Künstliche Intelligenz
ChatGPT Images: OpenAI stellt neues Bildgenerierungsmodell GPT-Image-1.5 vor
OpenAI hat ein neues Bildgenerierungsmodell namens GPT-Image-1.5 veröffentlicht, das ab sofort in ChatGPT und über die API verfügbar ist. Wie das Unternehmen in seinem Blog mitteilt, arbeitet das Modell schneller als der Vorgänger GPT-Image-1 und liefert präzisere Ergebnisse bei detaillierten Anweisungen. Branchenexperten sehen in der Veröffentlichung auch eine Reaktion auf die Bild-KI Nano Banana Pro von Google, die vielen als besser galt als die Bildgenerierung von ChatGPT.
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Das neue Modell soll insbesondere bei der Erhaltung von Beleuchtung, Komposition und visueller Ähnlichkeit überzeugen. Auch die Bildbearbeitung wurde verbessert: Elemente wie Markenlogos oder zentrale visuelle Bestandteile bleiben beim Editieren besser erhalten, heißt es. OpenAI sieht Einsatzbereiche vor allem im Marketing, etwa bei der Erstellung von Grafiken und Logos, sowie im E-Commerce für Produktkataloge, Varianten und Szenenaufnahmen.
Neuer Bildbereich in ChatGPT
Parallel zum neuen Modell hat OpenAI ChatGPT um einen dedizierten Bildbereich erweitert. Nutzer finden dort eine Library für gespeicherte Bilder, Bearbeitungsoberflächen sowie vorgefertigte Filter und Prompts, die im Trend sind und als Vorbild dienen können.
Zusätzlich liefert ChatGPT jetzt visuelle Antworten bei Recherchen, etwa zu Produkten oder Restaurants mit Fotos und Spezifikationen. Nutzer können Personen, Orte oder Produkte in Bildern hervorheben, um weitere Informationen abzurufen. Laut OpenAI generiert GPT-Image-1.5 Bilder bis zu viermal schneller als der Vorgänger.
App-Integrationen und Verfügbarkeit
Mit GPT-Image-1.5 verstärkt OpenAI die Konkurrenz zu Googles Gemini, das ChatGPT kürzlich in mehreren Benchmarks überholt hat. Die Entwicklung reiht sich ein in OpenAIs Trend zu multimodalen Modellen, nachdem bereits GPT-5.2 mit Fokus auf Büroarbeiten vorgestellt wurde. Die kommerzielle Nutzung von mit GPT-Image-1.5 erstellten Bildern ist laut OpenAI erlaubt, allerdings haften Nutzer für die Inhalte. Einschränkungen gelten für die Darstellung realer Personen ohne entsprechende Rechte sowie für Hassinhalte.
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(mki)
Künstliche Intelligenz
Razer Blackwidow V4 Pro 75 im Test: Richtig gute Gaming-Tastatur – aber zu teuer
Die Razer Blackwidow V4 Pro 75 überzeugt sowohl beim Schreiben als auch beim Zocken. Allerdings bremst der Preis die Freude etwas aus.
Die Razer Blackwidow V4 Pro 75 hat so einiges im Gepäck: 4000-Hz-Abtastrate, schickes OLED-Display, ein programmierbares Scrollrad und eine starke RGB-Beleuchtung. Die taktilen Switches sorgen zudem sowohl haptisch als auch akustisch für Freude beim Tippen. Wir haben die 75-Prozent-Tastatur getestet und verraten, wo ihre Stärken und Schwächen liegen. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.
Lieferumfang
Die mechanische Gaming-Tastatur kommt mit einem 2-in-1-Keycap-und-Switch-Puller, einem USB-A-zu-USB-C-Verbindungskabel, dem 2,4-GHz-Razer-Hyperpolling-Funkdongle sowie einer magnetischen Handgelenkstütze. Ein Quick-Start-Guide, eine ausführlichere Betriebsanleitung und drei Ersatz-Switches liegen ebenfalls bei.
