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Künstliche Intelligenz

Bundesregierung: KI gefährdet IT-Berufseinstieg bislang nicht


Der deutsche Arbeitsmarkt für Berufseinsteiger steht derzeit unter erheblichem Druck. Doch die Ursachen hierfür scheinen anders gelagert zu sein, als es aktuelle Debatten über Künstliche Intelligenz (KI) vermuten lassen. In einer Antwort auf eine Anfrage der Bundestagsfraktion der Grünen hebt die Bundesregierung hervor: Bislang gebe es keine empirischen Belege für die Befürchtung, KI würde systematisch Einstiegschancen erschweren.

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Analysen aus den USA deuten bereits auf einen deutlichen Rückgang der Beschäftigung in „KI-exponierten“ Berufen gerade bei jungen Erwachsenen hin. Dieser Trend lässt sich für Deutschland aber bisher nicht bestätigen.

Ähnlich ausgerichtete Studien durch das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) fanden laut der jetzt veröffentlichten Auskunft des federführenden Bundesarbeitsministeriums keine ausgeprägten Rückgänge bei jungen Beschäftigten, die auf leistungsfähige Sprachmodelle wie ChatGPT oder Gemini zurückzuführen wären. Laut dem Ministerium führt die Transformation eher zu einer Verschiebung der Aufgaben, statt Einstiegspositionen ersatzlos zu streichen. Der Fokus der politischen Analyse liege daher momentan auf den klassischen ökonomischen Rahmenbedingungen.

So identifiziert die Regierung primär die anhaltende wirtschaftliche Stagnation als den entscheidenden Faktor für die angespannte Lage. Das gesamtwirtschaftliche Stellenangebot ist demnach in fast allen Bereichen rückläufig. Besonders betroffen sind unternehmensnahe Dienstleistungen, der Handel sowie die Branche für Information und Kommunikation.

Dies führe zu einer paradoxen Situation für Absolventen, heißt es: Junge Menschen, die im Vertrauen auf exzellente Zukunftsaussichten eine Ausbildung oder ein Studium im IT-Sektor abgeschlossen haben, träfen nun auf einen vergleichsweise dichten Arbeitsmarkt. Dieser biete Einsteigern deutlich weniger Vakanzen, als ihnen zu Beginn ihres Ausbildungsweges prognostiziert worden sei.

Die Zahl der Arbeitslosen in Berufsfeldern wie dem Ingenieurwesen und der Informatik ist zuletzt bei den unter 30-Jährigen leicht überproportional gestiegen. Das Arbeitsressort erklärt das primär mit der hohen Sensibilität dieser Branchen für wirtschaftliche Schwankungen. Es sei also eine zyklische Flaute und keine strukturelle Verdrängung durch Algorithmen, die den Fachkräften von morgen den Start erschwere. Unternehmen agierten wegen der Unsicherheit schlicht vorsichtiger bei Neueinstellungen.

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Trotz dieser konjunkturellen Delle zeige sich das duale Ausbildungssystem weiterhin als stabiler Anker, gibt sich die Regierung optimistisch. 2024 sei mit einer Übernahmequote von 79 Prozent ein neuer Rekordwert erzielt worden. Betriebe scheinen gerade in Zeiten des Fachkräftemangels verstärkt auf die Bindung des eigenen Nachwuchses zu setzen. Fast vier Fünftel der ehemaligen Auszubildenden fanden 2024 praktisch nahtlos den Weg in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung.

Dennoch wächst die Besorgnis, dass eine langanhaltende wirtschaftliche Unsicherheit die Investitionsbereitschaft der Firmen in die Ausbildung langfristig drosseln könnte. Da die Ausbildung für Betriebe zunächst mit Nettokosten verbunden ist, besteht das Risiko, dass bei anhaltender Flaute weniger Plätze angeboten werden. Das würde mittel- bis langfristig den Fachkräftemangel verschärfen. Die Regierung beobachtet diese Entwicklung nach eigenen Angaben genau. Momentan sieht sie aber noch keinen Anlass für massive staatliche Markteingriffe, solange die betriebliche Ausbildungsbereitschaft auf hohem Niveau bleibt.

