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Asus GeForce RTX 5090 Matrix im Test
ComputerBase hatte die Möglichkeit, die limitierte Asus GeForce RTX 5090 Matrix in einem BTF-System zu testen. Im Fokus standen Testreihen mit 600 im Vergleich zu den exklusiv möglichen 800 Watt. Der Umgang mit dem „kabellosen“ BTF-System inklusive GC-HPWR-Stromanschluss für Grafikkarten war dabei aber nicht minder interessant.
Asus ROG Matrix Platinum GeForce RTX 5090: superlativ
600 Watt, das ist das bis dato von Nvidia in Stein gemeißelte Maximum einer GeForce RTX 5090 gewesen. Kein Modell durfte sich offiziell mehr genehmigen, kein Modell zu diesem Zweck zweimal 12V-2×6 verbauen. Doch jetzt hat Nvidia eine Ausnahme gemach: Zum Jubiläum „30 Jahre Grafikkarten von Asus“ durfte Asus von 600 auf 800 Watt gehen und hat diese Möglichkeit für eine ganz besondere Grafikkarte genutzt. Ihr kompletter offizieller Name: Asus ROG Matrix Platinum GeForce RTX™ 5090 – ASUS Graphics Cards 30th Anniversary Edition. Im weiteren Verlauf dieses Tests wird eine kürzere Bezeichnung gewählt.
Die Asus GeForce RTX 5090 Matrix im Detail
Die Asus GeForce RTX 5090 Matrix bietet dabei nicht „nur“ exklusiv bis zu 800 Watt TDP, was den Übertaktungsspielraum um 10 Prozent erhöhen und die schnellste RTX 5090 möglich machen soll, sondern setzt auch an anderer Stelle auf Superlative.
Um die 800 Watt bereitstellen zu können, setzt die Grafikkarte (wie die entsprechende RTX 5090 Astral BTF) neben einmal 12V-2×6 per auf den GC-HPWR-Stromstecker und kann im Gegensatz zur Astral auch beide parallel nutzen.
Auch die massive RGB-Beleuchtung des extravaganten 4-Lüfter-Designs und ein neuer, für die horizontale Ausrichtung zuständiger Sensor (quasi eine digitale Wasserwaage) setzen die Matrix von anderen Modellen ab. Zu guter Letzt ist das Modell limitiert auf 1.000 Stück (wenn auch leider nicht durchgezählt) und kostet satte 3.999 Euro.
Ein normaler Grafikkarten-Test würde an dieser Stelle wenig Sinn ergeben, stattdessen will sich die Redaktion auf die Besonderheiten des Limited-Edition-Modells beschränken, mit dem Asus 30 Jahre Grafikkarten feiert. Entsprechend stehen der 800-Watt-Betrieb, das BTF-Format mit dem GC-HPWR-Stromstecker und was es dafür an Hardware benötigt im Fokus – denn schließlich gibt es nicht viele Komponenten, mit denen das Matrix-Modell bei voller Leistung betrieben werden kann.
Was also liefert die Asus GeForce RTX 5090 Matrix mehr als andere Custom-Designs von Nvidias Flaggschiff? ComputerBase geht dieser Frage im Vergleich mit der Asus GeForce RTX 5090 Astral OC sowie der GeForce RTX 5090 Founders Edition nach.
Ein Blick auf die Asus GeForce RTX 5090 Matrix
Eines hat die Asus Matrix mit den meisten anderen Custom-Designs gemeinsam: Die Grafikkarte ist sehr groß, aber nicht (mehr) ungewöhnlich groß. 37 cm in der Länge, 18 cm in der Breite und eine Tiefe von 3,9 Slots sind nichts Ungewöhnliches mehr – einzig die Breite sticht aufgrund der ungewöhnlichen Form hervor. Beim Gewicht geht die Matrix dagegen klar in Führung und bringt 3,2 kg auf die Waage.
