Künstliche Intelligenz
CES: Google TV bekommt neue Gemini-Funktionen
Google hat im Zuge der CES einen Vorgeschmack auf neue Gemini-Funktionen für Google TV gewährt: Die KI soll künftig mehr Möglichkeiten zur Interaktion mit dem Fernseher verschiedener Hersteller und Oberflächen bieten. Auch Projektoren sollen die Funktionen erhalten. Zuerst sollen die neuen Gemini-Funktionen auf Geräten von TCL landen.
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TV-Einstellungen per Gemini
Wie Google in seinem Blogbeitrag erklärt, müssen Nutzerinnen und Nutzer künftig nicht mehr umständlich in den tendenziell unübersichtlichen Einstellungsmenüs suchen, um bestimmte Einstellungen vorzunehmen. Mit dem anstehenden Update sei es möglich, Befehle in natürlicher Sprache zu verwenden. Sagt man etwa zu Gemini „Der Bildschirm ist zu dunkel“ oder „Der Dialog ist nicht zu verstehen“, könne die KI Bild und Ton anpassen, ohne den Film oder die Sendung zu verlassen.
Zudem sollen Nutzer mit den neuen Google-TV-Funktionen Informationen zu Sportergebnissen, Empfehlungen für neue Filme und Serien erhalten oder den Gemini nach allgemeinen Informationen befragen können. Hierfür hat Google eine neue Nutzeroberfläche speziell für große Bildschirme entwickelt.
Die Antworten werden laut Google mit Bildern, Videos und bei Sport-Updates mit Informationen in Echtzeit ergänzt. Bei komplexen Themen bietet Gemini auch „Deep Dives“ an. Dabei handelt es sich um „kommentierte, interaktive Übersichten, die für die ganze Familie leicht verständlich sind“, so der Hersteller.
Nano Banana und Veo
Google integriert in die TV-Oberfläche außerdem die Möglichkeit, mit Gemini die eigene Google-Fotos-Bibliothek nach bestimmten Personen oder Momenten zu durchsuchen. Zudem könne man mit der Funktion „Photos Remix“ künstlerische Stile anwenden oder „Erinnerungen in filmreife, immersive Diashows“ verwandeln.
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Überdies ziehen die KI-Bild- und -Videotools Nano Banana und Veo in Google-TV-Geräte ein. Mit den Werkzeugen können persönliche Fotos neu gestaltet oder Inhalte per Sprachbefehl direkt auf dem Fernseher kreiert werden.
Die neuen Gemini-Funktionen werden zunächst auf ausgewählten TCL-Geräten verfügbar sein, so Google. Für weitere Google-TV-Geräte sollen die Features in den kommenden Monaten bereitgestellt werden. Laut der Pressemitteilung von TCL wird Microsofts Xbox Game Pass im Laufe dieses Jahres auf Googles TV-Plattform landen. Die App ist bereits auf LG- und Amazon-Fire-TV-Geräten verfügbar und auch auf Samsung-Fernsehern erhältlich.
heise online ist Medienpartner der CES 2026
(afl)
Künstliche Intelligenz
Dell-PC mit verriegeltem 12V-2×6-Stecker für die Grafikkarte
Die japanische Webseite Chimolog hat einen aktuellen Komplett-PC von Dell getestet. Beim Zerlegen des Rechners fand sich an der Grafikkarte vom Typ RTX 5070 Ti ein interessantes Detail: Das Adapterkabel von einer 12V-2×6-Buchse auf zwei PCIe-8-Pin-Buchsen weist eine mechanische Verriegelung auf.
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Dabei scheint es sich um eine Eigenkonstruktion zu handeln. Dem ausführlich bebilderten Bericht zufolge stammt sie von dem großen Zulieferer Amphenol. Dessen Logo ist auch auf dem Stecker angebracht. Amphenol hat auf seinen Webseiten zwar einige 12V-2×6-Komponenten, einen Stecker wie den im Dell-PC konnten wir dort jedoch nicht finden. Für große Hersteller wie Dell ist es nicht unüblich, bei Zulieferern eigene Designs zu bestellen. Laut Chimolog sitzt der Stecker bombenfest und lässt sich kaum bewegen. Bei herkömmlichen Verbindern der Bauform ist das nicht so.
Einzelne Adern und seitliche Kabelführung
Der Amphenol-Adapter verfügt nicht nur über eine mechanische Verriegelung, die sich mit Druck auf eine große Lasche wieder lösen lässt – das sieht deutlich zuverlässiger aus, als die bisher üblichen Stecker. Die zwölf Adern für den Strom sind auch einzeln zur Seite geführt, sodass sich die als eine Fehlerquelle identifizierten großen Biegeradien wie bei starren Kabelbündeln gar nicht ergeben. Etwas unverständlich ist, warum Dell weiterhin auf einen Adapter für die alten PCIe-Verbinder setzt, und nicht gleich ein Kabel mit zwei 12V-2×6-Steckern bestellt hat. Vermutlich soll das genutzte Bauteil auch für ältere Netzteile in verschiedenen PC-Serien genutzt werden. Den von Chimolog getesteten Rechner mit der Modellnummer EBT2250 gibt es auch bei Dell Deutschland. Ob er auch dort diesen Adapter besitzt, verrät Dells Angebot nicht.
