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Citroën kündigt Elektroauto mit dem Namen „2CV“ an


Wie gestern im Fünfjahresplan „FaSTLAne 2030“ skizziert, will sich Stellantis mithilfe einer Modernisierungsoffensive wieder konkurrenzfähig aufstellen. Seiner Marke Citroën kommt dabei die Rolle zu, einen erschwinglichen elektrischen Kleinstwagen möglichst glaubwürdig zu vertreten. Dazu soll sich das neue Elektrofahrzeug an Werten des legendären 2CV orientieren.

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Wie Citroën heute mitteilt, bezieht sich das Projekt an der historischen TPV-Idee („Toute Petite Voiture“ – ganz kleines Auto), aus der in den 1930er-Jahren der 2CV hervorging. Damals wie heute gehe es darum, Mobilität für möglichst viele Menschen zugänglich zu machen. Citroën-CEO Xavier Chardon beschreibt die Neuauflage als „nicht durch Nostalgie, sondern durch eine zeitgemäße Neuinterpretation von Einfachheit und Zugänglichkeit“ getrieben. Sein Credo für das Fahrzeug: „Elektrisch. Essenziell. Erschwinglich. Menschlich.“

Der historische Kleinstwagen wurde dadurch so erfolgreich und legendär, dass seine Ingenieure in vielerlei Hinsicht völlig neue konstruktive Wege gingen. Das war damals nur möglich, weil man ihnen komplett freie Hand gelassen hatte. Die starke Persönlichkeit, die das Fahrzeug dadurch ausstrahlte, war nicht beabsichtigt, aber ein logisches Nebenprodukt. Heute ist das durch eine ganz andere Stellung des Controllings in den Unternehmen nicht mehr möglich – man agiert deutlich konservativer als vor vielen Jahrzehnten. Stellantis wird daher mit Sicherheit auf seine neue Plattform, allenfalls die eines seiner chinesischen Partner zurückgreifen. Wir hoffen wenigstens auf ein großes Rolldach wie am Original.

Das Fahrzeug ist noch nicht bestellbar, konkrete technische Eckdaten zu Batteriekapazität, Reichweite, Leistung oder Gewicht nennt Citroën bislang nicht. Die Marke betont stattdessen die Leitlinien Erschwinglichkeit, geringes Gewicht, hohe Alltagstauglichkeit, Vielseitigkeit und Persönlichkeit. Medienberichte spekulierten bereits über einen möglichen Preis von unter 15.000 Euro und einen Marktstart um 2028 und einen Fertigungsort im italienischen Pomigliano d’Arco genannt. Bestätigt hat Stellantis davon bislang nichts.

Was den 2CV ausmachte

Die Ankündigung fällt in den Rahmen des Stellantis-Strategieplans FaSTLAne 2030, der ein Investitionsprogramm von 60 Milliarden Euro über fünf Jahre vorsieht. Der Konzern peilt bis 2030 einen Umsatzanstieg von 154 auf 190 Milliarden Euro und eine operative Marge von 7 Prozent an. Der Schwerpunkt liegt dabei ausdrücklich auf bezahlbaren Elektrofahrzeugen für den europäischen Markt.

Weitere Details zum neuen Modell will Citroën auf dem Pariser Autosalon im Oktober 2026 präsentieren. Den 2CV für morgen neu zu erfinden, sei „eine enorme Herausforderung und zugleich eine große Verantwortung“, so Chardon. Der ursprüngliche 2CV sei nicht mit dem Ziel entwickelt worden, zur Ikone zu werden – er habe den Menschen schlicht Freiheit gegeben.

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(fpi)



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