Datenschutz & Sicherheit
Argentinien: Überwachung mit der Kettensäge

Die Regierung von Präsident Javier Milei baut die Überwachung in Argentinien aus. Der verstärkte Einsatz von Überwachungstechnologien in Argentinien während der ersten beiden Jahre der Amtszeit habe dazu beigetragen, die Überwachungsmöglichkeiten des Staates sowie Profilbildung und Repressalien im Land auszuweiten, schreibt Amnesty International in einem neuen Bericht. Das habe eine abschreckende Wirkung auf das Recht auf Privatsphäre sowie auf die Meinungs‑, Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit.
Der Bericht unter dem Titel „Sensing the Surveillance State“ dokumentiert, wie die Regierung umfassende institutionelle Reformen umgesetzt hat, um ihre geheimdienstlichen und polizeilichen Fähigkeiten und damit auch ihre Überwachungsmechanismen auszubauen.
Mehr Befugnisse für Geheimdienste und Polizei
Hierzu führte die Regierung zwei Reformen des nationalen Nachrichtendienstsystems durch, welche die Rolle von Geheimdiensten und Spionageabwehr ausweiteten. Dazu gehörte laut der Menschenrechtsorganisation auch eine übermäßig weit gefasste Definitionen dessen, was eine „Bedrohung“ darstellt, eine Stärkung der Geheimhaltung, die Ermöglichung eines leichteren Zugangs zu Informationen und deren Austausch zwischen den Behörden sowie die Schaffung einer neuen Cyber-Intelligence-Behörde. Diese Änderungen haben laut Amnesty die Fähigkeit des argentinischen Staates gestärkt, große Datenmengen zu erheben und zu verarbeiten.
Doch nicht nur die Geheimdienstbefugnisse wurden ausgebaut: Laut Amnesty wurden bei der argentinischen Bundespolizei neue Ermittlungsstrukturen geschaffen und Praktiken wie die Überwachung sozialer Medien ohne richterliche Anordnung sowie die Einführung von „Cyber-Patrouillen“. Erlaubt wurde der Polizei auch das Sammeln von Informationen über Demonstrant:innen und Organisationen – ohne richterliche Anordnung.
Zudem wurde eine „Einheit für Künstliche Intelligenz im Bereich Sicherheit“ mit weitreichenden Zuständigkeiten in den Bereichen Datenanalyse, digitale Überwachung, Gesichtserkennung und Kriminalitätsvorhersage eingerichtet, auch diese ohne konkrete Kontroll- oder Rechenschaftsmechanismen, wie Amnesty moniert.
Gesichtserkennung und Verfolgungsdrohnen
Das Land hat zudem unter Präsident Milei verschiedene technische Infrastrukturen beschafft, darunter Lizenzen für die Big-Data- und OSINT-Software Maltego sowie für die Gesichtersuchmaschine Clearview AI. Darüber hinaus hat Argentinien laut dem Amnesty-Bericht Drohneninfrastruktur gekauft, darunter auch Drohnen mit Wärmebildkameras und zur automatischen Verfolgung von Zielen.
„Diese Technologien sind zu einem festen Bestandteil der Infrastruktur staatlicher Kontrolle geworden und dienen unter anderem dazu, Dissens zu bekämpfen, Protestbewegungen einzudämmen und marginalisierte Gruppen zu schikanieren“, sagt Matt Mahmoudi, Forscher und Berater für KI und Menschenrechte bei Amnesty International.
Der Amnesty-Bericht basiert neben Interviews mit 21 Personen aus Journalismus und Aktivismus auf der Analyse zahlreicher Beschaffungsunterlagen und Daten zu erworbenen Überwachungstechnologien sowie auf Informationen, die durch Anträge auf Informationsfreiheit eingeholt wurden.
Datenschutz & Sicherheit
Omas gegen Rechts: „Wir machen weiter. Es gibt keine andere Option.“

Anlässlich der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt strömten am vergangenen Wochenende Tausende Menschen nach Magdeburg. Mit dabei: Hunderte Omas gegen Rechts, viele von ihnen angereist aus anderen Bundesländern. Sie gehören zu einer der unzähligen Initiativen, die seit Monaten online, auf dem Land und in den Städten für Vielfalt in Sachsen-Anhalt einstehen. Beim Demokratiefestival am Samstag setzten sie gemeinsam ein Zeichen.
