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UX/UI & Webdesign

»Branding ist Teamwork in Progress« › PAGE online


Wenn Markenstrategie und Brand Design nicht ineinandergreifen, entstehen Brand Gaps – und das kostet Relevanz, Glaubwürdigkeit und Vertrauen. Wir haben mit Creative & Strategy Director Bettina Knoth über blinde Flecken in der Markenarbeit, Aha-Momente in ihren Webinaren und das neue zweitägige Format in der PAGE Academy gesprochen.

Referentin Bettina Knoth lehrt euch, Brand Strategy und Brand Design miteinander zu verknüpfenBild: Jörg Rothhaar

Branding ist Teamwork und das an vielen Übergängen – von der Strategie zum Design, von der Markenführung zur Unternehmenskultur. Oft verliert sich dort die ursprüngliche Idee. Die Folge: Ein starkes Design ohne inhaltliche Tiefe. Oder eine ausgefeilte Strategie, die visuell nicht erlebbar wird. Mitarbeitende wissen nicht, wofür ihre Marke steht, Kund:innen erleben Brüche und das Vertrauen schwindet. Im PAGE Webinar »Close the Brand Gap« am 03. und 04. Dezember 2025 zeigt Creative & Strategy Director Bettina Knoth, wie Marken über Purpose, Unternehmenskultur und Kundensicht zu echter Wirksamkeit finden.

Warum braucht es überhaupt ein eigenes Seminar, um die Lücke zwischen Brand Strategy und Brand Design zu schließen?

Bettina Knoth: Weil durch sie erstaunlich viel Wirkung verloren geht. Branding ist Teamwork in Progress. Und das an jedem Punkt in den Workflows von Markenbildung und Markenführung und unter Beteiligung von KI. Die Probleme entstehen an den Übergängen: Wenn das Brand Design nicht transportiert, was strategisch gemeint war. Oder wenn eine Marke zwar gut gestaltet ist, aber nicht das verspricht, was für die Zielgruppe relevant ist. Genau diese »Brand Gaps« können dazu führen, dass sich Marken gar nicht erst etablieren oder ihr Vertrauen riskieren – intern wie extern.

25 für 2025: Aktuell gibt es in der PAGE Academy 25 Prozent Rabatt auf alle Seminare: Jetzt anmelden und dabei sein!

Was sind typische Symptome dafür, dass eine Marke in so ein Gap geraten ist?

Es sind oft ganz einfache Indikatoren: Die Mitarbeitenden können nicht sagen, wofür ihr Unternehmen eigentlich steht. Es fehlen die benötigten Fachkräfte für die Umsetzung. Oder die Kund:innen erleben etwas anderes als erhofft. Die Marke bleibt austauschbar oder wird sogar unglaubwürdig. All diesen Fällen ist gemein: Brand Strategy und Brand Design wurden nicht im Dialog entwickelt oder, wenn doch, werden sie aktuell langfristig nicht konsequent zusammen gedacht.

Was erwartet die Teilnehmenden im Webinar?

Wir arbeiten in drei kompakten Sprints: Purpose, Culture und Customer Perspective. Das klingt theoretisch, ist aber praxisnah aufgebaut. Wir analysieren reale Best- und Worst-Case-Beispiele, entwerfen interaktiv und auf Basis von Toolsets eigene Ansätze und diskutieren über Erfahrungen der Teilnehmenden. Viele von ihnen kommen mit einer konkreten Fragestellung und nehmen direkt Impulse und To-dos für ihre Markenarbeit mit.

Was war ein besonderer Aha-Moment in einem der letzten Webinare?

Wie kulturprägend der eigene Prozess ist. Der Prozess einer Markenentwicklung ist ja bereits Teil der Arbeit. Und er beeinflusst das Ergebnis und den dauerhaften Umgang mit der Marke. Nicht nur in Unternehmen, auch auf Agenturseite herrscht immer noch Silo-Denken. Informationen fehlen oder sind nicht zugänglich. Geschäftsleitung, R&D, Marketing und Vertrieb, ggf. HR sprechen zum ersten Mal auch inhaltlich miteinander. Ein Brand Management ist noch nicht etabliert. Oft werden die interne politische Komponente und die Kommunikation, aber auch die Implementierung immer noch unterschätzt. Markenarbeit ist ein People’s Business und dafür braucht es einen zukunftsweisenden methodischen Workflow, der inspiriert.

In diesem Jahr findet das Webinar erstmals an zwei aufeinanderfolgenden Vormittagen statt – warum die Änderung?

Wir haben festgestellt, dass viele zwischen den Sprints gern mehr Zeit hätten, um Inhalte zu verarbeiten, Fragen zu sammeln und das Gelernte direkt auf ihre Projekte zu beziehen. Diese Aufteilung schafft den Raum dafür und ist anschlussfähiger – besonders für die interaktiven Parts und die Diskussionen. So entstehen mehr inhaltliche Tiefe, Verständnis und Austausch auch zwischen den Teilnehmenden.