Eine ordentliche Verriegelung eines Kabels kann nicht nur für weniger Schäden beim Transport sorgen. Die Hardwarebranche hatte schon beim ersten 12VHPWR-Stecker und dann auch beim überarbeiteten 12V-2×6 darauf hingewiesen, dass die von Nutzern gemeldeten Defekte bis zum Brand von Grafikkarten durch deren eigene Schuld verursacht sein können. Die filigranen Stecker lassen sich auch ohne große Fahrlässigkeit so einstecken, dass das System zwar funktioniert, aber kein voller Kontakt an allen Pins hergestellt ist. Dann können über die besser verbundenen Pins hohe Ströme fließen, sodass diese und die Plastikgehäuse der Stecker und Buchsen überhitzen.
Solche oft zitierten „Anwenderfehler“ könnten durch einen Stecker wie den von Amphenol reduziert werden. Nicht jeder solche Adapter löst die grundlegenden Probleme der filigranen PCIe-5-Stromstecker jedoch zuverlässig. Das eigentlich erfahrene Zubehörunternehmen Cablemod musste seine erste Version von gewinkelten 12VHPWR-Kabeln vor zwei Jahren zurückrufen.
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(nie)
Künstliche Intelligenz
Apples KI-Accessoires sollen dem iPhone angeblich Augen verleihen
Im Zentrum von Apples geplanter KI-Hardware stehen ganz offensichtlich Kameras: Der Hersteller plant einem Bericht zufolge, die „Visuelle Intelligenz“ – eine KI-Analyse der physischen Umgebung des Nutzers – zum Hauptbestandteil der Produkte zu machen. Das berichtet der gewöhnlich intim mit Apples internen Plänen vertraute Mark Gurman in seinem Bloomberg-Newsletter.
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Den Informationen zufolge arbeitet Apple aktuell an gleich drei KI-Accessoires: einer an Metas Ray-Ban-Sonnenbrille angelehnten smarten Brille (ohne Display), einem KI-Anhänger respektive Anstecker sowie einer AirPods-Variante mit integriertem Kamerasystem. Ein erstes dieser KI-Produkte könnte Ende des Jahres marktreif sein, hieß es.
Tim Cook stellt „Visuelle Intelligenz“ in den Mittelpunkt
Die Kameras könnten Funktionen wie eine Lebensmittelerkennung oder detailliertere Navigationsanweisungen ermöglichen, die sich auf die physische Umgebung beziehen, erläutert Gurman. Auch sei denkbar, dass die Technik Nutzer an etwas erinnert, sobald sie beispielsweise auf ein bestimmtes Objekt blicken.
Visuelle Intelligenz ist eine Nischenfunktion von Apple Intelligence, die ursprünglich nur auf dem iPhone 16 verfügbar war. Apple bewarb die Funktion anfangs damit, dass Nutzer etwa beim Spaziergang einen Hund fotografieren und so per KI dessen Rasse herausfinden können – statt einfach den irritiert danebenstehenden Hundebesitzer zu fragen. Mit iOS 26 kam die Funktion auf weitere iPhones und analysiert nicht nur das Live-Kamerabild, sondern wahlweise auch Screenshots und damit praktisch jeden Bildschirminhalt. Apple Intelligence steuert hier allerdings nur Basisfunktionen bei, die erweiterte Bildanalyse übernimmt stattdessen ChatGPT oder Googles Bildersuche. Installierte Dritt-Apps können darüber ebenfalls Suchdienste anbieten.
Apple Intelligence benötigt grundlegende Überarbeitung
Gegenüber Finanzanalysten verwies Apple-Chef Tim Cook jüngst direkt auf das Feature, es sei eine der populärsten Funktionen von Apple Intelligence, so Cook. Der CEO würde die Funktion wohl öffentlich nicht derart in den Vordergrund stellen, wenn an dieser nicht mit Hochdruck gearbeitet würde, glaubt Gurman. Nach viel Kritik und bislang nicht gelieferten Siri-Verbesserungen versucht Apple aktuell, seine KI auf neue Beine zu stellen. Google Gemini soll künftig eine solidere Basis für Apple Intelligence schaffen.