Die Asus GeForce RTX 5090 Matrix ist nicht nur schwer, sondern aucht hervorragend verarbeitet und fühlt sich durchweg sehr hochwertig an. In diesem Punkt ist Nvidias Founders Edition der Asus Astral noch überlegen, die Matrix schließt aber auf. Die Optik ist derweil ungewöhnlich, das Design erinnert stark an ältere Matrix-Modelle. In Verbindung mit der RGB-Beleuchtung kann das im richtigen Gehäuse aber absolut etwas hermachen. Kann, muss nicht.
Der Kühler ist ähnlich, aber doch anders als bei der Astral
Die Matrix basiert auf dem Astral-Modell, hat aber einige Verbesserungen erhalten: So ist der Kühlkörper gegenüber der Astral in den Abmessungen geringfügig angewachsen und hat die Form geringfügig angepasst. Allen voran hat Asus aber die vier Axial-Lüfter gegen völlig andere Modelle ausgewechselt. Zum Glück, denn der hintere Astral-Lüfter ist für seine störende Geräuschcharakteristik verschrien.
Die Lüfter sind mit einem Durchmesser von 10 cm gleichgroß geblieben, auch die Positionen (drei auf der Vorder-, einer auf der Rückseite) sind identisch. Das Lüfterdesign ist dagegen gänzlich anders. Die Lüfter auf der Vorderseite haben deutlich mehr und enger platzierte Lüfterblätter. Das Pendant auf der Rückseite hat dagegen weniger Lüfterblätter mit einem größeren Abstand. Komplett unaufmerksam ist der hintere Lüfter allerdings auch auf der ROG Matrix Platinum nicht.
Zwei BIOS-Versionen
Die Asus GeForce RTX 5090 Matrix hat zwei verschiedene BIOS-Versionen, die sich aber nur bezüglich der Lüftersteuerung unterscheiden: Die werksseitige Performance-Option und das alternative „Quiet“. Der Schalter ist allerdings so ungünstig platziert, dass es mit bloßen Händen gar nicht möglich ist, ihn umzulegen. Dafür benötigt es eine kleine Hilfe wie zum Beispiel einen Schraubendreher. Darüber hinaus gibt es die vollen 800 Watt nur im Performance-BIOS, Quiet ist auf 600 Watt beschränkt – egal wie die Grafikkarte angeschlossen wurde.
Der durchschnittliche Boost-Takt ist mit 2.730 MHz angegeben, 150 MHz mehr als bei der Astral und 323 MHz mehr als bei der Founders Edition. Der 32 GB große GDDR7-Speicher arbeitet dagegen mit den gewohnten 14.000 MHz. Die maximale Leistungsaufnahme liegt bei 600 Watt, wenn nur der 12V-2×6-Stecker an der Vorderseite bestückt ist. Wird dagegen zugleich der GC-HPWR-Stromstecker auf BTF-Mainboards benutzt, können 800 Watt aufgenommen werden.
Power Detector+ für die 12V-2×6-Anschlüsse
Die Asus Astral hat das Feature eingeführt, die Matrix hat dieses ebenso: Die Rede ist von „Power Detector+“, einer Hardware-Softwarefunktion, die die einzelnen Pins des 12V-2×6-Stromanschlusses überwacht. Und zwar diejenigen an der Grafikkarte selbst und auch die vom zweiten Anschluss am BTF-Mainboard.
Für die Überwachung muss die Asus-eigene GPU-Tweak-III-Software (Download) installiert und auf den Reiter „Thermal Map“ geschaltet werden. Dort lassen sich die Temperaturen der GPU, des Speichers und die Lüfterdrehzahlen auslesen.
Darüber hinaus ist auf der rechten Seite der Status des Stromanschlusses zu erkennen: Ein grünes Häkchen und 6 grüne Punkte bedeuten, dass sich die Stromstärke auf den sechs verschiedenen Pins innerhalb der Toleranz befindet. Wer mit der Maus über das Symbol fährt, kann sich auch die genauen Ströme anzeigen lassen. Weichen diese zu sehr ab, wird der entsprechende Pin rot eingefärbt und auf Wunsch kann eine Warnmeldung angezeigt werden. GPU Tweak III muss entsprechend immer installiert sein und mindestens im Hintergrund laufen.