Parallel setzt das Arbeitsministerium zur Vorbereitung auf den digitalen Wandel auf technologieoffene Ausbildungsordnungen, die bereits heute Raum für die Vermittlung von KI-Kompetenzen bieten. Eine Notwendigkeit für gesetzliche Anpassungen in der Berufsberatung der Bundesagentur für Arbeit gebe es nicht, da der bestehende Beratungsauftrag neue technologische Entwicklungen bereits abdecke. Ziel sei es, die Curricula so flexibel zu gestalten, dass neue Werkzeuge wie generative KI ganz natürlich in den Arbeitsalltag integriert werden können. Dafür müsse nicht jedes Mal das gesamte Berufsbild formal umgestaltet werden.

Stattdessen sollen Tools wie der Job-Futuromat oder Portale wie Berufenet helfen, die individuellen Potenziale junger Menschen mit den Anforderungen eines KI-beeinflussten Arbeitsmarktes abzugleichen.


(dahe)



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Künstliche Intelligenz

„Weiße SIM-Karten“: Ausnahme von Irans Internetsperre für Regimetreue bestätigt


Mehr als 11 Tage nach Beginn der jüngsten kompletten Internetsperrung im Iran gibt es eine offizielle Bestätigung, dass bestimmte Individuen und Organisationen davon nicht betroffen sind. Die kommt von Fatemeh Mohajerani, der Sprecherin der Islamischen Republik. Sie hat erklärt, dass „Maßnahmen ergriffen wurden, damit solche Ausstattung nur denjenigen zur Verfügung steht, die unsere Stimme an andere weitergeben können“, zitiert IranWire. Auch wenn sie dabei nicht konkreter geworden ist, bezieht sie sich wohl auf spezielle SIM-Karten, über die man weiter online gehen kann und die gezielt für Propagandazwecke verteilt werden. Irans Präsident hatte erst im Dezember versprochen, diese „weißen SIM-Karten“ deaktivieren zu lassen, damit alle die „Schwärze“ gleichermaßen erleben müssen, wie Iran International berichtete.

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Die Sonderregelung für eine kleine Minderheit von regimetreuen Organisationen und Personen zeigt sich laut Netblocks auch in den Daten zum Internetverkehr. Die Organisation weist regelmäßig auf die anhaltende Internetblockade hin und schreibt, dass die Konnektivität der Islamischen Republik auf ein Prozent des normalen Niveaus gefallen ist. Dieser kleine Rest entfällt demnach etwa auf Staatsmedien, die die Sichtweise der Islamischen Republik verbreiten sollen. Irans Präsident Massud Peseschkian hat dieses bereits erprobte Vorgehen immer wieder kritisiert, aber im Dezember erklärt, dass er dagegen nicht vorgehen könne. Deshalb wollte er die weißen SIM-Karten sperren lassen, aber auch das ist ihm offensichtlich nicht gelungen. Im Iran liegt die eigentliche Macht beim sogenannten Obersten Führer.

Die aktuelle Internetblockade wurde am 28. Februar verhängt, als Israel und die USA begannen, Luftangriffe auf den Iran zu fliegen. Dabei wurde unter anderem Ali Chamenei getötet, als neuer Oberster Führer wurde inzwischen sein Sohn installiert. Der Iran hat zudem begonnen, verschiedene Nachbarstaaten anzugreifen. Getroffen wurden dabei unter anderem auch zwei Rechenzentren der Amazon-Tochter AWS. Mit der Internetsperrung will das Regime unter anderem Proteste im Keim ersticken. Die vorherige Internetsperre war nach den mutmaßlich größten Demonstrationen in der Geschichte der Islamischen Republik Anfang des Jahres verhängt worden. Als die Kommunikation mit dem Rest unterbrochen war, wurden sie blutig niedergeschlagen.