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(lbe)
Künstliche Intelligenz
Starlink-Sperre und Hacker-Falle: Russlands digitale Front bröckelt
Lange Zeit nutzten russische Einheiten das Starlink-Satellitensystem von SpaceX intensiv, obwohl das Unternehmen von Elon Musk den Dienst für Russland offiziell blockiert hatte. Über Drittstaaten und illegale Wege gelangten die markanten weißen Empfänger in die Hände der Invasoren. Diese verwendeten sie in den besetzten Gebieten der Ukraine, um eine stabile und abhörsichere Kommunikation zu gewährleisten und so etwa Drohnenschläge durchzuführen. Die konsequente Abschaltung der illegal genutzten Terminals Anfang Februar bringt das russische Militär jetzt jedoch in Erklärungsnot und es droht ein taktisches Desaster.
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Zwischen Beruhigungspille und Front-Realität
Offiziell gibt sich Moskau gewohnt unbeeindruckt. Der stellvertretende Verteidigungsminister Aleksej Kriworutschko betonte im russischen Fernsehen, die Deaktivierung habe keinerlei Einfluss auf die Einsatzfähigkeit. Die Kommunikation sei über eigene, geschützte Kanäle gesichert. Unter Experten und Beobachtern wird diese Aussage jedoch als reine Schutzbehauptung gewertet. Dass die Realität an der Front eine andere ist, belegen Berichte russischer Militär-Blogger, die oft über direkte Kontakte mit den Truppen verfügen. Dort sei von ernsthaften Problemen die Rede, da viele Einheiten ihre taktische Koordinierung fast vollständig auf die zuverlässige Starlink-Verbindung gestützt hatten.
Die Folgen dieser digitalen Funkstille zeigten sich schnell auf der Landkarte. Analysten des US-amerikanischen Institute for the Study of War (ISW) sehen einen direkten Zusammenhang zwischen den Kommunikationsschwierigkeiten und jüngsten ukrainischen Erfolgen. In der Region Saporischschja gelang es demnach der ukrainischen Armee, durch gezielte Gegenstöße rund 300 Quadratkilometer Territorium zurückzuerobern. Ohne die gewohnte Echtzeitvernetzung durch Starlink scheint die russische Verteidigung an entscheidenden Stellen zu langsam und unkoordiniert zu reagieren.
Whitelist als scharfe Trennlinie
Die regulären ukrainischen Truppen können ihre Geräte über eine „Whitelist“ des Verteidigungsministeriums und eine Einzelfreischaltung durch SpaceX weiterhin problemlos gebrauchen. Cyber-Aktivisten, die sich für Kiew starkmachen, haben die Verzweiflung auf der Gegenseite nun für ein Husarenstück genutzt. Hacker der „256. Cyber-Sturmdivision“, einer seit der Krim-Annexion 2014 aktiven Privatinitiative, stellten den russischen Einheiten laut der Tagesschau eine Falle.
Über den Messenger Telegram gaben sich Vertreter der Online-Bürgerwehr als korrupte Helfer oder Insider aus, die gegen Bezahlung gesperrte Starlink-Terminals wieder aktivieren könnten. Russische Soldaten, die händeringend auf der Suche nach einer stabilen Leitung sind, sind angeblich in Scharen in die Falle getappt. Um die vermeintliche Freischaltung vorzubereiten, fragten die Hacker demnach sensible Daten ab – darunter die exakten Standorte der Geräte. Trotz anfänglicher Skepsis einiger Soldaten lieferten dem Bericht zufolge fast 1500 Einheiten ihre Geodaten an die vermeintlichen Dienstleister.
Tödliche Geodaten statt stabiler Verbindung
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Das Ergebnis war für die Aktivisten selbst überraschend umfangreich: Binnen einer Woche verfügten sie über ein präzises Zielverzeichnis russischer Stellungen, schreibt die Tagesschau. Dieses hätten sie umgehend an die ukrainische Artillerie weitergeleitet. Neben dem militärischen Schaden habe die Aktion einen massiven psychologischen Effekt erzielt. In abgehörten Funksprüchen sollen russische Soldaten panische Angst davor geäußert haben, ihre Starlink-Geräte überhaupt noch einzuschalten. Sie seien besorgt gewesen, damit ihr eigenes Todesurteil zu unterschreiben.
Als zusätzlichen Erfolg verbuchten die Hacker rund 6000 US-Dollar in Kryptowährungen, heißt es. Diese hätten sie den russischen Offizieren für die „Dienstleistung“ abgeknöpft und das Geld anschließend an die ukrainische Armee gespendet.
Zwar wird die russische Armee versuchen, auf alternative Kommunikationswege auszuweichen, doch Experten sind sich einig, dass diese weder die Stabilität noch die Abhörsicherheit des Satellitensystems von SpaceX erreichen. Für Moskau bedeutet der Verlust des Starlink-Zugangs nicht nur eine technische Schwächung. Dazu kommt das indirekte Eingeständnis, dass die eigene militärische Infrastruktur den Anforderungen eines hochmodernen vernetzten Krieges ohne westliche Technologie kaum gewachsen ist.
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