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Atommüll: Sechster Castor-Transport erreicht Zwischenlager Ahaus


Ein weiterer Schwerlasttransport mit hochradioaktivem Atommüll aus dem ehemaligen Forschungsreaktor Jülich hat sein Ziel erreicht: In der Nacht ist der sechste von insgesamt 152 geplanten Castor-Behältern im Zwischenlager Ahaus angekommen, teilte die Polizei mit. Der Großteil der Transporte durch Nordrhein-Westfalen steht damit weiterhin bevor.

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Wie die Polizei Münster mitteilte, verlief der Transport ohne Zwischenfälle. Die Fahrt wurde erneut von Einsatzkräften begleitet, Verkehrsmaßnahmen entlang der Transportstrecke führten kurzfristig zu Verkehrsbeeinträchtigungen. Seit Jahren werden die Castor-Transporte von Umweltverbänden und Anwohnern diskutiert und von Protesten begleitet.

Insgesamt sollen 152 Castor-Behälter vom Forschungszentrum Jülich in das Zwischenlager Ahaus verlagert werden. In den Spezialbehältern befinden sich rund 300.000 kugelförmige Brennelemente. Damit handelt es sich um einen der größten Atommüll-Transporte auf der Straße seit Jahrzehnten. Aus Sicherheitsgründen werden weder genaue Termine noch die exakten Fahrtrouten oder mögliche Alternativstrecken vorab bekannt gegeben.

Die Verlagerung geht auf eine behördliche Anordnung zurück. Nach Angaben der Jülicher Entsorgungsgesellschaft (JEN) musste das bisherige Zwischenlager am Standort Jülich geräumt werden, nachdem die ursprüngliche Aufbewahrungsgenehmigung ausgelaufen war und ein neuer Nachweis zur Erdbebensicherheit gefordert wurde. Als schnellste umsetzbare Option gilt der Transport in das bestehende Zwischenlager nach Ahaus. Die dafür erforderliche Transportgenehmigung wurde im August 2025 erteilt.


(mack)



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