Künstliche Intelligenz
Asus baut Noctuas und Phanteks‘ High-End-Lüfter nach
Asus stellt zum ersten Mal seit Jahren wieder einen Lüfter ohne bunte LEDs vor. Der Hersteller bewirbt den Proart PF120 explizit für „minimalistische“ Desktop-PCs ohne ARGB. Es ist Asus‘ erster Lüfter, dessen Rotor aus Flüssigkristallpolymer (Liquid Crystal Polymer, LCP) besteht.
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Dieser Kunststoff ist besonders steif. Weil er sich fast nicht verzieht, ermöglicht er besonders geringe Spalten zwischen den Lüfterblättern und dem Rahmen. Asus spricht von 0,5 mm. Das maximiert den Luftstrom und den statischen Druck.
Noctua war der erste Hersteller mit LCP und dieser Bauweise. Der Proart PF120 ähnelt Noctuas NF-A12x25 stark. Asus geht allerdings einen anderen Weg als der Konkurrent: Der Lüfter ist auf einen hohen Durchsatz mit bis zu 3000 Umdrehungen pro Minute (U/min) ausgelegt. Noctua legt den NF-A12x25 und dessen Nachfolger NF-A12x25 G2 (ab 34,90 €) dagegen auf einen leisen Betrieb aus. Sie laufen mit maximal 1800 U/min.

Asus Proart PF120
Asus
)
Untypische Dicke
Der Proart PF120 ist mit 28 statt 25 mm etwas dicker als die meisten Lüfter. Damit ordnet er sich zwischen den Noctua-Modellen und dme ebenfalls ähnlichen Phanteks‘ T30-120 ein. Letzterer verwendet ebenfalls LCP mit geringem Spalt, ist aber 30 mm dick. Der T30-120 dürfte der namenlose Konkurrent sein, mit dem sich Asus in seiner Mitteilung vergleicht. Laut eigenen Angaben soll der Proart PF120 leiser sein.
| LCP-Lüfter im Vergleich | |||
| Lüftermodell | Asus Proart PF120 | Phanteks T30 | Noctua A12x25 G2 |
| Dicke | 28 mm | 30 mm | 25 mm |
| max. Drehzahl [U/min] | 3000 | 3000 | 1800 |
| max. Luftfluss [CFM] | 104,8 | 100,9 | 63,2 |
| max. statischer Druck [mmH2O] | 7,3 | 7,37 | 3,14 |
| max. Lautstärke [dB(A)] | 39 | 39,7 | 22,5 |
| Preis | unbekannt | 30 € | 35 € |
Asus und Phanteks haben eine Gemeinsamkeit: Daisy-Chain-Anschlüsse an den Lüfterrahmen, mit denen sich mehrere Exemplare untereinander verbinden lassen. Die 4-Pin-Stecker übertragen sowohl Strom als auch PWM-Lüftersignale, ohne alle einzeln mit einem Mainboard oder einer Lüftersteuerung verbinden zu müssen. Bei Asus sind die Verbindungen noch kürzer als bei Phanteks.
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Der Proart PF120 erscheint in Schwarz und Weiß. In Deutschland sind die beiden Varianten noch nicht verfügbar; einen Preis nennt Asus bisher nicht. Mindestens 30 Euro erscheinen in Anbetracht der Konkurrenz realistisch.
(mma)
Künstliche Intelligenz
Apple AirTag 2: Nicht nur zum Gut-finden | Mac & i-Podcast
Eine halbe Dekade hat sich Apple Zeit gelassen, um die AirTags in zweiter Generation frisch aufzulegen. Am Konzept ändert sich nichts, die Neuerungen sind zugleich zentral wie überschaubar: Verbesserte Funkchips sorgen in bestimmten Szenarien für mehr Reichweite, der Lautsprecher piepst kräftiger. Die Bluetooth-Tracker sind längst im Alltag angekommen, Apples „Wo ist?“-Netzwerk wird immer größer und andere Hersteller mischen ebenfalls mit – teils zu Dumping-Preisen.
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In Episode 114 bewerten Malte Kirchner und Leo Becker, was die AirTags 2 konkret im Alltag bringen. Die Liste der Neuerungen hat auch Schattenseiten: Die Inkompatibilität zu älteren Betriebssystemversionen sorgt für Frust und einhelliges Kopfschütteln. Uns beschäftigen außerdem die bleibenden Nebenwirkungen der Technik: Stalking und missbräuchliche Nutzung bleiben ein Problem, auch wenn die anfänglichen Verbotsdebatten längst abgekühlt sind. Zudem geht es um Ultrabreitband als entscheidende Funktechnik für den Nahbereich, die auch digitale Schlüssel massentauglich machen könnte.
Apple-Themen – immer ausführlich
Der Apple-Podcast von Mac & i erscheint mit dem Moderatoren-Duo Malte Kirchner und Leo Becker im Zweiwochenrhythmus und lässt sich per RSS-Feed (Audio) mit jeder Podcast-App der Wahl abonnieren – von Apple Podcasts über Overcast bis Pocket Casts.
