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Anthropic-Samsung-Deal: Samsung übernimmt wohl 2-nm-Chip-Fertigung und auch Packaging


Anthropic-Samsung-Deal: Samsung übernimmt wohl 2-nm-Chip-Fertigung und auch Packaging

Bild: Samsung

Es wäre ein großer Fisch, den sich Samsung Foundry gesichert haben soll: Anthropic. Und zwar nicht nur für die Chipfertigung in einem SF2-Prozess, wie es weiter heißt, sondern auch das Packaging. Dies wäre eine Überraschung, denn hinter TSMCs CoWoS und Intels EMIB-Möglichkeiten sind Samsungs Lösungen bisher eher unbekannt.

Wie The Information berichtet (Paywall), soll Anthropic für den eigenen Chip Samsung in Betracht ziehen. Nachdem OpenAI zuletzt gemeinsam mit Broadcom seinen ersten eigenen Chip vorgestellt hat, der wiederum von Broadcom bei TSMC gefertigt wird, ziehen Anthropics Bestrebungen in dieser Richtung ebenfalls an.

Dass dabei in Zukunft einer der vielen potenziellen SF2-Prozesse (SF, Samsung Foundry) zum Einsatz kommt, die Samsung in dieser Woche mit den Ausbaustufen SF2, SF2P, SF2P+ und SF2X erneut bestätigt hat, erscheint dabei natürlich gesetzt. Die letztlich größere Überraschung bei der Thematik ist jedoch, dass Samsung am Ende auch das Packaging übernehmen soll. Samsung packt zwar reguläre Chips auf Substrate, im sogenannten Advanced Packaging mit mehreren Chips sowie passiven und aktiven Interposern, gegebenenfalls kombiniert mit bereits gestapelten Chips und benachbartem Speicher, spielt das Unternehmen bisher aber eigentlich quasi keine Rolle und hat so auch nahezu keine Kapazitäten.

Im Jahr 2024 wollte Samsung in den USA schon einmal einen Packaging-Komplex auf den Weg bringen. Das Thema geriet daraufhin jedoch für nahezu ein Jahr wieder in den Hintergrund und rückte erst nach dem Großauftrag von Tesla wieder in den Fokus. Mit weiteren potenziellen Kunden in der Warteschlange könnte es aber nochmals an Bedeutung gewinnen und so doch umgesetzt werden.

Samsung als TSMC-Alternative gewinnt mehr Kundschaft

Apropos Warteschlange. Wie Chosun aus Südkorea berichtet, stehen Kunden langsam auch Schlange bei Samsung. Demnach könne sich die Foundry-Sparte die Kundschaft nun aussuchen und bevorzuge Kunden mit hohem Auftragsvolumen. Einige ältere Prozesse seien bereits vollständig ausgebucht, auch Preissteigerungen von bis zu 20 Prozent gingen auf die gestiegene Nachfrage zurück, heißt es weiter.



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