UX/UI & Webdesign
ATP präsentiert neues Logo – Design Tagebuch
Die ATP, der internationale Dachverband der männlichen Profitennisspieler, bekommt ein neues Logo. Das überarbeitete Design modernisiere die visuelle Identität der ATP und bewahre gleichzeitig das Erbe und den Geist, die den professionellen Herrentennissport ausmachen, so das offizielle Presse-Statement.
Die ATP (Association of Tennis Professionals) ist der Dachverband der männlichen Profitennisspieler und organisiert die internationale ATP Tour. Sie wurde 1972 von Jack Kramer, Donald Dell und Cliff Drysdale gegründet, um die Interessen der Spieler zu vertreten, Turniere zu strukturieren und den Tennissport weltweit zu fördern. Die ATP ist außerdem für die Weltrangliste der Männer zuständig.
Im Rahmen der diesjährigen ATP Finals, die am vergangenen Wochenende in Turin zu Ende gegangen sind, mit Jannik Sinner als Sieger, war das neue Logo noch nicht im Einsatz. Das nun bevorstehende Rebranding unterstreiche das Engagement der ATP, das Tenniserlebnis stetig weiterzuentwickeln: schneller, digitaler und ausdrucksstärker als je zuvor.
Auszug der Pressemeldung
The ATP has revealed the latest evolution of its iconic logo – the sixth in its 54-year history. The refreshed design modernises ATP’s visual identity while retaining the legacy and spirit that define men’s professional tennis.
Simplified and reimagined for the digital age, the new logo enhances versatility across platforms and products – from broadcast and social media to merchandise and tournament branding. The refreshed mark is designed to telegraph the energy of the sport, featuring a curved trajectory that reflects the motion of a tennis ball in play.

Zuletzt wurde das Logo 2018 modifiziert (dt berichtete). Seit je her war im Logo des Verbands eine Darstellung eines Tennisspielers enthalten (siehe ATP-Logo-Evolution) – diese wurde nun entfernt. Im neuen Logo verläuft zwischen den Großbuchstaben ATP eine geschwungene, von links nach rechts aufsteigende Linie. Das A und T wird auf diese Weise in jeweils zwei Segmente durchtrennt. Die Linie im nunmehr reinen Typozeichen deutet die Flugkurve eines Balls an, wie auch einem von der ATP veröffentlichten Video (siehe unten) zu entnehmen ist.
„Tennis entwickelt sich ständig weiter“, sagt Eno Polo, CEO der ATP. „Um mit unserer globalen Fangemeinde Schritt zu halten, müssen wir unsere Geschichte kreativ und dynamisch erzählen. Unsere neue Identität fängt die Dramatik, Präzision und Dynamik der Tour ein und spricht die Fans von heute an, während sie gleichzeitig die nächste Generation inspiriert, die Tennis gerade erst für sich entdeckt.“
Die Auffrischung des Logos sei Teil der langfristigen Strategie der ATP, jüngere Zielgruppen anzusprechen und die Fanbindung zu stärken. Im vergangenen Jahr wurden Content-Partnerschaften mit TikTok und Overtime eingegangen sowie eine globale Marketingkampagne „It All Adds Up“ in Zusammenarbeit mit Wieden+Kennedy (Portland, USA) entwickelt.
Kommentar
Dass nennt man wohl schlechtes Timing. Dass die Umstellung auf das neue Logo nicht zeitgleich mit der für die ATP wichtigsten Veranstaltung des Jahres geschieht, ist ziemlich unglücklich. Zu keinem Zeitpunkt ist die Sichtbarkeit für die Marke ATP höher als zu den Finals. So gesehen ein „Unforced Error“, ein Fehler ohne Not.
Doch das neue Logo ist das erste wirklich überzeugende in der 53-jährigen Geschichte dieses Tennisverbandes. Simpel, klar, dennoch originär. Obendrein ist das Zeichen eine zum Tennissport passende visuelle Entsprechung. Tatsächlich ist die vergleichsweise flache Flugkurve typisch für diesen Sport.
Der begleitende 91-sekündige „Brand Lanch Film“ ist völlig einfallslos.
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Typeface „Volvo Centum“ soll die Sicherheit beim Autofahren erhöhen – Design Tagebuch
Volvo Cars hat in Zusammenarbeit mit dem Designstudio Dalton Maag eine neue, exklusive Hausschrift namens „Volvo Centum“ vorgestellt. Die Typografie wurde gezielt entwickelt, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen und die Informationsaufnahme während der Fahrt zu optimieren.
Der Autohersteller Volvo integriert Typographie als funktionales Sicherheitselement, als Bestandteil eines ganzheitlichen Designansatzes. Der Fokus des Typedesigns liegt auf maximaler Klarheit und Lesbarkeit bei flüchtigen Blicken („glance-based reading“), wodurch die visuelle Ablenkung des Fahrers minimiert werden soll. „Volvo Centum“ ist für den Einsatz bei hohen Geschwindigkeiten sowie auf digitalen Schnittstellen und physischen Oberflächen optimiert. Die Schrift unterstützt 35 Sprachen, einschließlich komplexer Schriftsysteme wie Chinesisch und Arabisch.
Ihr Debüt wird die neue Schriftart im kommenden Volvo EX60 feiern, gefolgt von einer schrittweisen Einführung in weiteren Modellen. Der Name „Centum“ verweist auf das bevorstehende 100-jährige Firmenjubiläum im Jahr 2027.
Kommentar
Leserlichkeit, Lesbarkeit und hoher Lesekomfort sind nicht nur im Bereich der Barrierefreiheit und der Leichten Sprache wichtig, Stichwort inklusives Kommunikationsdesign, sondern generell bei sehr vielen Anwendungsfällen, gerade auch im Umfeld der Mensch-Maschine-Interaktion. Die damit verbundene Prämisse, einen maximal hohen Lese- und Bedienkomfort zu erreichen, gilt im Kontext Informationsdesign im Grunde für jedwedes Interface, und nicht nur für Schriften wie die „Volvo Centum“, die in Automobilen auf digitalen Instrumententafeln und Head-Up Displays (HUD) erscheinen.
Wenn hier von Seiten der Verantwortlichen bei Volvo Lesekomfort höher gewichtet wird als Individualität (typographischer Ausdruck), dann sagt dies viel über die dahinterstehende Marke aus. Sicherheit ist für die Marke Volvo seit Jahrzehnten nicht nur ein Kernwert, es ist das Fundament der gesamten Markenidentität. Typographie und die vorgestellte Schrift „Volvo Centum“ werden im Rahmen der PR gezielt deshalb platziert, um so die damit verbundene Positionierung zu stärken. Sicherheit fungiert bei Volvo als Vertrauensanker, und die Schriftzeichen bilden im übertragenen Sinne die Kette, die Anker und Marke verbindet.
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