Design
Sowohl das Gehäuse als auch die Tasten der Razer Blackwidow V4 Pro 75 sind klassisch schwarz. Für etwas Farbe sorgt bei der 75-Prozent-Tastatur die üppige RGB-Beleuchtung. Zusätzlich zur Beleuchtung der Tasten hat die Blackwidow auch zwei LED-Streifen, einen auf der linken und einen auf der rechten Seite, spendiert bekommen. Die Oberfläche ist teilweise aus Aluminium, das betrifft jedoch nur eine dünne Schicht oben auf dem Keyboard. Der Großteil des Produkts besteht aus Kunststoff.
Zusätzliche Bedienelemente wie der Verbindungsmodusschalter hinten an der Tastatur, das Scrollrad sowie der daneben positionierte Modus-Button sind ebenfalls aus Aluminium und mit einer geriffelten Textur versehen. Diese verleiht Griffigkeit, sammelt dank der rauen Beschaffenheit aber auch sofort Hautpartikel.
Razer Blackwidow V4 Pro 75 – Bilder
Die mit Fauxleder überzogene Handgelenkstütze klickt magnetisch an die Blackwidow, ist angenehm weich und dank zusätzlicher Antirutschfüßchen auch sehr stabil auf dem Schreibtisch platziert. Das OLED-Display befindet sich erwartungsgemäß oben rechts am Keyboard und fügt sich problemlos in die Gesamtoptik ein.
Insgesamt ist die Verarbeitung der Blackwidow makellos. Sie fühlt sich äußerst robust an und die Aluminiumoberfläche verleiht ihr Wertigkeit, wenngleich wir für den Preis hier definitiv ein Vollaluminiumgehäuse erwartet hätten, anstatt 90 Prozent Plastik. Immerhin wiegt sie aufgrund dessen nur etwa 984 g (ohne Kabel).
Ausstattung
Die Razer Blackwidow V4 Pro 75 kann auf drei Verbindungsarten verwendet werden: kabelgebunden per USB-C sowie kabellos per 2,4-GHz-Funk und per Bluetooth (5.1). Für den Funkmodus kommt der Razer-Hyperpolling-Dongle zum Einsatz, der dem Keyboard eine Abtastrate von bis zu 4000 Hz beschert. Kabelgebunden ist sie auf 1000 Hz beschränkt. Per Funk stellen wir keine merkbaren Verzögerungen fest. Sie reagiert schnell und präzise auf unsere Eingaben.
Der 4200-mAh-Akku der Blackwidow schwächelt leider stark und ist selbst mit auf 50 Prozent heruntergeschraubter Helligkeit des OLED-Displays und der RGB-Beleuchtung nach gut 5 Stunden schon zur Hälfte leer. Razer verspricht bis zu 2100 Stunden mit einer Akkuladung, wenn man den Energiesparmodus per Fn- + Esc-Taste aktiviert. Dieser deaktiviert allerdings den OLED-Bildschirm, die Beleuchtung und den Zugang zu den Software-Einstellungen. Der schwächelnde Akku wäre auch nicht ganz so tragisch, wenn man durch Anschließen des Ladekabels nicht auf die 4000-Hz-Abtastrate verzichten müsste.
Richtig praktisch ist hingegen die Kombination OLED-Display und Scrollrad. Das von Razer „Command Dial“ getaufte Bedienelement lässt sich sowohl drehen als auch klicken. Per Software Razer Synapse kann man sich so drei unterschiedliche Aktionen drauflegen. Das OLED-Display kann zudem auch Informationen wie die CPU-Temperatur anzeigen.
Bei den Tasten verwendet Razer PBT-Plastik im Doubleshot-Verfahren. Die Keycaps haben daher die typische leicht raue Textur und eine gute Griffigkeit. Die Beschriftung ist lichtdurchlässig, wodurch die Beleuchtung besser zur Geltung kommen kann. Das Keyboard gibt es zum Testzeitpunkt ausschließlich mit UK- und US-Layout und wird so auch offiziell in Deutschland vertrieben. Mit dem britischen Layout sind zwar die Tasten anders beschriftet, Enter- und Shift-Taste haben aber die gleiche Form und Größe wie beim deutschen Layout.
