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Berliner Anschlag auf Stromversorgung: „Mehrere Systeme gleichzeitig beschädigt”


Fünf Tage nach dem Brandanschlag auf eine Kabelbrücke mit fünf 110-Kilovolt-Leitungen über den Berliner Teltowkanal ist die Stromversorgung in Teilen des Berliner Südwestens noch nicht wiederhergestellt. 24.700 Haushalte und 1.120 Gewerbebetriebe sind laut Angabe des landeseigenen Betreibers Stromnetz Berlin weiterhin von der Stromversorgung abgeschnitten.

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Wieder angeschlossen worden sind 20.000 Haushalte und 1.000 Gewerbekunden. Der Betreiber bittet jedoch die Kundschaft, auf die Nutzung von Großverbrauchern vorerst zu verzichten. Beispielsweise sollen im Schadensgebiet keine Wäschetrockner oder Waschmaschinen genutzt und keine Elektroautos geladen werden.

Laut Vorhersage vom Wochenende sollen die Probleme bis Donnerstag vollständig behoben sein. Die Witterungsverhältnisse erschweren die Arbeiten an Leitungen: Bei Frost von bis zu -8° Celsius nachts und knapp unter dem Gefrierpunkt tagsüber dauern die Bauarbeiten für die Ersatzversorgung weiter an, während ungeheizte Gebäude weiter auskühlen.

„Der Brandanschlag lässt sich als linksterroristische Tat qualifizieren“, erklärt ein Sprecher des Bundesinnenministeriums (BMI) auf Anfrage heise onlines. Die Behörden halten ein an Medien verschicktes Schreiben der sogenannten „Vulkangruppe“ – anders als in Sozialen Netzen diskutiert – für echt.

Erkenntnisse über eine mögliche russische Übersetzung liegen nicht vor“, so der BMI-Sprecher. „Erkenntnisse über eine sogenannte False Flag Aktion liegen ebenfalls nicht vor.“ Dienstagabend hat die Generalbundesanwaltschaft die Ermittlungen an sich gezogen. Bei Straftaten von bundesweiter Bedeutung ist das üblich.

Doch stellen sich zwei weitere Fragen: Gab es grundsätzliche Fehler beim Netzaufbau? Und wie hätte die Krise nach dem Anschlag besser bewältigt werden können?

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Eng vermascht sei die Stromversorgung in der Hauptstadt, betont eine Sprecherin der zuständigen Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe – in Ringstrukturen aufgebaut, gäbe es weitgehende „N-1“-Sicherheit, also bei Ausfall eines einzelnen Systems jeweils ein Backup. „Im vorliegenden Fall wurden jedoch mehrere Systeme gleichzeitig durch den Anschlag beschädigt“, so die Sprecherin.

Nicht nur die vom Brand beschädigten Kabel selbst nahmen Schaden, Kurzschlüsse in weiteren Systemen sorgten für zusätzliche Schwierigkeiten. Abgeschnitten wurde vor allem jener südwestliche Teil der Hauptstadt, der in wildem Zickzack unmittelbar an die frühere Zonengrenze zur DDR ragt. 37 Jahre nach dem Mauerfall und dem Untergang der DDR gibt es keine Ersatzanbindung über Brandenburger Territorium – bislang zumindest.

„Für das betroffene Versorgungsgebiet gibt es Pläne und konkrete Projekte für sicherheitserhöhende Maßnahmen durch alternative Kabelverbindungen“, erklärt die Senatsverwaltungssprecherin. Diese befänden sich „derzeit in praktischer Umsetzung.“

Die Senatsverwaltung, die von der früheren Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) geführt wird, hat erst Mitte Dezember einen überarbeiteten „Maßnahmenplan zur Stärkung der Resilienz des Berliner Stromnetzes und zur Sicherstellung der Endkundenversorgung bei Stromausfällen“ vorgestellt. Dabei betonte Giffey zwar, dass es keine 100-prozentige Sicherheit gäbe, aber aufgrund früherer Vorfälle hätten Experten „genau analysiert, wo wir bei Prävention und Reaktion im Krisenfall noch besser werden können und ein Resilienzkonzept erarbeitet“.

