Künstliche Intelligenz
Busy Bar: Produktivitäts-Gadget vom Erfinder des Flipper Zero erscheint im Juli
Das Security-Multitool Flipper Zero entwickelte sich nicht zuletzt wegen seines damals innovativen Designs zum Kult-Gadget. Nun schickt Erfinder Pavel Zhovner ein neues Helferlein ins Rennen: Die Busy Bar soll Digitalarbeitern helfen, Störungen von außen durch klare Signale einzudämmen. Ähnlich wie der Flipper Zero ist das Gerät erweiterbar und lässt sich mit vielen Smarthome-Ökosystemen verheiraten.
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Die Busy Bar ist ein Plastikkästchen von 17×6×4 cm, dessen Vorderseite ein 6,35 Zoll (ca. 16 cm) großes LED-Display mit einer Auflösung von 72×16 Pixeln dominiert. Seine Kernfunktion ist simpel: Auf Knopfdruck prangt der namensgebende Schriftzug „Busy“ in pixeligen Lettern auf der Anzeige. Um Kollegen oder Familienmitgliedern die Dauer der Beschäftigung anzuzeigen, lässt diese sich per Drehrad einstellen.
Diese Funktion ist hauptsächlich für Großraumbüros gedacht und soll Arbeitende bei „deep focus“, also tiefer Konzentration, unterstützen. Sie klemmen die Busy Bar auf ihren Monitor – das große Display in Richtung Kollegen gewandt. Eine kleinere monochrome Anzeige zeigt dem konzentriert Arbeitenden die Restdauer und den aktuellen Status an. Erfinder Pavel Zhovner: „Wir haben die Busy Bar gebaut, um Konzentration physisch erlebbar zu machen.“
Im Inneren des Gadgets werkelt ein STM32U5M-SoC (system-on-chip) – auch der Flipper Zero setzt auf die STM32-Plattform. Neben WLAN hat die Busy Bar auch USB-Ethernet an Bord. Eine 3250-mAh-Batterie sorgt für bis zu zwei Wochen Standby- und acht Stunden aktive Anzeigezeit.
Offenes Ökosystem
Nicht nur per Knopfdruck lässt sich die Busy Bar bedienen: Sie hat ein integriertes Webinterface, ist Matter-zertifiziert und vom Start weg mit den drei größten Smarthome-Ökosystemen kompatibel. So eignet sie sich auch fürs Homeoffice, sofern dort Apple Home, Google Home oder Home Assistant im Einsatz sind. Wer eigene Ideen verwirklichen will, kann das mittels HTTP-API, MQTT und Anbindungen per Python und Typescript tun. Natürlich lassen sich eigene Botschaften oder kleine Bildchen auf die Frontanzeige zaubern – die Busy Bar kann so auch als Fitness- oder Pausentimer, Mitteilungszentrale oder Besetztanzeige für den Konferenzraum dienen.
Die Busy Bar setzt damit auf ein ähnliches Rezept wie ihr erfolgreicher Cousin, der Flipper Zero. Auch das Netzwerk-Multitool profitierte enorm von seiner Offenheit für eigene Programme oder Platinen, die per GPIO einfach aufs Gerät gesteckt werden. Erfinder Zhovner erhebt das Prinzip gar zum Raison d’être seines Unternehmens: „Wie alles, das wir bei Flipper bauen, ist [die Busy Bar] komplett Open-Source und anpassbar.“
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Busy App blockiert Zeitfresser
Ablenkungen durch am Arbeitsplatz auftauchende Kollegen oder Familienmitglieder soll die Busy Bar reduzieren helfen – die mitgelieferte App hilft dem Nutzer dabei, störende Meldungen und Doomscrolling zu vermeiden. Dazu schaltet sie alle Geräte von der Smartwatch bis zum Laptop stumm, sofern diese unter macOS, iOS, Android, watchOS oder Wear OS laufen – Windows kommt später. Auch in der App lässt sich ein Timer einstellen und das Pixeldisplay der Busy Bar verändern.
Von Smartwatch bis Laptop: Das App-Ökosystem der Busy Bar.
(Bild: Flipper Devices)
Vorbestellungen ab sofort möglich
Die Warteliste auf der Produkt-Webseite busy.app ist eröffnet, Bestellungen sind ab dem 14. Juli möglich. Das Produktivitätsgadget hat allerdings seinen Preis. Wer bereits überzeugt ist und sich direkt in der Warteliste einträgt, erhält die Busy Bar für 159 Euro – allerdings nur noch bis zum 12. Juli. Danach gibt es dreitausend Exemplare für 179 Euro – der reguläre Verkaufspreis beträgt schlußendlich 219 Euro.
Die Busy Bar ist nicht das einzige neu angekündigte Gerät aus Pavel Zhovners Unternehmen: Der Tüftler arbeitet derzeit am Flipper One, das ein universelles Linux-Cyberdeck werden soll.
Update
29.06.2026,
16:18
Uhr
Wie Flipper Devices auf Nachfrage klarstellten, ist der auf der Website ausgewiesene Preis kein Fehler, sondern ein zusätzlicher Rabatt für Interessenten auf der Warteliste. Das haben wir im Text noch einmal klargestellt.
(cku)