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Cinebar 22 Surround Power Edition: Neue Teufel-Soundbar mit Subwoofer im Test
Teufel präsentiert mit der Cinebar 22 eine Soundbar, die Dolby Atmos unterstützt und einen Subwoofer enthält. Wie gut sie im Alltag abschneidet, zeigt der Test.
Teufels neue Soundbar Cinebar 22 kommt in der vollen Ausbaustufe Surround Power Edition mit zwei kabellosen Rear-Lautsprechern und einem der stärksten Subwoofer des Herstellers (T 10) daher. Das Gesamtsystem ist für die Wiedergabe von Fernseh-, Gaming- und Musikinhalten in mittelgroßen Räumen bis 40 m² ausgelegt.
Die Soundbar selbst ist mit insgesamt acht Treibern bestückt. Dazu gehören ein koaxial angeordneter Hoch- und Mitteltöner, der als Center-Kanal fungiert, zwei Racetrack-Treiber für den unteren Frequenzbereich sowie zwei Hochtöner. Ergänzt wird dies durch vier 50-Millimeter-Breitbandtreiber, die seitlich abstrahlen und für Raumklang-Effekte vorgesehen sind. Das System unterstützt die Raumklangformate Dolby Atmos und DTS:X. Die patentierte Dynamore-Technologie von Teufel verstärkt den Klang aus den Front- und Seitenlautsprechern und erzeugt einen räumlichen Klangeindruck. Auf nach oben ausgerichtete Höhenlautsprecher verzichtet die Cinebar 22 hingegen.
Wie gut sich Teufels neueste Soundbar im Alltag schlägt, zeigt folgender Testbericht.
Bilder: Teufel Cinebar 22 Surround Power Edition
Design und Verarbeitung
Die Teufel Cinebar 22 präsentiert sich im klassischen Soundbar-Design mit stattlichen Abmessungen von 100 × 7,8 × 14,7 cm (B×H×T) und einem Gewicht von gut 5 Kilogramm. Front- und Seite werden von einem umlaufenden Metallgitter abgedeckt, das im rechten Drittel unterbrochen ist und Platz für ein dimmbares LED-Display schafft. Dieses informiert über gewählte Eingänge, Lautstärke sowie weitere Parameter wie Höhen- und Bass-Einstellungen. Auf der Oberseite befindet sich ein Bedienfeld mit Tasten für Lautstärke, Wiedergabe und Quellenwahl; alternativ steht eine Fernbedienung mit direktem Zugriff auf Menü und Equalizer zur Verfügung. Auf der Rückseite finden sich neben den Anschlüssen zwei stabile Haken für die Wandmontage. Die Soundbar ist wahlweise in Schwarz oder Weiß erhältlich.
Der zur Surround Power Edition gehörende T10-Subwoofer kommt mit Standfüßen, die selbst verschraubt werden müssen. Mit Abmessungen von 35,1 × 48,3 × 38 cm und einem Gewicht von 15,6 Kilogramm fällt er beträchtlich aus und ist ausschließlich in Schwarz erhältlich. In Kombination mit der weißen Soundbar und den weißen Rear-Lautsprechern wirkt das Gesamtbild dadurch etwas uneinheitlich. Die Effekt-2-Satelliten fallen mit 11,1 × 16 × 11,8 cm und knapp einem Kilogramm Gewicht deutlich kompakter aus.
Anschlüsse und Ausstattung
Die Verbindung zum Fernseher erfolgt wahlweise per HDMI mit eARC, wodurch die Lautstärke über die TV-Fernbedienung gesteuert werden kann, oder über einen optischen Digitaleingang. Ein zweiter HDMI-Anschluss steht für Set-Top-Boxen oder Spielekonsolen bereit und unterstützt 4K-Pass-Through inklusive HDR, Dolby Vision und 3D. Für analoge Quellen gibt es einen Cinch-Eingang; zudem lässt sich ein Computer über USB als externe Soundkarte anschließen. Musik kann per Bluetooth mit AAC-Codec in CD-naher Qualität gestreamt werden. Auf WLAN, Ethernet, Airplay oder eine begleitende App muss hingegen verzichtet werden – ein Manko, das den Einsatzbereich einschränkt. So lässt sich die Soundbar etwa nicht als Medienplayer in Home Assistant integrieren.
Die beiden kabellosen Effekt-2-Rear-Lautsprecher werden per Funk angesteuert, verfügen über eine automatische Ein- und Ausschaltfunktion und können aufgestellt oder an der Wand montiert werden. Als 2-Wege-Systeme ausgelegt, tragen sie zur Surround-Wiedergabe bei. Der T10-Subwoofer ist ebenfalls kabellos angebunden und kann wahlweise mit der Membran nach vorn oder unten betrieben werden, was flexible Aufstellungsmöglichkeiten eröffnet. Über die Soundbar lassen sich verschiedene Klangmodi (Nacht, Musik, Sprache, Neutral) sowie ein einfacher Equalizer für Höhen und Bass auswählen.
