Mit generativer KI ist das Überbordende zurück – und die Sehnsucht nach einer Gestaltung, die jenseits von Überwältigung auf Minimalismus setzt: auf Abstraktion und menschlichen Austausch und die zeigt, dass weniger immer noch mehr ist. Viel mehr.
Wie eine weiße Leinwand lädt die Studio-Website von Gerhard Kirchschlaeger zum Interagieren ein – und erzählt von seiner Arbeit als Grafikdesigner und Typograf
Berlin liegt jetzt in den Alpen, und eine mit Graffiti besprühte U-Bahn rast dort die Berghänge hinab, Wasserfälle stürzen in Großstadtschluchten und die Galaxie glitzert wie ein Airbrush-Exzess auf Ecstasy. Seit generative KI die Bildwelt neu erfindet, werden wir in bisher unbekannter Weise von überbordenden Fantasien überschwemmt.
Alles ist möglich, alles wird (leider) gemacht – und die Sehnsucht nach visuellem Zen wächst. Nach den unendlichen Weiten des Weißraums, die einem Platz zum Sehen geben, nach Leerstellen, die zum Austausch auffordern und klugen Twists, die einen die Welt neu wahrnehmen lassen. Die kein Getöse brauchen, weil sie Substanz haben und mit scheinbar wenigen Mitteln sehr viel sagen.
Vom Wesen der Schrift
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