Der übergroßen Mehrheit der Menschen im Iran steht derzeit nur ein strikt reglementiertes nationales Internet offen, in dem es unmöglich ist, sich unabhängig zu informieren. Dessen Entwicklung wurde seit Jahren vorangetrieben, es firmiert unter den Namen „Internet-e Halal“, also islamisches Netz, oder „Internet-e Melli“ – wörtlich übersetzt Volksinternet. Gegenwärtig gibt es zudem Berichte, dass die Regierung massenhaft SMS verschickt, in denen Menschen davor gewarnt werden, zu protestieren. Ahmadreza Radan, der höchste Polizeichef im Land, hat laut der Deutschen Welle gedroht, dass Protestierende als Feinde behandelt würden: „Alle unsere Kräfte haben ihre Finger am Abzug.“


(mho)



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Künstliche Intelligenz

KeePassXC 2.7.12: DLL-Schutz, Passkey-Änderungen und TOTP in Auto-Type


Der quelloffene Passwort-Manager KeePassXC ist in Version 2.7.12 erschienen. Das Release behebt mehrere Sicherheitsprobleme, allen voran einen Schutz gegen DLL-Injection-Angriffe unter Windows. Außerdem bringt es funktionale Erweiterungen, darunter TOTP-Unterstützung in Auto-Type und verschachtelte Ordner beim Bitwarden-Import.

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Wie die Entwickler in ihrem Release-Blog mitteilen, enthält die neue Version Mitigationen gegen Exploits über manipulierte OpenSSL-Konfigurationsdateien auf Windows. Bei einer DLL-Injection schleusen Angreifer bösartige Dynamic Link Libraries in den Adressraum eines laufenden Prozesses ein, um beliebigen Code auszuführen oder Rechte zu erhöhen. KeePassXC 2.7.12 verhindert nun, dass OpenSSL-Konfigurationen als Angriffsvektor für solche Injektionen missbraucht werden.

Eine potenziell aufwendige Änderung betrifft Passkeys: KeePassXC speichert jetzt die Flags Backup Eligibility (BE) und Backup State (BS) mit jedem Eintrag. Das BE-Flag zeigt an, ob ein Passkey als Multi-Device-Credential gesichert und synchronisiert werden kann, das BS-Flag markiert den aktuellen Sicherungsstatus. Bisher waren beide Werte fest auf false gesetzt, ab Version 2.7.12 stehen sie standardmäßig auf true. Die Entwickler warnen ausdrücklich: „Dies könnte bestehende Passkeys brechen, für die die Flags nicht gespeichert wurden, da die Werte als unveränderlich gelten.“

Wer nach dem Update Probleme mit bestehenden Passkeys feststellt, kann den vorherigen Zustand wiederherstellen, indem er unter „Advanced“ zwei String-Attribute manuell hinzufügt: KPEX_PASSKEY_FLAG_BE=0 und KPEX_PASSKEY_FLAG_BS=0. Zusätzlich wird nun der publicKey in die Register-Response für Passkeys aufgenommen.

KeePassXC 2.7.12 unterstützt jetzt {TIMEOTP} als Platzhalter in Auto-Type-Sequenzen und als Entry-Platzhalter. TOTP (Time-based One-Time Password) ist ein RFC 6238 spezifizierter Algorithmus, der aus einem gemeinsamen geheimen Schlüssel und der aktuellen Systemzeit zeitbasierte Einmalpasswörter generiert – typischerweise alle 30 Sekunden. Nutzer können damit automatisch den aktuellen TOTP-Code in Login-Formulare einfügen lassen, ohne ihn händisch aus einer Authenticator-App ablesen zu müssen.

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Im Browser-Zugriffsdialog zeigt KeePassXC nun die abgeglichenen URLs in einem Tooltip an. So lässt sich leichter verifizieren, welche Websites tatsächlich Zugriff auf gespeicherte Zugangsdaten anfordern. Außerdem validiert die neue Version die Haupt-Entry-URL bei der Verwendung von Platzhaltern und speichert browserbezogene Werte korrekt in den customData-Feldern.

