Künstliche Intelligenz
Android-Backups werden künftig auf den Google-Speicher angerechnet
Ab dem 7. Juli 2026 – zunächst für neue Backup-Nutzer, für bestehende Konten in den kommenden Monaten – rechnet Google neben Fotos und Videos, die in Google Fotos hochgeladen werden, nun auch weitere Daten wie SMS auf das Speicherkontingent des eigenen Google-Kontos an. Diese Daten lassen sich künftig auf Wunsch auch nicht mehr sichern.
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Neue Schalter für die Backups
Wie Google in einem Supportdokument schreibt, werden künftig auch der Anrufverlauf, Geräteeinstellungen und App-Daten auf das Speicherlimit angerechnet. Laut Google sollten diese neuen Daten die Größe des Backups im Durchschnitt um 40 MByte erhöhen.
Im Zuge der neuen Richtlinie gibt Google Android-Nutzern mehr Kontrolle darüber, was Bestandteil des Backups ist. Neben der Aus- und Abwahl einzelner Apps, die man womöglich nicht gesichert haben möchte, führt Google im Laufe der kommenden Wochen Ein-/Aus-Schalter für SMS- und MMS-Nachrichten, den Anrufverlauf und die Geräteeinstellungen für alle Nutzerinnen und Nutzer hinzu. 9to5Google hat darüber zuerst berichtet.
Um auf die Backup-Einstellungen zuzugreifen, bewegt man sich auf Pixel-Geräten zu „Google-Dienste und -Einstellungen“ > „Sicherung verwalten“ > „Andere Gerätedaten“. Auf Geräten anderer Hersteller ist die Backup-Funktion in den Einstellungen unter „Google“ zu finden.
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Ein Google-Sprecher sagte 9to5Google: „Mit der Android-Sicherung können Sie die Daten auf Ihrem Smartphone in Ihrem Google-Konto speichern, um sie später einfach wiederherzustellen oder ein neues Gerät einzurichten. Wir haben unsere Richtlinien aktualisiert, sodass nun alle Android-Sicherungsdaten auf den Speicherplatz Ihres Google-Kontos angerechnet werden. Wir gehen davon aus, dass dies im Durchschnitt nur 40 MB zusätzlich beanspruchen wird. Außerdem bieten wir Ihnen mehr Transparenz und neue Einstellungsmöglichkeiten, mit denen Sie auswählen können, welche Daten und Apps Sie sichern möchten.“
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15 GByte kostenloser Cloudspeicher
Google bietet seit Jahren standardmäßig 15 GByte Cloudspeicher kostenlos als Teil eines Google-Kontos an. Gegen Gebühren lässt dieser sich mit dem Angebot Google One von 100 GByte für 2 Euro monatlich auf bis zu 30 TByte für 220 Euro im Monat erweitern. Die teureren Tarife enthalten unter anderem zahlreiche KI-Funktionen.
Seit dem Jahr 2024 wird unter Android auch das WhatsApp-Backup auf den Cloudspeicher angerechnet, sollten WhatsApp-Nutzerinnen und -Nutzer die Cloudbackup-Funktion verwenden. Wie groß der verwendete Cloud-Speicherplatz ist, lässt sich auf einer Übersicht einsehen. Hier können Nutzer ihr WhatsApp-Backup bei Bedarf löschen; die Verwaltung erfolgt über die WhatsApp-App.
(afl)