Dein Versprechen: Nach dem Webinar wissen die Teilnehmenden, wie sie Gaps erkennen und schließen. Was ist dafür entscheidend?

Reflexion und die Bereitschaft zur Transformation. Das gilt für Unternehmen wie Agenturen gleichermaßen. Markenarbeit beginnt nicht beim Schaffen von Erlebnissen, sondern bei der kritischen Selbstbetrachtung: Wissen wir wirklich, wofür wir stehen? Erkennen unsere Mitarbeitenden sich darin wieder? Empfinden Kund:innen unsere Marke so, wie wir sie kommunizieren? Und: Beziehen wir alle relevanten Stakeholder ein? Arbeiten wir interdisziplinär und im Dialog? Wer bereit ist, sich diese Fragen zu stellen, hat schon die ersten Brand Gaps geschlossen.

Durch die Sprints führt Bettina Knoth, Inhaberin und vielfach ausgezeichnete Strategie- und Kreativdirektorin des Brand-, Design- und Innovationshubs Labstract sowie ehemals Vorstandssprecherin des Deutschen Design Clubs

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Horror-Projekt als spaßiges Online-Game › PAGE online


Bei diesem kreativen Projekt läuft gar nichts rund und es macht trotzdem Freude. »The Scope Creep« ist aber nichts für zarte Gemüter, denn Stress ist vorprogrammiert.

Horror-Projekt als spaßiges Online-Game › PAGE online
Screenshot: The Scope Creep © Wondermarke

Eigentlich hat man genau auf diese Situation in der Vorweihnachtszeit sehr wenig Lust – und Zeit. Dieses Game ist dennoch sehr spaßig und lädt ein, mal kurz vom Alltag Auszeit zu nehmen – obwohl man sich hier in ein stressiges Projekt begibt.

»The Scope Creep« ist ein interaktives Onlinegame, das die Spieler:innen in eine Story verwickelt, die alle Kreativ-Projektmanager:innen kennen dürften. Ein Horrorprojekt, wo einfach alles schiefgeht. Knappe oder sich ständig verändernde Deadlines, gruselige Kundenwünsche, fehlgeleitete E-Mails, Krankheitsfälle im Team und einiges mehr.

Starte das Web-Projekt – easy, oder??

Das Spiel versetzt Spieler:innen in die Rolle des Projektmanagements in einer Kreativagentur. Die Aufgabe: ein Projekt mit knappem Budget leiten und das Erstellen einer Website für einen Kunden. Aber das Ganze erscheint von Beginn an wie verflucht. Nichts klappt wie geplant, ständig steht man vor kniffeligen Entscheidungen.

The Scope Creep Gamedesign Screenshot
Screenshot: The Scope Creep

 

Im Projekt-Kickoff ist noch alles normal, aber irgendwie ist die Stimmung seltsam. Das neu zusammengesetzte Team trifft sich zur Vorbesprechung und obwohl niemand den Kunden zuvor getroffen hat, ist das Meeting wenig erheiternd. Im Gegenteil.

Die erste Entscheidung im Game steht an: Was tun? Es gibt drei Möglichkeiten, die als mysteriöse Karten dargestellt sind. Und diese lenken die Story.

Als Nächstes geht es um die Farbpalette: Der Kunde möchte Farben aus einem im Netz gefundenen Farbpaletten-Generator ausprobieren. Alle Projekt-Beteiligten finden die Farbauswahl fürchterlich. Was tun? Und so geht das Spiel weiter, man wird in ein immer größeres Stress-Level, natürlich spielerisch, versetzt.

Einige Entscheidungen sind zudem nicht einfach …

Rot, düster und mysteriös

Passend zum Horror-Projekt ist auch die Web-Gestaltung des Games. Sie erinnert an Horrorfilme oder Plakatdesigns dafür. Mit schwarz-roter Farbgebung und einem leichten roten Glow-Effekt auf den mysteriösen Karten, die man auswählen muss, erscheint das Gamedesign wirklich wie aus einem Grusel-Kabinett.

Die zu Beginn und zwischendrin auftauchenden, großen und roten Augen dringen direkt in einen hinein. Es sind die Augen des Schrecken erregenden Kunden, der einen ständig aus einer nicht ersichtlichen Position beobachtet und die Entscheidungen des Games infrage stellt. Der Projektverlauf ist außerdem mit einem rot-wabernden Dunst unterlegt. Auch der Sound ist gruselig und könnte aus einem Horrorfilm stammen.

Mit dem Horror-Projekt-Sprint starten

Das Game wurde vom britischen Designstudio Wondermarke entwickelt, das sich hauptsächlich mit Brandings, Webdesigns, Apps und Gamings beschäftigt.

The Scope Creep Gamedesign Screenshot
Screenshot
The Scope Creep Gamedesign Screenshot
Screenshot

Alle Bilder © Wondermarke

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Starkes Rebranding von AIGA New York › PAGE online


AIGA ist der Berufsverband der Grafikdesigner:innen in den USA und der Ortsableger in New York City die mit Abstand größte Dependance. Und das jetzt mit einer neuen Identity, die sich der Zukunft stellt und dabei ganz auf die Community setzt, auf Vielfalt und den Zusammenhalt.