Eine Vielzahl an Fragen werde nach Bewältigung der akuten Lage zu klären sein, sagt der Linken-Innenpolitiker Jan Köstering: „Allem voran ist es nicht zu vermitteln, dass die Zerstörung eines Leitungsweges für 100.000 Menschen einen kompletten Netzausfall bedeutet.“ Offenbar seien derartige Schwachpunkten in den Netzen seit Jahrzehnten nicht adressiert worden.

„Seit Jahren bekannt“ sei die Verwundbarkeit wichtiger Infrastruktur, sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Bundestags-Grünen Konstantin von Notz zu heise online. „Viel zu lang wurden die Probleme von den Verantwortlichen, auch und gerade im Bundesinnenministerium, sträflich vernachlässigt.“ Von Notz kritisiert – mittlerweile seit Jahren [–], dass Umsetzung zweier maßgeblicher Gesetzeswerke für den Schutz kritischer Infrastrukturen zu langsam erfolge.

Erst vor einem Monat wurde die Ende 2022 beschlossene NIS2-Richtlinie für bessere IT-Sicherheit ohne weitere Übergangsfrist in deutsches Recht überführt. Die ebenfalls im Dezember 2022 auf europäischer Ebene verabschiedet CER-Schwesterrichtlinie für einen Mindeststandard zum besseren physischen Schutz kritischer Infrastrukturen schaffte es bislang nur bis in die Bundestagsberatung, nachdem rote und schwarze Innenminister sich mit der deutschen Umsetzung schwertaten.

Ob das Kritis-Dachgesetz große Veränderung mit sich gebracht hätte, ist unklar: der Zugang zum nun absichtlich beschädigten Kabelstrang sei mit einem massiven Zaun und Übersteigschutz gesichert gewesen, heißt es aus der Berliner Senatsverwaltung.

Der Landkreistag weist darauf hin, dass der Wert, ab dem eine Anlage überhaupt unter das Kritis-DG fällt, viel zu hoch sei: 500.000 versorgte Einwohner. „Die Mehrheit der Bevölkerung und Gewerbebetriebe in Deutschland wird von Betreibern versorgt, die unterhalb des Schwellenwerts liegen“, rechnet Hauptgeschäftsführer Kay Ruge vor. Das aktuelle Beispiel mit 45.000 Haushalten und 2000 Betrieben habe bereits gezeigt, dass die Strukturen „an ihre Grenze kommen“, formuliert Ruge höflich. Er plädiert daher für eine deutliche Absenkung der Schwellenwerte.

Lauter gefordert wird zudem, Daten zu kritischen Infrastrukturen nicht mehr öffentlich zur Verfügung zu stellen. „Die aktuellen Transparenzregeln machen es Angreifern zu leicht, um etwaige Schwachstellen in unseren Energienetzen aufzuspüren“, sagt ein Sprecher des Verbands Kommunaler Unternehmen (VKU). „So werden schlimmstenfalls sicherheitsrelevante Standortdaten preisgegeben, die in den falschen Händen zur Gebrauchsanweisung für Sabotage oder hybride Angriffe – etwa mit Drohnen – werden können.“

Ähnliche Gedanken hat Giffey ins Spiel gebracht. Welchen konkreten Nutzen das bei Infrastrukturen haben könnte, bei denen über Jahrzehnte eher die historische Ungenauigkeit der Planunterlagen problematisch schien, verriet sie nicht. Zudem will die Sozialdemokratin mehr Videoüberwachung für kritische Infrastrukturen – die habe es bei der nun betroffenen Brücke zum Heizkraftwerk Lichterfelde nicht gegeben, weil darunter ein öffentlich nutzbarer Weg am Ufer entlang führt.

