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Künstliche Intelligenz

Brückenschlag über den Atlantik: Deutschland und Kanada schmieden KI-Allianz


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In der Welt der Künstlichen Intelligenz wird Geopolitik zunehmend durch Rechenleistung, Datenhoheit und ethische Leitplanken definiert. Deutschland und Kanada wollen unter diesen Vorzeichen ihre digitale Partnerschaft auf ein neues Fundament stellen, was weit mehr ist als ein diplomatischer Routineakt. Am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz haben Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) und sein kanadischer Amtskollege Evan Solomon am Samstag eine gemeinsame Absichtserklärung unterzeichnet. Sie soll den Weg für eine tiefe technologische Symbiose im KI-Sektor ebnen. Das Abkommen markiert den ersten großen Meilenstein der im Dezember in Montreal gegründeten Digitalallianz zwischen beiden Ländern.

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Die strategische Bedeutung der geschlossenen Partnerschaft ergibt sich aus komplementären Stärken beider Länder. Kanada gilt seit Jahren als einer der weltweit führenden Forschungsstandorte für Deep Learning. Deutschland bringt eine starke industrielle Basis und Know-how in der angewandten KI etwa in der Robotik oder Medizintechnik mit. Das unterzeichnete Dokument zielt darauf ab, diese Vorteil zu bündeln, um technologisch und wirtschaftlich unabhängiger von den marktbeherrschenden Plattformen aus den USA und China wie ChatGPT, Gemini oder DeepSeek zu werden.

Ein Aspekt der Vereinbarung betrifft die Schaffung einer souveränen digitalen Infrastruktur. In einer Zeit, in der der Zugang zu massiven Rechenkapazitäten über den Erfolg ganzer Industriezweige entscheidet, planen Berlin und Ottawa den gemeinsamen Ausbau von Rechenzentren. Dabei liegt ein Fokus auf der Energieeffizienz – ein Thema, das angesichts des enormen Stromverbrauchs moderner Sprachmodelle an politischer Brisanz gewinnt. Durch gemeinsame Investitionsmodelle sollen Ressourcen geschaffen werden, die speziell auf die Bedürfnisse nationaler KI-Ökosysteme zugeschnitten sind. Zugleich sollen sie Firmen beider Länder eine sichere, skalierbare Basis für ihre Innovationen bieten.

Wildberger betonte, dass verantwortungsvolle KI-Entwicklung und robuste digitale Ökosysteme untrennbar mit der wirtschaftlichen Zukunft beider Nationen verknüpft seien. Solomon ergänzte, dass es an den Demokratien liege, eine Vorreiterrolle bei der Förderung sicherer und ethisch fundierter Technologie zu übernehmen. Dies spiegelt sich in der geplanten Zusammenarbeit bei internationalen Standards wider. Beide Länder wollen den Austausch über ethische Prinzipien intensivieren und so sicherstellen, dass KI-Systeme transparent bleiben. Das gilt als entscheidender Faktor für die Akzeptanz der Technik in Bevölkerung und Wirtschaft.

Die Kooperation reicht über die Theorie hinaus. Ein praktischer Schwerpunkt liegt auf der Förderung von Talenten und der Vernetzung von Startups sowie mittelständischen Unternehmen. Durch Austauschprogramme und Business-to-Business-Formate soll ein direkter Wissenstransfer stattfinden. Der Verteidigungssektor sowie der Halbleiterindustrie sollen einbezogen werden. In diesen sensiblen Bereichen wollen Deutschland und Kanada enger kooperieren, um technologische Souveränität in der gesamten Wertschöpfungskette sicherzustellen.

Ein erster großer Praxistest steht schon fest: Mitte September wird Deutschland als Gastland auf der „All in“ in Montreal auftreten, der größten KI-Messe Kanadas. Mit einem eigenen Länderpavillon will die Bundesrepublik deutschen Firmen eine Bühne bieten, um neue Partnerschaften im nordamerikanischen Markt zu knüpfen. Ziel ist es, deutsche Expertise in Feldern wie der industriellen KI oder der energieeffizienten Robotik weltweit sichtbarer zu machen.

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Die vertiefte Allianz ist auch als strategische Antwort auf die veränderte Lage in Washington zu verstehen. Unter der zweiten Amtszeit von Donald Trump hat sich das Klima für internationale Technologiekooperationen deutlich verschärft. Die aggressive „America First“-Politik, die verstärkt auf Deregulierung im eigenen Land und protektionistische Maßnahmen gegenüber Partnern setzt, sorgt für erhebliche Spannungen.

