Apps & Mobile Entwicklung
ChatGPT soll Dr. Google ablösen: OpenAI entwickelt separate Umgebung für Gesundheitsfragen
Gesundheitsthemen sind eines der relevanten Themen bei den generativen Chatbots, ChatGPT ist auf dem Weg, „Dr. Google“ als Anlaufstelle für Fragen und Tipps abzulösen. Mit ChatGPT Gesundheit führt OpenAI nun einen eigenständigen Bereich für das Thema ein.
Was OpenAI mit der neuen Funktion schafft, ist eine separate Umgebung, in der die Nutzer selbst Daten wie Arztbriefe hochladen oder den Chatbot mit externen Apps verbinden können. Das gilt etwa für elektronische Patientenakten sowie Wellness-Apps wie Apple Health, Function und MyFitnessPal.
Gesundheitsbereich mit strengeren Datenschutzvorgaben
Öffnen lässt sich ChatGPT Gesundheit über die entsprechende Option in der Seitenleiste des Chatbots. Es ist ein abgesonderter Bereich, bei dem auch strengere Datenschutzvorgaben gelten. Sowohl die Gespräche als auch die hochgeladenen Daten und die verbundenen Apps werden getrennt von den übrigen Chats gespeichert.
Der Gesundheitsbereich hat auch eine separate Erinnerungsfunktion. Wenn Nutzer in diesem Bereich etwa über Diagnosen berichten, können diese auch in späteren Chats aufgegriffen werden. Bei allgemeinen ChatGPT-Chats tauchen diese Angaben hingegen nicht auf. Umgekehrt ist das aber möglich. Als Beispiel nennt OpenAI Ereignisse wie einen Umzug oder Lebensstiländerungen, die auch für Gesundheitsfragen relevant sein können. Die Erinnerungen im Bereich Gesundheit lassen sich wie gehabt in den Einstellungen einsehen und gegebenenfalls löschen.
OpenAI verspricht zudem erhöhte Sicherheitsstandards, das gilt etwa bei der Verschlüsselung. Bei Datenverbindungen mit externen Apps müssen Nutzer auch explizit einwilligen. Gespräche im Gesundheitsbereich verwende OpenAI auch nicht, um die Modelle zu trainieren.
Vorerst nur in den USA über Warteliste verfügbar
Allgemein startet ChatGPT Gesundheit noch nicht. Interessierte müssen sich zudem über eine Warteliste anmelden. OpenAI will zunächst mit einer kleinen Gruppe an Nutzern starten, um die Funktionen laufend zu verbessern.
Bis der Gesundheitsbereich nach Europa kommt, wird es aber noch dauern. Vorerst ist dieser nur außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums verfügbar. Die Integration einer elektronischen Gesundheitsakte und die Anbindung einiger Apps ist zudem nur in den USA möglich. Speziell für Apple Health benötigt man noch die iOS-Version von ChatGPT, ansonsten ist es noch über die Web-Version abrufbar.
Um in den USA einen sicheren Zugang zu Gesundheitsdienstleistern zu ermöglichen, arbeitet OpenAI mit der Plattform b.well zusammen, einem Netzwerk für verbundene Live-Gesundheitsdaten. Interessant wird, mit welchen Anbietern OpenAI in Europa und Deutschland kooperieren wird.
Gesundheit zählt zu den häufigsten Nutzerthemen in ChatGPT
Sich Gesundheitstipps im Internet zu holen oder selbst nach Krankheiten zu recherchieren, gilt traditionell als heikel. Bei OpenAI ist man sich der Sensibilität des Themas zumindest insofern bewusst, dass man einen Disclaimer vorwegnimmt: ChatGPT Gesundheit sei nicht für Diagnostik oder Behandlungen gedacht, sondern soll die medizinische Versorgung unterstützen.
Als Beispiele für Anfragen nennt OpenAI die Vorbereitung auf Arzttermine, das Verständnis von Laborergebnissen sowie das Erstellen von Ernährungs- und Trainingsplänen. Für diesen Zweck ist es auch möglich, Apps wie AllTrails, Instacart und Peloton mit ChatGPT zu verbinden.
Wie relevant Gesundheit in ChatGPT ist, zeigen die internen Auswertungen von OpenAI. Laut einer anonymisierten Analyse von Gesprächen stellen weltweit über 230 Millionen Menschen jede Woche Fragen zu Gesundheit und Wohlbefinden.
Entwickelt wurde ChatGPT Gesundheit laut OpenAI in enger Abstimmung mit Ärzten. In zwei Jahren haben demnach über 260 Ärzte aus 60 Ländern und mit Dutzenden Fachgebieten die Antworten der KI-Modelle bewertet. Damit will man die Qualität der Antworten verbessert haben, die Sicherheit spielt aber auch eine Rolle. Da geht es etwa um die Frage, wie dringend ChatGPT zu ärztlichen Untersuchungen rät.