Kay Ruge vom Landkreistag betont die Bedeutung der Bewältigung von Krisensituationen: „Das erfordert finanzielle Ressourcen, Personal und viel Übung. Es reicht nicht nur Notfall- und Krisenpläne zu haben, sie müssen auch laufend geübt und evaluiert werden.“

„Es gibt an der ein oder anderen Stelle noch Optimierungsbedarf“, zitiert der Berliner Tagesspiegel Dienstagabend den Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU) mit Blick auf die Krisenreaktion Berlins. Die Hauptstadt brauchte Bundeshilfe offenbar dringender als geplant: 150 Ehrenamtliche des Technischen Hilfswerks (THW) aus 19 Ortsverbänden sind allein am Dienstag zum Einsatz gekommen, sagt das Bundesinnenministerium. Die Bundeswehr fährt seit Montag mit einem Tanklastzug Diesel zu Aggregaten im Stromausfallgebiet, nachdem das Land Berlin zunächst keine Hilfe der Bundeswehr wollte. Sonntagabend rief es dann doch eine Großschadenslage aus, um vom Bund mehr Hilfe anfordern zu können.

Zuständig für den Katastrophenschutz sind in Deutschland die Bundesländer; der Bund ist für Zivilschutz nur im Verteidigungsfall zuständig. Doch in diesem Fall wären Bundeswehr und THW bereits anderweitig verplant – ein Zustand, um den die Fachpolitiker in Bund und Länder seit Jahren wissen. Bislang haben weder Bund noch Länder die nötigen Mittel für wirksame Konsequenzen aufgebracht.


(ds)



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Dell-PC mit verriegeltem 12V-2×6-Stecker für die Grafikkarte


Die japanische Webseite Chimolog hat einen aktuellen Komplett-PC von Dell getestet. Beim Zerlegen des Rechners fand sich an der Grafikkarte vom Typ RTX 5070 Ti ein interessantes Detail: Das Adapterkabel von einer 12V-2×6-Buchse auf zwei PCIe-8-Pin-Buchsen weist eine mechanische Verriegelung auf.

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Dabei scheint es sich um eine Eigenkonstruktion zu handeln. Dem ausführlich bebilderten Bericht zufolge stammt sie von dem großen Zulieferer Amphenol. Dessen Logo ist auch auf dem Stecker angebracht. Amphenol hat auf seinen Webseiten zwar einige 12V-2×6-Komponenten, einen Stecker wie den im Dell-PC konnten wir dort jedoch nicht finden. Für große Hersteller wie Dell ist es nicht unüblich, bei Zulieferern eigene Designs zu bestellen. Laut Chimolog sitzt der Stecker bombenfest und lässt sich kaum bewegen. Bei herkömmlichen Verbindern der Bauform ist das nicht so.

Der Amphenol-Adapter verfügt nicht nur über eine mechanische Verriegelung, die sich mit Druck auf eine große Lasche wieder lösen lässt – das sieht deutlich zuverlässiger aus, als die bisher üblichen Stecker. Die zwölf Adern für den Strom sind auch einzeln zur Seite geführt, sodass sich die als eine Fehlerquelle identifizierten großen Biegeradien wie bei starren Kabelbündeln gar nicht ergeben. Etwas unverständlich ist, warum Dell weiterhin auf einen Adapter für die alten PCIe-Verbinder setzt, und nicht gleich ein Kabel mit zwei 12V-2×6-Steckern bestellt hat. Vermutlich soll das genutzte Bauteil auch für ältere Netzteile in verschiedenen PC-Serien genutzt werden. Den von Chimolog getesteten Rechner mit der Modellnummer EBT2250 gibt es auch bei Dell Deutschland. Ob er auch dort diesen Adapter besitzt, verrät Dells Angebot nicht.

Eine ordentliche Verriegelung eines Kabels kann nicht nur für weniger Schäden beim Transport sorgen. Die Hardwarebranche hatte schon beim ersten 12VHPWR-Stecker und dann auch beim überarbeiteten 12V-2×6 darauf hingewiesen, dass die von Nutzern gemeldeten Defekte bis zum Brand von Grafikkarten durch deren eigene Schuld verursacht sein können. Die filigranen Stecker lassen sich auch ohne große Fahrlässigkeit so einstecken, dass das System zwar funktioniert, aber kein voller Kontakt an allen Pins hergestellt ist. Dann können über die besser verbundenen Pins hohe Ströme fließen, sodass diese und die Plastikgehäuse der Stecker und Buchsen überhitzen.

