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Amazon Kindle: Firmware 5.19.5 bringt deutsche KI-Übersetzung und Probleme

Mit dem Kindle-Softwareupdate Version 5.19.5 bringt Amazon für alle Kindle-Modelle ab 2024 neue und zurückgekehrte Funktionen. Gleichzeitig berichten Nutzer aber über teils deutliche Leistungseinbußen nach der Installation. Zudem unterstützt der KI-gestützte Übersetzungsdienst Kindle Translate jetzt auch Deutsch.
Bekannte Wörterbuchfunktion kehrt langsamer zurück
Für viele Nutzer dürfte die Rückkehr der Funktion zum Öffnen des vollständigen Wörterbuchs während des Lesens zu den wichtigsten der neuen Änderungen zählen, die seitens Amazon mit einem früheren Update entfernt und nun wieder bereitgestellt wurde. Die Bedienung wurde mit der neuen Version allerdings geändert: Nutzer müssen zunächst bis zum Ende des Wörterbuchfensters scrollen, anschließend das Drei-Punkte-Menü neben dem Wörterbuchnamen öffnen und dort „Wörterbuch öffnen“ auswählen.
Performanceeinbruch an vielen Stellen
Derzeit soll die Performance allerdings noch zu wünschen übrig lassen: Einem Bericht von The eBook-Reader zufolge dauerte das Öffnen des vollständigen Wörterbuchs auf einem Kindle Scribe der ersten Generation mehr als fünf Sekunden und ging mit mehreren Bildschirm-Invertierungen einher. Auch die Rückkehr zum eigentlichen Buch soll deutlich mehr Zeit als in älteren Software-Versionen in Anspruch nehmen.
Dabei bleibt es allerdings nicht. Nach dem Update sollen sich E-Books insgesamt langsamer öffnen, zudem reagiere die Seitenvorschau im Page-Flip-Modus verzögert. Ob diese Leistungseinbußen dauerhaft bestehen oder lediglich auf die Neuindizierung der Bibliothek nach der Installation zurückzuführen sind, ist bislang unklar.
Zahlreiche Neuerungen
Darüber hinaus führt Amazon mehrere neue Funktionen für seine E-Book-Reader ein. „Story So Far“ soll spoilerfreie Kapitel-Zusammenfassungen für tausende englischsprachige Bestseller bereitstellen, damit Leser nach längeren Pausen leichter wieder in ein Buch einsteigen können. Lesezeichen lassen sich zudem künftig direkt über die Seitenminiaturen im Page-Flip-Modus und nicht mehr ausschließlich während des Lesens setzen, mit den „Sticky Notes“ können darüber hinaus verschiebbare Haftnotizen per Drag-and-Drop oder über das Kontextmenü auf einer Seite neu positioniert werden. Auf dem Kindle Scribe sollen gezeichnete Kreise ab sofort anhand strukturierter Zeichnungen automatisch geglättet und als saubere Annotationen dargestellt werden. Die Funktion steht für E-Books mit erweitertem Satz sowie Word-Dokumente zur Verfügung.
Das Update steht ab sofort für alle Kindle-Modelle ab 2024 bereit. Die Installation kann Over the Air (OTA) oder per Download von Amazons Update-Seite mit anschließendem manuellem Übertragen auf das Lesegerät erfolgen.
Kindle Translate versteht nun auch Deutsch
Parallel dazu hat Amazon den noch in der Beta-Phase befindlichen KI-gestützten Übersetzungsdienst Kindle Translate um weitere Sprachen erweitert, darunter auch Deutsch. Self-Publishing-Autoren, die ihre E-Books über Kindle Direct Publishing (KDP) veröffentlichen, können ihre Werke künftig einfacher zwischen Englisch sowie Deutsch, Französisch, Italienisch, Portugiesisch und Spanisch übersetzen. Nach Angaben von Amazon sind bislang weniger als fünf Prozent der auf Amazon angebotenen Titel in mehreren Sprachen verfügbar. Mit Kindle Translate soll diese Hürde deutlich reduziert werden. Autoren erhalten damit die Möglichkeit, ihre Bücher ohne aufwendige oder kostspielige Übersetzungsprozesse für weitere Märkte bereitzustellen.
Die Übersetzungsfunktion ist vollständig in Kindle Direct Publishing integriert. Autoren können ihre Übersetzungen selbst verwalten, gewünschte Zielsprachen auswählen, Verkaufspreise festlegen und die fertigen Bücher direkt veröffentlichen. Laut Amazon werden die Übersetzungen automatisch formatiert, sodass sich der Veröffentlichungsprozess mit wenigen Klicks abschließen lässt. Bei Autoren soll der neue Übersetzungsdienst bislang für eine positive Resonanz gesorgt haben.