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Künstliche Intelligenz

Aqara zeigt WLAN-Kamera mit Matter-Support


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Das Kommunikationsprotokoll Matter versteht seit November Befehlssätze für vernetzte Sicherheitskameras. Nach TP-Link auf der IFA stellt Aqara nun auf der Technikmesse CES ein Kameramodell vor, das die neuen Fähigkeiten beherrschen wird. Der Camera Hub G350 lässt sich damit lokal in übergeordnete Steuersoftware einbinden, ohne dass ein vorheriges Setup in der Aqara-App notwendig wäre. Ferner zeigt der Hersteller in Las Vegas ein neues Heizungsthermostat, Smart Lock, einen Anwesenheitssensor und einen Multifunktionssensor, der etwa auf Vibrationen reagiert. Verkaufspreise und Termine nannte der Hersteller nicht.

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Aqaras neue Sicherheitsoptik G350 kombiniert eine 4K-Weitwinkelkamera mit einer 2,5K-Telekamera und achtet mithilfe KI-gestützter Bilderkennung auf Bemerkenswertes. Dank eines Neige- und Schwenkmotors kann der bewegliche Kamerakopf Motive automatisch verfolgen und somit die Umgebung miteinerm 360-Grad-Rundumsicht abdecken.

Per eingebautem WLAN-Chip lässt sich die Sicherheitstechnik mit der Aqara-App oder einem kompatiblen Matter-System steuern. Bisher verstehen Homey und SmartThings die neuen Kamerafähigkeiten von Matter. Dazu gehört eine Ansicht des Live-Bildes, das Anzapfen von Mikrofon und Lautsprecher als Gegensprechanlage sowie das Einrichten von Bewegungsalarmen. Inwiefern sich die Aufnahmen mit Matter-Systemen speichern lassen, sagte Aqara nicht. Aber auch das erlaubt der Standard inzwischen.

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Über die HomeKit-Schnittstelle bindet man die G350 in die Apple-Welt ein und nutzt iCloud als Speicher, allerdings maximal mit Full-HD-Auflösung (HomeKit Secure Video). Mittels RTSP-Protokoll ist Livestreaming zu Home Assistant und NVR-Software möglich. Wer keine externen Dienste verknüpfen will, legt Bilder auf einer MicroSD-Karte in der Kamera oder kostenpflichtig in der Aqara-Cloud ab.

Außer einer WLAN-Kamera ist der Neuzugang auch ein ZigBee-Hub, der weitere Aqara-Geräte verwaltet und in Matter-Systeme durchreicht. Umgekehrt kann die Kamera auch als Matter-Controller dienen und Geräte anderer Hersteller in einem Heimnetz steuern.

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Der batteriebetriebene Multi-State-Sensor P100 ist so groß wie ein Sturmfeuerzeug und lässt sich auf Oberflächen kleben. Dort reagiert er dann auf das Öffnen und Schließen von Türen und Fenstern, auf Vibration, Klopfen sowie das Bewegen und Kippen von Objekten. Trendgemäß hilft KI der Software, den Zustand zu erkennen. Dadurch soll er sich etwa für die Kontrolle von Schubladen, Briefkästen oder Glasbruch von Fenstern eignen. Der Sensor funkt wahlweise mit Thread und ZigBee und lässt sich via Matter in diverse kompatible Steuerplattformen einbinden.



Der Multi-State-Sensor P100 von Aqara reagiert auf Vibration, Klopfen und einiges mehr.

(Bild: Aqara)

Als Anwesenheitssensor ist das kabelgebundene Gerät Multi-Sensors FP400 gedacht. Via mmWave-Radar soll es erkennen können, ob eine oder mehrere Personen im Raum sitzen, stehen oder liegen. Thread, ZigBee und Matter sind ebenfalls die Wege, auf denen man das Gerät mit passender Software koppelt.



Der Aqara-Sensor FP400 erkennt, ob Menschen im Raum stehen, sitzen oder liegen.