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Lufthansa Group erneuert Markenauftritt – Design Tagebuch


Die Lufthansa Group hat ihren Markenauftritt erneuert. Die Markenstrategie, die dem veränderten visuellen Erscheinungsbild zugrunde liegt, unterstreiche die Verbundenheit und Synergien aller Fluggesellschaften und Unternehmen durch eine Dachmarke, so das Unternehmen.

Die Lufthansa Group ist Unternehmensangaben zufolge nach Umsatz und Flottengröße die viertgrößte Airline-Gruppe der Welt (hinter American Airlines Group, Delta Air Lines, United Airlines Holdings). Sie betreibt unter einem Dach fünf nationale Fluggesellschaften (Lufthansa, Swiss, Austrian Airlines, Brussels Airlines, Air Dolomitit), weitere privatreiseorientierte Airlines, Lufthansa Cargo, Lufthansa Technik und über 300 Tochtergesellschaften und verbundene Unternehmen.

Ende letzter Woche hat die Lufthansa Group ihren neuen Markenauftritt präsentiert. Ziel der neuen Markenidentität sei es, die Stärke der Lufthansa Group sichtbarer zu machen. Für Kunden sollen Serviceangebote unter der Group-Marke gebündelt und dadurch noch klarer erkennbar werden.

Auszug der Pressemeldung

„Die Lufthansa Group entwickelt sich von einer Gruppe von Airlines zu einer integrierten Airline-Gruppe. Die neue Markenidentität ist daher mehr als nur eine Überarbeitung unseres Designs, sie ist ein strategischer Meilenstein. In einem herausfordernden Umfeld schafft dieser Schritt einen visuellen Anker des Vertrauens für unsere Kunden. Eine visuelle Identität in der Luftfahrt muss viel mehr leisten, als nur ein auffälliges Erscheinungsbild zu schaffen. Sie wird unsere strategischen Markenwerte und ein Versprechen widerspiegeln, das wir unseren Passagieren über all unsere Marken hinweg geben wollen. Die neue Markenidentität ermöglicht ein ganzheitliches Markenerlebnis, bietet Orientierung und stärkt die Identifikation mit der Lufthansa Group“, so Dieter Vranckx, Chief Commercial Officer Lufthansa Group.

Lufthansa Group Logo – vorher und nachher, Bildquelle: Lufthansa Group, Bildmontage: dt
Lufthansa Group Logo – vorher und nachher, Bildquelle: Lufthansa Group, Bildmontage: dt

Die Kranich-Bildmarke – seit 1918 ist das von Otto Firle gezeichnete Signet das Markenzeichen der Lufthansa wird im Rahmen des Markenauftritts zukünftig ohne den umgebenden Kreis verwendet. Die in Versalien gesetzte Wortmarke, in der Positivform in dunkelblau gehalten, wird in dieser Form bereits seit 2018 verwendet.

Lufthansa Group Brand Design – Logo, Quelle: Lufthansa Group

Mit der „LHG Head“ legt sich das Unternehmen eine neue Hausschrift zu. Bislang nutzt die Lufthansa Group die „Lufthansa Head“ (Lufthansa Brand Guidelines: Typography). Die Farbpalette wurde auf sechs neue Töne erweitert. Das Farbspektrum repräsentiere „verschiedene Höhen vom Boden bis zum Himmel, um die Vielfalt der Lufthansa Group widerzuspiegeln“, wie es in der offiziellen Pressemeldung heißt.

Die Flugzeuge der zur Lufthansa Group gehörenden Fluggesellschaften werden künftig mit dem Zusatz „Member of Lufthansa Group“ gekennzeichnet. So solle die Zusammengehörigkeit der einzelnen Fluggesellschaften zur Gruppe sichtbarer gemacht werden. Der Zusatz sie bereits in diesem Jahr auf digitalen Bordkarten, Websites und an 160 Flugzeugen verschiedener Fluggesellschaften der Lufthansa Group eingeführt worden. Der Webauftritt des Unternehmens (lufthansagroup.com) wurde bereits auf das neue Markendesign umgestellt.

Auch die Lufthansa (Airline) selbst hatte vor kurzem ein neues Design präsentiert – wenngleich dieses lediglich wenige Flugzeuge betrifft. Aus Anlass des 100-jährigen Bestehens präsentiert die Fluggesellschaft eine Jubiläumsflotte mit Sonderlackierung.

Kommentar

Der Lufthansa-Kranich – nun ist er frei! Möglicherweise, denn natürlich drängt sich der Gedanke auf, eine Blaupause, die zukünftig auch auf die Marke Lufthansa übertragen wird. Die Frage ist: braucht es den umgebenden Ring? Verleiht der Ring dem Kranich Halt und Stabilität, oder engt er diesen in seiner Bewegung und Freiheit ein? Wie essenziell ist der Ring als markenidentitätsstiftendes Gestaltungselement? Welche Vorteile und Nachteile sehen dt-Leser? #Diskussion

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