Was das Tool dagegen nicht kann, ist den Rechner bei einem Problem herunterzufahren oder die 3D-Anwendung zu beenden. Nicht optimal, aber die reine Überwachungsfunktion ist bereits eine große Hilfe.
Hängt die Grafikkarte schief? Level Sense hilft.
Moderne Grafikkarten sind sehr schwer und sehr groß. Da ist es normal, dass sie wortwörtlich schief im Gehäuse hängen. Bis zu einem gewissen Grad ist dies auch kein Problem, PCBs sind zum Beispiel biegbar, ohne dass die Funktion negativ beeinträchtigt wird. Irgendwann ist es aber natürlich zu viel des „Guten“, weswegen einige Gehäuse und Grafikkarten mit einem „GPU-Ständer“ ausgestattet sind, der das Verbiegen verhindern soll. Aus optischen, aber auch aus Gründen der Haltbarkeit.
Asus geht bei der GeForce RTX 5090 Matrix einen Schritt weiter und hat einen Sensor verbaut, der den Neigewinkel messen kann. Dazu muss ebenso GPU Tweak III installiert sein und der Menüpunkt „Level Sense“ aufgerufen werden. In diesem wird angezeigt, ob der Neigewinkel einen gewissen Grenzwert überschreitet. 0,30 Grad ist der Standardwert, der aber nach oben und unten konfiguriert werden kann. Wird die Grenze überschritten, gibt die Software eine Fehlermeldung aus.
Das BTF-System und der GC-HPWR-Stromanschluss für 800 Watt
Die Asus GeForce RTX 5090 Matrix kann in einem normalen System mit einem einzelnen 12V-2×6-Stromstecker betrieben werden. In dem Fall kann die Grafikkarte keine 800 Watt aufnehmen, bei 600 Watt ist Feierabend – auch im Performance-BIOS. Wer die maximalen 800 Watt haben möchte, muss dagegen das restliche System darauf anpassen.
Die Matrix braucht Asus BTF
Für diesen Fall ist ein BTF-Mainboard notwendig, das fast alle Anschlüsse nicht wie gewohnt auf der Vorder-, sondern auf der Rückseite trägt und (wichtig) den bisher nur von Asus genutzten GC-HWPR-Steckplatz bietet. Mainboards mit rückseitigen Anschlüssen, wie sie auch MSI und Gigabyte bieten (z.B. für AM5), können nicht verwendet werden. Bei MSI heißen diese – nicht passenden – Mainboards „Project Zero“, bei Gigabyte „Aorus Stealth“
Bei dem im Test eingesetzten Asus Crosshair X870E Hero BTF werden zum Beispiel nur noch der CPU-Lüfter an der Vorderseite angeschlossen, alle anderen Stecker sind auf der Rückseite montiert. Außer natürlich der zweite 12V-2×6-Stromstecker der Grafikkarte.
Ein passendes Gehäuse muss es sein
Auch ein BTF-Mainboard ist nicht ausreichend, denn für die rückseitigen Anschlüsse benötigt es entsprechend angepasste Gehäuse. Neue Gehäuse sehen dies mittlerweile oft vor, ältere Designs aber nicht. Dann muss auch das Gehäuse ausgetauscht werden. Für den Test setzt die Redaktion auf das Cougar CFV235, es gibt aber auch viele andere kompatible Gehäuse.
Die Wahl des Mainboards ist sehr eingeschränkt
Warum es trotzdem ein BTF-Mainboard von Asus sein muss, liegt am zweiten Grafikkarten-Stromanschluss: Dazu setzt die GeForce RTX 5090 Matrix auf einen Anschluss direkt hinter dem PCIe-Slot, der in einen weiteren Slot auf dem Mainboard gedrückt wird. „GC-HPWR“ nennt Asus diesen Anschluss, der aktuell nur auf drei ATX-Mainboards von Asus für AM5 und einer ATX-Platine von Asus für LGA 1851 verbaut wird. Eines von diesen ist für den 800-Watt-Modus der Matrix notwendig. In Zukunft sollen aber auch andere Hersteller GC-HPWR nutzen, Sapphire hat den Anschluss bereits unter der Bezeichnung „Phantomlink“ angekündigt.