Aufbau, Inbetriebnahme und Steuerung im Alltag
Die Handhabung der Cinebar 22 gestaltet sich grundsätzlich einfach: Das Display ist gut ablesbar, der Anschluss an den Fernseher unkompliziert, und die Fernbedienung liegt intuitiv in der Hand. Allerdings erfordert die Ersteinrichtung etwas Geduld, da mangels App alle Einstellungen menügeführt über die Fernbedienung vorgenommen werden müssen. Individuelle Klanganpassungen beschränken sich auf Bass- und Höhenregelung sowie die genannten Klangmodi. Die Dynamore-Technologie zur Verbreiterung der Klangbühne lässt sich zuschalten. Ein automatisches Einmessverfahren mit Mikrofon, wie es manche Mitbewerber bieten, ist nicht vorhanden. Immerhin kann der Abstand von Soundbar und Rear-Lautsprechern zur Hörposition manuell justiert werden.
Klangqualität
Mit einer Systemleistung von 365 Watt (Soundbar 175 Watt, Subwoofer 150 Watt, Rears 40 Watt) zeigt sich die Cinebar 22 äußerst pegelfest. Die Dynamore-Technologie erzeugt auf Wunsch eine breitere Klangbühne und simuliert einen virtuellen Surround-Eindruck. Bei der Musikwiedergabe bleiben Gesangsstimmen anschaulich abgesetzt, Instrumente lassen sich gut lokalisieren. Zur klanglichen Oberklasse fehlt es dem System jedoch an letzter Klarheit und Differenziertheit.
Bei actionreichen Filmen und Serien überzeugt die Soundbar dagegen mit erstaunlich tiefem Bass und klar verständlichen Dialogen. In Kombination mit Subwoofer und Rear-Lautsprechern entfaltet sich bei Dolby-Atmos-Titeln ein durchaus beeindruckender Raumklang. Wer echte Höheneffekte erwartet, wird jedoch enttäuscht – dafür fehlen nach oben abstrahlende Treiber. Insgesamt gefällt das System bei Film- und Fernsehwiedergabe besser als bei Musik, da das Fehlen des letzten Quäntchens Klarheit hier weniger ins Gewicht fällt.
Preise
Teufel bietet die Cinebar 22 in verschiedenen Konfigurationen an: Die Basisversion mit T6-Subwoofer kostet 600 Euro, die Power-Edition mit T10-Subwoofer 700 Euro. Das Surround-Set inklusive Effekt-2-Rear-Lautsprechern und T6-Sub ist für 900 Euro erhältlich, die getestete Surround Power Edition mit T10-Subwoofer für 1000 Euro.
| Soundbar / Leistung | 5.1 / 175 W | 5.1 / 175 W | 7.1 / 175 W | 7.1 / 175 W |
| Subwoofer / Leistung | T6 / 60 W | T10 / 150 W | T6 / 60 W | T10 / 150 W |
| Rear Speaker / Leistung | – | – | Effekt 2 / 40 W | Effekt 2 / 40 W |
| Systemleistung (W) | 235 | 325 | 275 | 365 |
| Preis | 600 Euro | 700 Euro | 900 Euro | 1000 Euro |
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Fazit
Die Teufel Cinebar 22 Surround Power Edition liefert kraftvollen Sound und beeindruckt mit enormer Lautstärke. Für erstklassigen Musikgenuss fehlt es am Ende jedoch ein wenig an Klarheit. Dank der umfangreichen Einstellungsmöglichkeiten lässt sich hier aber einiges herausholen.
Ihr volles Potenzial entfaltet die Soundbar unserer Meinung nach vor allem bei Filmen. Wer auf kraftvollem Bass und Dolby-Atmos-Unterstützung steht, wird hier bestens bedient. In der Surround-Edition mit den enthaltenen Rear-Lautsprechern erzeugt das Set zudem einen beeindruckenden Raumklang. Allein mit der Soundbar ist dieser allerdings nur ansatzweise spürbar.
In puncto Anschlüsse muss man Kompromisse eingehen: WLAN, LAN und Airplay fehlen ebenso wie eine begleitende App. Das macht die Konfiguration im Alltag umständlicher, da sie weitgehend über die Fernbedienung erfolgen muss. Einmal eingestellt, fällt dieses Manko im täglichen Gebrauch aber kaum noch ins Gewicht.
Wer eine leistungsstarke Soundbar sucht, die bei Filmen fast restlos überzeugt, wird mit der Teufel Cinebar 22 Surround Power Edition glücklich. Die Musikwiedergabe ist allerdings nicht so differenziert wie bei der KEF Xio, die preislich allerdings in einer anderen Liga spielt. Die fehlende Netzwerkfähigkeit schränkt den Einsatz etwas ein – etwa als Medienabspielgerät unter Home Assistant ist die Cinebar 22 nicht nutzbar.