Software
Um die Blackwidow V4 Pro 75 zu konfigurieren, steht die produktübergreifende App Razer Synapse am Start. Mit ihr konfiguriert man die Tastenbelegung des Keyboards, die Beleuchtungseinstellungen, die OLED-Anzeige und die Stromsparfunktionen.
Für das Scrollrad kann man zu den vorkonfigurierten Aktionen auch bis zu 100 eigene anlegen. Das Aufzeichnen einzelner Tasten oder Tastenkombinationen erlaubt zum Beispiel, häufig genutzte Aktionen in Spielen oder anderen Programmen auf eine der drei Bewegungen des Scrollrads (hochscrollen, runterscrollen oder klicken) zu legen.
Hinzu kommen noch eine Liste weiterer Aktionen, etwa Mausfunktionen und Windows-Shortcuts, aus denen man ebenfalls wählen kann. Die Einrichtung geht ausgesprochen einfach von der Hand und die Steuerung des Scrollrads fühlt sich richtig gut an.
Die Beleuchtungseinstellungen über Razer Synapse halten sich in Grenzen und bieten insgesamt zwölf Effekte, zwischen denen man wechseln kann. Das liegt daran, dass Razer mit Chroma Studio einen eigenständigen Editor für Beleuchtungseffekte hat, den man bequem über Synapse installiert. Mit dem Programm kann man 13 verschiedene Effekte in mehreren Ebenen übereinanderlegen sowie Farben, Geschwindigkeit, Winkel und mehr individuell anpassen. Wer Spaß daran hat, seine Beleuchtung zu individualisieren, kommt hier uneingeschränkt auf seine Kosten.
Auch bei der Blackwidow V4 Pro 75 überzeugt uns die App Razer Synapse mit ihrem benutzerfreundlichen Aufbau und sinnvollen Einstellungsmöglichkeiten.
Tippgefühl
Mit vorgeschmierten taktilen Razer-Orange-Switches der dritten Generation ausgestattet, bietet die Tastatur Tippen mit charakteristischem spürbarem „Bump“. Der macht uns insbesondere beim Schreiben mit der Peripherie Freude. Die taktilen Switches benötigen hier eine Betätigungskraft von 50 g und sind damit etwas schwerer zu aktivieren als lineare. Letztere werden deswegen häufig bei Gaming-Tastaturen bevorzugt. Die Reisedistanz bis zum Auslösepunkt der Razer-Orange-Switches beträgt 2 mm.
Durch die Verwendung von Poron-Dichtungen zwischen Gehäuse und FR4-Platte (Gasket-Mount) und dämpfendem Schaumstoff an mehreren Stellen im Gehäuse bekommt die Razer Blackwidow V4 Pro 75 einen abgestimmten Sound beim Tippen. Das Gros der Tasten bietet ein helles Klackern, während die Leertaste mit einem tiefen und prägnanten Thock beim Anschlag erklingt. Entsprechend den Dämpfungsmaßnahmen und den Stabilisatoren kommt der Sound ohne störende Nebengeräusche wie Kratzen oder Hallen beim Ohr an. Jeder Tastenanschlag fühlt sich zudem präzise an.
Als Hot-Swapping-Tastatur unterstützt die Blackwidow V4 Pro 75 auch 3-Pin- und 5-Pin-Switches anderer Hersteller. Wer noch mehr am Soundprofil und Tippgefühl verändern möchte, dürfte sich über das einfach zu öffnende Gehäuse freuen. Dafür muss man lediglich die sieben Schrauben auf der Rückseite des Gehäuses öffnen.