Solche oft zitierten „Anwenderfehler“ könnten durch einen Stecker wie den von Amphenol reduziert werden. Nicht jeder solche Adapter löst die grundlegenden Probleme der filigranen PCIe-5-Stromstecker jedoch zuverlässig. Das eigentlich erfahrene Zubehörunternehmen Cablemod musste seine erste Version von gewinkelten 12VHPWR-Kabeln vor zwei Jahren zurückrufen.

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(nie)



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Apples KI-Accessoires sollen dem iPhone angeblich Augen verleihen


Im Zentrum von Apples geplanter KI-Hardware stehen ganz offensichtlich Kameras: Der Hersteller plant einem Bericht zufolge, die „Visuelle Intelligenz“ – eine KI-Analyse der physischen Umgebung des Nutzers – zum Hauptbestandteil der Produkte zu machen. Das berichtet der gewöhnlich intim mit Apples internen Plänen vertraute Mark Gurman in seinem Bloomberg-Newsletter.

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Den Informationen zufolge arbeitet Apple aktuell an gleich drei KI-Accessoires: einer an Metas Ray-Ban-Sonnenbrille angelehnten smarten Brille (ohne Display), einem KI-Anhänger respektive Anstecker sowie einer AirPods-Variante mit integriertem Kamerasystem. Ein erstes dieser KI-Produkte könnte Ende des Jahres marktreif sein, hieß es.

Die Kameras könnten Funktionen wie eine Lebensmittelerkennung oder detailliertere Navigationsanweisungen ermöglichen, die sich auf die physische Umgebung beziehen, erläutert Gurman. Auch sei denkbar, dass die Technik Nutzer an etwas erinnert, sobald sie beispielsweise auf ein bestimmtes Objekt blicken.

Visuelle Intelligenz ist eine Nischenfunktion von Apple Intelligence, die ursprünglich nur auf dem iPhone 16 verfügbar war. Apple bewarb die Funktion anfangs damit, dass Nutzer etwa beim Spaziergang einen Hund fotografieren und so per KI dessen Rasse herausfinden können – statt einfach den irritiert danebenstehenden Hundebesitzer zu fragen. Mit iOS 26 kam die Funktion auf weitere iPhones und analysiert nicht nur das Live-Kamerabild, sondern wahlweise auch Screenshots und damit praktisch jeden Bildschirminhalt. Apple Intelligence steuert hier allerdings nur Basisfunktionen bei, die erweiterte Bildanalyse übernimmt stattdessen ChatGPT oder Googles Bildersuche. Installierte Dritt-Apps können darüber ebenfalls Suchdienste anbieten.

Gegenüber Finanzanalysten verwies Apple-Chef Tim Cook jüngst direkt auf das Feature, es sei eine der populärsten Funktionen von Apple Intelligence, so Cook. Der CEO würde die Funktion wohl öffentlich nicht derart in den Vordergrund stellen, wenn an dieser nicht mit Hochdruck gearbeitet würde, glaubt Gurman. Nach viel Kritik und bislang nicht gelieferten Siri-Verbesserungen versucht Apple aktuell, seine KI auf neue Beine zu stellen. Google Gemini soll künftig eine solidere Basis für Apple Intelligence schaffen.

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(lbe)



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Starlink-Sperre und Hacker-Falle: Russlands digitale Front bröckelt


Lange Zeit nutzten russische Einheiten das Starlink-Satellitensystem von SpaceX intensiv, obwohl das Unternehmen von Elon Musk den Dienst für Russland offiziell blockiert hatte. Über Drittstaaten und illegale Wege gelangten die markanten weißen Empfänger in die Hände der Invasoren. Diese verwendeten sie in den besetzten Gebieten der Ukraine, um eine stabile und abhörsichere Kommunikation zu gewährleisten und so etwa Drohnenschläge durchzuführen. Die konsequente Abschaltung der illegal genutzten Terminals Anfang Februar bringt das russische Militär jetzt jedoch in Erklärungsnot und es droht ein taktisches Desaster.