(Bild: Aqara)

Der Thermostat Hub W200 ist ein Raumthermostat mit 4-Zoll-Display, das gleichzeitig als Smart-Home-Schaltzentrale dient. Es lässt sich in ein WLAN-Netzwerk einbinden und versteht ZigBee, Thread und Matter. Gekoppelt mit einem Smart Lock oder einer Videotürklingel soll das Gerät als Security Panel dienen können. In Bezug aufs Heizen und Kühlen ist der Thermostat einer der noch wenigen, der die Funktion „Adaptive Temperatur“ von Apple Home beherrscht. Auf Basis des bisherigen Nutzungsverhaltens lässt die Software automatisch vorheizen, damit die Wunschtemperatur erreicht ist, wenn man zuhause eintrifft.

heise online ist Medienpartner der CES 2026.


(dahe)



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Last Call: c’t-Webinar – Wärmepumpentechnik für Einsteiger erklärt


Wärmepumpen gelten als Alternative zu klassischen Heizsystemen, weil sie den CO₂-Ausstoß senken und vor steigenden Heizkosten schützen können. Trotzdem fällt die Entscheidung vielen schwer. Zweifel betreffen vorwiegend den Einsatz in Bestandsgebäuden, die Effizienz ohne Fußbodenheizung und die als hoch empfundenen Investitionskosten.

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Das Webinar bietet eine herstellerunabhängige Einführung in die Wärmepumpentechnik. Referent Georg Schnurer erläutert die Funktionsweise verschiedener Wärmepumpentypen und zeigt, welche Schritte nötig sind, um ihre Eignung für das eigene Haus oder die Wohnung realistisch einzuschätzen.

Die Veranstaltung richtet sich an Einsteiger ohne Vorkenntnisse. Schnurer räumt mit gängigen Vorurteilen auf, beleuchtet technische Grenzen und erklärt, was hinter dem Schlagwort Effizienz im Zusammenhang mit Wärmepumpen steckt. Sie erfahren außerdem, wie Wärmepumpen mit Photovoltaikanlagen zusammenspielen und welche Investitionskosten Sie grob einkalkulieren sollten.

Das Webinar ersetzt zwar keine persönliche Energieberatung, da eine fundierte Entscheidung stets eine detaillierte Gebäudeanalyse erfordert. Dennoch vermittelt das rund zweistündige Webinar Ihnen das nötige Wissen, um Angebote von Heizungsbauern besser beurteilen zu können. Im Anschluss bleibt in einer 45-minütigen Fragerunde Raum für individuelle Fragen.

Der Crashkurs findet am 29. Januar 2026 von 17:00 bis 20:00 Uhr online statt und kostet 69,00 Euro. Ein aktueller Browser reicht für den Livestream aus. Weitere Informationen zur Veranstaltung und zur Anmeldung finden Sie auf der heise-academy-Seite zum Webinar.


(abr)



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Künstliche Intelligenz

Elon Musk fordert 109 Milliarden US-Dollar von OpenAI


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Der Multimilliardär und wohl reichste Mann der Welt Elon Musk legt im Rechtsstreit mit dem KI-Softwareunternehmen OpenAI nach, das unter anderem ChatGPT betreibt. Seine Anwälte hätten von einem Experten Ansprüche in Höhe von bis zu 109,4 Milliarden US-Dollar errechnet. Musk hatte OpenAI 2015 einst mitbegründet und 38 Millionen US-Dollar Risikokapital beigesteuert, stieg 2018 aufgrund von Interessenkonflikten jedoch aus und reichte 2024 Klage wegen Vertragsbruch ein.

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Elon Musk wirft OpenAI und dem derzeitigen CEO Sam Altman vor, das ursprünglich gemeinnützige Unternehmen mehr und mehr in eine profitorientierten Firma zu verwandeln. Damit sei die Gründungsvereinbarung von OpenAI verletzt. Zudem gäbe es eine Verletzung treuhänderischer Pflichten sowie unlauteren Wettbewerb. Inzwischen leitet Musk mit xAI ein eigenes KI-Unternehmen, dessen Chatbot Grok unter anderem Teil des sozialen Netzwerks X (früher Twitter) ist.

Im März 2025 wies ein Gericht den Eilantrag von Elon Musk ab, OpenAIs Umstrukturierung zu stoppen. Zugleich entschied es aber, das Hauptsacheverfahren aufzunehmen. Der Prozessbeginn wird für April erwartet.