Preis
Die UVP der Razer Blackwidow V4 Pro 75 liegt bei 350 Euro. Aktuell gibt es sie für etwa 305 Euro mit UK-Layout, obwohl die offizielle Amazon-Seite fälschlicherweise von einem ISO-US-Layout spricht. Mit dem amerikanischen ANSI-Layout kostet die Tastatur derzeit mit 261 Euro etwas weniger.
Fazit
Die Razer Blackwidow V4 Pro 75 bereitet sowohl beim Tippen als auch beim Zocken viel Freude. Das nützliche programmierbare Scrollrad bereichert die Tastatur ungemein und die intensive RGB-Beleuchtung überzeugt ebenfalls auf ganzer Linie. Auch für die Blackwidow bietet Razer Synapse viele Einstellungsmöglichkeiten, mit denen man die 75-Prozent-Tastatur den eigenen Wünschen anpasst.
Allerdings stellt sich die Frage, ob eine UVP von kostenintensiven 350 Euro hier gerechtfertigt ist. Denn das Gehäuse besteht zum Großteil aus Plastik, der Akku macht verhältnismäßig schnell schlapp – und auch sonst sind keine wirklich innovativen Neuerungen mit an Bord, die einen so hohen Preis erklären würden. Das ist schade, denn letztlich ist die Razer Blackwidow V4 Pro 75 eine echt gute mechanische Tastatur, die uns im Test viel Freude bereitet hat. Aktuell würden wir aber definitiv empfehlen, auf eine Preissenkung zu warten.
Künstliche Intelligenz
Top 10: Die beste Android-Box fürs Auto im Test – Youtube, Netflix & Co. nutzen
Streaming im Auto: Mit einer Android-Box kann man Youtube, Netflix & Co. direkt auf dem Infotainment-Display sehen.
Was nach Zukunftsmusik klingt, lässt sich schnell und unkompliziert nachrüsten: Fernsehen und Streaming direkt auf dem Fahrzeug-Bildschirm. Mit einem Adapter, der einen HDMI-Eingang bietet, können TV-Sticks oder smarte Boxen mit eigenem Android-Betriebssystem angeschlossen werden. So lassen sich Apps wie Youtube, Netflix, Magenta TV, Disney+ oder Prime Video auch unterwegs nutzen – und direkt auf dem Display des Infotainment-Systems abspielen.
Voraussetzung ist eine Carplay-Schnittstelle, die der Adapter für seine Zwecke nutzt. Die Internetverbindung wird entweder über den mobilen Hotspot des Smartphones oder – je nach Adaptermodell – über eine zweite SIM-Karte hergestellt.
Wer zum Beispiel während einer längeren Pause eine Folge seiner Lieblingsserie schauen möchte oder im Urlaub auf dem Campingplatz Unterhaltung sucht, aber kein Tablet zur Hand hat, kann das Infotainment-System dafür nutzen. Das kann auch eine praktische Lösung sein, um Kinder im Urlaub zu beschäftigen.
Wir stellen die besten Lösungen vor, um Inhalte von Streaming-Diensten komfortabel im Auto genießen zu können.
Rechtlicher Hinweis
Unter keinen Umständen sollte man während der Fahrt fernsehen oder Videos streamen. Das ist nicht nur eine gefährliche Ablenkung, sondern verstößt auch gegen die Straßenverkehrsordnung (StVO) – konkret gegen das Handy- und Ablenkungsverbot (§ 23 Abs. 1a StVO).
Welche Android-Box ist die beste fürs Streaming im Auto?
Testsieger ist der Ottocast Nano Ai für 175 Euro (Code: TS20). Die smarte Box überzeugt mit einem modernen Design und einer praktischen Befestigung am Lüftungsgitter samt integriertem Display sowie Sprachsteuerung. Dank des vollwertigen Android-Systems kann man in Verbindung mit einem Google-Konto auch den Play Store nutzen.
Preis-Leistungs-Sieger ist die Ottocast Ottoaibox E2. Die smarte Box mag nicht die allerneueste Technologie bieten, überzeugt im Test aber mit zuverlässigem Betrieb. Der Preis von 112 Euro (Code: TS20) ist zudem fair.