Zum Anhören findet man ihn auch in Apples Podcast-Verzeichnis (Audio) und bei Spotify. Wir freuen uns über Feedback, Kritik und Fragen an podcast@mac-and-i.de.
(lbe)
Künstliche Intelligenz
heise meets … „Wenn ich als CIO meinen Job behalten will, muss ich handeln“
Die größte deutschsprachige Studie zu generativer KI (Gen AI) in IT-Organisationen liefert ernüchternde Zahlen: 73 Prozent der befragten Unternehmen erzielen noch keinen messbaren Nutzen aus ihren Investitionen in generative künstliche Intelligenz (Gen AI).
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Jennifer Diersch und Felix Salomon von der Unternehmensberatung kobaltblau haben gemeinsam mit Partnern wie Lünendonk und VOICE 230 CIOs und IT-Entscheider aus Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt.

heise meets…. Der Entscheider-Talk – von Entscheidern für Entscheider – immer aktuell und nah am Geschehen.
Sie können uns auf allen Podcast Kanälen hören.
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Im „heise meets“-Podcast erläutern sie, warum viele Unternehmen noch am Anfang ihrer Reise mit generativer Künstlicher Intelligenz (Gen AI) stehen – und was sie jetzt machen müssen. Die Studie unterscheidet vier Evolutionsstufen:
- Gen-AI-Assisted beschreibt den klassischen Einsatz als Assistent neben der Arbeit, etwa ChatGPT für E-Mails.
- Gen-AI-Orchestrated integriert die Technologie direkt in bestehende Systeme.
- Gen-AI-Integrated setzt KI für ganze Prozessketten ein.
- Die höchste Stufe bildet die AI-native IT-Organisation, in der Teile der IT-Aufgaben vollständig autonom ablaufen.
Viele Teilnehmer hätten gesagt, dass sie Copilot unternehmensweit und GitHub Copilot für Entwickler einsetzen. Außerdem habe man von ChatGPT Enterprise-Lizenzen für alle gekauft. Das seien zwar erste Schritte, sie brächten jedoch keine Produktivitätsgewinne.
Fehlende Datenqualität als größte Hürde
Die Studie identifiziert fehlende Data Governance und Datenqualität, mangelnde Skills bei Mitarbeitenden sowie regulatorische Bedenken als zentrale Bremsklötze. Besonders alarmierend sei, dass zwei Drittel der Befragten bei der größten Hürde – der Datenqualität – noch keine Maßnahmen ergriffen hätten.
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Das passe nicht zusammen, sagt Diersch. Die Interviewpartner berichten, dass technisch zwar vieles möglich sei, aber die Mitarbeiter nicht ausreichend darin geschult würden, wenn die KI zwar eloquent, aber eben falsch antwortet.
Ein weiteres Problem sei die Kostenexplosion durch externe Anbieter. Salomon warnt vor der „Scheckkarten-IT-Organisation“, bei der Unternehmen teure KI-Lösungen von Dienstleistern einkaufen, ohne den erhofften Mehrwert zu erzielen.
Als Gegenbeispiel nennt er einen großen Hersteller, der zunächst DeepL für automatisierte Übersetzungen nutzte. Als die Lizenzkosten explodierten, baute das Unternehmen eine eigene Lösung und reduzierte die Kosten um das Tausendfache.
CIOs müssen jetzt die Weichen stellen
Für die erfolgreiche Skalierung von Gen AI empfehlen die Berater fünf Kernelemente, wie KI bewusst organisieren und gestalten, Grundlagen für Datenschutz und Data Governance schaffen, realistische Ambitionslevel je Capability setzen, die Rolle der IT-Organisation als Plattformbetreiber vorbereiten sowie konsequentes Upskilling und Change Management betreiben.
Die Botschaft der Studie sei eindeutig: Wer als CIO seinen Job behalten will, müsse sich mit Gen AI beschäftigen. Und zwar in den nächsten 12 bis 18 Monaten, weil die Entwicklungen so schnell vorangingen, dass man sonst den Anschluss verlöre.
Andernfalls drohe, dass das eigene Business von Wettbewerbern überholt werde. „Der CIO sollte einen festen Platz in der Geschäftsleitung haben“, sagt Salomon. Die vollständige Studie steht auf der Website von kobaltblau zum Download bereit.
Ein vollständiges Transkript der aktuellen Podcast-Episode von heise meets gibt es unter den Shownotes bei Podigee zu lesen.
