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AMD Epyc 8005 als Mega-Update: 84 Kerne in 12 CCDs nutzen 6 × DDR5-6400 im Sockel SP6

Die neuen AMD Epyc 8005 bieten bis zu 84 Kerne, 384 MByte L3-Cache und Sechs-Kanal-DDR5-6400 und stellen den Vorgänger so deutlich in den Schatten, denn die wichtigste Neuerung steckt unter der Haube: Es wird nicht nur die Architektur geändert, sondern eigentlich alles.
AMD fährt auch zur finalen Vorstellung der Epyc 8005 ein extrem kleines Profil. Nach einem Blog-Post im Februar ohne Details folgt nun ein Blog-Post mit mehr Informationen – und das war es dann auch schon. Kein großer Launch und nicht einmal eine Pressemitteilung sind die Epyc 8005 wert – selbst der AMD Ryzen 9 9950X3D2 Dual Edition bekam eine – dabei bieten sie im gleichen Sockel SP6 wie die Vorgänger Epyc 8004 doch viele Upgrades, die mehr als lohnenswert erscheinen. AMDs Marketing bleibt auch nach Jahrzehnten ein Mysterium für sich.
Von 4 auf 12 CCDs!
Sorano, so der Codename der Neulinge unter der offiziellen Bezeichnung Epyc 8005, ist ein extrem großes Update gegenüber Siena, die bisher in dem Marktsegment als Epyc 8004 vertreten waren, was erst bei der Betrachtung der Details wirklich deutlich wird. Denn AMD wechselt hier nicht nur einfach von Zen 4 auf Zen 5, sondern von Zen 4c mit kleinen Kernen und wenig L3-Cache, auf Zen 5 mit den großen Kernen und viel Cache. Daraus resultierend ändert sich natürlich auch der Aufbau radikal: Waren es zuvor nur vier CCDs für maximal 64 Kerne, sind es nun 12 CCDs für 84 Kerne. Und das funktioniert als Drop-in-Lösung für bisherige Server, die Epyc 8004 unterstützt haben und entsprechend nun Support für die neuen Modelle erhalten.
Aber warum eigentlich nur 84 Kerne? Gute Frage, hat ein CCD doch eigentlich 8 Kerne, theoretisch wären also 96 Kerne möglich, AMD wird aber erst einmal maximal 84 Kerne bieten. Der L3-Cache-Ausbau spricht aber für vollwertige Chips, das Topmodell bietet so schließlich 384 MByte L3-Cache an, das Maximum in 12 CCDs mit jeweils 32 MByte L3-Cache. Das ist drei Mal so viel wie beim Vorgänger, bei dem bei maximal 128 MByte Schluss war. Sorano ist nun de facto aber eher ein (mehr als) halber Turin.
Sieben Modelle von 529 bis 5.799 US-Dollar
Insgesamt sieben Modelle wird AMD erst einmal anbieten, gestreckt von 8 bis 84 Kerne. Entsprechend stark ist auch die preisliche Streckung, der kleinste kostet nur 529 US-Dollar, das Flaggschiff wird für 5.799 US-Dollar angeboten, selbst der 64-Kerner kostet noch 5.499 US-Dollar. Erst der 48-Kerner wird mit 3.099 US-Dollar UVP etwas günstiger, 32 Kerne kosten noch 2.299 US-Dollar, 24 Kerne dann aber wiederum nur 1.079 US-Dollar, 16 Kerne abschließend 799 US-Dollar. Preislich ist das kaum eine große Änderung zum Vorgänger, dort erstreckte sich das Feld auch auf bis zu 5.450 US-Dollar, aber nur für 64 Kerne.
Viel mehr Leistung und Potenzial
Die Leistungssteigerungen gegenüber dem Vorgänger sind deshalb in so einigen Bereichen sehr groß. Wann immer dann auch noch der größere L3-Cache und das viel schnellere Speicherinterface zum Einsatz kommt, gepaart mit mehr Kernen in nahezu gleichem TDP-Umfeld, steigt die Effizienz massiv an. Bisher gibt es das zwar nur als Aussage vom Hersteller, die technischen Daten untermauern das aber durchaus.