Technologiesieger ist die Carlinkit Tbox Ultra für 216 Euro (Code: TechStage25). Das Gerät bietet bereits Android 15, den schnellsten Prozessor im Testfeld sowie viel Speicher und RAM. Dafür ist es vergleichsweise teuer.
Wer hingegen einen BMW besitzt, muss zur Ottocast Aibox i3 für 152 Euro (Code: TS20) greifen. Es ist die einzige Box dieser Bestenliste, die mit Fahrzeugen der Bayerischen Motoren Werke (BMW) kompatibel ist.
Hier folgt das komplette Ranking:
Hinweis: Käufe bei chinesischen Händlern sind oft günstiger, doch Service und Durchsetzung von Verbraucherrechten wie Rückgabe oder Gewährleistung können eingeschränkt sein. Wir verlinken Händler, mit denen wir meist gute Erfahrungen gemacht haben.
Die Preise sind Momentaufnahmen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung und können jederzeit abweichen.
Welche Arten von Adaptern gibt es?
Alle hier gezeigten Geräte nutzen die Carplay-Schnittstelle des Infotainment-Systems als Zugang, um Inhalte auf dem Fahrzeug-Display anzeigen zu können. Kurz gesagt: Das Fahrzeug muss Carplay unterstützen, damit die hier vorgestellten Adapter verwendet werden können.
Eine uneingeschränkte Garantie dafür gibt es allerdings nicht – insbesondere bei BMW-Fahrzeugen funktionieren rund 90 Prozent der hier genannten Lösungen nicht. Deswegen bietet Ottocast mit der Aibox i3 eine spezielle Variante nur für Fahrzeuge der Bayerischen Motorenwerke an.
Die Adapter lassen sich grob in diese Kategorien einteilen:
- Boxen mit eigenständigem Android-Betriebssystem
- Adapter für HDMI-Geräte wie TV-Sticks
- Carplay-Wireless-Adapter, die auch Airplay unterstützen
In dieser Bestenliste konzentrieren wir uns weitgehend auf die erste Gerätekategorie. Dabei unterscheiden wir zwischen geschlossenen Systemen, die nur ausgewählte Streaming-Apps unterstützen, und vollwertigen Android-Lösungen mit integriertem Google Play Store. Letztere ermöglichen den Zugriff auf diverse Dienste wie Disney+, Netflix, Prime Video, MagentaTV oder Youtube – Apps, die unter Carplay und Android Auto normalerweise gesperrt sind.
Zu den vollwertigen Systemen gehören der Ottocast Nano Ai, Ottocast Ottoaibox E2, Atoto Carwave CB6B, Carlinkit Tbox Ultra und UHD sowie Carlinkit Tbox Plus. Die Ottocast Play2Video Ultra bringt zwar einen App-Store mit, aber nur mit eingeschränktem Angebot. Den Google Play Store gibt es hier nicht. Die Ottocast Play2Video Pro beschränkt sich auf Amazon Prime Video, Netflix oder Youtube.
Einige dieser Modelle bringen einen SIM-Karten-Slot mit, um eine eigene Internetverbindung aufzubauen – aber nicht alle. Alternativ können Nutzer das Internet auch über einen mobilen Hotspot vom Smartphone bereitstellen. Alle Boxen dieser Art dienen zeitgleich auch als Wireless-Adapter für Apple Carplay sowie Android Auto.
Zur zweiten Kategorie gehören HDMI-Adapter fürs Auto wie der Ottocast Car TV Mate Pro Max und der Carlinkit Firedrive Link. Beide Adapter besitzen einen HDMI-Eingang, an den man primär einen Streaming-Stick anschließen kann. Laut Hersteller eignet sich der Firedrive primär für den Fire TV-Stick von Amazon, auch wenn andere Zuspieler teilweise nutzbar sind.
Darf ich im Auto fernsehen oder streamen?