Am Sonntagabend steht fest: Die AfD gewinnt die Landtagswahl und wird mit Abstand stärkste Kraft in Sachsen-Anhalt. Wie geht man mit einer Bevölkerung um, in der 44 Prozent der Wahlberechtigten für einen als gesichert rechtsextremistisch eingestuften Landesverband stimmen?
Ute und Karin gehören zu den Omas gegen Rechts in Magdeburg. Ute ist gebürtig aus dem Osten, Karin ist 1995 aus Hessen nach Magdeburg zugezogen. Sie sind unter anderem verantwortlich für die Online-Kommunikation der Gruppe. Auf Social Media sammeln sie Flüsterwitze, informieren über Petitionen und begleiten Demonstrationen.
Im Interview erzählen sie, wie Falschinformationen und rechtsradikale Ansichten digitale Räume einnehmen und sich in Wahlergebnissen niederschlagen. Gegen Unwissen und Anfeindungen käme man nur mit dem Gegenteil an, sagen die beiden Aktivistinnen: Indem man Fakten aufzeigt und sich für Gemeinschaft einsetzt. Aus Sicherheitsgründen baten sie uns, nur ihre Vornamen zu nennen.
„Im Moment ist irgendwie alles dunkel“
netzpolitik.org: Wie schauen Sie auf die Ergebnisse der Landtagswahl?
Karin: Ich bin einfach nur entsetzt darüber, das so etwas nochmal möglich ist. Wir haben schon die Baseballschlägerjahre erlebt, als hier die Nazis über die Straßen liefen, alle Glatzen hatten und sich Kampfhunde angeschafft haben. Ich hätte nie im Leben gedacht, dass eine Gesellschaft wieder so kippen kann. Mein Sohn hat gesagt, er habe seine Heimat verloren.
Der Samstag vor der Wahl war zugleich einer der schönsten Tage, die wir hier je erlebt haben. Wir waren überwältigt von dieser Gemeinschaft, den vielen, vielen Menschen, den Rednern und ihren Beiträgen. Ich hätte mir nicht träumen lassen, dass das Ganze am nächsten Tag so ausgeht.
Ute: So viele Menschen in Magdeburg hatten wir noch nie. Dass 15.000 Menschen auf der Straße waren und für unsere Sache mitgekämpft haben. Im Moment ist irgendwie alles dunkel. Die Erinnerung an diesen Tag ist aber das Licht am Ende des Tunnels. Ich hoffe, dass wir dieses Gemeinschaftsgefühl, das es hier am vergangenen Wochenende gab, retten und irgendwie weitermachen können.
„Diese Menschen leben in einer Parallelwelt“
netzpolitik.org: Was waren Ihre Gedanken nach der ersten Hochrechnung?
Karin: Ich war ungläubig, dass so viele Menschen rechtsextrem wählen. Trotz aller Aufklärungsmöglichkeiten gibt es diese bösartige Grundstimmung anderen Menschen gegenüber. Würde es um einen ökonomischen Bedarf gehen, würden mehr Menschen auf die Straße gehen. Aber wann waren etwa die großen Demonstrationen für Lohnangleichung im Osten? Es geht überhaupt nicht um ihre Bedürfnisse, sondern um Zerstörung, Hass, Vertreibung, Gewaltgedanken.
Diese Menschen leben in einer Parallelwelt. Es mag natürlich immer ein paar Ausnahmen geben, aber die meisten von ihnen sitzen zu Hause und nähren ihren Hass.
netzpolitik.org: Wie hängt das mit den digitalen Räumen zusammen, wo Menschen sich inzwischen hauptsächlich informieren?
Ute: Das spielt eine ganz große Rolle, weil da die Leute echt für dumm verkauft werden. Da kommt jemand, lallt etwas und darunter steht Professor für sowieso. Das kann der größte Müll sein, aber es muss ja stimmen, wenn darunter Professor steht. Viele nehmen das für bare Münze.