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Offiziell gibt sich Moskau gewohnt unbeeindruckt. Der stellvertretende Verteidigungsminister Aleksej Kriworutschko betonte im russischen Fernsehen, die Deaktivierung habe keinerlei Einfluss auf die Einsatzfähigkeit. Die Kommunikation sei über eigene, geschützte Kanäle gesichert. Unter Experten und Beobachtern wird diese Aussage jedoch als reine Schutzbehauptung gewertet. Dass die Realität an der Front eine andere ist, belegen Berichte russischer Militär-Blogger, die oft über direkte Kontakte mit den Truppen verfügen. Dort sei von ernsthaften Problemen die Rede, da viele Einheiten ihre taktische Koordinierung fast vollständig auf die zuverlässige Starlink-Verbindung gestützt hatten.

Die Folgen dieser digitalen Funkstille zeigten sich schnell auf der Landkarte. Analysten des US-amerikanischen Institute for the Study of War (ISW) sehen einen direkten Zusammenhang zwischen den Kommunikationsschwierigkeiten und jüngsten ukrainischen Erfolgen. In der Region Saporischschja gelang es demnach der ukrainischen Armee, durch gezielte Gegenstöße rund 300 Quadratkilometer Territorium zurückzuerobern. Ohne die gewohnte Echtzeitvernetzung durch Starlink scheint die russische Verteidigung an entscheidenden Stellen zu langsam und unkoordiniert zu reagieren.

Die regulären ukrainischen Truppen können ihre Geräte über eine „Whitelist“ des Verteidigungsministeriums und eine Einzelfreischaltung durch SpaceX weiterhin problemlos gebrauchen. Cyber-Aktivisten, die sich für Kiew starkmachen, haben die Verzweiflung auf der Gegenseite nun für ein Husarenstück genutzt. Hacker der „256. Cyber-Sturmdivision“, einer seit der Krim-Annexion 2014 aktiven Privatinitiative, stellten den russischen Einheiten laut der Tagesschau eine Falle.

Über den Messenger Telegram gaben sich Vertreter der Online-Bürgerwehr als korrupte Helfer oder Insider aus, die gegen Bezahlung gesperrte Starlink-Terminals wieder aktivieren könnten. Russische Soldaten, die händeringend auf der Suche nach einer stabilen Leitung sind, sind angeblich in Scharen in die Falle getappt. Um die vermeintliche Freischaltung vorzubereiten, fragten die Hacker demnach sensible Daten ab – darunter die exakten Standorte der Geräte. Trotz anfänglicher Skepsis einiger Soldaten lieferten dem Bericht zufolge fast 1500 Einheiten ihre Geodaten an die vermeintlichen Dienstleister.

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Das Ergebnis war für die Aktivisten selbst überraschend umfangreich: Binnen einer Woche verfügten sie über ein präzises Zielverzeichnis russischer Stellungen, schreibt die Tagesschau. Dieses hätten sie umgehend an die ukrainische Artillerie weitergeleitet. Neben dem militärischen Schaden habe die Aktion einen massiven psychologischen Effekt erzielt. In abgehörten Funksprüchen sollen russische Soldaten panische Angst davor geäußert haben, ihre Starlink-Geräte überhaupt noch einzuschalten. Sie seien besorgt gewesen, damit ihr eigenes Todesurteil zu unterschreiben.

Als zusätzlichen Erfolg verbuchten die Hacker rund 6000 US-Dollar in Kryptowährungen, heißt es. Diese hätten sie den russischen Offizieren für die „Dienstleistung“ abgeknöpft und das Geld anschließend an die ukrainische Armee gespendet.

Zwar wird die russische Armee versuchen, auf alternative Kommunikationswege auszuweichen, doch Experten sind sich einig, dass diese weder die Stabilität noch die Abhörsicherheit des Satellitensystems von SpaceX erreichen. Für Moskau bedeutet der Verlust des Starlink-Zugangs nicht nur eine technische Schwächung. Dazu kommt das indirekte Eingeständnis, dass die eigene militärische Infrastruktur den Anforderungen eines hochmodernen vernetzten Krieges ohne westliche Technologie kaum gewachsen ist.

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(nie)



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