Wer von Bitwarden zu KeePassXC migriert, kann mit der neuen Version auch verschachtelte Ordner übernehmen. Bitwarden nutzt einen Schrägstrich als Trennzeichen für hierarchische Ordnerstrukturen, etwa „Socials/Forums“. KeePassXC 2.7.12 bildet diese Hierarchie beim Import korrekt ab, sodass die Vault-Struktur erhalten bleibt.

Unter Linux haben die Entwickler eine Änderung rückgängig gemacht, die eine Race-Condition in der Auto-Type-Funktion verursachte. Darüber hinaus behebt das Release diverse kleinere Probleme: Die Anzeige des Kontrollkästchen-Werts in den Browser-Integrations-Einstellungen stimmt jetzt, Font- und Theme-Darstellung wurden korrigiert, der „Entfernen“-Button in den Plugin-Daten funktioniert wieder ordnungsgemäß, und Dateinamen werden vor dem Speichern von Anhängen bereinigt.

KeePassXC 2.7.12 steht für Windows, Linux und macOS auf der Projektseite zum Download bereit.


(fo)



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Künstliche Intelligenz

MacBook Neo: SSD deutlich langsamer als beim M5, SoC hinter iPhone 17e


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Heute ist es soweit: Das MacBook Neo geht in die Auslieferung bei Vorbestellern, außerdem kommt es in die Apple-Läden und den Einzelhandel. Das billigste macOS-Notebook aller Zeiten kommt mit einigen Kompromissen, wie unser Test des Macbook Neo zeigt. Käufer müssen sich bewusst sein, dass sie zum Preis ab 699 Euro (799 Euro maximal mit 512 GByte statt 256 GByte und Touch-ID-Funktion) kein Topgerät erhalten. Das Gesamtpaket dürfte den Markt dennoch aufwirbeln.

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Beispiel SSD: Insbesondere die Variante mit 256 GByte lahmt. Moderne Mac-SSDs wie etwa die im MacBook Air M5 erreichen das vierfache Tempo, in einzelnen Benchmarks sind sogar bis zu achtmal mehr Leistung drin (MacBook Pro M5 Max mit 4 TByte). Ein Test ergab, dass das MacBook Air mit M1 und 512 GByte doppelt so schnell lesen konnte. Allerdings liegen uns bislang noch keine Daten zur 512-GByte-Variante des Neo vor. Üblicherweise sind größere SSDs schneller als kleinere, da Apple diese anders anbindet. Ob das bei iPhone-Chips wie im Neo auch der Fall ist, muss sich noch zeigen.

Wenig überraschend ist außerdem, dass der Chip (SoC) im Neo bereits vom iPhone 17e, Apples aktuellem Einsteiger-Smartphone, überholt wird. Im Neo steckt ein A18 Pro, der dem im iPhone 16 Pro entspricht, abzüglich eines GPU-Kerns (5 statt 6). Im iPhone 17e spielt hingegen der neuere A19 aus dem iPhone 17. Im Geekbench-Vergleich kommt das 17e so auf einen Mehr-Kern-Score von bis zu 9541, während das Neo leicht darunter liegt. Auch beim Einzel-Kern-Test liegt das 17e mit gut 200 Punkten vor dem Neo.

Die Frage ist nun, was das für die Praxis bedeutet. Im Mac & i-Test des Neo zeigte sich, dass Apple mit dem Neo ein interessantes Notebook gelungen ist: Die Verarbeitung ist Apple-typisch hochwertig, der Bildschirm in der Einstiegsklasse konkurrenzlos. Andere Tester kamen im Alltag gut mit dem Gerät klar, nutzten es sogar für – relativ ruckelfreien – Videoschnitt.

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Ein Tipp bleibt allerdings, sich auch das MacBook Air M4 anzusehen, das Apple nun in den Abverkauf geschickt hat, im Handel aber noch recht gut zu kriegen ist. Die Hardware ist noch besser verarbeitet, genauso leicht, hat bessere Schnittstellen, Tastatur mit Hintergrundbeleuchtung und ist deutlich flotter. Der Preis: Für das 256-GByte-Modell unter 900 Euro, die 512-GByte-Variante kostet unter 1000 Euro.


(bsc)



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