„Was zählt, ist die gefühlte Lebensrealität“
Karin: Das geht so weit, dass sie Falschinformationen ins Netz stellen, etwa zum Klimawandel. Oder dass uns Jugendliche erklären, dass auf Wikipedia nur Lügen stünden. Alles, was zählt, ist die gefühlte Lebensrealität.
Es ist auch unglaublich, mit welcher Inbrunst öffentlich-rechtliche Medien als Lügenvereine abgetan werden. Dass wir seit Jahrzehnten zwar mehr Migration, aber weniger Kriminalität haben, interessiert da nicht. Die bearbeiteten Straftaten haben sich seit 1995 von über 300.000 Fällen fast halbiert.
netzpolitik.org: Warum sind Sie als Omas gegen Rechts Magdeburg auf Social Media aktiv?
Ute: Ich habe diese Accounts eröffnet, als ich zu den Omas gekommen bin. Soziale Medien haben uns sehr geholfen. Wir teilen Beiträge, andere teilen unsere Beiträge. So kommt und bleibt man in Verbindung.
Auf diese Weise erhalten wir auch mal Hilferufe von außerhalb von Magdeburg, etwa aus der Gemeinde Zerbst, die rund 40 Kilometer südöstlich von Magdeburg liegt. Sie wollten dort ein Demokratiefest machen und fragten uns, ob wir nicht dazukommen könnten. Das wäre ohne diese Vernetzung nicht passiert, da wir keine Telefonnummer haben. Wir waren dann da unten und haben sie unterstützt.
„Manchmal gehen auch Freundschaften zu Bruch“
Karin: Natürlich ist es auch unser Ziel, noch den einen oder anderen zu erreichen. Aber man kommt nicht dagegen an, wenn mit KI-generiertem Mist das Internet geflutet wird, auch die AfD macht das. Es gibt eine Flut an Desinformation.
Kaum räumen Menschen diesen Mist beiseite, kommen schon wieder andere mit dem nächsten Quatsch um die Ecke. Das macht man ein paar Mal, aber irgendwann wird das zu anstrengend. Selbst wenn wir mit Menschen sprechen und auf ein Parteiprogramm verweisen, bezeichnen sie es als Lüge oder beschimpfen es einfach als linksgrün versifft. Da bleibt man nur hilflos zurück. Und manchmal gehen auch Freundschaften dabei zu Bruch.
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Ute: Je mehr die Leute sich in diesen Blasen bewegen, desto schlimmer wird es. Sie schauen andere Inhalte gar nicht mehr an und setzen lieber Hasskommentare ab.
Ich habe wirklich Sorge, dass aus diesen Beschimpfungen nun erst recht Taten folgen, weil sich viele nach der Wahl bestätigt fühlen. In Halle wurde vor wenigen Tagen auf einen Demonstrationszug geschossen. Es gab nur einen Verletzten, was schlimm genug ist. Es hätte auch anders ausgehen können.
„Man kriegt ungefragt direkt das Mikrofon oder die Kamera ins Gesicht gedrückt“
netzpolitik.org: In der rechten Szene gibt es inzwischen recht viele Influencer. Haben Sie damit schon Erfahrungen gemacht?
Karin: Auf jeden Fall. Einige geben sich nicht zu erkennen, andere kennen wir und riechen wir schon von Weitem. Manche von ihnen legen der Polizei auch Presseausweise vor, die allerdings gefälscht sind. Besonders schlimm ist es, dass sie keinen körperlichen Abstand halten. Man kriegt ungefragt direkt das Mikrofon oder die Kamera ins Gesicht gedrückt. Die verbreiten dann auch so Geschichten, etwa dass wir als Omas gegen Rechts für unser Engagement Geld erhalten.
Ute: Sie fühlen sich in der Gruppe stark, im Pulk. Das macht sie natürlich auch gefährlicher. Wir hatten noch ein Oma-Treffen am Abend vor dem Demokratiefestival, wo mehr als 100 Omas aus ganz Deutschland waren. Auch die haben hier dann negative Erfahrungen gemacht mit Gruppierungen rechter Männer. Die haben Gesten gemacht, so als ob sie den Omas den Hals umdrehen wollten.
„Unser Land ist noch nicht ganz verloren“
netzpolitik.org: Wie schauen Sie als Omas gegen Rechts in Magdeburg jetzt nach vorne?