Und was kann GC-HPWR? Offiziell kann dieser theoretisch maximal 1.000 Watt liefern, auf der Asus Matrix kommt jedoch nur eine kleinere Ausbaustufe zum Einsatz. Wie viel Energie über den vorderen Stecker und den hinteren Anschluss fließt, hat ComputerBase nachgemessen. Mehr dazu auf der nächsten Seite. Wer den GC-HPWR-Anschluss nicht nutzt, sollte diesen gar nicht erst montieren. Der Anschluss ist nämlich abnehmbar und wird von Asus ab Werk nicht montiert geliefert.
Alternativ kann die Matrix auch ausschließlich über den GC-HPWR-Anschluss im 600-Watt-Modus betrieben werden, der 12V-2×6-Stecker auf der Vorderseite muss nicht bestückt werden. Die 12V-2×6-Problematik wird dabei nicht umgangen, denn auch der GC-HPWR-Anschluss wird rückseitig auf dem Mainboard per 12V-2×6-Stecker betrieben.
Das Netzteil braucht zweimal 12V-2×6
Einen weiteren Rattenschwanz gibt es noch: Wird der GC-HPWR-Anschluss genutzt, benötigt dieser natürlich auch die Energie von irgendwoher. Dieser wird schlicht durch einen 12V-2×6-Stromstecker auf der Rückseite des Mainboards geliefert, sodass zwei dieser Stecker notwendig sind. Und wer nicht mit Adaptern herumhantieren möchte – wovon die Redaktion bei einer 4.000-Euro-Grafikkarte strikt abrät, benötigt ein Netzteil mit eben zwei 12V-2×6-Anschlüssen.
Mittlerweile gibt es mehrere Modelle mit zwei solcher Anschlüsse, wobei das Netzteil mindestens über 1.200 Watt, besser noch etwas mehr verfügen sollte. Modelle für 1.200 Watt gibt es ab 130 Euro, Modelle mit 1.500 Watt ab 215 Euro. Im Test wurde auf das Asus ROG Thor Titanium III mit 1.600 Watt zurückgegriffen, das über zwei native 12V-2×6-Anschlüsse verfügt und mit gleich 640 Euro zu Buche schlägt.
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Mehr Leistung: Microsoft will Gaming-Performance von Windows 11 optimieren

Microsoft will Windows 11 als Gaming-Plattform optimieren. Ein Punkt, der für Spieler besonders relevant ist: Generell soll die Performance steigen. Auf mehr Geräteklassen erweitern will man die Xbox Full Screen Experience (FSE), profitieren soll zudem auch noch die Arm-Plattform.
Was Microsoft für Windows 11 als Gaming-Plattform plant, kündigt der Konzern in einem Blog-Beitrag an. Speziell bei der Spiele-Leistung nennt man keine präzisen Kennziffern, die man erreichen will. Die Performance soll aber steigen, indem man den Workload von Hintergrundprozessen sowie das Power- und Energie-Management optimiert. Ansetzen will man zudem bei dem Graphics Stack, also der kompletten Grafik-Architektur in Windows, zu der etwa auch Schnittstellen wie DirectX zählen. Verbesserungen sind auch im Bereich der Treiber-Updates geplant.
Das Ziel ist also: Wenn Spiele laufen, sollen die im Hintergrund laufenden Prozesse verstärkt auf die Gaming-Leistung ausgelegt werden.
FSE für alle
Was sich scheinbar bemerkbar macht, sind die Entwicklungsfortschritte bei der Xbox-FSE-Oberfläche. Die wurde zunächst für Handhelds wie das ROG Xbox Ally und ROG Xbox Ally X (Test) bereitgestellt. Unterstützt werden nicht nur mehr Handheld-Modelle, Microsoft will es für sämtliche Windows-11-Systeme bereitstellen. Nutzer von Desktops, Laptops oder 2-in-1-Systemen können es bereits über das Windows Insider Program testen.
