sichtbarkeit

Um das alles zu bewerten, braucht es eine große Jury, denn schließlich sollen Muttersprachler:innen der jeweiligen Schrift die Arbeiten bewerten.

Einige Jurymitglieder stehen bereits fest: Lara Assouad etwa für Arabisch, Rathna Ramanathan für South East Asian oder der Griechisch-Experte Michalis Georgiou.

Die Teilnahmegebühren richten sich nach der Größe: Studierende und Freelancer zahlen weniger als kleine und mittlere Studios, diese wiederum weniger als große Unternehmen.

Gleichzeitig bekommen Teilnehmende internationale Sichtbarkeit über die globalen Kanäle und Partnernetzwerke von Granshan und ausgewählten Medienpartnern.

Darüber hinaus werden die ausgezeichneten Arbeiten Teil der Online-Ausstellung. Geplant ist zudem eine Wanderausstellung, um ausgewählte Projekte an Partnerstandorten auf der ganzen Welt zu präsentieren.

Alle Infos rund um die Teilnahme am Bloom Award findet ihr hier. Noch bis zum 3. März gilt der um 35 Prozent günstigere Early Bird Tarif (ab 19.50 Euro).

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Convoy branded We Are Vinyl › PAGE online


Gibt es etwas Stilvolleres um Musik zu hören, als eine Vinyl-Platte aufzulegen? Weil immer mehr Menschen genau das schätzen, launchte Sony Music den Online-Shop »We Are Vinyl« – und das mit einer Identity der Hamburger Agentur Convoy.

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Vinyl ist wieder heißbegehrt. Das wusste nicht nur Jack White von den White Stripes, der 2001 sein sehr erfolgreiches Vinyl-Label Third Man Records in Leben rief und zum Teil gar nicht mehr mit dem Pressen hinterherkam.

Seit 2015 hat sich der Umsatz von Vinyl verdreifacht und lag 2024 bei rund 153 Millionen Euro. Vor allem 20-40-jährige schwören auf den analogen Musikgenuss. Und genauso schätzen sie Vinyl als Design- und Lifestyleprodukt.

Denn natürlich hat es vielmehr Eleganz, eine Platte aus dem Sleeve, aus ihrem Umschlag zu ziehen und das mit weit gespreizten Fingern und immer darauf bedacht, nicht die Rillen zu betatschen. Dazu das großformatige Cover mit seiner Gestaltung zu genießen und darin zu versinken, wie der Plattenteller sich dreht und die Nadel das Vinyl abtastet. Manchmal sogar von einem leichten Knistern begleitet.

Darauf reagiert Sony Music Deutschland jetzt ganz digital. Und das mit dem Online-Store »We Are Vinyl«, der sich ganz auf die analogen Tonträger konzentriert – und für die Musik-Liebhaber:innen zudem jede Menge Specials bereithält, die von ausgewählten Pressungen, zu Bundles, limitierten Box-Sets und Merch reichen.



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Rebranding von Becel – Markenpflege durch Retro-Design – Design Tagebuch


Die zur Flora Food Group gehörende Marke Becel hat eine visuelle Neuausrichtung verpasst bekommen. Das Rebranding – obschon bereits im Mai 2025 angekündigt derzeit nicht durchgängig umgesetzt – steht dabei beispielhaft für den seit einigen Jahren im Konsumgüterbereich beobachtenden Trend „Back to the Roots“.

Seit Mitte 2018 gehört die Margarinenmarke Becel, ebenso wie Rama und Flora, zur Flora Food Group (ehemals Upfield). Bereits mit Rama hatte die Flora Food Group ein Jahr später gezeigt, welche Strategie das Unternehmen im Margarinegeschäft in Sachen Markenkommunikation verfolgt, nämlich die Rückbesinnung zu früheren Designs und vertrautem Story Telling. So kehrte 2019 das Rama-Mädchen auf die Verpackungen zurück.