Karin: Magdeburg war in den vergangen Wochen eine sehr lebendige und aktive Stadt. Am Montag war die Stadt aber erst mal wie tot, wie in einem Schockzustand. Jetzt kommen die Leute langsam wieder raus. Man überlegt sich bei jedem, den man sieht, zu welcher Hälfte er gehört. Das ist schrecklich.
Wir machen weiter. Es gibt keine andere Option für die Menschen, die hier sind. Wir müssen weiter für die da sein, die nicht die AfD gewählt haben. Und darüber aufklären, was jetzt alles passieren wird.
Nach der Wahl ist der Image-Schaden für Sachsen-Anhalt groß. Und die Wahl wird auch wirtschaftliche Folgen haben. Der eine oder andere wird bald merken, dass es weniger Altenzentren und andere soziale Einrichtungen gibt. Und weniger Tourismus. Um das aufzuzeigen, werden wir weiter mit Zahlen und Fakten arbeiten.
Ute: Gleichzeitig ist die Solidarität, die wir nach der Wahl auch online erfahren, fantastisch. Wir erhalten Nachrichten von Menschen, die wir nicht kennen. Sie stehen hinter uns und finden es toll, dass wir weitermachen. Ich denke, unser Land ist noch nicht ganz verloren. An diesem Samstag gibt es wieder eine Demo in Magdeburg. Wir werden dort sein und zeigen, dass wir weiterhin viele sind.
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Passwortmanager auf Android: Wechsel ohne manuellen Export
Google vereinfacht unter Android den Wechsel des Passwort-Managers. Nutzer können gespeicherte Passwörter und Passkeys künftig direkt von einer App in eine andere übertragen. Der bisher übliche Umweg über eine exportierte Datei entfällt. Zum Start unterstützen der Google Passwortmanager, 1Password, Bitwarden und Dashlane den Transfer.
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Der Google Passwortmanager ist auf Android einer von mehreren Passwort-Managern. Android kann bei der Anmeldung in Apps und Websites die gespeicherten Passwörter und Passkeys solcher Apps bereitstellen. Passkeys waren beim Anbieterwechsel bislang jedoch ein besonderer Stolperstein: Anders als Passwörter ließen sie sich nicht einfach als CSV-Datei exportieren und wieder importieren. Der private Schlüssel sollte den Passwort-Manager nicht ungeschützt verlassen.
Android übernimmt die Übergabe
Der Wechsel beginnt im neuen Passwort-Manager: Dort wählen Nutzer den Import oder das Kopieren von Zugangsdaten aus. Die App übergibt den Vorgang an Android. Das System erkennt anschließend passende Passwort-Manager auf dem Gerät und zeigt sie als mögliche Quellen an. Nach der Auswahl wechselt Android in die bisherige App. Dort prüfen Nutzer die Übertragung und geben sie frei. Erst dann werden die Daten übertragen.
Google beschreibt den Ablauf als Übertragung in wenigen Schritten ohne Datei-Download. Das ist vor allem bei Passwort-Exporten relevant: Solche Dateien liegen häufig als Klartext-CSV auf dem Gerät und müssen anschließend manuell gelöscht werden. Die direkte Übergabe soll diesen Zwischenschritt vermeiden. Details zum Ablauf nennt Google in seinem Blogbeitrag zum Wechsel zwischen Passwort-Managern.
Für den Import in den Google Passwortmanager verlangt Android eine Gerätesperre, etwa PIN, Muster oder Fingerabdruck. Je nach Quell-App müssen Nutzer sich dort zusätzlich anmelden und bei Passkeys gegebenenfalls einen Wiederherstellungsschlüssel eingeben. Bereits vorhandene Passwörter importiert der Google Passwortmanager nicht erneut. Die einzelnen Anbieter behalten damit die Kontrolle darüber, welche Konten sie übertragen und wie sie die Freigabe absichern. Googles Hilfe zum Import und Export beschreibt diese Schritte.