Ausweiten will Microsoft den Support der auf Betriebssystemebene laufenden Upscaling-Technologie Auto Super Resolution (Auto SR). Die ist bislang als Vorschau nur auf Copilot+ PCs verfügbar, soll im nächsten Jahr aber auch auf das ROG Xbox Ally X kommen. Das Gerät verfügt ebenfalls über eine NPU, die Microsoft voraussetzt.
Mehr Spiele auf dem ROG Xbox Ally und ROG Xbox Ally X unterstützen künftig die Shader-Preload-Technologie ASD unterstützen. Man arbeitet auch daran, das Shader-Preloading für weitere Geräte bereitzustellen.
Windows 11 Arm macht langsame Fortschritte
Schon 2025 wertet Microsoft mit Blick aufs Gaming als Plattform. Im Fokus standen die Neuerungen rund um die Handhelds ROG Xbox Ally und ROG Xbox Ally X. Fortschritte gab es aber auch bei Windows 11 Arm. Geschraubt hat man etwa an der Kompatibilität des Prism-Emulators, damit sollen mehr x86-Spiele regulär unter Windows 11 Arm laufen – und das möglichst auch schneller.
Erhöht wurde auch die Spiele-Auswahl. Seit August ist es im Rahmen des Windows Insider Programs möglich, unter Windows 11 Arm Spiele direkt in der Xbox-PC-App herunterzuladen. Bis dato wurde zunächst nur das Cloud-Streaming unterstützt – der Abo-Dienst ist aber in der Spieleauswahl begrenzt und setzt zudem eine schnelle Internetanbindung voraus.
Weitere Details auf der GDC im März
Weitere Neuerungen will Microsoft bei der Game Developers Conference (GDC) im März ankündigen. Vieles geht aber jetzt schon in Richtung der überarbeiteten Xbox-Pläne, die sich derzeit abzeichnen.
- Microsoft: Die nächste Xbox wird ein Windows-PC fürs Wohnzimmer
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Updater angreifbar: Notepad++ 8.8.9 sollte umgehend manuell installiert werden
Entwickler Don Ho hat Notepad++ 8.8.9 veröffentlicht. Die neue Version behebt eine schwerwiegende Sicherheitslücke und sollte daher umgehend installiert werden. Da sich die Schwachstelle in der Update-Funktion befindet, muss die Aktualisierung jedoch manuell erfolgen, um die Lücke sicher zu schließen.
Sicherheitslücke wird bereits ausgenutzt
Nach Angaben des Entwicklers liegt die Schwachstelle nicht direkt in Notepad++ begründet, sondern betrifft den von der Anwendung genutzten Updater WinGUp. Über diese Lücke können Angreifer den Aktualisierungsprozess manipulieren und über ein gefälschtes Update in Form von Malware schadhaften Code einschleusen, mit dem sensible Daten abgegriffen oder das gesamte System übernommen werden kann. Deshalb sollte Notepad++ 8.8.9 manuell und nicht über die in die Anwendung integrierte Update-Funktion installiert werden, da nur so sichergestellt werden kann, dass die Lücke tatsächlich geschlossen wird.
Datenverkehr abgegriffen
Das Vorgehen, das bereits beobachtet und bestätigt wurde, basiert laut dem Sicherheitsexperten Kevin Beaumont auf einem Man-in-the-Middle-Angriff. Die Angreifer sollen dabei zudem in der Lage sein, den Datenverkehr zwischen der Update-Infrastruktur von Notepad++ und dem Zielsystem zu manipulieren und den Download auf eine andere Quelle umzuleiten. Selbst die Verwendung von HTTPS bietet in diesem Fall keinen ausreichenden Schutz. Durch diese Umstände sind die Angreifer in der Lage, Anwendern auch manipulierte Updates unterzuschieben, die die Schwachstelle nicht beseitigen und so den Eindruck erwecken, das System sei sicher, obwohl es weiterhin verwundbar bleibt.