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GeForce 595.79: Game Ready für Crimson Desert und Death Stranding 2

In den letzten Wochen ging es drunter und drüber, was Grafikkarten-Treiber von Nvidia angeht. Zuerst wurde der GeForce 595.59 wegen Problemen zurückgezogen, die der GeForce 595.71 behoben hat. Der wiederum hat neue Probleme eingeführt, die der GeForce 595.76 Hotfix angegangen ist. Und nun folgt ein weiterer Treiber.
Crimson Desert und Death Stranding 2 sind Game Ready
Die gute Nachricht ist, dass der neue GeForce 595.79 primär nicht weitere Fehler beheben soll. Er kümmert sich stattdessen um neuen Spiele-Support. So ist die neueste Treiberversion „Game Ready“ für Crimson Desert und Death Stranding 2: On the Beach, die beide am 19. März erscheinen werden. Inwieweit der GeForce 595.79 Änderungen für die Spiele vornimmt und ob er eine bessere Performance aufweist, ist zu einem Großteil unklar. Nvidia nennt jedoch explizit behobene Abstürze in Crimson Desert, die es mit älteren GeForce-595-Treibern geben soll. Vielmehr, als dass Nvidia im Mindestfall eine Kompatibilität verspricht, bedeutet „Game Ready“ nicht. Die Entwickler von Crimson Desert haben gerade erst die offiziellen Systemanforderungen des Spiels bekanntgegeben.
Auch abseits der zwei genannten Titeln bietet der GeForce 595.79 Fehlerbeseitigungen in Games. Resident Evil Requiem (Test) konnte Grafikfehler in Form weißer Punkte aufweisen, wenn Subsurface-Scattering-Effekte aufgetreten sind. Der neue Treiber behebt dies. Zudem konnte der Client von Star Citizen abstürzen. Auch das ist nun Geschichte.
Einige Abstürze wurden behoben
Darüber hinaus nennen die Release Notes, dass der GeForce 595.79 die Maximalspannung nicht mehr limitieren soll, wenn die Grafikkarte übertaktet ist. Das ist ein Bug, den der GeForce 595.71 eingeführt hat und den der GeForce 595.76 Hotfix behoben hat. Mit dem GeForce 595.79 ist die Fehlerbeseitigung damit auch in einem finalen Release-Treiber enthalten. In Multi-Key-DRM-Inhalten konnte es mit älteren Softwareversionen auf einem HDCP-1.x-Monitor passieren, dass der Treiber abgestürzt ist. Der GeForce 595.79 hat dies behoben.
Der GeForce 595.79 kann wie gewohnt bei ComputerBase heruntergeladen werden. Alternativ kann auch der Weg über die Website von Nvidia gegangen werden. Dort finden sich auch die offiziellen Release Notes.
Downloads
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4,2 Sterne
Die GeForce-Treiber unterstützen sämtliche aktuellen Nvidia-Grafikkarten.
- Version 595.79 Deutsch
- Version 582.28 Security Update Driver Deutsch
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Kindle-Reader: Amazon verschärft DRM ohne Software-Update

In den letzten Tagen mehren sich die Berichte, dass Amazon auf einigen älteren Kindle-Readern seine Bemühungen verschärft, den Export von beim Online-Händler gekauften Büchern aus dem eigenen Ökosystem zu erschweren. So sollen diese ein neues DRM-Verfahren erhalten haben, obwohl der Update-Support schon lange ausgelaufen ist.
Aktuell soll mehreren Berichten zufolge nur die Firmware 5.16.2.1.1 betroffen sein, die als letztes Update auf Modellen der 7., 8. und 9. Generation wie dem Kindle, dem Kindle Paperwhite oder dem Kindle Oasis im August 2023 installiert wurde. Modelle mit neuerer Software sollen von dem Verhalten hingegen nicht betroffen sein.
Neues Format ohne Update
Der entscheidende Unterschied zum bisherigen Verhalten: Bisher haben diese Reader Bücher im KFX-Format heruntergeladen, nun kommt das KFX-Zip-Format zum Einsatz. Neu erworbene Bücher lassen sich dadurch nicht mehr mit den bisher gebräuchlichen Mechanismen entschlüsseln. Üblicherweise erfordert eine solche Umstellung ein Software-Update, damit der Reader das neue Format verarbeiten kann. In diesem Fall scheint Amazon jedoch einen Weg gefunden zu haben, die DRM-Verschlüsselung älterer Kindles ohne Softwareaktualisierung zu ändern. Denkbar wäre auch, dass diese Funktion schon lange in der Firmware integriert, bisher aber nicht aktiviert war – bis jetzt.