Die gleiche Ausrichtung verfolgt der Lebensmittelhersteller Flora Food auch mit der Marke Becel. Die Marke Becel wurde 1960 vom Konsumgüterkonzern Unilever eingeführt. Der Name leitet sich vom Akronym B.C.L. (Blood Cholesterol Lowering) ab, was den funktionalen Fokus auf die Senkung des Cholesterinspiegels unterstreicht. Der aktuelle Fokus liegt auf der Positionierung als rein pflanzliche Alternative im Zuge des “Plant-based”-Trends.

Becel Brand Design, Quelle: Becel.de
Becel Brand Design, Quelle: Becel.de

Innerhalb der Markenkommunikation und im Packaging setzt Flora Food bei der Marke Becel ganz auf Nostalgie. Die im vergangenen Jahr begonnene umfassende visuelle Neuausrichtung folgt dem im Kontext Markenführung seit Jahren bestehenden Trend hinsichtlich Revitalisierung / Rekultivierung. Ein auf der Verpackung aus den 1960er-Jahren befindliches Sonnenblumensymbol wurde neu interpretiert und ins Zentrum des Designs gerückt. Farbgebung und Typo wurden so abgestimmt, dass sie die nostalgische Anmutung unterstützen.

Die auf diese Weise geschaffene vertraut wirkende Gestaltung schlägt eine Brücke zur eigenen Markenhistorie und trägt so zur Emotionalisierung des Packaging-Designs bei. Diese Art von Rückbesinnung auf nostalgische Elemente fungiert im übersättigten Markt als Vertrauensanker; sie suggeriert Beständigkeit und Herkunft in einer Zeit schnellen Wandels.

Beispielhaft zeigt das Redesign, wie Marken ihre Identität nicht gänzlich neu erfinden, sondern durch ein „Back to the Roots“ revitalisieren. Ziel dabei ist, sowohl Bestandskunden zu binden als auch neue Kunden hinzuzugewinnen, um so Relevanz im Bereich der pflanzlichen Ernährung auszubauen bzw. zurückzugewinnen. Ein Weg, den auch Marken in anderen Branchen wie Volkswagen, Pizza Hut, Reebok, Burger King oder Aston Villa beschritten haben, und der zeigt: Die Zukunft der Marke liegt oft in ihrer Vergangenheit.

Becel Classic – vorher und nachher, Bildquelle: Flora Food Group, Bildmontage: dt
Becel Classic – vorher und nachher, Bildquelle: Flora Food Group, Bildmontage: dt

Mit der Einführung der Markenidentität mit Retro-Anmutung wurde bereits im Mai 2025 begonnen. Kein Herz, sondern nunmehr eine Sonnenblume sowie der blaue Markenschriftzug mit markanter Typo stehen im Mittelpunkt des neuen Designs. Letzterer ist statt in Gemischtschreibweise nun in Minuskeln in einer Serifenlose mit betont geometrischen Lettern angelegt – rechtsseitig platziert die Sonnenblume.

Durchgängig implementiert wurde das Becel-Markendesign bislang jedoch nicht. Im Supermarkt finden sich in den Regalen derzeit Verpackungen im alten und neuen Design nebeneinander (siehe Foto). Auch innerhalb der Promotion sehen Konsumenten derzeit noch beide Designlinien. Das Produkt „Becel ProActiv“ wird von Flora Food zudem losgelöst vom Becel-Sortiment als eigene Submarke positioniert, samt eigener digitaler Präsenz (pro-activ.com). Eine ungewöhnliche Maßnahme, die die Präsenz als Marke eher schwächt.

Ob der Spagat zwischen Nostalgie-Zitaten und modernem Minimalismus die gewünschte Differenzierung im umkämpften Wettbewerbsumfeld erreicht, bleibt abzuwarten.

Entwickelt wurde die neue Markenidentität von der Branding-Agentur Jones Knowles Ritchie (JKR).

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