Neue Sicherheitsmechanismen
Eigentlich sollte die Lücke bereits mit Version 8.8.8 behoben worden sein. Aufgrund der aktuellen Gefahrenlage waren jedoch weitere Anpassungen nötig, da nicht sichergestellt werden konnte, dass die Schwachstelle auf infizierten Systemen tatsächlich beseitigt wurde oder von Angreifern absichtlich offen gehalten blieb. Mit dem neuen Update ist Notepad++ aber in der Lage, Signaturen und Zertifikate künftiger Updates strenger zu prüfen und die Aktualisierung abzubrechen, falls diese Überprüfung fehlschlägt. Außerdem werden seit Version 8.8.8 alle Downloads ausschließlich über github.com abgewickelt, was Angriffe erheblich erschwert und die Sicherheit erhöht, da Manipulationen dort wesentlich schwieriger unbemerkt möglich sind. Neue Versionen sollten daher ausschließlich von dieser Plattform heruntergeladen werden.
Unternehmen, die Notepad++ zentral verwalten und aktualisieren, könnten laut Beaumont erwägen, notepad-plus-plus.org zu blockieren oder den Prozess gup.exe vom Internetzugang auszuschließen, auch wenn dies mit zusätzlichem Aufwand verbunden ist.
Opfer gezielt ausgesucht
Ho erklärte, dass die Untersuchungen zu der Schwachstelle weiterhin andauern. Beaumont zufolge wurde die Lücke bereits bei drei nicht näher genannten Organisationen „mit Interessen in Ostasien“ aktiv ausgenutzt. Für die Angriffe seien beträchtliche Ressourcen erforderlich gewesen, was darauf hindeutet, dass die Ziele gezielt ausgewählt wurden. Ebenso gezielt scheinen die Aktivitäten gewesen zu sein, die dem Anschein nach zur Ausspähung der Opfer dienten und vor rund zwei Monaten begonnen haben sollen. Beaumont betonte, dass den Entwickler selbst keine Schuld treffe, da die Schwachstelle auf die Funktionsweise des verwendeten Updaters zurückzuführen sei. Auf seinem Mastodon-Kanal will der Experte weitere Informationen veröffentlichen, sobald neue Erkenntnisse vorliegen.
Weiter Bugs beseitigt
Neben der Sicherheitslücke hat der Entwickler auch zahlreiche Fehlerkorrekturen vorgenommen und neue Funktionen integriert. So wurde die Code-Editor-Komponente Scintilla auf Version 5.5.8 aktualisiert, während die für lexikalische Analysen genutzte Bibliothek Lexilla nun in Version 5.4.6 vorliegt. Darüber hinaus können Anwender in Dokumenten künftig Zeilen nach ihrer Länge sortieren. Außerdem besteht nun die Möglichkeit, die Dateien „langs.xml“ und „stylers.xml“ der Benutzer anhand der entsprechenden XML-Modelldateien zu aktualisieren.
Ein Problem, das in der Vergangenheit zu Abstürzen beim Hashing großer Dateien mit SHA-256 geführt hatte, wurde ebenfalls beseitigt. Zudem wurde ein sich mit dem Update auf eine der letzten Version von Notepad++ eingeschlichener Fehler korrigiert, durch den die Funktion „Auswählen & Weiter suchen“ nicht korrekt arbeitete. Auch das gelegentliche Einfrieren beim Wechseln zwischen Registerkarten infolge der Perl-Funktionsliste wurde behoben. Gleiches gilt für die bislang falsche Umsetzung, bei der die horizontale Scrollmenge des Mausrads die Windows-Einstellung nicht berücksichtigt hatte. Darüber hinaus wurde eine fehlerhafte Skalierung der Systemschriftart unter Windows 7 korrigiert.
Eine komplette Über sicht der Änderungen und Neuerungen in Notepad++ 8.8.9 bieten die ausführlichen Release Notes.
Ab sofort verfügbar
Das korrigierte Notepad++ 8.8.9 steht ab sofort auf der Website des Entwicklers zum Download bereit. Alternativ kann die neue Version auch wie gewohnt über den Link am Ende der Meldung bequem aus dem Download-Bereich von ComputerBase geladen werden.
Downloads
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4,8 Sterne
Notepad++ ist ein freier Editor, der äußerst viele Programmiersprachen unterstützt.