Standard soll Abhängigkeiten verringern
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Technische Grundlage ist die Übertragungsfunktion des Android Credential Manager. Sie unterstützt Passwörter und Passkeys sowie weitere Datentypen im standardisierten FIDO Credential Exchange Format (CXF). Der Austausch erfolgt zwischen den beteiligten Zugangsdatenanbietern auf demselben Gerät; Android soll dabei keine Rohdaten an unberechtigte Apps weitergeben. Für Nutzer bedeutet das: Der Wechsel wird zu einer Funktion der Passwort-Manager selbst, nicht zu einem manuellen Exportprojekt. Unterstützt wird das laut Googles Entwicklerdokumentation zum Credential Transfer ab Android 8.
Google nennt zunächst 1Password, Bitwarden und Dashlane als Partner neben dem eigenen Passwortmanager. Weitere Anbieter sollen folgen. Ob sich ein konkreter Tresor vollständig umziehen lässt, hängt also weiter davon ab, ob Quell- und Ziel-App den Standard implementiert haben. Das betrifft insbesondere Passkeys, die häufig an einen Plattformanbieter oder Passwort-Manager gebunden waren. Die FIDO-Allianz hatte das Credential Exchange Protocol (CXP) und CXF 2024 vorgestellt, um genau solche Umzüge ohne Klartext-Export zu ermöglichen.
Vergleich mit iOS und Desktop-Systemen
Der Android-Ansatz spiegelt die Entwicklungen bei Apple. Auch Apple unterstützt seit iOS, iPadOS und macOS 26 den standardisierten Transfer von Passkeys zwischen teilnehmenden Passwort-Managern. Dabei lassen sich auch Passwörter und Bestätigungscodes übertragen. Voraussetzung ist, dass Quell- und Ziel-App den Austausch unterstützen. Damit soll auch der iCloud-Schlüsselbund respektive die App „Passwörter“ weniger stark an Apples eigenes Ökosystem binden.
Auf Desktop-Systemen liegt der Schwerpunkt bislang eher auf der Auswahl des Passwort-Managers als auf dessen Wechsel. Windows 11 kann externe Passkey-Manager wie 1Password und Bitwarden in Windows Hello einbinden. Passkeys lassen sich dadurch über Browser und native Anwendungen hinweg mit einem Drittanbieter verwalten. Das erleichtert den Betrieb eines bevorzugten Managers, ersetzt aber nicht automatisch den nun auf Android verfügbaren direkten Transfer zwischen zwei Tresoren.
(fo)
Datenschutz & Sicherheit
Nach Cyberangriff in Berlin: Anlaufstelle für Betroffene
Das Land Berlin hat nach der Cyberattacke mit umfangreichem Datendiebstahl eine zentrale Anlaufstelle für Betroffene eingerichtet. Das teilte die Senatskanzlei mit. Fragen können unter der E-Mail-Adresse Cyberangriff@senatskanzlei.berlin.de gestellt werden. Auf dem Landesportal berlin.de gibt es eine Informationsseite für Bürgerinnen und Bürger, die davon ausgehen, von der illegalen Veröffentlichung von Daten durch die Kriminellen betroffen zu sein.
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Zum Angebot gehören Hintergrundinformationen zu dem Cyberangriff, Verhaltenshinweise sowie „Fragen und Antworten“ (FAQ). Die Informationsseite wird den Angaben zufolge laufend aktualisiert.
Weitere Mail-Adressen für besondere Anliegen
Von dem Cyberangriff waren insbesondere die beiden Senatsverwaltungen für Verkehr und Umwelt sowie die für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen betroffen. Bürger mit einem spezifischen Anliegen im Zusammenhang mit diesen beiden Verwaltungen können sich an diese E-Mail-Adressen wenden: Datenschutzvorfall@senmvku.berlin.de und Datenschutzvorfall@SenStadt.berlin.de.
Der Cyberangriff auf Teile des Datennetzes der Berliner Verwaltung war am 14. August bekanntgeworden. Die Gruppe Rhysida erpresste das Land und forderte 30 Bitcoins, umgerechnet rund zwei Millionen Euro. Der Senat zahlte nicht, die Cyberkriminellen veröffentlichten mindestens 1,2 Millionen Datensätze nach Ablauf ihres Ultimatums im Darknet, einem nicht ohne Weiteres zugänglichen Teil des Internets.
Update
11.09.2026,
11:07
Uhr
Begrifflichkeit zum Cyberangriff korrigiert.
(mho)
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