Während das Weiße Haus mit seinem neuen KI-Aktionsplan vor allem die US-Vormachtstellung zementieren will und sogar traditionellen Verbündeten mit Zöllen im Tech-Sektor droht, suchen Berlin und Ottawa den Schulterschluss der „Middle Powers“. In diesem Spannungsfeld gilt die deutsch-kanadische Kooperation als Signal für eine regelbasierte Digitalpolitik.


(nie)



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Künstliche Intelligenz

Lego-Bauraum für Erwachsene in München eröffnet


So manche Kindheitsträume erwachsener Lego-Fans können in München jetzt wahr werden. Deutschlands erster Lego-Bauraum für Erwachsene „Out of the Blox“ lädt zum Bauen und Abschalten ein – ohne kaufen zu müssen. Der Spaß kostet allerdings Geld: Laut Webseite werden pro Stunde 15 Euro fällig – oder für einen Tagespass 90 Euro.

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Es gehe hier um das gemeinsame Bauen, sagt Mitgründer Moritz Janke, der den Bauraum mit seiner Freundin Melanie Sotouky eröffnete. Viele Fans liebten die Modelle, hätten aber zu wenig Platz oder scheuten die Anschaffungskosten. In dem neuen Konzept könnten Gäste „genau das Set bauen, auf das man immer schon Lust hatte“.

Die Auswahl ist groß. In der Sammlung finden sich etwa Sets aus den “Star Wars“- und „Harry Potter“-Reihen, aber auch berühmte Sehenswürdigkeiten wie der Eiffelturm oder der riesige Burj Khalifa in Dubai können nachgebaut werden.

Am Eröffnungstag war der Laden mit vielen Besuchern gefüllt, die mal wie in Kindheitszeiten auf dem Boden und mal an einem der vielen Tische bauten. Ständig war das ganz spezielle Geräusch zu hören, das entsteht, wenn man in einer Kiste nach dem nächsten Lego-Stein wühlt.

„Ich kann hier total die Zeit vergessen“, schwärmen Besucher am Eröffnungstag. Sogar das Smartphone bleibe mal unangetastet, sagt ein Gast. „Beim Bauen passiert etwas Schönes: Gedanken sortieren sich, Stress fällt ab – und plötzlich sind ein paar Stunden vergangen“, fasst Melanie Sotouky zusammen.

In dem Lego-Bauraum gingen „Harry Potter“-Sets am Eröffnungstag besonders gut. „Davon haben wir aber auch viele“, sagt Moritz Janke. Auch die großen Sets seien beliebt. „Da muss man aber aufpassen, auch wenn ich schnell bauen kann, mache ich den Todesstern nicht in zwei Stunden fertig.“ Aber kein Problem: Nicht beendete Sets könnten gelagert und später zu Ende gebaut werden.

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Sollte ein Set so gut gefallen, dass es ins heimische Wohnzimmer wandern soll, kann es – mit wenigen Ausnahmen – auch gekauft werden. Perspektivisch möchte das Gründer-Paar auch einen Secondhand-Handel mit den Sets anbieten. Das Angebot richtet sich speziell an Erwachsene, aber, so Melanie Sotouky: „Natürlich sind Familien mit Kindern auch mehr als willkommen“.

Erwachsene haben sich bei Spielwaren insgesamt längst zu einer wichtigen Zielgruppe entwickelt. In vielen Märkten generierten erwachsene Spielzeugfans 30 Prozent der Umsätze, berichtete Ende Januar der Vorstandssprecher der Spielwarenmesse in Nürnberg, Christian Ulrich.


(olb)



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Tempolimits und mehr Homeoffice: Brüssel appelliert an die Mitgliedstaaten


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EU-Bürgerinnen und -Bürger sollen mehr im Homeoffice arbeiten und häufiger öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Dazu rief die EU-Kommission am Dienstag auf. Zudem appellierte sie an die Mitgliedstaaten, den eigenen Energieverbrauch zu senken und erneuerbare Energien auszubauen.

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Unter dem Motto „Vorsicht ist besser als Nachsicht“ verwies Dan Jørgensen, der EU-Kommissar für Energie und Wohnen, in einer entsprechenden Pressekonferenz auf einen Zehn-Punkte-Plan der Internationalen Energieagentur (IEA). Dieser soll dabei helfen, den europäischen Energiebedarf angesichts steigender Öl- und Gaspreise durch den Krieg im Iran zu reduzieren. Die Kommission arbeite unterdessen auch an einem eigenen Maßnahmenpaket, das sie demnächst vorstellen will.

„Wir schlagen den Mitgliedstaaten vor, sich den Zehn-Punkte-Plan der IEA anzuschauen und sich davon inspirieren zu lassen“, so Jørgensen. Neben vermehrter Arbeit im Homeoffice und der Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs sieht die IEA auch den Verzicht auf Flugreisen vor. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen würde sie gern um 10 km/h senken; Carsharing und effiziente Fahrweisen fördern.