(mki)
Künstliche Intelligenz
Bahn beginnt fünfmonatige Vollsperrung auf zwei wichtigen Korridoren
Die Deutsche Bahn hat am 6. Februar 2026 zwei umfangreiche Sanierungsprojekte gleichzeitig begonnen. Sowohl der Korridor Hagen–Wuppertal–Köln in Nordrhein-Westfalen als auch die Strecke Nürnberg–Regensburg in Bayern sind bis zum 10. Juli komplett gesperrt. Wie DB InfraGO mitteilt, werden in den kommenden fünf Monaten Gleise, Weichen, Oberleitungen und Bahnhöfe grundlegend erneuert.
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In Nordrhein-Westfalen erneuert die Bahn auf der rund 65 Kilometer langen Strecke insgesamt 81 Kilometer Gleise, 50 Weichen und 29 Kilometer Oberleitung. Hinzu kommen vier Kilometer neue Schallschutzwände. Zwölf Bahnhöfe werden modernisiert und barrierefrei umgebaut, darunter Wuppertal Hauptbahnhof, Solingen Hauptbahnhof sowie die Stationen in Leichlingen, Haan-Gruiten und Ennepetal. Die Arbeiten an den Bahnhöfen dauern teilweise bis Ende 2027 an. Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf rund 800 Millionen Euro.
Parallel dazu läuft die erste bayerische Korridorsanierung zwischen Nürnberg und Regensburg. Auf dieser 88 Kilometer langen Strecke, die täglich mehr als 350 Züge befahren, erneuert DB InfraGO 96 Kilometer Gleise, 74 Weichen und 81 Kilometer Oberleitung. Zusätzlich werden zwei neue Überleitstellen geschaffen, Bahndämme saniert und eine Brücke bei Burgthann modernisiert. Die Leit- und Sicherungstechnik wird auf den neuesten Stand gebracht, wobei schon Vorbereitungen für die spätere Erweiterung des European Train Control Systems (ETCS) erfolgen. Alle 20 Bahnhöfe zwischen Feucht und Regensburg-Prüfening erhalten eine Modernisierung mit Fokus auf Barrierefreiheit.
Massive Auswirkungen auf den Fernverkehr
Die Vollsperrungen haben erhebliche Konsequenzen für Reisende. Zwischen Köln und Dortmund müssen ICE-Züge über Düsseldorf, Essen und das Ruhrgebiet umgeleitet werden, was die Fahrzeit um 20 bis 30 Minuten verlängert. Die Bahnhöfe Wuppertal, Solingen und Hagen fallen komplett aus dem Fernverkehrsnetz. Regionalzüge wie RE7, RE49, RB48 sowie mehrere S-Bahn-Linien werden in verschiedenen Phasen eingestellt.
Auf der bayerischen Strecke verkehren Fernzüge bis zum 13. Juni über Ingolstadt und die Donaustrecke, was zu einer Fahrzeitverlängerung von etwa einer Stunde führt. Danach werden die Umleitungen reduziert. Den Regionalverkehr will die Bahn durch verstärkte Züge auf alternativen Routen über Schwandorf sowie die Linien RB17 und RE3 auffangen.
Hunderte Ersatzbusse im Einsatz
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Um die ausgefallenen Zugverbindungen zu kompensieren, setzt die Bahn massiven Ersatzverkehr ein. In Nordrhein-Westfalen kommen bis zu 200 barrierefreie Busse mit WLAN zum Einsatz. In Bayern fahren zu Spitzenzeiten über 90 Busse auf acht verschiedenen Linien, die zusammen täglich rund 45.000 Kilometer zurücklegen. Auch der Güterverkehr muss auf beiden Strecken umgeleitet werden.
Die beiden aktuellen Projekte sind Teil des bundesweiten Korridorsanierungsprogramms, das ursprünglich 43 Streckenabschnitte umfasste und mittlerweile auf 40 reduziert wurde. Bis 2027 sollen insgesamt 1500 Kilometer Schienennetz grunderneuert werden. Der Korridor Hagen–Wuppertal–Köln ist die zweite von zehn geplanten Sanierungen in Nordrhein-Westfalen, während Nürnberg–Regensburg die erste von sieben bayerischen Korridorsanierungen darstellt.
Die Deutsche Bahn investiert 2026 nach eigenen Angaben mehr als 23 Milliarden Euro in das Schienennetz – ein deutlicher Anstieg gegenüber 19 Milliarden Euro im Vorjahr. Wie die bereits abgeschlossene Sanierung der Riedbahn gezeigt hat, können solche Generalsanierungen die Pünktlichkeit im Nahverkehr um bis zu 20 Prozent verbessern und Verspätungen um rund ein Drittel reduzieren.
Kritiker bemängeln allerdings, dass die Sanierungen zwar die Infrastruktur stabilisieren, aber keine zusätzlichen Kapazitäten schaffen. Die grundlegenden Probleme des überlasteten Schienennetzes lösen die reinen Erneuerungsmaßnahmen nicht. Immerhin liegt die Generalsanierung der Strecke Hamburg–Berlin im Zeitplan, was Hoffnung macht, dass die Bahn ihre ambitionierten Baupläne umsetzen kann.
(mki)
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