Amazon weitet DRM sogar aus
Bislang galt das neue DRM nur für die neuesten Kindle-Modelle mit Software 5.18.5 oder höher, doch nun versucht Amazon offenbar, auch ältere Kindle-Geräte einzuschränken. Damit schlägt Amazon weiterhin den vollkommen entgegengesetzten Kurs zu anderen Online-Händler für digitale Bücher ein: Während diese bereits seit Jahren E-Books kundenfreundlicher nur mit weichem DRM oder gänzlich ohne Kopierschutz verkaufen, hält Amazon daran fest. Für Kunden existieren allerdings Auswege: Sie können ihre digitalen Bücher bei anderen Händlern im Epub-Format erwerben und mit Werkzeugen wie Calibre umwandeln.
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NVMeDisk.sys: Nativer NVMe-Support unter Windows schafft mehr Leistung

Erst jetzt liefert Microsoft nativen NVMe-Support für Windows, ohne dass noch eine Übersetzung von SCSI zu NVMe stattfinden muss. Storage Review hat den neuen Storage Stack per Registry-Hack auf Windows Server 2025 ausprobiert und kann Leistungsgewinne bestätigen.
Der Ende 2025 vollzogene Wechsel von Disk.sys auf NVMeDisk.sys macht die vorherige Übersetzung vom zuvor immer noch genutzten SCSI-Protokoll auf NVM Express (NVMe) der modernen PCIe-SSDs überflüssig. Durch diesen Schritt hatte Microsoft niedrigere Latenzen, mehr IOPS und eine geringere CPU-Last versprochen.
Aktivieren lässt sich der native NVMe-Support aber zunächst nur über einen nicht risikofreien Eingriff in die Registry. Das klappt auch unter Windows 11, doch ist das aufgrund möglicher Probleme nicht zu empfehlen. Storage Review hat es unter Windows Server 2025 dennoch probiert.
Native NVMe auf Windows Server 2025 im Test
Die Website Storage Review hat auf einem Dual-Sockel-Server mit zwei AMD Epyc 9754 und somit insgesamt 256 Kernen die Vorzüge von NVMeDisk.sys bestätigt. Als Betriebssystem diente Windows Server 2025 Build 26100.32370. Es standen 768 GB DDR5-RAM mit 4.800 MT/s zur Verfügung.
Große Gewinne beim wahlfreien Lesen
Insbesondere beim wahlfreien Lesen (Random Read) mit kleinen 4K-Dateien gab es mit NVMeDisk.sys mehr Leistung. Bei diesem Szenario stiegen Durchsatz und IOPS um über 60 Prozent. Die Latenz verringerte sich um fast 40 Prozent. Allerdings legte die CPU-Auslastung parallel geringfügig zu. Bei 64K Random Read waren die Zugewinne bei Durchsatz und IOPS mit etwas mehr als 20 Prozent aber schon deutlich geringer, die Latenz sank nur noch um 13 Prozent.
Weniger CPU-Last beim Schreiben
Beim sequenziellen Lesen blieb die Leistung hingegen fast unverändert, sodass Durchsatz, IOPS und Latenzen nahezu identisch waren. Dafür wurde aber bei gleicher Leistung die CPU merklich entlastet, sodass die Auslastung um fast 20 Prozent sank.
Auch beim Schreiben, ob wahlfrei oder sequenziell, konnten keine klaren Leistungsgewinne ausgemacht werden. Aber auch hier nahm die CPU-Auslastung signifikant ab.
Das vorläufige Fazit
Zumindest in einigen Bereichen hat Microsoft aus Sicht der Tester nicht zu viel versprochen. Der Autor sieht der geplanten standardmäßigen Aktivierung entsprechend erwartungsvoll entgegen. An dieser Stelle wird noch an die Hersteller von SSDs und RAID-Karten appelliert, dass diese ihrerseits Unterstützung für den neu organisierten Storage Stack leisten sollen, damit alle bestmöglich profitieren.
Obwohl viele unserer Ergebnisse nach der Aktivierung des neuen Speicherstapels innerhalb der üblichen Schwankungsbreite lagen, konnten wir viele der Behauptungen von Microsoft bestätigen, darunter eine höhere Lesebandbreite bei geringerer Latenz und eine insgesamt verringerte CPU-Auslastung.
Andrew Waag für Storage Review
Ob letztlich auch Privatnutzer davon profitieren werden, bleibt abzuwarten. Generell reizen alltägliche Workloads NVMe-SSDs lange nicht aus, sodass der Leistungsgewinn am Ende vielleicht gar nicht spürbar sein wird. Dennoch wird es höchste Zeit für eine Umstellung des beinahe antiken Storage Stack von Windows.
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