Künstliche Intelligenz

Bericht: Palmer Luckey hält Retro-Konsolen für milliardenschwer


close notice

This article is also available in
English.

It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Nach Oculus, das er an Facebook – heute Meta – verkaufte und dem Hersteller für militärische Drohnen Anduril Industries plant Palmer Luckey offenbar sein nächstes großes Unternehmen. Für seine bereits aktive Firma ModRetro sucht er einem US-Bericht zufolge Investoren. Das wäre eine Kehrtwende, bisher hatte Luckey die Entwicklung von neuen Konsolen für alte Spiele ausdrücklich als „Hobby“ bezeichnet.

Weiterlesen nach der Anzeige

Nun führt er einem Bericht der Financial Times zufolge Gespräche mit mehreren Investoren, um die Geschäfte bei ModRetro anzukurbeln. Dabei soll es, so die Zeitung, um eine „Bewertung von einer Milliarde US-Dollar“ gehen. Es ist also wahrscheinlich, dass diese Summe gar nicht ganz zur Verfügung gestellt werden muss, vielmehr schätzt Luckey offenbar das geistige Eigentum der Firma und die Marktchancen entsprechend ein.

ModRetro hat bereits ein Produkt am Markt, den Gameboy-Klon „Chromatic“. Wie bei ähnlichen Produkten, etwa denen von Analogue, handelt es sich um eine Nachbildung der originalen Hardware per FPGA. In den Chromatic passen die Spielemodule des ersten Gameboy und des Gameboy Color, nicht aber des Gameboy Advance. ModRetro veröffentlicht auch neue Spiele auf Modul, oft Neuauflagen von Klassikern. Anders als beim Anlogue Pocket, ebenfalls im Gameboy-Format, gibt es jedoch keine so aktive Szene, die auch andere Konsolen über „Cores“ für das FPGA verfügbar macht. Darüber lassen sich dann auch Kopien (ROMs) von Spielen ausführen.

Als Nächstes will ModRetro das „M64“ auf den Markt bringen: Einen Klon des Nintendo 64, der in gleicher Weise, also mit FPGA und Modulen, wie das Chromatic arbeiten soll. Dafür nimmt das Unternehmen Vorbestellungen für 199 US-Dollar an, was günstiger als das bereits verfügbare und getestete Analogue 3D für N64-Module ist. Wann das M64 erscheinen soll, hat ModRetro jedoch noch nicht angekündigt. Man hat wohl von Analogue gelernt, denn dieses Unternehmen konnte seinen versprochenen Liefertermin nicht halten.

Es scheint, als wolle Luckey nicht weiterhin nur sein eigenes Geld in ModRetro stecken. Noch im Juli 2025 sagte er in einem Video auf der Webseite der Firma, er wolle mit dieser eigentlich „kein Geld verdienen“. Laut anderen Blogeinträgen und Fotos von ModRetro soll das M64 samt zugehörigem, neuen Controller im typischen Dreizack-Design des N64 wohl fertig entwickelt sein. Die Geräte sollen bereits zum Start in mehreren Farben erscheinen, die gezeigten Platinen sehen recht seriennah aus. Im Januar 2026 hieß es, man nehme bereits die „frühe Produktion“ auf, die Serienfertigung sollte Anfang des Jahres kurz bevorstehen.

In den letzten beiden Wochen sind auch einige „Previews“ bei Retro-YouTubern erschienen. Etwa Retro Dodo zeigt dabei auch die Menüs und das Gameplay des frühen M64. Wie stets bei FPGA-Konsolen können sich die Funktionen noch mit neuen Softwareversionen ändern. Anhand der bestehenden Geräte, die einige YouTuber als „Prototyp“ bezeichnen, zeichnet sich als ein Vorteil schon ab, dass N64-Spiele auf dem M64 schneller starten könnten als beim Analogue 3D.

Weiterlesen nach der Anzeige

Nach dem Marktstart des ModRetro soll auch noch ein Bluetooth-Controller erscheinen, für den sehr geringe Latenzen versprochen werden. Zu diesem ist nichts genaueres bekannt. Die klassischen N64-Controller passen an die FPGA-Konsolen, aber insbesondere der analoge Joystick darin ist oft hinüber. Hier gibt es in der Retro-Szene aber auch Umbau-Kits, um die alten Controller neu zu beleben.

Neu gebaute Retro-Konsolen haben gegenüber originaler Hardware moderne Schnittstellen wie HDMI und basieren auf neuer Hardware. Die Klassiker zeigen altersbedingt oft Schwächen, etwa bei den Kondensatoren und Netzteilen. Restaurationen können teuer sein, zudem gibt es vernünftige Bildqualität auf HD-Fernsehern in der Regel nur mit Zusatzgeräten wie HDMI-Upscalern, die auf die oft miesen Bildsignale der Konsolen ausgelegt sind. Diese Geräte können zum Teil auch die gewohnten Looks wie Scanlines von Röhrenfernsehern nachbilden.

Lesen Sie auch


(nie)



Source link

Beliebt

Die mobile Version verlassen