Künstliche Intelligenz

Bericht: Apple setzt zur WWDC voll auf lokale KI-Modelle


Bislang gelten die Möglichkeiten von Apple Intelligence als eher mau – Apples Kombination aus lokalen Sprachmodellen und Private Cloud Compute (PCC) liegt bei den Ergebnissen konstant hinter dem, was modernere Systeme wie ChatGPT oder Claude leisten. Dennoch wird Apple den Kurs auch mit seiner neuen Google-Gemini-Partnerschaft weiter fortsetzen. Das berichtet der IT-Newsdienst The Information aus dem Silicon Valley. Apple werde On-Device-KI-Modelle erneut nach vorne stellen und das Cloud-Thema in den Hintergrund rücken, auch wenn der Konzern plant, Googles Serverinfrastruktur mitzunutzen.

Apple sieht die lokalen Modelle offenbar weiterhin als Werbeargument in Sachen Datenschutz. Laut The Information will der iPhone-Hersteller seine Erfahrung im Bau der eigenen Apple-Silicon-Chips in den Vordergrund stellen, die mittlerweile seit 16 Jahren existieren (begonnen einst beim iPhone, nun in allen wichtigen Geräten vorhanden). Apple Silicon gibt dem Konzern demnach den Vorteil, auf Smartphones, Macs und sogar Computeruhren gute On-Device-Modelle zu nutzen.

Vom schlechten Ruf von Apple Intelligence bei der Nutzerschaft will Apple durch Google-Hilfe wegkommen: Der Konzern darf laut Vertrag mit dem Internetriesen dessen große Gemini-Modelle nutzen, um lokale Varianten zu trainieren – mittels Destillation. Ob das wirklich zu einer starken Qualitätsverbesserung führt, bleibt abzuwarten. Apple sei zudem auf der Suche nach kleineren KI-Firmen, die sich auf das Thema spezialisiert haben, so The Information unter Berufung auf informierte Personen. Dazu gehört etwa die Firma Liquid AI aus Cambridge, die sich auf die Modellskalierung spezialisiert hat.


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