Erst am Montag soll Jørgensen einen Brief an die verantwortlichen Ministerinnen und Minister der Mitgliedstaaten gesendet haben, wie Euronews berichtet. Darin habe er die Regierungen darum gebeten, Maßnahmen zur Senkung des Gas- und Ölverbrauchs zu entwerfen. Am Dienstag folgte ein informelles virtuelles Treffen mit den Ministerinnen und Ministern.

Dem Kommissar zufolge müssten sich die Mitgliedstaaten nicht um einen unmittelbaren Öl- oder Gasmangel sorgen. Die EU-Kommission arbeite daran, die Versorgung zu sichern und die Speicher zu füllen. Allerdings seien höhere Strompreise und Verknappungen auf den Märkten – besonders im Hinblick auf Diesel und Flugzeugtreibstoff – zu erwarten. Die Auswirkungen des Krieges auf den Energiemarkt seien vermutlich noch lange zu spüren, so Jørgensen. Ein Ende sei aktuell nicht absehbar.

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Um hingegen die „grundlegende Anfälligkeit gegenüber externen Energieschocks“ der EU anzugehen, müsse die Abhängigkeit von fossilen Energien überwunden und stattdessen in „saubere Energie aus eigener Produktion“ investiert werden.

Erst vor einigen Wochen hat sich die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen dafür ausgesprochen, den europäischen Energiebedarf durch eine Mischung aus erneuerbaren Energien und Atomkraft zu decken. Ein Vorschlag, der in dieser Form viel Kritik erntete.

Seit dem Angriff Israels und der USA auf den Iran ist die Lage auf dem Energiemarkt weltweit angespannt. Der Luftraum über dem Land ist gesperrt und die iranischen Streitkräfte blockieren die Straße von Hormus.

Normalerweise passiert etwa ein Fünftel des weltweit gehandelten Erdöls die Meerenge, die den Persischen Golf mit dem offenen Ozean verbindet. Sie gilt als eine der wichtigsten Handelsrouten der Welt. Die IEA rechnet mit einem Verlust der Produktion von knapp elf Millionen Barrel Öl pro Tag (etwa 1,7 Milliarden Liter). Die Preise für Öl sind nach Informationen der EU seit Beginn des Krieges um etwa 50 Prozent gestiegen, die Gaspreise sogar um 70 Prozent. Brent-Rohöl kostete zuletzt rund 119 US-Dollar je Barrel – vor Kriegsbeginn lag der Preis bei etwa 70 US-Dollar.

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(mho)



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Systemausfall legt Baidus Robotaxis in Wuhan lahm


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Am Abend des 31. März (Ortszeit) sind in Wuhan autonome Taxis des chinesischen Internetkonzerns Baidu ausgefallen. Grund war mutmaßlich ein Systemausfall bei Baidu.

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Es seien mindestens 100 Taxis des Dienstes Apollo Go in der Hauptstadt der zentralchinesischen Provinz Hubei betroffen gewesen, berichtet die britische Nachrichtenagentur Reuters. Die örtliche Polizei bestätigte den Vorfall über den Kurznachrichtendienst Weibo.

Danach stoppten die Fahrzeuge mitten auf der Straße und ließen sich nicht mehr bewegen. Die Passagiere waren nach Angaben der Polizei aber nicht in den Fahrzeugen gefangen, sondern konnten ohne Hilfe aussteigen. Allerdings hätten sich einige Fahrgäste das mitten im Verkehr nicht getraut und sich von Polizisten helfen lassen.

Die Situation war nicht ganz ungefährlich: Es kam zu Auffahrunfällen, nachdem die Robotaxis unvermittelt stehen geblieben waren, wie etwa in dem Video zu sehen ist, das der Nutzer Zeyi Yang bei dem Kurznachrichtendienst X gepostet hat. Verletzt wurde nach Angaben der Polizei jedoch niemand.

Die Ursache für die Panne ist noch unklar. Die Polizei schrieb, es handele sich wahrscheinlich um einen Systemausfall. Die Ursache werde weiter untersucht. Baidu selbst hat bisher nicht geäußert.

Der Internetkonzern Baidu, der unter anderem die größte Suchmaschine in China betreibt, ist einer der größten Anbieter von autonomen Taxidiensten in dem Land, neben den Konkurrenten Pony.ai und WeRide. Seine Flotten sind in verschiedenen Städten im Einsatz, die Flotte in Wuhan ist die größte und umfasst über 1000 Fahrzeuge.

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Baidu will auch ins Ausland expandieren, unter anderem in den Mittleren Osten und nach Europa. Dazu kooperiert das Unternehmen seit Sommer vergangenen Jahres mit dem US-Fahrdienstanbieter Uber.


(wpl)



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