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Heizen bald noch teurer? Regierung plant drastische Verschärfung
Während viele Haushalte ohnehin schon jeden warmen Grad hinterfragen müssen, rückt nun eine Entscheidung ins Rampenlicht, die das Heizen erneut verteuern könnte. Erste Details lassen erahnen, warum diese Änderung jetzt so heftig diskutiert wird.
Vielleicht kennt Ihr das Gefühl: Kaum hat man sich an eine Regel gewöhnt, steht schon die nächste Novelle bereit. Genau das passiert jetzt im Heizbereich. Die Bundesregierung arbeitet an einer Verschärfung, die gleich mehrere Heizsysteme betrifft und besonders Betreiber von Holzheizungen trifft. Was es mit dieser Änderung auf sich hat und warum die Diskussion gerade so Fahrt aufnimmt, schauen wir uns jetzt genauer an.
Biomasseverordnung: Was die Regierung wirklich verschärfen will
Geht es nach dem aktuellen Entwurf, sollen bestimmte Holzarten künftig nicht mehr als Biomasse gelten – und damit kaum noch verbrannt werden dürfen. Dazu zählen vor allem Rundholz in Industriequalität sowie Wurzeln und Stümpfe. Für viele von Euch wäre damit ein gutes Stück Heizmaterial gestrichen.
Die Anpassung ist jedoch kein spontaner Einfall aus Berlin, sondern die nationale Umsetzung der EU-Richtlinie RED III. Eigentlich hätte Deutschland diese Vorgabe schon bis Mai 2025 übernehmen müssen – nun holt die Regierung nach, was längst überfällig ist. Entsprechend dürfte die Verschärfung bereits früh im kommenden Jahr in Kraft treten.
Im Zentrum der Kritik stehen pauschale Verbote: Mehrere Sortimente würden komplett aus der energetischen Nutzung ausgeschlossen. Verbände warnen davor, dass solche Regeln nicht nur Biomasseanlagen belasten, sondern auch Waldbesitzern dringend benötigte Einnahmen entziehen könnten – besonders in Zeiten schwankender Holzpreise.

Warum die Wälder im Fokus stehen – und was die Ökologie damit zu tun hat
Auf der anderen Seite steht ein starkes ökologisches Argument: Viele der betroffenen Holzsorten gelten als wertvolle Kohlenstoffspeicher. Nutzt man sie im Möbel- oder Bauwesen, bleibt CO₂ langfristig gebunden – verbrennt man sie, landet alles sofort in der Atmosphäre.
Wurzelholz und Baumstümpfe erfüllen zudem wichtige Funktionen im Wald. Sie speichern Nährstoffe, bieten Lebensraum und fördern das Bodenleben. Sie einfach herauszureißen, würde Wälder zusätzlich schwächen – und die stehen in Deutschland ohnehin unter Druck.
Daher unterstützen Umweltverbände wie der NABU die geplante Verschärfung. Sie verweisen darauf, dass Holzverbrennung in der EU oft als klimaneutral gilt, in Wahrheit jedoch große CO₂-Mengen freisetzt und zusätzlichen Einschlag begünstigt. Die Empfehlung lautet daher: Holz stärker schützen, Alternativen wie Wärmepumpen und Geothermie ausbauen.

Auch das Umweltbundesamt hegt Zweifel – und das Gutachten fällt deutlich aus
Das Umweltbundesamt hat die juristischen Auswirkungen der Holznutzung prüfen lassen – mit einem klaren Ergebnis. Laut Gutachten des IKEM lässt sich Strom und Wärme aus Holz nicht uneingeschränkt als erneuerbare Energie im Sinne der Pariser Klimaziele einstufen.
Darum stellt sich nicht mehr die Frage, ob die Verschärfung kommt, sondern nur noch wie. Die EU-Vorgabe steht, Deutschland muss sie umsetzen. Spielräume könnte es lediglich für Ausnahmen oder Notfallregelungen geben, um Biomasseanlagen nicht komplett unter Druck zu setzen.
Fest steht: Die Diskussion wird uns noch eine Weile begleiten – und viele von Euch werden genau hinschauen, welche Auswirkungen das am Ende für die eigenen Heizkosten hat.
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