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Aufgrund großer Nachfrage: OpenAI lockert temporär Nutzungslimits für GPT-5.6 Sol

OpenAI hat die Nutzungsbeschränkungen für GPT-5.6 Sol in den Tarifen Plus, Pro und Business vorübergehend gelockert. Nach Angaben des Unternehmens war die Nachfrage nach dem derzeit leistungsstärksten KI-Modell in den vergangenen 48 Stunden sprunghaft angestiegen, weshalb bestehende Limits vorerst aufgehoben werden.
Limits entfallen auf unbestimmte Zeit
Dies hat OpenAI in einem Beitrag auf dem Social-Media-Dienst X bekannt gegeben. Demnach entfällt unter anderem das bisherige Fünf-Stunden-Limit für Nutzer der Tarife Plus, Pro und Business. Gleichzeitig setzt das Unternehmen die bisherigen Nutzungskontingente einmalig zurück und kündigt weitere Optimierungen an, durch die GPT-5.6 Sol künftig die Limits nicht so schnell erreichen soll. Bislang arbeitete ChatGPT mit einem rollierenden Zeitfenster von fünf Stunden, innerhalb dessen eine festgelegte Anzahl an Nachrichten und Aufgaben verarbeitet werden konnte. War dieses Kontingent ausgeschöpft, mussten Nutzer die restliche Zeit bis zur erneuten Freigabe warten. Diese Einschränkung entfällt nun vorübergehend und ermöglicht längere Arbeitsphasen ohne Unterbrechung.
Von der Änderung sollen insbesondere Nutzer profitieren, die GPT-5.6 Sol für Software-Entwicklung, Agenten-Workflows oder umfangreiche Arbeitsprozesse einsetzen. Codex und ChatGPT Work greifen dabei auf dasselbe Nutzungskontingent zu, sodass sowohl lokale Chat-Nachrichten als auch Cloud-basierte Aufgaben auf das gemeinsame Limit angerechnet werden.
Korrekturen sollen für höhere Effizienz sorgen
OpenAI reagiert mit den Maßnahmen auf eine nach eigenen Angaben außergewöhnlich hohe Auslastung bei GPT-5.6 Sol innerhalb der vergangenen 48 Stunden. Produktmanager Thibault Sottiaux zufolge legte insbesondere die Nutzung von Codex und ChatGPT Work in diesem Zeitraum deutlich zu. Das Unternehmen will deshalb kurzfristig Änderungen ausrollen, die eine effizientere Nutzung des Modells ermöglichen sollen, damit die festgelegten Limits künftig langsamer ausgeschöpft werden. Wie diese Effizienzsteigerung technisch umgesetzt werden soll oder wodurch der hohe Ressourcenverbrauch verursacht wird, erläutert OpenAI in dem Beitrag allerdings nicht. Naheliegend ist, dass entweder der Token-Verbrauch des Modells reduziert oder die interne Verarbeitung so optimiert wird, dass identische Aufgaben mit geringerem Ressourcenbedarf ausgeführt werden können.
Google mit ähnlichen Problemen
Mit dem Problem steht OpenAI allerdings nicht allein da. Nachdem Google für Gemini ein neues Abrechnungssystem und damit neue Nutzungslimits eingeführt hatte, folgten massive Beschwerden über ungewöhnlich schnell erreichte Kontingente, vielfach bereits nach rund einer Stunde. In der Folge sah sich Google gezwungen, die Nutzungslimits gleich zweimal zu verdreifachen, bevor das Unternehmen den Fehler nach eigenen Angaben identifizieren konnte.