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(chh)



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Überwachung der Reisewege: EU plant Ausweitung der Passagierdatenspeicherung


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Die digitale Überwachung von Reisenden innerhalb der EU soll deutlich erweitert werden. Was bisher primär Fluggäste betraf, wollen viele Mitgliedstaaten auf nahezu alle grenzüberschreitenden Verkehrsmittel ausdehnen. Ein internes Dokument des EU-Rates, das die Bürgerrechtsorganisation Statewatch veröffentlicht hat, offenbart die Pläne der früheren dänischen EU-Ratspräsidentschaft zur Weiterentwicklung der Beschattung von Touristen und Geschäftsreisenden. Das zunächst als vertraulich eingestufte Papier verdeutlicht, dass Sicherheitsbehörden eine „verkehrsträgerneutrale“ Überwachung anstreben.

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Seit 2016 verpflichtet die Richtlinie über Passenger Name Records (PNR) Fluggesellschaften, umfangreiche Datensätze ihrer Passagiere an Polizeibehörden wie hierzulande das Bundeskriminalamt (BKA) zu übermitteln. Diese Daten umfassen etwa Namen, Adressen, Zahlungsinformationen und sogar die Menüwahl. Algorithmen filtern diese Informationen, um „Personen von Interesse“ zu identifizieren. Die neue Initiative zeigt, dass dieses Prinzip auf den maritimen Sektor sowie den Fernverkehr auf Schiene und Straße übertragen werden soll.

Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Seeverkehr. Der ehemalige Ratsvorsitz hat vorgeschlagen, den Zugriff auf maritime Reisedaten zu harmonisieren. Dies betrifft Informationen, die Reedereien bei Kreuzfahrten und Fähren bereits erheben. Eine spezielle Arbeitsgruppe aus Mitgliedstaaten und der EU-Kommission soll technische Hürden abbauen.

Parallel soll die Überwachung des Landwegs forciert werden: Das Dokument nennt explizit Langstreckenbusse und internationale Züge. Auch die Ausweitung der automatischen Autokennzeichen-Erfassung ist Teil der Strategie, um Fahrzeugbewegungen über Grenzen hinweg präziser nachverfolgbar zu machen. Damit würde das bisherige Überwachungsnetz engmaschig über den gesamten Kontinent gespannt.

Ein kritischer Punkt ist die geplante Zweckänderung der Daten. Ursprünglich wurde die PNR-Speicherung mit der Bekämpfung von Terrorismus begründet. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) setzte 2022 enge Grenzen und untersagte die anlasslose Massenspeicherung bei Flügen innerhalb der EU. Die neue Strategie lässt erkennen, dass die Mitgliedstaaten nun eine Nutzung über die Strafverfolgung hinaus anstreben, etwa fürs Grenzmanagement und die Migrationskontrolle.

Statewatch warnt, dass damit höchstrichterliche Vorgaben gezielt umgangen würden. Wenn Daten zur Terrorbekämpfung plötzlich zur Kontrolle des Aufenthaltsstatus oder zur Aufdeckung von Sozialbetrug nutzbar wären, drohe die Erosion von Datenschutzrechten. Die EU-Kommission müsse prüfen, ob „transportneutrale“ Regeln anstelle spezifischer Vorschriften für einzelne Verkehrsgattungen tatsächlich sinnvoll sind.

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Die Wirksamkeit der PNR-Sammlung wird generell hinterfragt. In Deutschland führte die Auswertung von 548 Millionen Datensätzen 2024 zu nur 1525 Verhaftungen. Dennoch drängen viele Mitgliedstaaten auf ein schnelles Vorgehen. Einige Delegationen fordern zwar, dass neue Ansätze verhältnismäßig sein und auf soliden Folgenabschätzungen basieren müssten. 2019 stellte sich die damalige Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) auch noch gegen erste EU-Überlegungen, Reiseinformationen von Bahn- und Schiffspassagieren auf Vorrat zu sammeln. Doch die Zeichen deuten auf eine Ausdehnung einschlägiger Programme hin.

Die kommenden Monate dürften entscheidend werden: Im Sommer steht die nächste Evaluation der PNR-Richtlinie an, die als Basis für weitere Gesetzesvorschläge dienen dürfte. Ziel scheint Beobachtern zufolge der Bau eines lückenlosen digitalen Schutzwalls zu sein, der schier jede Reisebewegung innerhalb der Gemeinschaft registriert und analysiert.

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(nie)



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