Während der Fahrt darf man auf dem Auto-Display auf keinen Fall fernsehen oder Videos anschauen. Das stellt eine erhebliche Ablenkung vom Verkehrsgeschehen dar und ist nicht nur extrem gefährlich, sondern auch eindeutig verboten.
Laut § 23 Abs. 1a der Straßenverkehrsordnung (StVO) gilt ein striktes Handy- und Ablenkungsverbot. Dieses Verbot schließt ausdrücklich auch das Betrachten von Videos oder TV-Sendungen auf Fahrzeugdisplays ein, wenn diese während der Fahrt genutzt werden.
Erlaubt sind solche Funktionen nur, wenn das Fahrzeug steht und der Motor ausgeschaltet ist und nicht läuft. Wer gegen das Verbot verstößt, riskiert nicht nur Bußgelder und Punkte in Flensburg, sondern gefährdet auch sich selbst und andere Verkehrsteilnehmer.
Bei einem Verstoß drohen folgende Strafen:
- ab 100 Euro Bußgeld und 1 Punkt in Flensburg
- bei Gefährdung: 150 Euro Bußgeld, 2 Punkte und 1 Monat Fahrverbot
Beifahrer dürfen zwar Videos schauen, allerdings nur auf separaten Bildschirmen, die den Fahrer nicht ablenken oder sichtbar sind. Wir empfehlen, Videos nur im stehenden Fahrzeug zu schauen – ausschließlich bei ausgeschaltetem Motor. Auch im Parkmodus darf der Motor dabei nicht laufen.
Fazit
Streaming im Auto lässt sich mit den richtigen Adaptern überraschend einfach nachrüsten – vorausgesetzt, das Fahrzeug unterstützt Apple Carplay. Ob mit einer Android-basierten Box oder einem HDMI-Adapter für TV-Sticks: Die Auswahl an Lösungen ist groß und bietet für verschiedene Bedürfnisse passende Optionen.
Besonders flexibel zeigen sich die Ottocast Ottoaibox E2, sehr fortschrittlich sind zudem die Ottocast Nano Ai sowie Carlinkit Tbox Ultra. Eine günstige Alternative ist die Carlinkit Tbox Plus und Ottocast Play2Video Ultra – letzterer aber ohne Play Store. BMW-Fahrer benötigen die Aibox i3 von Ottocast.
Wichtig ist jedoch: Streaming ist ausschließlich im stehenden Fahrzeug erlaubt – während der Fahrt ist es verboten und gefährlich. Wer die Technik verantwortungsvoll nutzt, kann sich unterwegs komfortabel unterhalten lassen, etwa beim Camping im Urlaub oder in der Mittagspause.
Diese Bestenlisten zeigen weiteres Zubehör für das Auto:
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Kündigungsbutton & Transparenz: Klatsche für Microsoft und Starlink vor Gericht
Im digitalen Zeitalter ist ein Abo meist mit wenigen Klicks abgeschlossen. Doch der Weg aus dem Vertrag heraus gleicht oft einem technischen Hindernislauf. Zwei aktuelle Urteile der Landgerichte München I und Karlsruhe verdeutlichen nun, dass auch globale Tech-Giganten wie Microsoft und innovative Anbieter wie Starlink von Elon Musk die deutschen Verbraucherschutzgesetze nicht ignorieren dürfen. Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg konnte in beiden Fällen Siege für die Nutzerrechte erringen und klare Grenzen für intransparente Praktiken setzen. Dabei rütteln die Gerichte an der Logik von Design-Tricks wie Dark Patterns, die den Ausstieg absichtlich erschweren.
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Die rechtliche Grundlage für die zwei Entscheidungen bildet das Gesetz zur fairen Gestaltung von Verbraucherverträgen. Es schreibt vor, dass online geschlossene Abos über eine leicht zugängliche Schaltfläche gekündigt werden können müssen. Die aktuellen Urteile gegen Microsoft (Az. 3 HK O 13796/24) und Starlink (Az.: 13 O 25/25 KfH) von Mitte Januar machen deutlich: Die Justiz ist bereit, gestalterische Kniffe konsequent zu unterbinden, um die wirtschaftliche Freiheit der Verbraucher zu schützen.
Microsoft: Login-Falle und unnötige Datenhürden
Das Landgericht München I verurteilte Microsoft dazu, seine Kündigungspraxis bei Diensten wie dem Cloud-basierten Office-Paket MS 365 grundlegend zu ändern. Der US-Softwareriese hatte den Kündigungsbutton zwar formal in den Footer der Webseite integriert, ihn aber durch irreführende Begleitinformationen quasi entwertet. In den Tarifbeschreibungen suggerierte der Konzern zudem, dass eine Kündigung zwingend eine Anmeldung im Microsoft-Konto erfordere. Besonders kritisch bewertete das Gericht, dass Nutzer ohne Zugriff auf ihr ursprüngliches E-Mail-Konto so komplett ausgeschlossen wurden. Wer seine Zugangsdaten verloren hatte, saß in der Abo-Falle. Die Richter stellen hier unmissverständlich klar, dass eine Kündigung auch ohne vorherige Anmeldung im Kunden-Account möglich sein muss.
Zusätzlich kritisierte die 3. Kammer für Handelssachen den eigentlichen Ablauf. Anstatt den Nutzer direkt zur Bestätigung zu führen, schaltete Microsoft eine Abfrageseite dazwischen. Darauf mussten Daten wie die Bestellnummer manuell eingegeben werden. Diese künstliche Barriere verstößt laut dem Urteil gegen das Gebot der Unmittelbarkeit. Ein Kündigungsprozess dürfe nicht dazu genutzt werden, Nutzer durch zusätzliche Dateneingaben zu frustrieren oder den Vorgang unnötig in die Länge zu ziehen. Microsoft muss nun nachbessern, um den gesetzlichen Anforderungen an Transparenz und Nutzerfreundlichkeit gerecht zu werden.
Starlink: Intransparenz beim Satelliten-Internet
Ähnlich gelagert war der Fall gegen Starlink vor dem Landgericht Karlsruhe. Hier bemängelten die Richter massive Defizite bereits bei der Vertragsanbahnung. Informationen zur Identität des Vertragspartners waren nur über Umwege auffindbar, was im Online-Handel unzulässig ist. Ein weiterer eklatanter Verstoß betraf die Bestellschaltfläche, die lediglich mit „Bestellung aufgeben“ beschriftet war. Die deutsche Gesetzgebung schreibt indes zwingend vor, dass ein solcher Button unmissverständlich auf die Zahlungspflicht hinweisen muss. Dazu kann eine Formulierung dienen wie „zahlungspflichtig bestellen“.
Auch bei der Kündigung zeigte der US-Anbieter für Satelliten-Internet Mängel, monierte die erste Karlsruher Kammer für Handelssachen. Anstatt eines gesetzeskonformen Schaltknopfes habe sich im Menü lediglich die Option gefunden, die monatliche Zahlung zu deaktivieren. Das Gericht stellte fest, dass eine solche Deaktivierung rechtlich nicht mit einer wirksamen Kündigung gleichzusetzen ist.
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Die Urteile sind zusammengenommen wegweisend für den Verbraucherschutz. Sie zeigen, dass globale Unternehmen das deutsche Recht nicht durch das Herkunftslandprinzip aushebeln können. Der Kündigungsbutton muss eine echte Abkürzung zur Vertragsfreiheit sein und darf nicht als Alibi-Link versteckt werden. Das haben Verbraucherschützer auch gegenüber deutschen Firmen schon wiederholt durchgesetzt. Oliver Buttler von der Verbraucherzentrale betont, dass der Ausstieg aus einem Vertrag so leicht sein müsse wie der Einstieg. Bei den Urteilen gehe es „um ganz konkrete Alltagssituationen von tausenden Menschen, die Geld verlieren oder an unnötig komplizierten Kündigungen scheitern“.
(rbr)
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